tautoko

Weblog von Johannes Kleske

19. Januar 2014
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Frank Rieger beim DLD

Vorhin kurz Frank Rieger vom CCC im Interview mit Jeff Jarvis im Livestream des DLD gesehen. Dazu drei Beobachtungen:

  1. Rieger bringt seine Forderungen an die Unternehmen und Startups im Raum schön auf den Punkt: Alles muss standardmäßig verschlüsselt werden und es braucht totale Transparenz im Umgang mit den Daten der Kunden. Welche Daten werden gespeichert, was passiert mit den Daten und welche Erkenntnisse hat das Unternehmen aus den Daten gezogen? All das mindestens einmal im Jahr automatisiert per Email.
  2. Selbst Jarvis war überrascht, wie optimistisch Rieger im Bezug auf die ganze Sache ist. Rieger begründet das damit, dass nun die Fakten zur Überwachung auf dem Tisch liegen und eine richtige Diskussion möglich ist. Man merkt ihm an, dass er mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung aus der Arbeit des CCCs z.B. auch bei den Cryptowars in den 90ern1 weiß, wie lange solche politischen Prozesse dauern. Das hilft ungemein, den Blick wieder etwas zu weiten.
  3. Jarvis selbst versucht immer wieder seine Post-Privacy-Agenda einfließen zu lassen und wirkt dabei gerne wie ein Botschafter der US-Unternehmen, denen er damit in die Hände spielt. Aber ich war auch vorher schon nicht gerade ein Fan von ihm.

An der Stelle sei auch noch mal auf das großartige Buch Arbeitsfrei von Rieger und Constanze Kurz hingewiesen, in dem sie das Nehmen-uns-Maschinen-die-Arbeit-weg-Thema durch praktische Beobachtungen angehen.


  1. An der Stelle noch mal der Hinweis auf die großartige Folge 30 des Alternativlos-Podcastes, in dem Frank Rieger und Fefe die Geschichte der Kryptografie erzählen.  

19. Januar 2014
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Wir haben es satt

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Essen spielt für mich einen immer größere Rolle. Nicht nur als Vehikel für gute Zeiten mit Freunden, sondern auch als Teil der Lebensqualität. Ich glaube, dass ein Großteil unserer so genannten „Zivilisationskrankheiten“ sehr eng mit unserer Ernährung zusammen hängt. Also versuche ich bei Gelegenheit immer etwas mehr über das Thema zu lernen. Weiterlesen →

17. Januar 2014
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Webperlen vom 17.01.2014

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15. Januar 2014
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Veranstaltungen zu Netzthemen in Berlin – Januar 2014

Ich sammle Veranstaltungen (Vorlesungen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Symposien, Konferenzen usw.) zu digitalen Themen (Netzpolitik, Medienkunst, Netzkultur, Forschung und Entwicklung, Soziologie, Anthropologie, Gesellschaft, Architektur usw. – keine Startup- oder -Marketing-Themen) in Berlin. Weitere Veranstaltungstipps jederzeit an mich, gerne auch schon für die nächsten Monate. Weiterlesen →

14. Januar 2014
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Ein Veranstaltungskalender für digitale Themen in Berlin?

Morgenabend findet bei der Heinrich Böll Stiftung hier in Berlin eine Podiumsdiskussion mit dem Titel ‚Game Over, Human – Mensch und Maschine – miteinander, gegeneinander, ineinander?‘ statt. Aus der Veranstaltungsbeschreibung:

Technologie ist Alltag. Sie übernimmt unsere Arbeiten, lenkt Autos, führt Kriege und ersetzt die Funktionen unseres eigenen menschlichen Körpers. Eröffnen uns Roboter und Maschinen neue Möglichkeiten, indem sie uns Arbeit abnehmen, körperliche Defizite ausgleichen und unsere Leistungsfähigkeit steigern oder laufen wir Gefahr, die Kontrolle zu verlieren? Wie verändert uns Menschen die Interaktion mit maschinellen Wesen? Wer trägt in Zukunft die Verantwortung? Ist es an der Zeit für eine Roboter-Ethik? Oder müssen wir die Verdrängung menschlichen Lebens durch Maschinen befürchten?

Jepp, das ist wenig überraschend ein Thema, das mich interessiert. Und praktischerweise ist die Heinrich Böll Stiftung einen entspannten 20-Minuten-Spaziergang von unserem Büro entfernt. Weiterlesen →

12. Januar 2014
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Webperlen vom 12.01.2014

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7. Januar 2014
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The State of the World – 2014 Edition

It’ll be hard, this year, not to dwell obsessively on the capering specters of the NSA, Snowden, Wikileaks, Bitcoin… 2013 turned out to be the year when the Digital Revolution trended Stalinist. Old-school Digital Bolsheviks scattered hapless in every direction, as Big Data Killer Bot Commissars scoured the darkening landscape, and Trotsky went to ground in Ecuador.

An extraordinary atmosphere of sullen, baffled evil, as the year opens. I don’t know what to compare 2014 to — except for many other glum post-revolutionary situations, when the zealots succeeded in toppling the status quo, then failed to install a just and decent form of civil order. The world in 2014 is like a globalized Twitter Egypt.

– Bruce Sterling

Wie schon seit 2000, so machen sich auch dieses Jahr wieder Bruce Sterling und John Lebkowsky auf der alt, ehrwürdigen Plattform The Well daran, den Zustand dieser Welt zu diskutieren. In der Regel ist der Übergang zwischen witzigem Sarkasmus und scharfen Beobachtungen sehr fließend und sorgt für großartige Unterhaltung.

The WELL: Bruce Sterling and Jon Lebkowsky: State of the World 2014

3. Januar 2014
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Webperlen vom 3.01.2014

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