Stefan Zilch, Sales Director von myspace Deutschland, ist heute abend bei Neue Digitale zu Gast und darf befragt werden. Deswegen meine Frage an euch: “Was wolltet ihr myspace immer schon mal fragen?”
Archiv für die 'Web2.0' Kategorie
Seit ca. zwei Wochen läuft im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) die neue Ausstellung ‚YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten‘. Am Sonntag hatte ich Gelegenheit, mir einen ersten Überblick zu verschaffen.
Mehr zum Thema: zkm
Mein Barcamp Partner in crime cbgreenwood aka Grüni bringt den Web-2.0-Underground-Shit in die Sonnenmetropole Freiburg und veranstaltet dort am Dienstag die erste pl0gbar, vorausgesetzt, er überlebt den Halbmarathon, den er morgen hier in Karlsruhe läuft. Ein kleiner Schritt für Freiburg, einer großer Schritt zu pl0gherrschaft.
Mehr zur Freiburger pl0gbar bei Sebastian. Btw. der Homy sucht gerade nen Job im Webbiz, möglichst in Offenburg und Umgebung. Falls jemand was hört…
Mehr zum Thema: pl0gbar
Die neusten Nightclub-Trends vom Wochenende:
aka-aki ist ein Social Network fürs Handy. Mehr dazu bei Andre.
deezer ist ein Musikservice, bei dem man sich kostenlos jede Menge Musik anhören kann.
Über deezer habe ich dann noch TalkGreener entdeckt, einen “grünen” Mobilfunkanbieter.
Das für mich dritte Barcamp ging an diesem Wochenende über die Bühne und ich empfand es als das bisher coolste, was vor allem an einem lag: Freunden. Für mich steht bei Barcamps nach wie vor die Community und das Treffen von Menschen im Vordergrund. Ich fahre weniger zum Lernen und Teachen hin.
Schon lustig, was sich da in den letzten Monaten so entwickelt hat. Beim Barcamp Frankfurt im April schrieb ich danach noch, dass ich mich gefreut habe, den pl0g Mob kennenzulernen. Inzwischen habe ich selbst eine pl0gbar mitorganisiert und die Jungs und Mädels viel besser kennengelernt. Deshalb bin ich diesmal auch direkt im pl0g HQ untergekommen. Haha, schon lange nicht mehr mit drei anderen in einem kleinen Raum mit Penntüten und Lumas geratzt. War extrem lustig, vor allem der Geekfaktor. Morgens haben alle als erstes nach ihren Notebooks gegriffen und gecheckt, was die Twitter-Community so macht. Und keiner hat mit den Augen gerollt… Neben den pl0gies habe ich noch zahlreiche andere Leute getroffen, insbesondere Andre von A Better Tomorrow und Kai von StyleSpion.
Businesskasper
Wie oben schon erwähnt ist das Barcamp für mich ein Community-Event, d.h. lauter Leute mit ähnlichen Interessen treffen sich, um auf gleichem Level miteinander Themen zu bearbeiten, sich zu inspieren und inspiriert zu werden. Leider scheint die deutsche Web-2.0-Startup-Szene das ein bisschen anders zu sehen. Für sie ist Barcamp gleichbedeutend mit kostenlose Möglichkeit, die Zielgruppe mit Promo zu zubomben. Und so war der Samstag für mich leider eher negativ belegt, weil mir die ganzen Businesskasper tierisch auf den Sack gingen.
Es schien so, als würde jeder zweite mit einer URL auf dem Rücken rumrennen und Merch in die Menge schmeißen. Ich hab gar nix dagegen, wenn Unternehmen bei Kongressen und Messen ihre Zeug promoten. Aber Barcamps sind OpenSpace-Events, wo so etwas nichts verloren hat, meiner Meinung nach.
Ich hab auch nix gegen Sponsoring. QSC hat die Räume und fantastisches Essen zur Verfügung gestellt und sich trotzdem dezent im Hintergrund gehalten. Aber mir geht es deutlich zu weit, wenn Leute bei der Vorstellungsrunde vor die Sponsorentafel gezerrt werden, damit die auf der Videoaufnahme sichtbar sind.
An der Stelle sei lobend erwähnt, dass es die Sponsoren diesmal nicht aufs T-Shirt gepackt haben, womit dieses in der Öffentlichkeit tragbar geworden ist. Sehr cool!
Ich bin auch dankbar für Bier-Sponsoren. Aber wenn jeder, den man fragt das Produkt des Sponsors für totalen Müll hält würde ich mein Geld und meine Zeit lieber drauf verwenden, das Ding fit zu machen als Pseudo-Stimmung und NewEconomy-Feeling bei der Party zu verbreiten.
Also, liebe Businesskasper, es gibt eine Fülle von Web-2.0-Kongressen und -Events in Deutschland. Wenn ihr Geldgeber sucht und werben wollt, dann geht doch dahin. Wenn ihr zum Barcamp kommen wollt, erwarte ich, dass ihr euch vor allem über Kompetenz in den Sessions bemerkbar macht.
Knips-Wahnsinn

(Bild von Dennis Knake)
Noch eine Sache hat mich diesmal so sehr gestört, wie nie zuvor: die permanente Knipserei. Ich glaube, ich habe noch nachts im Schlaf ständig eine DigiSLR neben mir auslösen gehört. Bei der Vorstellungsrunde am Samstagmorgen war es unerträglich. Ich stand halt relativ weit vorne. Neben mir irgendein Fritz, der von jedem nicht ein, sondern gleich 10 Bilder mit der Serienbildfunktion machen musste. Dazu kamen zwei Videokameras, die einen ständig im Fokus hatten oder auch gerne mal von hinten kam, um heimlich zu filmen, was man gerade so auf seinem Bildschirm hatte. Würde behaupten, dass ich in meinem ganzen restlichen Leben zusammengenommen noch nie soviel fotografiert und gefilmt wurde wie am Samstag allein.
Würde ein Deal vorschlagen: Wenn ihr eure Kameras im Rucksack lasst, lasse ich mein Notebook auch dort und höre euch bei euren Sessions zu.
(Bild von MrTopf)
Sonntag = das wahre Barcamp
Nachdem ich mich am Samstag etwas zu sehr von den Businesskaspern und Dauerknipsern habe die Stimmung versauen lassen (was man sehr schön an meinem Twitterfeed sehen konnte) habe ich mir für den Sonntag vorgenommen, nur das positive zu bemerken. Interessanterweise war das überhaupt kein Problem, da die meisten Businesskasper Sonntags gar nicht mehr auftauchten und die Runde insgesamt deutlich kleiner und community-mäßiger wurde.
Der Barcamp-Sonntag ist echt ein interessantes Phänomen. Es sind deutlich weniger Leute da. Alle sind ein bisschen müde und nicht mehr so aufgedreht. Das Promo-Material ist unter die Leute gebracht und vor allem haben auch die Rookies verstanden, was eine Session ist und wie sie aussehen kann. Die meisten von denen, die das erste Mal dabei sind, sind Samstags noch etwas verunsichert, ob sie denn überhaupt was beitragen können und trauen sich noch nicht so richtig. Samstagabend haben sie dann bemerkt, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen und bieten Sonntag mal direkt ne eigene Session an. Somit steht Sonntags immer noch ein bisschen mehr Knowledge zur Verfügung.
Besuchte Sessions
Samstags habe ich drei Sessions besucht. In der ersten ging es um die aktuelle Rechtslage, was User Generated Content angeht. War eine sehr praktische, fundierte und lehrreiche Session, die vor allem von zwei sehr sympatischen Rechtsanwälten gehalten wurde (Rechtsanwälte sind in der Web-Community ja eher auf einem Sympatielevel mit Bush und Softwarepatente-Lobbyisten).

(Bild von Dennis Knake)
Danach war ich noch bei zwei Sessions von Patrick Breitenbach. Der Mann ist einfach eine unglaubliche Workshopsau. Gib ihm ein Stift und ein Flipchart und er legt dir eine kompakte, einfach verständliche und nichtsdestotrotz ungemein hilfreiche Session hin. Hab ihn einmal zum Thema Community-Management und einmal zum Thema Kreativitätstechniken gesehen. Beides sehr spannend.

(Bild von Dennis Knake)
Am Sonntag habe ich mir nur die Polizeisession gegeben, weil die vorher schon als der Geheimtipp schlechthin gehandelt wurde. Ein Mitarbeiter des LKA NRW erzählt in der Session darüber, was die Polizei so im Web macht und welchen Problemen sie sich ausgesetzt sieht. Als extrem witzig und web-2.0-affin aufbereitet.
Meine Sessions
Ich selbst hatte schon lange meine GTD-Session im Barcamp-Wiki angekündigt, wo sie lustigerweise bis zum Schluss die am meisten nachgefragte Session des Baracmps war. Um die Hardcore-Barcamper zu belohnen, hatte ich sie auf den Sonntag gelegt.
Da ich es für sinnlos halte, in 45 Minuten ein komplexes System wie GTD zu erklären, hatte ich mich dafür entschieden, nur die Grundprinzipien zu erläutern und das, was GTD ausmacht, damit die Besucher der Session selbst entscheiden konnten, ob sie das Thema interessiert und sie sich das Buch zulegen wollen.
Das Prinzip ging nach meinem Gefühl aber nicht wirklich auf. Woran das genau liegt ist schwer zu sagen.
Spontan habe ich noch ne Facebook-Einführungssession gemacht, nachdem Samstagabend in der Schlange vor dem Grill einige ihr Interesse bekundet hatten. Also habe ich mit Sebastian zusammen einfach nur die Basics von Facebook gezeigt ohne jegliche Vorbereitung. Hat trotzdem einigen was gebracht, soweit ich das mitbekommen habe.
Fazit
Ich habe das Wochenende sehr, sehr genossen, auch wenn ich eigentlich ständig müde war. Aber die Zeit mit jeder Menge coolen Leuten hat das allemal wett gemacht.
(Bild von .dean)
Shouts gehen raus an: Mr. Dean und schocki vom pl0g Mob, die wundervolle Gastgeber waren. cbgreenwood aka Grüni, mit dem ich das Wochenende verdammt viel Spaß und eine entspannte Heimreise hatte. Pauli, meine IA-Verbündete. Kai (StyleSpion), weil er seine Kamera in der Tasche gelassen hat. Andre (A-B-T) für Einblicke in das Leben eines Mailorders. mc_o (ebenfalls pl0g) für trockene Kommentare. Collin für den neusten Schnack aus Mitte.
Mehr zum Thema: barcampcologne2
Die japanische Beratungsagentur Information Architects Japan haben eine neue Version der Web Trend Map herausgegeben. Angelehnt an den U-Bahn-Plan von Tokyo werden so die aktuellen Zusammenhänge im Web-Business visualisiert.
Was das bringt?
In house, we use it as a consulting tool. It has helped us exploring, defining and explaining the Internet strategy and positioning of all of our clients since we first introduced it in January. Each website on the map stands as a (more or less) successful paradigm for an interactive brand, design or business model. In order to position yourself, you need to know your place on this map.
Neben verschiedenen Ausgaben als Desktophintergründe gibt es auch eine Version, die klickbar ist und so als Startseite für Web-2.0-Junkies herhalten kann. [via Basic Thinking]

Wenn das nicht das ultimative Zeichen für den Hype war. Gestern morgen wurde die Teilnehmerliste für das zweite Barcamp in Köln geöffnet. Nach ziemlich genau neun Stunden waren alle 150 Plätze weg. Glücklich, wer Twitter noch nicht als unnützen Blubbermüll abgetan hatte und frühzeitig die Nachricht bekam.
Twitter verdanke ich es auch, dass meine Zimmersuche in Köln für das Barcamp genau 30 Sekunden gebraucht hat.
Ansonsten, liebes Tagebuch, erhole ich mich gerade von meiner Sommergrippe und werde heute nach Frankfurt fahren, um ein paar interessante Weichen für die nächsten Monate Jahre zu stellen (mehr Infos wenn spruchreif).
Der Web-2.0-Wanderzirkus macht in Deutschland immer häufiger Station. Ein Barcamp folgt dem nächsten. Überall Webmontage. Nun gibt es auch ein DevHouse, wo es weniger Vortrag und mehr Praxis geben wird.
Im Frühjahr ging mir das ja alles noch eher auf die Nerven. Bei der re:publika hatte ich aus der Entfernung nicht das Gefühl, etwas weltbewegendes zu verpassen. Nach dem Barcamp Frankfurt hatte ich dann eigentlich beschlossen, dem Wanderzirkus abzuschwören. Zuviel Business, zuviel Hype, zuviel Technik. Zuwenig breiter Horizont, zuwenig sich selbst nicht so ernst nehmen, zuwenig Community. Es kommt mal wieder alles anders. Mein Kalender für die nächsten Monate ist gut gefüllt und schuld daran ist…Twitter.
Twitter hat sich in den letzten Wochen für mich zum zentralen Kommunikationstool für eine kleine, emergente Community von Leuten entwickelt, denen das gemeinsame Bier genauso wichtig ist, wie das gemeinsame Philosophieren über die Zukunft des Webs.
Dabei spielt es keine Rolle, ob man der gefeierte Railsentwickler oder „nur“ ein kleiner Blogger ist, entscheidend ist die Persönlichkeit und das mag ich. Es zählt weniger, was du drauf hast und mehr, wie du drauf bist.
Als Teil dieser Community interessiert es mich dann auch, was jemand gerade macht und wie er drauf ist. Für Außenstehende mag das uninteressantes Geblubber sein, für mich ist es ein Stück geteiltes Leben mit Freunden.
Die Community teilt ihr Leben unter der Woche virtuell per Twitter und am Wochenende persönlich auf den Barcamps. Das ist der Grund, warum ich in Zukunft noch mehr durch die Lande tingeln und meine Profite für Zugtickets ausgeben werde. Ich will mit dem einen anstoßen, vom anderen hören, was er zu Webapplikation XY denkt und das Kid des dritten kennenlernen (ich find’s extrem cool, dass gerade laut über Kinderbetreuung etc. bei den Barcamps nachgedacht wird). Der erste Schritt dazu war für mich, die pl0gbar nach Karlsruhe zu holen, die für mich diesen Communityflair widerspiegelt.
Letztendlich entstehen aus dieser Community auch derbe Projekte, kein Zweifel. Aber gerade weil es in erster Linie um Freundschaft und nicht um Inhalte geht, werden diese Projekte nicht nach Copycat aussehen und nach Business riechen und deshalb gute Erfolgschancen haben.
Ich habe ja so hin und wieder meine Probleme mit den Webmontagen, weil sie mir einfach zu technisch sind. Ich bin nun mal kein Entwickler und mag mich nicht nur über Frameworks unterhalten. Eigentlich mag ich mich außerhalb meiner Arbeit gar nicht über technische Details des Webs unterhalten, sondern chille lieber entspannt mit Leuten und mache Witze über Web 2.0.
Gänzlich ohne Beamer, Vorträge und zuviel Geekspeak kommen auch die pl0gbars aus. Initiiert von den Autoren von pl0g treffen sich in verschiedenen Städten Geeks und Webenthusiasten, um einfach nur mal ein Bier zu trinken und vor allem, um virtuelle Kontakte in reale Bekanntschaften umzuwandeln.
Nachdem ich den pl0gmob ja beim Barcamp Frankfurt schon erfolgreich beschnuppert habe ist es nun Zeit, die pl0gbar nach Karlsruhe zu holen. Wir treffen uns am 28. Juni in der Lounge des NUN. Wer dabei sein will, sollte sich schnell bei upcoming anmelden, da wir nur zehn Plätze haben und fünf bereits weg sind.
Wer pl0g.de kennt, wird die pl0gbar lieben: Leute treffen, fachsimpeln oder einfach nur bei Bier oder Kafe Latte plaudern. Lerne die Menschen hinter den Pixeln kennen, in Farbe und bunt! Wage den Schritt ins echte Leben, treffe Leute, die Du bisher nur aus Deiner Kontaktliste kanntest und lerne neue kennen, die deine Interessen teilen. Schnell und unkompliziert, so wie pl0g.de!
Größtenteils werden spezielle Events als Anlass genommen, sich zu treffen (Apple Keynotes, Wii Launch in Deutschland etc.), es gelingt aber trotzdem das ganze als regelmäßige Institution zu platzieren und alle 2 Wochen abzuhalten.
Du bist kein Blogger, Netzmetzger, Byteritter, Webzwonullkind? Egal, wir freuen uns trotzdem: Komm vorbei und lass Dich anstecken.
Wir möchten jedoch keinen weiteren Mac-Stammtisch, keine Lokale “Dein-Betriebssystem-hier”-User-Group.
Wir sind zeitgemäß “Cross-Platform” und wollen den Spirit der Barcamps und Webmontage direkt in ausgesuchte Bars und Lounges tragen. Reallife-Social-Network ganz im Stil von pl0g.de.
Das Internet ist zurück und diesmal macht es einen auf sozial. Xing, myspace und studiVZ sorgen dafür, dass der Begriff Freund eine wahre Inflation erfahren hat. Wir kehren den Hype um und bringen eure digitalen Buddies aus dem Second Life im echten Leben zusammen.
Die Autorencrew von pl0g veranstaltet im ganzen Bundesgebiet regelmäßige Treffen, um bei Caipis und Wein entspannt zu diskutiert, ob Yahoo der Antichrist ist oder man doch lieber gleich 20 Millionen Risikokapital für sein MashUp aus Videoportal und Haustier-myspace einsammelt.
Höchste Zeit, auch in Karlsruhe einen Ausgleich zum Webmontag zu schaffen und die Betonung wieder auf Bier statt auf bierernst zu legen.Am 28. Juni macht die pl0gbar in der Lounge des Café NUN halt und heißt jeden willkommen, ob nun ProBlogger, Rails-Entwickler, SL-Designer, YouTube-Ische oder Xing-Networker. Die einfache Regel: keine Präsentation und pitchen darf nur, wer mindestens 1,5 Promille hat.
Auf die Freundschaft 1.0…
Ich liebe die Spontanität im Web und insbesondere mit Twitter. Gerade ist die Pressekonferenz der EMI in London zuende gegangen bei der der CEO der EMI und Steve Jobs bekannt gegeben haben, dass es die Musik der EMI ab Mai im iTunes Store auch ohne DRM und in höherer Qualität (256kb/sec) geben wird.
Kurz nach Beginn der Pressekonferenz hat Gernot in Twitter den Link zum Livestream gepostet. Hab den Stream aufgerufen und mich artig bei Gernot bedankt, wie es bei Twitter üblich ist. Kurz darauf bat .dean uns das ganze zu kommentieren, da er gerade kein Audio zur Verfügung hatte. Also, spontan losgelegt und das Ding live gebloggt. Die nächste Message kam dann von Steve Rubel, großes Blogtier in Amiland (über 800 „Followers“ in Twitter):
„Johannes Kleske is live Twittering the Apple/EMI press conference http://twitter.com/jkleske.“
So schnell hat man plötzlich eine riesige Zuhörerschaft.
Die Details zu der Pressekonferenz könnt ihr an tausend Stellen im Web nachlesen. Ich persönlich bin ziemlich angetan von dem, was da heute passiert ist. Ich habe schon länger nichts mehr im iTunes Store gekauft, weil ich einfach keinen Bock auf die DRM-Geschichte habe. Ich bin zwar ein Apple-Fanboy und kann mir nicht wirklich vorstellen was anderes als nen iPod zu benutzen. Aber ich will die Option haben, und zwar ohne größere Umstände. Oder wie Steve meinte:
„Even if the users don’t want to use their music on any other device then the ipod today, they want to have the option in the future.“
Auch sehr cool finde ich, dass DRM-freie Alben in höherer Qualität nicht teurer sind als die DRM-Alben. Das wertet Alben an sich ungemein auf. Und ich bin ein absoluter Albumhörer.
Wirklich beeindruckt bin ich von EMI-Ceo Eric Nicoli. Auf was EMI sich da einlässt ist wirklich nicht zu verachten. Auf die Frage nach Raubkopien antwortete er:
„Wir müssen unseren Kunden vertrauen.“
Niemals hätte ich geglaubt, so etwas von einem Major-CEO zu hören.
Sehr interessant war auch, dass Steve scheinbar ziemlich pissed war von all den Unterstellungen, die er sich wegen seines offenen Briefs an die Musikindustrie anhören musste. Steve betonte mehrmals, dass er die enge Verknüpfung von iPod und iTunes so nicht sehen kann. Apple würde bei beiden Produkten versuchen, ihren Kunden das bestmögliche anzubieten. Wenn Kunden andere Produkte vorziehen, würden sie als Apple ihre Lehren daraus ziehen.
Was bisher in der Web-2.0-Community/Blogosphäre so an Aprilscherzen für 2007 ging:
- Mike Arrington gibt die Übernahme von FuckedCompany.com bekannt.
- Download Full Movies, TV Shows or Music Videos from iTunes for Free
- UPLOAD: Weblogs und Podcasts ab sofort genehmigungspflichtig
- Robert Scoble: Apple collaborating with Amazon, Google, and Cingular on new iReader
- Nicholas Carr: Michael Arrington banned from Internet
- Webworkblogger: myspace kauft Twitter für 1,2 Mrd. USD
- Deutschlands erste Handy Fair-FlatR 0,-€. Mehr bei Dittes.
- Google: TiSP – Breitbandverbindung über’s Klo. Extrem lustig! (via heise)
- tbc
Weitere Fundstücke einfach in den Kommentaren verlinken. Mehr Scherze gibt’s bei Timo und Rene.
Neben Twitter ist OpenID der große Hype der letzten Wochen. Und im Gegensatz zu Twitter erschließt sich bei OpenID sofort jedem der Nutzen. OpenID ist ein System, um an einem zentralen Platz Logininformationen und mehr zu speichern. Wenn ich mich dann bei einer Webapplikation oder irgendwo sonst im Web anmelden will, muss ich nicht jedes mal einen Nickname und ein Passwort angeben (und mir merken), sondern gebe meine OpenID an. Die OpenID ist eine URL zu meinem Profil auf einem OpenID-Server. Logge ich mich mit ihr irgendwo ein, leitet mich das System zu dem OpenID-Server weiter, wo ich meine Logindaten angebe. Danach werde ich wieder zurück geschickt. Anmelden muss ich mich also noch immer, aber nur noch auf einem Server mit immer den gleichen Daten.
OpenID hat noch einige spannende Möglichkeiten inpetto, die an anderer Stelle besser erklärt werden.
Auf meinen Radarschirm erschien OpenID mit dem runden Vortrag von Simon Willison beim Future of Web Apps in London (MP3 & PDF). Simon stellt alle Vorteile, Nachteile und Baustellen leicht verständlich vor. Danach habe ich mir direkt bei FreeYourID meine OpenID geholt.
In den nächsten Tagen will ich mir mal das WordPress-Plugin für OpenID ansehen. Stellt euch vor, ihr müsstet in Blogs nicht ständig eure Daten angeben, sondern immer nur eure OpenID. Das macht es nicht nur für euch leichter, sondern kann auch massiv bei der Spambekämpfung helfen. Mehr dazu im Vortrag von Simon.
Oli hat im Agenturblog eine ausführliche Serie zu OpenID veröffentlicht, die man sich nicht entgehen lassen sollte:
- OpenID - was muss man darüber wissen
- OpenID - die ersten Schritte
- OpenID - wie nutze ich mein Blog als Usernamen
- OpenID - Gefahren und ungelöste Probleme
Mehr zum Thema: openid
Ich habe die Feeds (?) ein bisschen umgebaut. Der Standardfeed für dieses Blog enthält jetzt nur noch die Artikel, ganz ohne Spielzeug. Dafür gibt es jetzt den ultimativen Johannes-Kleske-Feed. Der enthält praktisch alles, was ich im Web so mache und was sich davon abonnieren lässt: alle Artikel von mir auf irgendwelchen Blogs, Twitter-Meldungen, Tumblr-Einträge, del.icio.us-Links, flickr-Bilder, Kommentare bei anderen Blogs, etc. Das Ding ist die Empfehlung für meine digitalen Stalker.
Gebaut habe ich den Feed mit Yahoo Pipes. Dieses extrem geil gemachte Web-2.0-Tool ermöglicht das Mixen und Mashen von Feeds in allen möglichen und unmöglichen Formen. Wer mehr wissen will: hier ist die Pipe zu dem Feed.
Nachtrag: Die gekürzten Blogartikel im Feed sind eine Notlösung, da es einen Fehler mit der Formatierung mancher Feeds gibt.
Eine der inspirierendsten Jahreszeiten ist für mich angebrochen: Die Zeit nach dem SXSW-Festival in Austin, wo alle Vorträge und Diskussionspanels als Podcast erscheinen und ich mich an spannendem Zeug dumm und dämlich höre. Jedes Jahr wieder flashen mich die einzelnen Vorträge ungemein und ich nehme mir felsenfest vor, nächstes Jahr hinzufliegen. Immerhin war ich inzwischen schon mal in Austin, wenn auch zur falschen Zeit.
Hier mal ein Überblick über die Vorträge, die ich schon gehört habe (wird brav geupdatet):
- Kathy Sierra – Opening Remarks: Wer sich fragt, warum es sehr tragisch ist, dass Kathy Sierra ihren Vortrag bei ETech abgesagt hat, sollte sich einfach nur diesen Vortrag anhören … und alle anderen auch. Kathy at her best mit einer Fülle von Einblicken und Tipps für Hersteller von jeglichen Produkten.
- Rob Weychert & Jason Santa Maria – A Field Guide to Design Inspiration: Woher kommt eigentlich Inspiration und wie nutze ich sie als Designer am besten? Darum geht’s bei diesem sehr entspannten Vortrag. Spaß macht hier vor allem, dass die beiden Vortragenden seit langem dicke Freunde sind und das ihre Präsentation prägt.
- Tim Ferriss – The 4-Hour Workweek: Schon ewig keinen Vortrag mehr gehört, den ich so kontrovers finde. Bin mir bis heute nicht sicher, ob der Typ ein absolutes Genie oder ein riesiges Arschloch ist. Es geht darum, wie er knallhart alle Ablenkung und alles unwichtige aus seiner Arbeit eliminiert hat und nun mit vier Stunden konzentrierter, fokussierter Arbeit pro Woche sein Geld verdient. Das beinhaltet einfache Dinge wie nur zweimal pro Tag Mails checken und abgedrehte Dinge wie alle altägliche Verwaltung an Inder auszulagern. Hört’s euch an. Bin sehr gespannt auf andere Meinungen. Das Buch (“The 4-Hour Workweek: Escape 9-5, Live Anywhere, and Join the New Rich” (Timothy Ferriss) erscheint Ende April.
- Alex Steffen – Worldchanging 2.0: Wirklich genialer Vortrag. Fasst alles zusammen, was uns bei rejolt bewegt. Das ganze entspannt und ohne Missionseifer vorgetragen. Anhören!
- Tony Conrad, John Battelle & Toni Schneider – Why Marketers Need To Work With People Media: Der Vortrag, der endlich mal ein bisschen Substanz in die ganze Diskussion um Adical und Werbung in Blogs bringen kann.
- Diskussionspanel – There’s no Such Thing as the Mobile Web: Zuviel Corporate Talk für meinen Geschmack. Kam nicht viel bei rum. Skip it.
- Diskussionspanel – 12 Values Shapping Technology’s Future: Mir wird immer schlecht, wenn ich Marketingleute über Werte reden höre. Das wird hier auf die Spitze getrieben. Insbesondere die MTV-Tante scheint sich wirklich nur dafür zu interessieren, wie man kleinen Görren vortäuschen könnte, dass man sich für sie interessiert und ihnen dann noch mehr verkauft. Die anderen stehen ihr da kaum nach. Aber ich habe sowieso eine grundsätzliche Abneigung gegen jeden, der das Wort Konsument benutzt.







