Formspring – Noch Fragen?

Formspring.me ist wohl eigentlich nur eine Promoaktion des Formularfunktionenanbieters Formspring. Aber bewusst oder (wie ich mehr vermute) eher zufällig haben sie mit der Webapplikation, mit der man angemeldeten Benutzern (anonym) Fragen stellen kann, einen Nerv getroffen.

Zwei Aspekte, die aus meiner Sicht für die Aufmerksamkeit sorgen:

  1. Formspring.me spricht direkt unser Ego an. Fragen bekommt nur gestellt, wer relevant ist oder Wissen besitzt. Wenig fühlt sich so gut an wie einem anderen mit einer Antwort weiterzuhelfen.
  2. Fragen und Antworten sind ein großartiges Mittel, um Menschen besser kennenzulernen. Als ich mich durch die Formspring-Accounts einiger Leute laß, die ich schon vergleichsweise lange kenne, war ich überrascht, wie viel neues ich nach nur wenigen Antworten über sie erfuhr.

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Das Social Web 2.0

Der Titel macht schon mehr als deutlich: Dieser Artikel ist voller Buzzwords und Meta-Gebabbel. Allein schon das 2.0 ist eigentlich ein absolutes “No-go”. Aber wie immer heiligt der Zweck die Mittel.

Eigentlich ließ sich der Begriff “Web 2.0″ für mich immer relativ leicht erklären. In den Anfangstagen des Webs haben wir es so verwendet, wie wir alles neue verwenden: wir haben gewohnte Muster auf das neue Medium übertragen. Webseiten wurden wie Print-Broschüren verstanden und gestaltet. Zur Kommunikation diente vorwiegend der “E-Brief” usw. Das Social Web 2.0 weiterlesen

Us Now – Dokumentation über das Social Web

Nachdem ich mich gestern auf der Webinale in einem Panel zum Thema ‘Politik in und mit Neuen Medien’ äußern durfte, will ich dem hier auch Rechnung tragen und euch auf die Dokumentation ‘Us Now‘ hinweisen. In ca. 60 Minuten werden hier drei Grasswurzel-Initiativen (u.a. CouchSurfing) beschrieben, die erst mit dem Social Web in der Form möglich wurden. Ausgehend von dieser Analyse fragt der Film, was die Auswirkungen und Möglichkeiten des Social Web für und in der Politik sein könnten. Während des Films kommen immer wieder Experten (u.a. Clay Shirky) zu Wort, um ihre Beobachtungen und Einschätzungen anzubringen. Meiner Meinung nach, gut investierte 60 Minuten. Us Now – Dokumentation über das Social Web weiterlesen

Feedreader – Konsum vs. Konversation

Ein bisschen Informationsgeekerei für zwischendurch.

Interessanter Gedanke von meinem Freund Matt: Nach und nach haben sich Unmengen von Feeds in seinem Feedreader angesammelt. Das führt dazu, dass er nur noch konsumiert, um überall auf dem Laufenden zu bleiben. Deswegen schmeißt er jetzt alles raus und fängt noch mal von vorne an. Nach dem Kahlschlag kommen nur noch Feeds in den Reader, bei denen er an der Konversation teilnehmen möchte. Kurz: Fokus auf Konversation statt Konsum. Feedreader – Konsum vs. Konversation weiterlesen

Berlinblase in Paris für LeWeb ’08

riflesso della Tour Eiffel by kiki follettosa
riflesso della Tour Eiffel by kiki follettosa

Muss…über…Paris…bloggen…ohne…Eiffelturm…zu…zeigen. Damn it! Ganz schön schwierig. Und dabei habe ich schon erfolgreich alle Titel a la “Invasion der Krauts in Paris” usw. umschifft. Egal. Wollte euch eigentlich nur informieren, dass eines meiner Ziele für dieses Jahr, endlich in Paris vorbei zu schauen, doch noch war wird. Die Berlinblase-Crew wurde auf die LeWeb ’08 Konferenz eingeladen, der zweiten großen Web-2.0-Konferenz in Europa neben der Web 2.0 Expo Europe. Sehr feine Sache das. Berlinblase in Paris für LeWeb ’08 weiterlesen

OldMedia-Interview zum NewMedia-Wahlkampf

Beim Twittern gefilmt werden.

Zufällig hatte ich heute die Möglichkeit, dem hr ein bisschen was zu Obamas Wahlkampf im Web und den Möglichkeiten für die Parteien in Hessen zu erzählen. Falls dabei ein brauchbarer Satz herausgekommen ist, könnt ihr euch den am Sonntag ab 18h bei defacto anschauen.

Hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, sich über das Thema mit dem Redakteur und seinem Team sowie Herrn Professor Pichler von der FH Wiesbaden, der das Interview in die Wege geleitet hat, zu unterhalten. Nur leider ist Social Media halt bei noch verbleibenden knapp 60 Tagen Wahlkampf ganz der falsche Ansatz für die Parteien. Denn wenn der Aufbau des Dialogs im Web eins braucht, dann ist es Zeit. Und auch die bringt nichts, wenn die Aussagen im Kern nicht stimmen. Nur weil das bei Obama perfekt gepasst hat, konnte er sich dann auch über zwei Jahre hinweg ein großes Netzwerk im Web stricken.

Somit mag insbesondere für die SPD in Hessen Social Media nicht das passende Mittel für diesen Wahlkampf sein. Es könnte aber sehr gut dabei helfen, nach der verpatzten Wahl im Januar einen Neuanfang nahe am Wähler in die Wege zu leiten.

(Foto von Frank)

Update: Es sind dann tatsächlich ganze ca. 30 Sekunden geworden ;-)