
(Bild von Jay16K)
Durfte am Samstag mal wieder im Radio was zu Getting Things Done erzählen. Diesmal bei Trackback in der Sendung vom 18.08. (ab der 33. Minute bin ich dran, ab der 20. könnt ihr schon andere Barcamp-Kollegen hören).
Das Weblog von Johannes Kleske zu Social Media, Konzeption, User Experience Design, Informationsarchitektur, Marketing, Cafes, Barcamp, Web 2.0, Streetart etc.

(Bild von Jay16K)
Durfte am Samstag mal wieder im Radio was zu Getting Things Done erzählen. Diesmal bei Trackback in der Sendung vom 18.08. (ab der 33. Minute bin ich dran, ab der 20. könnt ihr schon andere Barcamp-Kollegen hören).
Morgen früh (22.) könnt ihr mich voraussichtlich um 6:20 und 8:50h bei NRJ Sachsen (gibt’s auch im Livestream) hören. Ich erzähle, was Getting Things Done ist, wie es funktioniert und was es mir gebracht hat.
Update: Hier ist der Mitschnitt.
Die zweite Woche ist rum und ich merke, wie bereichernd es ist, in einem Blognetzwerk zu sein. Im Gegensatz zu mir haben die meisten anderen Autoren bei Blogwerk einen journalistischen Background. Durch ihr Feedback lerne ich gerade einiges.
Ach ja, habe auch noch ein kleines Profil von mir für imgriff geschrieben.
Jeder, der sich auch nur im entferntesten für GTD (“Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag.” (David Allen)) interessiert sollte sich unbedingt die Gespräche zwischen Merlin Mann, Nr. 1 Blogger zum Thema und David Allen, GTD-Erfinder, anhören. Das lohnt sich allein schon, weil man als erstes feststellt, dass David Allen ein durch und durch sympathischer Typ ist, der nicht wie gewöhnliche Managementgurus einfach nur ständig seine Mantras wiederholt. Darüber hinaus kann man durch die Gespräche wirklich viel lernen, weil sich die beiden vor allem auf die Implementierung des Systems konzentriert haben. Das ganze gibt’s als Podcast bei Merlin oder hier als Gesamtdownload.

Wird mal wieder Zeit für ein GTD-Post. Midnight Beep Softworks entwickelt gerade mit die erste explizite GTD-Applikation namens Midnight Inbox für den Mac, also eine Software die sich nicht nur GTD-mäßig nutzen lässt, sondern explizit auf das Selbstorganisationssystem ausgerichtet ist. Bisher sind zwei Betas erschienen, die schon sehr vielversprechend sind. Lustigerweise hilft die Applikation auch ganz gut dabei zu verstehen, wie GTD eigentlich funktioniert. Beta meint hier übrigens tatsächlich Beta, so dass die Applikation derzeit noch nicht wirklich im Alltag verwendbar ist. Aber ich bin gespannt, ob sie es im ersten offiziellen Release schafft, mein Kinklesssystem abzulösen. Aber vielleicht macht auch am Ende Omnigroup das Rennen, die gerade ebenfalls eine explizite GTD-Applikation angekündigt haben.
Update: Omnigroup hat den Entwickler von Kinkless zum Workshop für OmniFocus eingeladen. Klingt sehr vielversprechend.
Bei mir funktioniert im Moment GTD mal ganz gut und das liegt ausschließlich an einer Anwendung. Kinkless ist ein Aufsatz auf OmniOutliner Pro und macht verdammt Spaß. Mehr zu Kinkless gibt’s bei Merlin Mann, bei dem es auch noch bis 30. Juni einen Gutschein für 25% Rabatt auf OmniOutliner Pro gibt.
Mehr zum Thema: kinkless
In letzter Zeit habe ich häufig darüber nachgedacht, einen eigenen Produktivitätsblog zu starten. Fast ein Jahr ist der Artikel ‚GTD in einer Nußschale‘ jetzt alt und trotzdem ist er weiterhin jede Woche der am meisten gelesene Artikel in meinem Blog. Die meisten meiner Besucher, die von Google kommen, haben nach ‚gtd‘ gesucht. Jedes Quartal verkaufe ich zwischen fünf und zehn ‚Wie ich die Dinge geregelt kriege‘-Bücher über dieses Blog. Scheinbar herrscht ein immenses Interesse an der Thematik. Das sehe ich ja bei mir. Ich kaufe blind alles, was mir mehr Effektivität und Zeit verspricht. Was liegt da näher als ein Blog speziell zu der Thematik zu starten und gleichzeitig den Einstieg ins ProBloggen zu wagen. Könnte funktionieren.
Und doch bin ich irgendwie zurückhaltend. Das könnte z.B. damit zusammenhängen, dass ich bei Don Miller in einem Buch gelesen habe, dass er früher Selbsthilfebücher verschlungen hat. Aber irgendwann hat er gemerkt, dass sie einfach nichts mit dem realen Leben zu tun haben und im Alltag nichts bringen. Dann wäre da noch meine eigene Unfähigkeit von all den Produktivitätsmethoden, von denen ich in den letzten Jahren gelesen habe, auch nur eine wirklich umzusetzen. Ja, stimmt, ich habe eine komplette GTD-Ausstattung hier. Alle ist da und funktioniert. So ca. einmal im Monat fällt mir dann auch wieder ein, dass ich das Ding ja dringend mal wieder benutzen sollte. Dann setze ich mich mit schlechtem Gewissen hin und versuche mal wieder alle losen Enden zu sammeln. Ich definiere tolle, einfache nächste Schritte und schwöre mir ab sofort alles besser zu machen. Meistens schaffe ich es nicht mal zwei Tage. Projekte verlaufen einfach immer komplett anders. Fertig werden sie am Ende meistens trotzdem, irgendwie. Nicht, dass ich nichts von GTD gelernt hätte. Einige Prinzipien habe ich von ihrer Grundidee verinnerlicht und wende sie inzwischen auch instinktiv an. Aber das ganze System will bei mir einfach nicht in den Alltag rein. Dafür kenne ich die berühmte Produktivitätskrankheit nur zu gut, bei der man sich den ganzen Tag mit Blogartikeln und Tools zur Produktivitätssteigerung beschäftigt und am Ende des Tages überhaupt nichts echtes geschafft hat. Ich bin einfach so verdammt disziplinlos.
Ich frage mich langsam, ob da nicht grundlegend was schief läuft. Warum ist denn die Nachfrage nach neuen Methoden so groß? Setzen die Methoden nicht eine Schicht zu hoch an? Wieso geht mir manches ohne Probleme, ohne Motivationsschwäche und ohne vor sich her schieben von der Hand, während ich für anderes eiserne Disziplin brauche?
Update: Um das noch mal deutlicher zu formulieren: Die Idee eines Produktivitätsblogs ist für mich noch lange nicht gestorben. Sie ist derzeit nur nicht rund. Ich hätte gern ein bisschen mehr als interessantes Zeug aus den Ami-Blogs in den deutschen Kontext zu bringen. Was ich spannend finde, ist der Bedarf an Community, den ich aus den Kommentaren lese. Vielleicht kann man hier ansetzen…
Update 2: In der Seitenleiste auf der Startseite gibt’s jetzt eine kleine Umfrage, was ihr so zu dem Thema denkt.
Update 3: Auch wenn die Mehrheit der Abstimmenden Interesse an einem Produktivitätsblog hat, habe ich mich dagegen entschieden. Ein solches, eigenständiges Blog würde deutlich zuviel meiner Zeit für ein Thema in Anspruch nehmen, das mir zwar wichtig aber auch nicht das wichtigste ist.
Gestern habe ich das Interview mit Jason Fried bei Venture Voice gehört. Darin meinte er unter anderem, dass man weniger arbeiten sollte. Dadurch würde man die Arbeitszeit besser nutzen. Klingt ganz interessant, weil ich das gerade an mir beobachte. Ich vertrödle meist den ganzen Vormittag, weil ich immer denke, ich kann das ja auch heute Abend noch machen. Also, probier ich das mal aus. Ich mache die nächsten Tage immer um 18h Schluss. Bis dahin muss ich alles gepackt haben. Dazu schalte ich in der Arbeitszeit meine “Ablenkungstools” (E-Mail, Feed-Reader, usw.) auf Low-Level (Updates 1x die Stunde). Mal sehen, wie’s läuft.
Mehr zum Thema: 37signals
Nachdem die Projekte und die nächsten Schritte bestimmt wurden, müssen diese nun in Listen sortiert werden. Für den Start habe ich folgende Listen mit OmniOutliner angelegt:
Damit ist meine Implementierung soweit abgeschlossen. Nun gilt es das System im Alltag anzuwenden und auf die eigenen Umstände anzupassen.
Mehr zum Thema: david allen, selbstorganisation, wie ich die dinge geregelt kriege

GTD Implementierung 3
Originally uploaded by jonee.
Die komplette Inbox ist verarbeitet. Alle nächsten Schritte und Projekte sind bestimmt. Alles Material, was vielleicht später noch mal gebraucht wird, ist ins Archiv einsortiert. Die Wiedervorlage (43 Mappen) ist eingerichtet. Der Labelprinter steht bereit, um weitere Mappen schnell und sauber zu beschriften.
Mehr zum Thema: david allen, selbstorganisation, wie ich die dinge geregelt kriege

GTD Implementierung 2
Originally uploaded by jonee.
Part 1 ging erstaunlich schnell über die Bühne. Wie ich schon in den Kommentaren geschrieben habe, mache ich das ganze genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich schließe alle Dinge in Darmstadt ab und hab in Karlsruhe noch kaum was laufen. Somit gibt es derzeit insgesamt wenige Projekte. Dazu bin ich schon seit einigen Jahren auf dem Simplify-Trip und absolut kein Sammler.
Auf dem Bild seht ihr meine Inbox mit allen “losen Enden” und dem ganzen Material, das bei mir lose rumflog. Das wird nun durchgegangen, bewertet und archiviert.
Mehr zum Thema: büromaterial, david allen, selbstorganisation, wie ich die dinge geregelt kriege

GTD Implementierung 1
Originally uploaded by jonee.
Nachdem Marlin gut vorgelegt hat, nutze ich diesen, wegen eines geplatzen Termins, freien Nachmittag, um mich mit Stift und Karten bewaffnet an der ersten Part der GTD-Implementierung zu machen: alle “losen Enden” zusammentragen.