Neuer Kurzfilm von Hillman Curtis.
Archive for the 'Film' Category
Jetzt schon der Film des Jahres, no doubt!
Ihr sucht noch nach einem passenden Geschenk für Freunde von guter Musik und schönen Bildern? Hier ist mein Tipp:
Dank euren fleißigen Einkäufen über die Amazon-Links auf diesem Blog konnte ich mir letzte Woche mal wieder ein Eye-Candy leisten: Sigur Ros - Heima (Special Edition Limited, 2 DVDs)
Sigur Ros haben nach ewigem Um-die-Welt-Touren ca. 20 Konzerte in ihrer Heimat Island gespielt. Dabei haben sie sich extrem unterschiedliche Locations ausgesucht. Vom großen Open-Air über das kleine Dorf-Gemeindehaus bis zu einer verlassenen Fischfabrik. Und für jede Location haben sie ihre Songs neu arrangiert. Das ganze wird gepaart mit unglaublichen Aufnahmen von Island, den Locations und den Menschen.
Kurzum: ein audiovisueller Overkill, für den mein Lieblingswort mehr als angebracht ist: wunderschön!
Noch besser hat es Beetlebum beschrieben.
This could be the very minute
I’m aware I’m alive
All these places feel like home
Zach Braff Filme schaut man ja auch an, um neue Musik zu entdecken. Für den Soundtrack von Garden State, der bei mir zu Beginn des Jahres auf Heavy Rotation war, hat Braff einen Grammy gewonnen. Und nachdem Claudi mir schon immer vom Soundtrack zum neuen Braff-Film The Last Kiss vorgeschwärmt hat, war ich auch in dieser Hinsicht gespannt, als wir uns den Film vor einer Woche angesehen haben.
Die ersten Takte des Films erklungen und ich war dahin. Alles, was danach Soundtrack-mäßig kam, war ok. Aber der Opener war der Burner. Also, gleich bei iTunes geschaut. Aha, Snow Patrol. Den Namen habe ich doch schon häufiger gelesen, die Musik dazu aber nie wirklich gehört. Egal, dies war die Stunde. Ich hatte meinen eigenen Soundtrack für den Herbst 2006 gefunden.
Snow Patrol machen im Prinzip schwuchtelige, weiche, poppige Frauenmusik. But fuck that! Das Zeug löst dich aus dem Alltag und gibt dir das Gefühl, auf ner ewig langen Landstraße in die Morgendämmerung zu fahren (damn, ich brauch endlich nen Führerschein und ja, das ist Romantikkitsch). Genau das melancholische Zeug, das ich brauche, um den Herbst genießen zu können. Um es knapp mit meinem Lieblingswort zu beschreiben: wunderschön!
Cheers, Zach.
Btw. The Last Kiss ist zwar ein ziemlich guter Film, mein „Problem“ war, dass ich mich mit keinem der Darsteller identifizieren konnte, weil sie alle das gegenteilige Problem von mir haben. Sie sehen sich danach, wo ich bin und ich sehne mich danach, wo sie sind…
Update: Zach Braff und fünf Interpreten vom Soundtrack bei rehearsal.com

Four Eyed Monsters ist ein Film und ein Videopodcast von zwei jungen Kreativen, Susan Buice und Arin Cumley. Als sie sich 2002 zu ihrem ersten Date trafen, setzen sie sich die Regel, ausschließlich über Gemälde, geschriebene Botschaften und Videos zu kommunizieren. Davon versprachen sie sich eine tiefere emotionale Verbindung und gleichzeitig die Herausforderung, die Sprache der Kunst weiter zu erforschen. Diese Regel hielten sie für die ersten vier Monate ihrer Beziehung aufrecht. Auf den Erfahrungen aus dieser Zeit basiert der Film. Der Videopodcast begleitet den gesamten Prozess der Entstehung des Films in einer schonungslos offenen Art und Weise.
In November 2005, Arin Crumley and Susan Buice, released 3 video podcast episodes, to
promote their feature film Four Eyed Monsters. Using myspace.com and itunes.com, the video podcasts received 60,000 downloads. In doing so, Arin and Susan began amassing an army of citizen marketers, who now promote them, Four Eyed Monsters, and their video podcasts, on their MySpace profiles or show the video podcast to friends on their iPods.The video podcast is an online episodic series detailing Arin and Susan’s relationship with each other, the struggle of their creative process, and their quest to get their film released so that they can get out of debt and make their next film. People have been subscribing to the video podcast in droves, using iTunes, which allows them to automatically get each episode as it’s released.
Dieses Beispiel zeigt sehr krass, was gerade im Bereich der grassroots media production innerhalb der Kreativen Klasse so alles geht. Hier sind Leute, die sich mit ihrem Leben in einer kreativen Weise auseinandersetzen und sich nicht um den Mainstream kümmern. Die digitale Revolution ermöglicht es ihnen, relativ einfach einen hochklassigen Videopodcast zu produzieren, der sich wie verrückt durch das Internet verbreitet. Aber diesmal geht es nicht um noch einen Videopodcast über elektronische Spielzeuge, Web 2.0 oder sonstige technische Möglichkeiten. Es geht um Menschen, ihre Beziehungen und Kunst.
Heute galt es, mal ein bisschen shoppen zu gehen und das Geld von Weihnachten und Geburtstag auf den Kopf zu hauen. Da DVDs ja gerade ordentlich im Preisverfall sind, haben drei davon ihren Weg in meine lächerliche Sammlung gefunden.
Ich bin ein großer Fan der filmischen Erzählweise von Hero und House of the Flying Daggers, episch und poetisch, voller Eleganz und Style ohne Ende. Zu Sideways muss ich demnächst noch mal mehr schreiben. Befinde ich mich dank dieses Films doch auf einer ganz eigenen Entdeckungsreise.




Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 