Archive for the 'Streetart' Category

Street Wars

Das Original

181646217 4C2Ce11893 O

Das Plagiat

309700344 718227698D O

Die Kopie

315150083 98Ddaced9F O

Obey

Obeyiran

via Wooster

Art Artmy Action Figures

Wooster Collective: Art Artmy Action Figures

Meine Kulturplatte

Kulturplatte

Rob Dyrdek:

I’m 31 and everyday I run from the cops, just like the kids do.

Rob Dyrdek ist Skate-Pro und hat in seiner Heimatstadt einen Park für Skater gebaut, der sich an den aktuellen Streetskateinteressen orientiert. Um die Idee und die Umsetzung in andere Städte zu transportieren hat er mit Kirk Dianda eine Doku gedreht. Mehr über den Prozess bei Apple.

Wie Kathy Sierra so richtig festgestellt hat ist Skaten und die Kultur dahinter soviel mehr als ein Haufen von schlabberhosigen Kids, die unsere friedlichen Städte verunsichern. Fast alles, was ihr an frischem Design im Mainstream seht, hat irgendwann mal in der Street Culture begonnen. Das gilt für Klamotten genauso wie für Werbung und Kunst. Wenn ihr euch also mal wieder über ein paar Sticker mit seltsamen Zeichen und Scribbles an nem Laternenpfahl ärgert. Macht euch locker. Noch ein Jahr in Deutschland, dann sind die Sticker Werbung für die PSP oder das letzte Sony-Ericsson-Handy. Streetart ist jetzt schon wieder woanders.

Was mich sowohl beim Skaten als auch bei Streetart z.B. inspiriert ist die veränderte Wahrnehmung, mit der man sich durch die Stadt bewegt. Ein Skater sieht überall Treppen, Handgeländer und Lücken, die es zu bezwingen gilt. Ein Streetart-Interessierter schaut sich Schilderrückseiten, Lampenpfähle, Hauseingänge und schmutzige Wände sehr genau an. Beide erschließen sich ihre Stadt ganz anders als die Masse.

Sticker, Streetskating, Hiphop, Graffiti, Projektdenken, Netzkunst, Vinyl-Digging, Plattencover, DJing, Künstler-Communitys, NuJazz, Digital Lifestyle, DIY, Kunst, T-Shirts, Lifehacks, SlamPoetry, Kreative Klasse, Gadgets, Läden = Shop+Galerie+Agentur, kleine Modelabels/Plattenlabels/Buttonlabels/Whateverlabels, Kaffeehäuser, Hinterhofästhetik, Sneaker, verwatzte Clubs, Grafikdesign, Fair-Trade, Balkongrillen, kein 9to5, Schlafzimmerstudios, Gameskultur,… Das sind die Tracks auf der Kulturplatte, die ich langsam reinfade. Klingt gleich ganz anders als die alte Platte, die ich letzte Woche an die Wand genagelt habe (Trackliste: siehe Guerilla Christ)

Das war’s für heute mit dem ungefilterten Einblick in meine chaotischen, verschrobene Gedankenwelt. Ich versuche erst gar nicht, daraus nen vernünftigen Artikel zu machen…

Inspirationsbombe: Banksy

Guantanemo

Banksy ist der derbste. Das Buch von ihm kann ich mir jeden Tag ansehen und bin jedes mal wieder von seiner unglaublichen Kreativität und Frechheit geplättet.

Psalm in the city

Der Psalmgottesdienst am letzten Freitag bei Kubik war gleichzeitig mein erster Gottesdienst als Neu-Badener. Also war klar, dass ich auch was machen musste. Um mich ein bisschen vorzustellen, habe ich erzählt, wie ich das Thema Psalmen angehen würde.

Ich bin ein Stadtmensch. Ich liebe es, mich durch eine Stadt zu bewegen, Menschen zu begegnen und von einem Café aus zu beobachten, wie lebendig so eine Stadt ist. Deswegen würde ich Psalmen aus dem abstrakten, isolierten Betrachten in der “stillen Zeit” in die Stadt holen und mit ihr in Zusammenhang bringen. Dazu habe ich ein Symbol entworfen.

Pitc1

Zunächst zeichnet man das Symbol ohne die Zahlen auf klebendes Papier und schneidet es aus. Einen kleinen Vorrat schleppt man am besten in seiner Bibel mit.

Pitc3

Kommt man nun an eine Stelle in der Stadt, zu der ein bestimmter Vers aus den Psalmen zu passen scheint oder an dem man aus irgendeinem Grund gerne über einen bestimmten Vers meditiert, nimmt man sich einen Harfen-Sticker und trägt die Versangabe in den freien Innenraum ein.

Pitc2

Jeder der das Symbol kennt, hat nun die Möglichkeit, wenn er so einen Sticker entdeckt, seinen Alltag zu unterbrechen, die Bibel hervor zu holen und über den Vers nachzudenken. So ist man herausgefordert sich mitten im Alltag und mitten in der Stadt Zeit für Gott zu nehmen.

Pitc5

Eine weitere Idee für Psalm-Sticker ist z.B. sich einen Sticker mit einem bestimmten Vers so zu kleben, dass man ihn immer auf dem Heimweg von der Arbeit sieht. So schafft man sich eine Stelle, an der man bewusst den Stress des Arbeitstags hinter sich lassen und an Gott abgeben kann.

Ich bin aber nicht nur ein Stadtfreak, ich liebe auch praktische Web-Applikationen. Deswegen wäre der nächste Schritt eine Webanwendung, in der man die Stellen der geklebten Sticker z.B. mit der Hilfe von Googlemaps markieren kann. Ein Social-Software-Funktion würde es ermöglichen, dass man auf die Sticker-Locations von anderen Leuten zugreifen könnte.

Pitc4

Über eine weitere Funktion ließen sich aus dieser Sammlung von PsalmPlazes Routen erstellen, die man gehen kann, wenn man ausführlicher Zeit mit Gott in der Stadt verbringen möchte. Da es aber eher nervig wäre, sich per Karte eine Route zu merken und an jeder Stelle die Bibel rauszuholen, könnte man das ganze mit Podcasts kombinieren. Dazu würde jemand eine Route abgehen und dabei Dinge wie Routenbeschreibungen, die Psalmen, Gedanken, Fragen und Meditationshilfen in ein Aufnahmegerät sprechen.

Pitc6

Die Audiodateien kann man sich manuell oder per Podcast auf den eignen MP3-Player ziehen. Mit dem Kopfhörer in den Ohren geht’s dann auf Entdeckungs-/Gebets-Tour durch die City.

Soweit meine Ideen, wie man Psalmen in die Stadt bringen kann. An dieser Stelle geht mein Dank an Daniel, der sich als Modell zur Verfügung gestellt hat.

Achtung: Sollte jemand wirklich Psalm-Sticker kleben wollen, beachtet bitte Privateigentum und macht keinen Scheiß!

Mehr zum Thema: , ,

Unter welcher Lizenz steht eigentlich Streetart?

Ganz interessante Diskussion, die da gerade bei Wooster läuft. Rebecca hat ein kleines Musiklabel. Bei der Entwicklung eines Logos ist sie auf ein Foto aus ihrer Streetart-Sammlung gestoßen, das ein Werk zeigt, das perfekt passen würde. Da sie aber nicht weiß, wer das Werk gemacht hat, kann sie ihn nicht um Erlaubnis bitten.

Und dadurch ist eine Grundsatzdiskussion entstanden: Haben Streetartists Rechte an ihren Werken oder darf sich jeder daran bedienen? Wooster hat seine Leser gefragt und die waren sehr unterschiedlicher Meinung. Das ganze wird auf jeden Fall noch ne sehr wichtige Diskussion, wenn das mit dem Streetart-Hype so weitergeht (siehe MTV On-air-design).

Technorati Tags: , ,