Archive for the 'Kubik' Category

Kubik im Schwarzwald

Ups, schon wieder Wochenende. Dann zeige ich euch noch schnell ein paar Bilder vom letzten Wochenende.

Kubik Camp

Fast die komplette Kubik-Crew aus Karlsruhe hat sich letztes Wochenende in die Tiefen des Schwarzwalds zurück gezogen, um mal ausm Alltag rauszukommen und den Fokus auf das zu legen, was wirklich zählt, Essen und Chillen.

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Barry McGee Ausstellung in LA

Würde ich in LA wohnen, würde ich mir die unglaubliche Ausstellung von Barry McGee nicht entgehen lassen. Die schiere Größe seiner Installationen ist der Hammer.

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Mehr Bilder bei The Hundreds und guillotine.

Kubik stellt Fragen

Der eine oder andere mag es schon beim Pfaffe gesehen haben. Wir wurden gebeten für unseren Texastrip eine Präsentation über Kubik zu erstellen…Dauer möglichst unter fünf Minuten. Wie soll man bitte in fünf Minuten Kubik erklären, vor allem weil Menschen dazu neigen, Kubik bewusst misszuverstehen, um möglichst schnell dieses Emerging-Church-Ding in eine Schublade packen zu können.

Wir haben uns dazu entschieden überhaupt nichts über Kubik zu erzählen, sondern einfach nur die Fragen zu präsentieren, die bei uns hinter allem stehen, was wir denken, diskutieren und machen. Daraus ist eine selbstablaufende Präsentation entstanden, die im Wechsel Menschen bei Kubik zeigt und eine Frage stellt.

Seitdem wir diese Präsentation gebaut haben, trifft sie mich jedesmal wieder neu, wenn ich sie sehe. Bisher gab es nichts, was so gut wiedergibt, was mich in den letzten Jahren beschäftigt hat. Schon lustig, wie ein Haufen Fragen Identität geben können.

Habe neulich mit jemandem über Kubik gesprochen und er meinte, dass er nie Teil von Kubik sein könnte, weil es für ihn wichtig ist, dass es gewisse Fixpunkte gibt und bei uns wird halt alles hinterfragt. Und ich kann diese Position sehr gut nachvollziehen. Aber ich merke auch, wie wohl ich mich in diesem Umfeld fühle, wo Unsicherheit und Ungewissheit an der Tagesordnung sind. But it’s just me.

Das grundsätzliche Beschäftigen mit Fragen hat dazu geführt, dass ich mal wieder eine kleine Idee umsetze, die ich schon länger im Kopf habe. In der Seitenleiste auf meinem Blog findet ihr jetzt einen neuen Sideblog mit dem Titel Fragen. Anstatt Linktipps werde ich dort nun wann immer ich Lust habe einfach eine Frage in den Raum stellen, Beobachtungen, Verwunderung oder was auch immer.

Die Kubik-Präsentation findet ihr hier als selbstablaufenden Quicktime-Film.

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Denis gestaltet nun

Ist schon immer wieder krass, mit was für Talenten wir bei Kubik gesegnet sind. Im Moment verwandeln unsere Architekten Radek, Frank und René mit Denis, der auch für die Gestaltung dieses Blogs verantwortlich ist, und vielen fleißigen Helfern das Kubikcafé in das Café nun, das euch ab Herbst nicht nur räumlich stark verändert erwartet.

Hier mal ein kleiner Sneakpeak auf ein paar Gestaltungselemente, die Denis für das Café entwickelt hat.

Nun-Site

Komplex…

…ist meine Antwort, wenn mich Leute fragen, wie London war. Ich bin immer noch dabei, für mich rauszufinden, wie London denn nun für mich war. Gut war es definitiv. Lehrreich ebenso. Während ich das hier anfange zu schreiben und darüber nachdenke, fange ich an mich zu fragen, warum ich eigentlich aus sowas immer mit einem Fazit und Resultat gehen muss. Kann ich die Zeit nicht einfach so für sich stehen lassen? Die guten Zeit gut und die schlechten Zeiten scheiße sein lassen. Vielleicht sollte ich einfach nicht bewerten, ob sich die Zeit gelohnt hat, sondern einfach nur ein paar Geschichten erzählen.

Zum Beispiel von Vorurteilen. Ich gebe zu, ich habe eine Menge davon. Und eine große Anzahl beziehen sich auf Amis. Immerhin habe ich es in den letzten Monaten geschafft, diese schon mal soweit abzubauen, dass ich nicht die ganze USA für Großtexas halte. Trotzdem war ich eher kritisch, als klar war, dass ein Haufen Amis für die Woche nach London kommen würde. Ich ging automatisch davon aus, diese ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein mitbringen würden. Ich erwartete ungefragte Antworten zum EmergingChurch-Alltag und wie das Leben funktioniert. Noch ein Geständnis: Ich neige zu einer gewissen Arroganz, was Kubik und die europäische Emerging Church angeht. Ich denke gerne, dass wir schon viel mehr gecheckt haben. Entsprechend distanziert verhielt ich mich in den ersten beiden Tagen bis mir irgendwann auffiel, dass diese Amis (fast alle Texaner) irgendwie anders waren. Sie stellten Fragen, sie hörten zu, sie waren zurückhalten und sie zwangen sich niemals auf. Mehr und mehr stellte sich heraus, dass sie gekommen waren um zu lernen und zu dienen (und zwar uns und nicht ihrem Ego). Kurzum, ich habe in der vergangenen Woche sehr demütige Texaner kennengelernt. Tja, da geht es hin, mein Vorurteil. Als diese Erkenntnis durch meinen Dickschädel gedrungen war, stellte ich fest, dass ich dabei war zu dem zu werden, was ich von den Texanern erwartet hatte, arrogant und unwillig zu lernen. Ganz schön seltsam, wie sich sowas einschleicht. Die Erkenntnis kam zur rechten Zeit und somit wurde der Rest der selbigen wirklich schön.

Ken ist einer der Texaner. Er war die meiste Zeit seines Lebens Pastor bis er merkte, dass das alles nicht mehr passte und ausstieg. Nun leitet er eine kleine Kaffeehausgemeinde in Houston. Ken ist durch und durch Texaner und trotzdem habe ich in dieser Woche einige Dinge von ihm gelernt und seine Lebenserfahrung genossen. Am Ende hat mir seine Frau erzählt, dass die Begegnung mit uns für Ken sehr wichtig und berührend war. Dieser ganze neue Weg ist für ihn schwierig und vage. Uns zu treffen und von Kubik zu hören hat ihm Bestätigung gegeben, dass er richtig liegt und dass es noch andere Menschen gibt, die so ticken wie er. Hier ist ein Texaner, der nach London kam, um von Europäern zu lernen. Dann mal auf zum nächsten Vorurteil…

Zitate zu Lobpreis

Im Moment geht’s in der Kubik-Rekonstruktionsphase bei Kubik gerade um Lobpreis. Hier mal zwei Zitate aus “Emerging Churches: Creating Christian Community in Postmodern Cultures” (Eddie Gibbs, Ryan Bolger) zu dem Thema, die ich gestern gelesen habe:

Sitting in pews, standing up, sitting down, the same format each week – it just wasn’t working for us. As artists, writers, creative people, we felt uncomfortable int the single, fixed configuration of soft-rock worship and three-point linear preaching. We felt the body was dying around us. We were frustrated. We sat each week surrounded by some of the brightest talents in film, TV, theater, art, social work, and politics who were made to watch in virtual silence because they did not play guitar or preach. These were the only two gifts that were acceptable as worship. It seemed such a waste. We thought it was outrageous that all these gifts were being used in the corporate world, in the market economy, but were being snubbed in the church. We saw that if worship is about gift, then what we bring to worship has to be integral to us, something meaningful from who we are.

Kester Brewin, Vaux, London

Only two times in Scripture do Christians sing, and on both occasions they are in prison!

Mal Calladine, Tribal Generation, Sheffield, U.K.

Mehr zum Thema:

Ein DJ, mein Glaube und unser Mix

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Der Kubik-Gottesdienst vom Freitag war ein sehr krasser für mich. Es war der letzte vor unsrer April-Pause. Das Ziel von Daniel und Mark war, uns auf die vor uns liegende, intensive Phase vorzubereiten. Dazu haben sie das Bild des DJs aus Steve Taylors Out of bounds church?-Buch benutzt und deutlich erweitert. Steve erklärt anhand des DJs, dass emerging churches zwei Platten mixen, nämlich die Platte Gottes und die Platte der Kultur um sie herum.

Nach Mark und Daniel hören wir alle einen Mix, ob nun emerging church oder FeG. Wir alle leben einen Glauben, der ein Mix aus Gottes Beat und dem Sound unsrer Kultur ist. Wir haben Gottes Ideen genommen und sie auf unser Umfeld angepasst. So hat sich durch das Aufwachsen in einer Pfingstgemeinde in mir ein bestimmter Mix entwickelt, der Gottes Ideen und die pfingstliche Kultur vermischt. Wenn ich das Wort ‚Predigt‘ höre, höre ich nicht nur Gottes Prinzip, sondern auch das, was Pfingstler daraus gemacht haben. Das große Problem daran ist, dass dieses Verständnis von Dingen einem immer als Gottes reiner Beat verkauft wird. Man hört seit Ewigkeiten diesen Mix und hält ihn für Gottes Platte. Umso verstörter wird dann reagiert, wenn man versucht, die Kulturplatte runterzufaden, um eine andere reinzumixen. Denn scheinbar nimmt man ja Teile von Gottes Platte weg. Kein Wunder, dass wir häufig so einen Gegenwind spüren, wenn wir Dinge neu anzugehen versuchen.

Wie Radek uns im Gottesdienst bei seiner Kurzeinführung zum Mixen erklärte, macht man bei jeder neuen Platte ein Beatmatching, d.h. man passt die neue Platte auf die Geschwindigkeit der alten an und versucht dann, die Schläge von beiden so übereinander zu legen, dass es wie ein Rhythmus klingt. Wer das schon einmal versucht hat, weiß, dass das gerade zu Beginn alles andere als leicht ist und einige Versuche braucht. Ähnlich ist es auch bei unserem Mix aus Gottes Platte und der neuen Kulturplatte, die wir auflegen wollen. Gerade zu beginn, passt es noch nicht so ganz und wir brauchen einen neuen Anlauf. Nur wer dran bleibt und nicht beim ersten Fehlversuch direkt aufgibt, wird durch einen neuen Mix belohnt, der sich hören lassen kann.

Kubik-Remix-2

Mir hat diese vertiefte Metapher des DJs und des Mixens sehr geholfen, einen bildlichen Ausdruck für die Dinge zu finden, die mich gerade beschäftigen. Zum einen nervt es mich wahnsinnig, dass mir jahrzehntelang ein bestimmter Mix als Gottes Platte verkauft wurde ohne mir die Freiheit zu lassen, meine eigene Kulturplatte zu pressen und einzubauen. Zum anderen hilft das Bild mir auch, mehr Verständnis zu entwickeln für die Kritiker und für die mit Unverständnis für die ganzen frischen Ansätze. Schon mal versucht, nem Hardcore-Hiphop-Head ein bisschen Jazz unterzumixen?

Wo das Bild ein bisschen hackt ist, dass ich bei meinem Mix halt nicht einfach die Kulturplatte runterfahren kann und dann Gottes Beat pur höre. Ich kann nicht so ohne weiteres sagen, was in meinem Glauben und meiner Beziehung zu Gott ausschließlich Gott und was kulturelle Prägung usw. ist. Und genau das wird die spannende Herausforderung bei Kubik, der wir uns stellen wollen. Deshalb haben wir am Ende des Gottesdienst unseren alten Mix symbolisch als Platte auf einen Altar gehämmert und freuen uns auf eine Menge göttlichen Minimal in den nächsten Wochen.

Mehr zu dem Gottesdienst bei Daniel.

Mehr Bilder zum Gottesdienst in meinem Kubik-Set bei flickr.

Poetry aus dem Gottesdienst beim Pfaffe.

Kubik macht dicht!

Wer es noch nicht auf den anderen Blogs gelesen hat erfährt es nun hier. Im April wird es keinen offiziellen Gottesdienst bei Kubik geben. Wie wir neulich sehr eindrücklich im Gottesdienst gemerkt haben, werden wir erwachsen, gerade auch was unseren Glauben angeht. Deswegen wollen wir uns einen Monat Zeit nehmen, um intern über unsere Erfahrungen, unsere Enttäuschungen und die Reife unsrer Spiritualität nachzudenken. Ich bin saugespannt, was dabei herauskommt. Ist ein krasses Thema. Wenn ihr euch also im April Kubik ansehen wollt, kommt einfach Sonntags zum Biobrunch. Mehr zum Erwachsenwerden bei Nadine.

Hardcore-Networking-Weekend

Was für ein Wochenende! Bei mir ging’s schon am Mittwoch los, wo wir uns als Team (Daggi, Markus, Mark, Daniel, Philipp und ich) getroffen haben, um das Wochenendseminar ‚Von den Mönchen lernen‘ vorzubreiten. Ist schon spannend, wenn man als Team von Kreativen, Denkern und Theologen gemeinsam ein fundamentales Thema wie z.B. eine Lebensregel angeht. Bei uns hat das bisher bei jedem Treffen zu grundlegenden Neuentscheidungen und Umdenken geführt, weil wir merken, dass manches nicht so funktioniert wie gedacht und sich Dinge in eine andere Richtung weiterentwickeln als geplant (s. dazu Product roadmaps are dangerous). Ich mag das. Wir wachsen jedes mal ein Stück mehr zusammen und merken besser, wie wir funktionieren. Freundschaften wachsen und die Arbeit tritt mehr in den Hintergrund. Und nach all meinen Erfahrungen mit Netzwerken ist das das zentrale Fundament für eine langfristige Zusammenarbeit. Der Mittwochabend war dann auch geprägt von gutem Essen und langen Gesprächen sowie einer Menge Blödsinn. Den ganzen Donnerstag über wurden dann geplant, umgeworfen, diskutiert und neu entwickelt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat mich dann die Magen-Darm-Grippe eingeholt, die schon halb Kubik in den Wochen zuvor befallen hatte, und hat mich für den gesamten Freitag außer Gefecht gesetzt. Samstag ging’s wieder einigermaßen, so dass ich das Seminar voll mitmachen konnte. Das Cafe war gerammelt voll. Dabei haben wir tatsächlich nur per Mund, Mail und Blogs eingeladen gehabt. Ist ein krasses Gefühl, wenn die unsichtbare Leserschaft plötzlich als lauter echte Menschen vor einem sitzen. Man fragt sich ja doch öfter mal, ob die ganze Blogsache nicht hauptsächlich technische Spielerei ist. In diesem Sinne war das Wochenende massiv ermutigend. Hufi hat 23 Blogger gezählt.

In den zwei Morgensessions hat Markus Nachfolge als grundsätzliches Thema für die ganze Kloster/Mönchs-Sache dargestellt und dabei auf die Trennung zwischen dem eclesiastischen (Gemeinde mit Gottesdienst) und dem monastischen (Lebensgemeinschaften und Klöster) Model hingewiesen, um dann zu zeigen, dass alle großen Missionsbewegungen, die die Welt verändert haben, aus dem monastischen kamen. Es war noch etwas früh am Tag, sonst hätten wir sicherlich viel Spaß mit unserem Trinkspiel (man muss trinken, wenn die Worte „Bonhoeffer“ oder „Zinzendorf“ fallen) gehabt. So waren wir einfach nur massiv beeindruckt, wie Markus, der die ganze Nacht wegen Krankheit nicht geschlafen hatte, ziemlich frei einen umfassenden Vortrag hielt und das theoretische Fundament für den Rest des Tages vorgab.

Nach der Miitagspause wurde es dann praktisch. Daniel und ich stellten verschiedene Möglichkeiten vor, wie wir Dinge von den Mönchen und Klöstern in unser Umfeld importieren können. Durch meinen Ausfall am Freitag hatte ich leider keine Zeit, meinen Teil vorzubereiten und habe so Daniel den Hauptpart überlassen, was sich als gute Form bewies.

Bevor der Rest des Tages für Austausch und Networking geöffnet wurde, konnte noch jeder Zeug vorstellen, das ihm im Alltag in seiner Beziehung zu Gott hilft. Zur Inspiration dienten auch die Gebetssessions, die das Programm über den Tag immer wieder unterbrachen.

Ich habe das Wochenende besonders genossen, weil ich so viele derbe Leute getroffen habe. Inez und Luett (#), Micha und Dorle (erstaunlicherweise keine Band, wobei ihr als die deutschen White Stripes sicherlich Erfolg hättet ;-) ), Mike (#) und Marisa, Marlen (#), Peter und noch viele mehr. War definitiv das Highlight für mich.

Tut mir ein Gefallen, Leute, und taggt eure Blogposts zum Wochenende mit mönchsseminar (siehe unten). Dann kann man sie viel leichter finden.

Mit Micha und Dorle bin ich dann Sonntagmittag direkt nach Köln gefahren, wo ich Laura besucht und mich am nächsten Tag mit Niels getroffen habe. Dabei ging’s dann wieder mehr um Media System Design, Arbeiten und die Zukunft. Spaß hat es trotzdem gemacht. Ich liebe es Beziehungen zu vertiefen. Und das war der Kern des ganzen Wochenendes. Genial euch alle zu kennen, Leute!

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Von den Mönchen lernen

Mit der Abgabe meiner Diplomarbeit wird mein Leben alles, nur sicherlich nicht ruhiger. Mitschuld daran auch das hier:



Von den Mönchen lernen

27. – 29. Januar 2006

Kubik Café, Karlsruhe

Was können wir heute als Einzelne und als Gemeinden von der radikalen Nachfolge der Mönche lernen? Ein interaktives Lernwochenende…

Themenschwerpunkte:

  • Geschichte des Mönchtums – Überblick über Orden und Strömungen
  • Lebensregel – geregelte Nachfolge
  • Gemeinde als „Kloster“ – geistlicher Rhythmus vs. Hauskreis und Gottesdienst
  • Die Spiritualität der Mönche – Impulse für einen geistlichen Alltag
  • Projektvorstellung RegelWiki – Entwicklung einer gemeinsamen Lebensregel

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Wochenende

Mein Wochenende war im Gegensatz zu diesem Montag sauschön. Freitagabend ging es mit einem Psalmgottesdienst bei Kubik los. Wer das Konzept noch nicht kennt, es geht darum, Gott seinen eigenen Psalm mit seinen eigenen Ausdrucksmitteln zu bringen. Dazu kann man ein Lied singen, einen Film machen, ein Gedicht schreiben oder etwas ganz anderes machen. Der Gottesdienst besteht dann einfach aus den Beiträgen der Leute, die sich vorbereitet haben. Und bei Kubik hieß das auch diesmal wieder jede Menge Kreativität, wobei ich es diesmal auch tiefer gehend als sonst empfand. Es gab Lieder im SingerSongwriter-Stil. Es gab Gedichte. Es gab Filme. Und es gab die Kombination von diesen Dingen. Irgendwie entstand dabei eine sehr familiäre, persönliche Stimmung, die auch nach dem Ende des offiziellen Programms noch anhielt und der bis in die Morgenstunden noch in gemütlicher Runde gefrönt wurde.
Der Samstag war dann vielleicht fauler als im Moment angebracht ist. Aber manchmal muss das einfach sein. Abends hat mein Buddy Martin Geburtstag gefeiert und Kubik hat es sich nicht nehmen lassen, seine Bude zu füllen. Gute Musik, gutes Essen und gute Leute. Was will man mehr?
Der Sonntag ging wie immer mit Brunchen im Cafe los. Auch hier hat sich irgendwie die richtige Kombination von Leuten getroffen und so haben wir einige Stunden zusammen gesessen und ich habe so manchen ein bisschen besser kennen gelernt. Denn Rest des Tages habe ich mit Familie Ehniss verbracht. Spaziergang, Kaffee, Josia beschäftigen, Essen und zum Abschluss ein Film (Reine Chefsache – üble Hollywood-Kacke). Gibt wenig Orte, wo ich mich so wohl fühle wie bei Daniel und Julia. Ist auch interessant, wie sich mein Verhältnis zu Kids geändert hat, seit dem ich erleben darf wie Josia heranwächst.
Alles in allem ein Wochenende, das alles beinhaltet hat, was für mich gerade mein Leben und Kubik ausmacht.

Interview bei kwerfeldein

Mein Buddy Martin macht gerade eine kleine Interview-Serie mit den Bloggern bei Kubik. Das Interview mit mir könnt ihr hier lesen. Naja, ist nicht gerade weltbewegend, aber ihr erfahrt immerhin meine drei Lieblingsblogs, wobei die Beantwortung dieser Frage ca. zehnmal so lange gedauert hat wie der Rest. Gibt einfach zuviele Blogs, die ich gerne lese.

Eine Kubik Hochzeit

Gestern war ich auf der Hochzeit von Marc und Nicole, zwei aus dem Kern von Kubik. Ich war echt gespannt, wie so eine Hochzeit im Herzen von Kubik abläuft. Fazit: Haja, Kubik halt.

  1. Gedimmtes Licht, Scheinwerfer
  2. Beamer
  3. Live DJ
  4. Derbe Symbolik
  5. Gute Texte
  6. Jeder ist involviert

Die beiden hatten sich Prediger 4,12 als Trauspruch ausgesucht:

Und wenn einer den einzelnen überwältigt, so werden (doch) die zwei ihm widerstehen; und eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerreissen.

Marc und Nicole begannen den Gottesdienst wie auch das richtige Leben, getrennt. In den Seitengängen der Kirche war jeweils eine Schnurr von hinten nach vorne gespannt. Zuerst kam Marc, ging nach links, harkte sich in die Schnur ein und ging nach vorne, wo am am Ende der Schnur sein Stuhl stand. Danach kam Nicole und tat das selbe, nur rechts. War schon komisch, weil man es ja normalerweise gewohnt ist, dass die Braut mit ihrem Vater kommt und alle aufstehen. Aber so saßen die beiden am Ende des “Einzugs” getrennt links und rechts vorne. Texte und ein Video stellten uns die beiden als individuelle Persönlichkeiten vor, die manchmal einsam sind.

Zwei weitere Schnüre gingen von den Schnüren außen zur Mitte. Dorthin wurden Marc und Nicole nun zusammen geschoben und so mit ihren Lebensfaden zusammen gebracht. Für die dreifache Schnur fehlte noch eine, Gottes. Die hing als rote Schnur von der Decke des Chorraums und wurde in die Schnüre der zwei eingewoben.

Danach kam das eher traditionelle und Kubik-unübliche Element, die Predigt.

Nach der “normalen” Trauung, die herzhaft und liebevoll von einem Pfarrer gehalten wurde, kamen die Hochzeitsgäste ins Spiel. Die dreifache Schnur führte vom Hochzeitspaar aus der Kirche ins Leben hinaus. Jeder Gast hatte beim setzen eine Tüte mit einem Zettel, einem Stift und einer goldenen Wäscheklammer vorgefunden. Auf diesen Zettel konnte nun jeder einen Segen (Segen = etwas gutes aussprechen) für das Hochzeitspaar aufschreiben und während für die beiden gebetet wurde, diesen Zettel an die dreifache Schnur hängen und den beiden somit viel Segen mit auf den Weg geben. Zum Auszug sind die beiden ihre neue dreifache Schnur gemeinsam entlang gegangen und haben die Segenswünsche eingesammelt.

Das ganze war schon deutlich anders, als die Hochzeiten, die ich bisher so miterlebet habe. Dieser Traugottesdienst war eher ruhig und sicher nicht so emotional. Dafür hatte er eine große Tiefe und eine überwältigende Symbolik. Hm, für meine Hochzeit würde ich dann einfach die Emotionen und die Symbolik zusammen bringen und die Traumhochzeit kreieren ;-)

Mehr zum Thema:

tautoko Podcast #6

tautoko Podcast #6

Neues von der Front in Karlsruhe für die Daheimgebliebenen

  • WG
  • Diplom
  • Kubik
  • Karlsruhe

Musik:

  • it’s allright (broken helmets remix) von Saine
  • the hunt von Comfort Fit

Beide Tracks gibt’s bei Tokyo Dawn Records.

mehr Zeit für…

Martin

Ich habe es geschafft. Neben der Diplomarbeit stehen nur noch zwei große Projekte auf meiner Liste. Die Website für Doxology ist Anfang Oktober auch abgeschlossen. Das andere Projekt ist Windschatten. Dazu demnächst mehr.

War echt nicht leicht soviel nein zu sagen, gerade bei Projekten, auf die man derbe viel Bock hat. Aber es tut auch echt gut, sich auf wenige Sachen konzentrieren zu können. Merke voll, wie ich dadurch im Kopf gut weiterkomme, was meine Diplomarbeit angeht.

Allerdings merke ich auch, dass es mir bei dieser Freischaufelaktion nicht nur um mehr Zeit für die Diplomarbeit geht. Ich möchte nicht jeden Abend bis in die Puppen arbeiten müssen, weil hier eine Gemeinschaft von Leuten ist, der ich meine Aufmerksamkeit und Beteiligung geben will. Ich habe in den letzten Wochen soviel tolle Menschen kennen gelernt.

Z.B. Martin (s.o.). Wir haben uns dadurch kennen gelernt, dass ich ihm mit seinem Blog und seinem Photoblog geholfen habe. Daraus ist schon nach kurzer Zeit eine Freundschaft gewachsen, die schon jetzt ein wahrer Segen für mich ist. Und deswegen gehe ich derzeit lieber mit Martin und seiner Verlobten Elena was essen, als an fancy Projekten zu arbeiten.

So eine Woche bei Kubik bietet eine Fülle von Möglichkeiten, Zeit miteinander zu verbringen. Ich habe Kubik immer als eine Gemeinde erklärt, die ihr Leben gemeinsam leben möchte. Ich erlebe gerade, wie das im Alltag aussehen kann und spüre, wie mich das verändert und ich dadurch wachse.