Archive for the 'Karlsruhe' Category
Schon lustig: dadurch, dass ich jetzt seit ca. zwei Monaten auf meinen DSL-Anschluss von o2 warte wird das Thema Coworking auch praktisch für mich immer relevanter. Heute Abend stelle ich es auf dem Webmontag in Karlsruhe zur Diskussion, vor allem um mal abzuchecken, wie das Interesse für eine Coworking-Location in Karlsruhe aussieht.
Wie relevant das Thema ist wird mir allein schon an dem Feedback klar, dass ich bekomme, seitdem ich die Artikel über Coworking und Being Spaces geschrieben habe. Um die Kommunikation über Coworking im deutschsprachigen Raum etwas anzuschieben habe ich jetzt mal
- eine Mailingliste und
- ein Wiki
eingerichtet. Wen die Thematik interessiert ist willkommen sich anzumelden und mitzureden.
Mehr zum Thema: coworking

(Bild von Rob Pepper)
Am 4.1. beginnt mein bis dato spannendstes Lebensjahr, zumindest vermute ich das. Und da mir gerade der Platz und die Kohle für ne dicke Feier fehlt, lade ich euch alle ins NUN ein. Ich selbst werde mich an diesem Abend endlich mal wieder hinter die analogen und digitalen Plattenteller begeben, um euch vorzügliche und wunderschöne Musikkost zu servieren. Los geht’s ab 20h. Wir sehen uns im NUN.
NUN ist der Moment zwischen der guten alten Zeit und einer ungewissen Zukunft. Hier ereignet sich das Leben und hier kreuzen sich unsere Wege. Eigentlich ist dieses „Jetzt“ alles was Bedeutung hat, dennoch hassten wir meist eher hindurch als das wir seine Momente festhalten und auskosten. Dieser Ort will Deinem NUN ein zu Hause sein. Hier bist Du eingeladen zu bleiben, gerne auch viel länger als Du isst oder trinkst!
Öffnungszeiten:
- Mo, Di & Do – 15 - 1h
- Mittwoch Ruhetag
- Fr & Sa – 18 - 3h
- So – 11 - 16h
Das NUN bietet neben Bio-Essen, verschiedenen, exzellenten Kaffees und entspannter Atmosphäre auch freies WLAN und damit einen perfekten Ort für Teleworker, Studenten, Lerngruppen und Blogger.
Demnächst:
- 14.10. – Tea und Jazz Fast
- 19.10. – Sarah Brendel
- 21.10. – Hörbar: Leseabend
- 23.10. – Webmontag
- 28.10. – Reschique
Mehr zum Thema: café, kaffeehaus
Ist schon immer wieder krass, mit was für Talenten wir bei Kubik gesegnet sind. Im Moment verwandeln unsere Architekten Radek, Frank und René mit Denis, der auch für die Gestaltung dieses Blogs verantwortlich ist, und vielen fleißigen Helfern das Kubikcafé in das Café nun, das euch ab Herbst nicht nur räumlich stark verändert erwartet.
Hier mal ein kleiner Sneakpeak auf ein paar Gestaltungselemente, die Denis für das Café entwickelt hat.
Kurze Notiz an die NUN-Jungs: Während ich hier im Segafredo-Café am Durlacher Tor zum xten mal von Eros Ramazotti beschallt werde, fällt mir mal wieder auf, dass kaum ein Café die Musikberieselung angenehm hinbekommt. Bestes Beispiel: die neu eröffnete Kaffeebar Schiller am Kronenplatz. Loungiges Ambiente wird durch synthetisches Plastikgeduddel versaut beeinträchtigt. Meiner Meinung nach macht Sound genauso viel aus wie Licht. Nur scheint das scheinbar keinen Cafébetreiber zu interessieren. Machen wir anders, oder?
Mehr zum Thema: Cafe
(Bild natürlich von Martin)
Vor genau einem Jahr habe ich Darmstadt verlassen, in dem ich über 20 Jahre gewohnt habe, und bin nach Karlsruhe gezogen. Im Rückblick ist das schon spannend. Ich kannte nur Mark von ein paar Besuchen und übers Chatten besser. Ein paar Leute von Kubik hatte ich schon bei vorhergehenden Besuchen getroffen. Ich ging nach Karlsruhe, wegen einer Gemeinde. Geblieben bin ich wegen der Leute.
Das sollte man nicht falsch verstehen. Ich bin nach wie vor gerne Teil von Kubik. Aber es geht mir heute weniger um Gemeindemodelle und emerging church. Denn wie ich erwartungsgemäß schnell feststellte, sind Theorie und Praxis zwei sehr unterschiedliche Dinge. Man kann sich viele warme Gedanken machen, wie „Gemeinde in der Postmoderne“ aussieht und funktionieren kann. Sowas mit echten Menschen aus Fleisch und Blut mit Vergangenheit und Prägung zu leben ist eine ganz andere Geschichte. Und die gefällt mir inzwischen viel besser als die Theorie. Sie ist spannender, komplexer und persönlicher.
Als ich nach Karlsruhe kam erwartete ich Style und Kunst. Was ich bekam waren u.a. zwei geniale Freunde, die mit zu dem besten gehören, was mir je passiert ist. Nichts hat mich in diesem einen Jahr so wachsen lassen, wie die zahllosen Cafébesuche, Spaziergänge, Abendessen und Gebetssessions mit den beiden.
Und irgendwie ist das für mich das Zentrum von dem ganzen Gemeindeding und wie Gott sich das denkt. Wir wünschen uns Partizipation und er schenkt Freundschaft, wir diskutieren über Postmoderne und er gibt Gastfreundschaft, wir wollen Style und er bewirkt Liebe. Im letzten Jahr gab es viele engagierte Debatten über die Zukunft von Kubik, wo wir hinwollen, was die nächsten Schritte sind usw. Wir gehen steil auf Visionen und Träume und sind ständig am verbessern. Währenddessen sitzen wir im Café, genießen Andys Flammkuchen, trinken Cappuccino und verpeilen häufig, wieviel wir schon von dem leben, wovon wir eigentlich träumen. Ich meine, ich lebe hier mit meinen Freunden, wir beten und arbeiten zusammen, wir sehen unsere Kids aufwachsen und wir machen Zeug, auf das wir Bock haben. Right here right now…
Der Termin und die Location für den Webmontag stehen nun fest. Wir treffen uns am 29. Mai ab 19h in der Stadtmitte in Karlsruhe. Bin sehr gespannt auf den Abend und kann es kaum erwarten zu sehen, wer noch so alles in Karlsruhe rumläuft und sich mit den gleichen Dingen beschäftigt wie ich.
Der Webmontag ist sowas wie Gruppenkuscheln für einsame Web-Geeks. In verschiedenen Städten in Deutschland finden diese Abende statt, um sich kennenzulernen, inspiriert zu werden und darüber zu diskutieren, ob Web 2.0 entweder tot oder noch nie lebendig war. Hehe, also genau mein Ding…
Mehr zum Thema: webmontag
Ganz schön was los, im Moment. Letzte Woche bin ich z.B. umgezogen. Das stand an, weil Doro, von der ich das Zimmer zur Zwischenmiete hatte, wieder aus Amerika zurück kam. Außerdem hatte ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine WG-Zeit insgesamt mal dem Ende zugehen zu lassen. Ich weiß, früher habe ich immer behauptet, ich könnte mir nicht vorstellen, allein zu wohnen. Ich habe einmal ein halbes Jahr in Hamburg allein gewohnt und das war das pure Grauen für mich (Ok, vielleicht sollte man auch nicht aus einem Studentenwohnheim direkt in eine Einzelwohnung ziehen…) Aber das Leben in Karlsruhe sieht etwas anders aus. Hier verbringe ich den ganzen Tag mit Freunden. Ich treffe mich mit ihnen zum Frühstück, ich sitze mit ihnen in einem Büro, ich gehe mit ihnen Kaffeetrinken, ich treffe sie abends im Cafe usw. Da ist ein Ort, wo ich mich mal zurückziehen kann vielleicht gar keine so schlechte Idee. Auf der anderen Seite nervt es mich ein bisschen, ständig von der fantastischen Gastfreundschaft der Kubiker zu profitieren, ohne mich einfach und entspannt revanchieren zu können. Ist halt ungünstig, in einer 5er-WG, einfach die Küche für einen Abend in Beschlag zu nehmen. Außerdem hätte ich mal Lust, eine Wohnung komplett nach meinem Geschmack einzurichten. Wie auch immer, ich habe mit dem Gedanken gespielt, irgendwann mal in was für mich alleine zu ziehen. Als der Benson dann einen Nachmieter für seine Wohnung gesucht hat, habe ich spontan zugegriffen. Damit der Umstieg nicht zu hart ist, bleibt der gute noch bis zu seiner Hochzeit Ende Juli mit drin
Und so bin ich letzte Woche ein paar Straßen weiter gezogen und habe mit einem weinenden Auge meine alte WG zurück gelassen. War schon nett dort.
Seit heute morgen bin ich nun offiziell selbstständig. Damit kann das Abenteuer beginnen. Derzeit sieht es für den Start gar nicht mal so schlecht aus. Meine kleine Deutschlandtour hat sich bisher sehr bezahlt gemacht. München war super. Ich werde für das Holtzbrinck eLab an superspannenden Webprojekten arbeiten. Das ist genau die Form von Job, die ich mir wünsche: Web-2.0- und Social-Software-Projekte auf freier Basis entwickeln.
Nächste Woche geht es erstmal auf die CeBIT, wo ich Carsten an seinem Stand über iverse unterstützen werde (tautoko halt). Von dort aus geht’s weiter nach München für den ersten Job im eLab.
Und seit heute morgen bin ich nun auch offiziell Bürger von Karlsruhe…
Lustig wars, die ‘Weblogs, Podcasting & Videojournalismus’-Tagung im ZKM. Zwischendurch hat sich das ganze wie die Blogosphäre in echt angefühlt. Einer provoziert, die anderen fühlen sich angepisst und kommentieren beleidigt zurück. Zwischendurch versuchen Wissenschaftler theoretisch über Themen zu philosophieren, von denen sie praktisch keine Ahnung haben. Kennt man alles. Ist aber saulustig, das mal in real-life zu haben.
Man hat jedem Redner angemerkt, ob er bloggt oder nicht. Die Praktiker haben kurz und prägnant ihre Themen und Thesen rüber gebracht, das Publikum eingebaut, ordentlich ausgeteilt und ohne Probleme eingesteckt. Die Wissenschaftler dagegen lasen meist mehr ab, langweilten ohne Ende (Don Alphonso: “Warum ist es so, dass Kommunikationswissenschaftler nicht ordentlich kommunizieren können?”) und hatten meist kaum Realitätsbezug. Das ganze konnte man auch daran sehen, dass den Praktikern zugetraut wurde, ihre Ding schneller auf den Punkt zu bringen als die Theoretiker, weswegen sie immer nur eine halbe Stunde Redezeit im Gegensatz zur drei-viertel Stunde der Profs bekamen.
Gefreut habe ich mich, Johnny von Spreeblick mitbekommen zu haben. Ein durch und durch sympathischer Mensch, der es schafft Dinge super pointiert und direkt auf den Punkt zu bringen, wofür er meinen ganzen Respekt hat. Wer schon mal präsentiert oder vorgetragen hat, weiß wie schwer das ist.
Inhaltlich war wirklich nichts neues dabei. Ist auch ein gutes Gefühl, zeigt es doch, dass man am Ball ist. Gelohnt hat sich der Tag vor allem, um aus RSS-Feeds echte Menschen zu machen. Hat mich wirklich gefreut, ein paar Leute in real-life kennen zu lernen. Gruß an Beate, Oliver und Moe.
War auch sehr cool, mit Martin da gewesen zu sein. Sonst hätte ich es wohl nicht so gut ausgehalten. Wenigstens einer, der aus Mitgefühl über meine schlechten Witze lacht
Wer noch mehr lesen und sehen will: ZKM bei technorati & flickr.
Mehr zum Thema: zkm
zur Weblogs-Tagung im ZKM. Ich liebe es einfach Leute, die man bisher nur aus ihrem Blog kannte, im echten Leben zu treffen.
Mehr zum Thema: zkm







Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 