Archive for the 'emerging church' Category

revival = good coffee + free wifi

Steve Collins beschreibt in seinem Blog seine Assoziationen mit Erweckung:

why does the thought of revival scare me? isn’t it what christians are supposed to be praying for, that our society should turn to god? the problem is, all the images in my head are creepy. religious mania. weeping and wailing in the streets. censorship. rigidity and punishment. zealous preachers. fear god and cast out the sinners. enforced niceness.

small ritual: why am i scared of revival?

Ich kann das supergut nachvollziehen. Ich bin in der “Erweckungs-Generation” groß geworden. Nach einigen Prophetien, die ich gehört habe, müsste sie auch eigentlich schon längst da sein. Hm, komisch. Vielleicht haben wir vor lauter warten auf und beten für die Erweckung vergessen, dass wir selbst was tun müssen.

Naja, jedenfalls beschreibt Steve nach den Bildern in seinem Kopf Merkmale einer Erweckung, denen ich mich anschließen kann. Glaube irgendwie schon länger, dass wenn Erweckung nach Deutschland kommen wird, wir Christen davon wahrscheinlich kaum was mitbekommen werden, weil sie nicht in den Gemeinden passieren wird.

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emerging church - erklären oder machen?

Mark hat in seinem Blog einen kritischen Artikel über emerging church von Sebastian Heck zitiert und verlinkt. Meine Gedanken dazu:

  1. Das ganze ist so dermassen schlecht recherchiert, dass sich alle ‘Blogs sind Müll und haben mit Journalismus nix zu tun’-Verfechter ins Fäustchen lachen würden.
  2. Wieso bin ich nicht überrascht, dass es keine Kommentarfunktion gibt?
  3. Ich kenne das von mir, wenn mich scheinbar etwas in meiner Meinung und meinem Denken angreift und ich mich nicht so recht zu verteidigen weiß, werde ich polemisch.
  4. Ich warte immer noch auf eine sachliche und konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit emerging church.

Dieser Artikel macht für mich mal wieder ein Dilemma deutlich, dass ein paar Freunde von mir und mich schon länger beschäftigt. Der Artikel ist schlecht recherchiert. ‘emergent’ wird mit ‘emerging church’ gleichgesetzt uvm. Das liegt sicher auch daran, dass der Autor sich zu wenig und zu voreingenommen Zeit genommen hat, um sich zu informieren. Es spielt aber sicher auch eine Rolle, dass es einfach zu wenig gute und leicht verfügbare Informationen zu ‘emerging church’ gibt. So haben wir in den letzten Monaten immer wieder darüber nachgedacht, wie man das ändern könnte und sind auch schon erste Schritte gegangen.

Das Problem ist bloß, dass man dann ganz schnell 24 Stunden am Tag damit verbringt, Leuten ‘emerging church’ zu erklären und mit ihnen zu diskutieren. Die meisten von uns stecken aber in aufwendigen Projekten, um ‘emerging church’ in ihrem Umfeld lebendig werden zu lassen und dem ganzen ein eigenes Gesicht zu geben. Wir wissen so schon kaum, woher wir noch Zeit bekommen könnten, um all die Ideen umzusetzen, die da sind (jaja, andere haben andere Probleme).

Und somit stehen wir immer wieder vor der Frage: Investieren wir unsere Zeit, um Leute über ‘emerging church in Deutschland’ zu informieren und ihre Fragen zu beantworten oder setzen wir die Ideen in unseren Gemeinschaften mit all dem nötigen Aufwand um, investieren in Menschen aus unserem Umfeld und tauschen uns mit Freunden aus, die am gleichen Punkt stehen?

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Eine Kubik Hochzeit

Gestern war ich auf der Hochzeit von Marc und Nicole, zwei aus dem Kern von Kubik. Ich war echt gespannt, wie so eine Hochzeit im Herzen von Kubik abläuft. Fazit: Haja, Kubik halt.

  1. Gedimmtes Licht, Scheinwerfer
  2. Beamer
  3. Live DJ
  4. Derbe Symbolik
  5. Gute Texte
  6. Jeder ist involviert

Die beiden hatten sich Prediger 4,12 als Trauspruch ausgesucht:

Und wenn einer den einzelnen überwältigt, so werden (doch) die zwei ihm widerstehen; und eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerreissen.

Marc und Nicole begannen den Gottesdienst wie auch das richtige Leben, getrennt. In den Seitengängen der Kirche war jeweils eine Schnurr von hinten nach vorne gespannt. Zuerst kam Marc, ging nach links, harkte sich in die Schnur ein und ging nach vorne, wo am am Ende der Schnur sein Stuhl stand. Danach kam Nicole und tat das selbe, nur rechts. War schon komisch, weil man es ja normalerweise gewohnt ist, dass die Braut mit ihrem Vater kommt und alle aufstehen. Aber so saßen die beiden am Ende des “Einzugs” getrennt links und rechts vorne. Texte und ein Video stellten uns die beiden als individuelle Persönlichkeiten vor, die manchmal einsam sind.

Zwei weitere Schnüre gingen von den Schnüren außen zur Mitte. Dorthin wurden Marc und Nicole nun zusammen geschoben und so mit ihren Lebensfaden zusammen gebracht. Für die dreifache Schnur fehlte noch eine, Gottes. Die hing als rote Schnur von der Decke des Chorraums und wurde in die Schnüre der zwei eingewoben.

Danach kam das eher traditionelle und Kubik-unübliche Element, die Predigt.

Nach der “normalen” Trauung, die herzhaft und liebevoll von einem Pfarrer gehalten wurde, kamen die Hochzeitsgäste ins Spiel. Die dreifache Schnur führte vom Hochzeitspaar aus der Kirche ins Leben hinaus. Jeder Gast hatte beim setzen eine Tüte mit einem Zettel, einem Stift und einer goldenen Wäscheklammer vorgefunden. Auf diesen Zettel konnte nun jeder einen Segen (Segen = etwas gutes aussprechen) für das Hochzeitspaar aufschreiben und während für die beiden gebetet wurde, diesen Zettel an die dreifache Schnur hängen und den beiden somit viel Segen mit auf den Weg geben. Zum Auszug sind die beiden ihre neue dreifache Schnur gemeinsam entlang gegangen und haben die Segenswünsche eingesammelt.

Das ganze war schon deutlich anders, als die Hochzeiten, die ich bisher so miterlebet habe. Dieser Traugottesdienst war eher ruhig und sicher nicht so emotional. Dafür hatte er eine große Tiefe und eine überwältigende Symbolik. Hm, für meine Hochzeit würde ich dann einfach die Emotionen und die Symbolik zusammen bringen und die Traumhochzeit kreieren ;-)

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Psalm in the city

Der Psalmgottesdienst am letzten Freitag bei Kubik war gleichzeitig mein erster Gottesdienst als Neu-Badener. Also war klar, dass ich auch was machen musste. Um mich ein bisschen vorzustellen, habe ich erzählt, wie ich das Thema Psalmen angehen würde.

Ich bin ein Stadtmensch. Ich liebe es, mich durch eine Stadt zu bewegen, Menschen zu begegnen und von einem Café aus zu beobachten, wie lebendig so eine Stadt ist. Deswegen würde ich Psalmen aus dem abstrakten, isolierten Betrachten in der “stillen Zeit” in die Stadt holen und mit ihr in Zusammenhang bringen. Dazu habe ich ein Symbol entworfen.

Pitc1

Zunächst zeichnet man das Symbol ohne die Zahlen auf klebendes Papier und schneidet es aus. Einen kleinen Vorrat schleppt man am besten in seiner Bibel mit.

Pitc3

Kommt man nun an eine Stelle in der Stadt, zu der ein bestimmter Vers aus den Psalmen zu passen scheint oder an dem man aus irgendeinem Grund gerne über einen bestimmten Vers meditiert, nimmt man sich einen Harfen-Sticker und trägt die Versangabe in den freien Innenraum ein.

Pitc2

Jeder der das Symbol kennt, hat nun die Möglichkeit, wenn er so einen Sticker entdeckt, seinen Alltag zu unterbrechen, die Bibel hervor zu holen und über den Vers nachzudenken. So ist man herausgefordert sich mitten im Alltag und mitten in der Stadt Zeit für Gott zu nehmen.

Pitc5

Eine weitere Idee für Psalm-Sticker ist z.B. sich einen Sticker mit einem bestimmten Vers so zu kleben, dass man ihn immer auf dem Heimweg von der Arbeit sieht. So schafft man sich eine Stelle, an der man bewusst den Stress des Arbeitstags hinter sich lassen und an Gott abgeben kann.

Ich bin aber nicht nur ein Stadtfreak, ich liebe auch praktische Web-Applikationen. Deswegen wäre der nächste Schritt eine Webanwendung, in der man die Stellen der geklebten Sticker z.B. mit der Hilfe von Googlemaps markieren kann. Ein Social-Software-Funktion würde es ermöglichen, dass man auf die Sticker-Locations von anderen Leuten zugreifen könnte.

Pitc4

Über eine weitere Funktion ließen sich aus dieser Sammlung von PsalmPlazes Routen erstellen, die man gehen kann, wenn man ausführlicher Zeit mit Gott in der Stadt verbringen möchte. Da es aber eher nervig wäre, sich per Karte eine Route zu merken und an jeder Stelle die Bibel rauszuholen, könnte man das ganze mit Podcasts kombinieren. Dazu würde jemand eine Route abgehen und dabei Dinge wie Routenbeschreibungen, die Psalmen, Gedanken, Fragen und Meditationshilfen in ein Aufnahmegerät sprechen.

Pitc6

Die Audiodateien kann man sich manuell oder per Podcast auf den eignen MP3-Player ziehen. Mit dem Kopfhörer in den Ohren geht’s dann auf Entdeckungs-/Gebets-Tour durch die City.

Soweit meine Ideen, wie man Psalmen in die Stadt bringen kann. An dieser Stelle geht mein Dank an Daniel, der sich als Modell zur Verfügung gestellt hat.

Achtung: Sollte jemand wirklich Psalm-Sticker kleben wollen, beachtet bitte Privateigentum und macht keinen Scheiß!

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Leadership

Joi Ito:

“[...] I definitely saw something special in these [...] leaders which reminded me of the leaders that Dee Hock described. They had strong ethics, were humble, were extremely sensitive of the needs of their community and lead more through coordination and management of processes than through exercise of authority.”

Joi Ito spricht hier nicht über emerging church Leiter, sondern über Open Source Leiter.

“This was in stark contract to some of the conversations I have had at various CEO forums where people talked about “human resources” as if they were cogs and seemed to feel that the CEO had some divine right to more money and more power. Again, I would add that there are a great number of exceptions in both groups, but generally speaking, the conversations with the open source leaders made me feel like I was seeing the future of organizations compared to my experience with CEOs of normal for-profit companies.”

Ich stelle immer wieder fest, dass emerging church derbe viel von den aktuellen Entwicklungen im Web und in der Web-Branche und im IT-Bereich allgemein lernen kann, weil hier viele Entwicklungen parallel laufen.

“I think that the Mozilla Foundation and the success of open source is a test and will be an example of a new kind of organizational management style which I believe will have lessons applicable to all kinds of organizations. Enlightened leaders in other areas are also developing methods that involve treating their staff, customers and other stakeholders as a communities, but this still appears to be the exception, not the norm.”

Joi Ito verlinkt noch ein Essay von Dee Hock (Gründer von VISA), das er wie folgt beschreibt:

“His notion of leadership is bottom-up, community and coordination oriented and not focused on the exercise of authority.”

Klingt bekannt, oder?

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Jesus im Bilde

Christus 1Christ Portrayed ist ein Blog mit Christus-Bildern. (gefunden bei Anke Gröner)

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Verwirrung um Emerging Church

“Was genau ist eigentlich dieses emerging church-Ding?” Ich wünschte, ich würde jedes mal, wenn ich diese Frage höre 10 Cents kriegen. Dann wäre ruck zuck das Geld für meinen Führerschein zusammen ;-) Hier ein paar Gedanken zu dem Thema:

  1. Es sind gerade ein paar Sachen im entstehen, die für deutlich mehr Klarheit sorgen werden. Seid gespannt, da kommt einiges auf uns zu.
  2. Wer ist denn nun eigentlich emerging church und wer nicht? Ich hab mir überlegt, man müsste sich der Sache mal konsequent annehmen. Es braucht einfach eine zentrale Instanz, die für klare Verhältnisse und die nötige Ordnung sorgt. Also, hiermit gebe ich die offizielle EC-Prüfstelle bekannt und ernenne mich zur Jury. Ab sofort kann sich jeder bei mir um das offizielle Zertifikat “Ich bin emerging church, weil Johannes das sagt.” bewerben. Jeder Kandidat wird von mir anhand eines ausgeklügelten Fragenkatalogs (”Kenne ich den Bewerber?”, “Mag ich den Bewerber?” usw) getestet und gegen eine Bearbeitungsgebühr von 200 € bewertet. Die Kontodaten gibt’s nach Eingang der Bewerbung.
  3. Um dem ganzen Emerging-Ding ein bisschen mehr auf den Grund zu gehen, habe ich angefangen, mich direkt mit Emergenz-Theorien zu beschäftigen. Da EC seinen Namen von diesen hat, ist es sicher nicht schlecht, die Wurzeln zu kennen. Und was ich da bisher entdeckt habe, ist unheimlich faszinierend. Vieles aus der Diskussion um emerging church würde einfach wegfallen, wenn wir besser über die Grundlagen von Emergenz bescheid wüssten. Werde das demnächst mal zusammen fassen und ein paar Gedanken dazu posten.
  4. Um ehrlich zu sein, eigentlich mag ich dieses Chaos. Die wenigsten können emgering church und die dazu gehörenden Werte, Inhalte und Formen richtig greifen. Die Folge, man fängt an, sich damit zu beschäftigen, zu suchen, zu forschen, zu grübeln und zu entdecken. Wenn man sofort in zwei Sätzen exakt definieren könnte, was emerging church ist, würden die meisten es in eine Schublade packen und sich nicht mehr damit beschäftigen. Stattdessen betreten sie das Chaos und fangen an zu suchen. Und darum geht es doch, außerhalb der Box denken, neue Wege entdecken und zwischendurch mal zurückschauen und sich fragen, wie man denn bloß hier gelandet ist. Ich liebe diese Ungewissheit, das Graue, das Experimentieren, das Verwerfen, das Horizont-erweitern. Nicht gerade Religion, aber Beziehung.

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Gestern bei Technorati

McLaren-Buch

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Shout to the Lord (Angry)

(Lyrics: Marcus Curnow 2005)

Why Jesus? Why favour
Those who do not like you?
All of my years I cry bitter tears
I wonder where’s your mighty love?

No comfort, No shelter
Where is the refuge and strength?
Let every breath, all that I am
Never cease to question You

Shout to/(at) the Lord
All the Earth, let us bring
Powerlessness, tragedy
Rail at the King
Mountains fall down
And the seas will roar
Hear the sound of the pain

I long to see the work
Of your hand
Forever I’ll seek you
Seek to understand
Nothing to hold
But the promise I have
In you

Lest euch unbedingt die Erklärungen des Autors dazu durch. (via jonny baker)

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Mikes harte Fragen an emerging churches

Mike beobachtet in seinem Blog massiven Gemeindewachstum in den amerikanischen Megachurches, wenig Leute in den englischen alt.worship-Events und vor allem frustrierte Gemeindeleute in den emerging churches. Das führt ihn zu ein paar harten Fragen, die er sich vor allem selber stellt:

  • Warum erreichen postmoderne Gemeinden in der Postmoderne scheinbar weniger postmoderne Menschen als modern geprägte Mega-churches?
  • Sind viele/einige EC’s vor allem für enttäuschte Christen ein Auffang-Becken (ähnlich wie viele Hauskirchen), haben aber kaum “missionarische Kraft”?
  • Ist Alt.Worship “nur” eine Ausdrucksform für christliche Künstler und Kreative, warum werden diese Anlässe nicht von “Cultural Creatives” überschwemmt, da diese Events doch deren Lebensgefühl perfekt kontexualisieren!
  • Ist nicht überall “Missional” drin, wo “Missional” draufsteht?
  • Gibt es gar keine eigentlichen “Bekehrungen” mehr, weil EC’s mehr den Prozesss betonen? Aber wo bleiben die Taufen?
  • Bis jetzt sehe ich kaum multiplikative organische EC’s, die zwar klein sind, sich dafür aber wie die Kaninchen vermehren…

Ich denke, die emerging church ist vor allem eins, immer noch am emergen. Ganz im Gegensatz zu den Megachurches wie Mars Hill, Saddleback und Hillsong. Die sind einfach derbe reif für die Ernte und sie erreichen ihre Zielgruppen perfekt (Saddleback ist einem Suburb von LA angesiedelt, wo du bis zum Horizont nur idyllische 1-Familien-Häuser siehst. Künststück, da mit dem richtigen Modell ne Megachurch zu bauen). Und früher oder später wird es wohl mit ICF auch hier so abgehen. Hey, und das ist cool, viele werden Jesus kennen lernen. Aber einige werden das Kotzen kriegen, wenn sie in so eine Gemeinde kommen. Einige werden sich in dem Event-orientierten, unpersönlichen Megachurches nie wohl fühlen, und wenn’s sonst keiner ist, dann zumindest ich. ;-)
Es geht halt nicht darum, Gemeindemodelle zu vergleichen und das perfekte One-size-fits-all zu finden. Es geht darum zu schauen, was mir und meinem Umfeld in der Beziehung zu Jesus hilft und das zu bauen. Wie lange wollen wir noch nach Amiland schauen, bevor wir feststellen, dass bei uns ein ganz anderer Film läuft? Und um auf Mike’s letzte Frage einzugehen, bisher sehe ich (fast) überhaupt keine ECs. Wie will ich da vergleichen?
Bei uns stecken emerging churches noch nicht mal in den Kinderschuhen. Wie sollen sie da große Kreise ziehen? Und eigentlich glaube ich auch, dass sie das nie tun werden. EC ist einfach kein Ding für die Masse. ECs erreichen bestimmte Typen und Leute, die sonst kaum jemand erreicht. Und das ist derbe! Aber damit ist es ein Gemeindemodel der Zukunft und nicht das.
Ich würde das ganze Moderne/Postmoderne-Ding gerne loswerden. Klar, es macht das erklären einfacher. Aber genau das ist die Gefahr. Wir denken so sehr in Modellen, dass wir unser Umfeld nur noch in Schubladen wahrnehmen. Ich finde Karen Ward’s Beschreibung des Viertels, in dem ihre Teachurch angesiedelt ist, aus Relevant Church ein gutes Beispiel dafür, wie es besser laufen kann. Sie geht dabei sehr genau auf die verschiedenen Typen und Leute ein, die dort leben. Und danach baut sie ihre Gemeinde. Das sind die Kategorien in denen ich denken will. Und nur auf dem Level lässt sich meiner Meinung nach Gemeinde in Nachbarschaften und Subkulturen bauen. User research, baby. Wer Methoden braucht, dem gebe ich gerne ein bisschen was aus meinem Studium weiter.
Ich denke, dass ECs dann ein Auffang-Becken für enttäuschte Christen werden, wenn sie sich nicht radikal genug von bisherigen Gemeindewurzeln los machen und komplett neue Wege gehen. Wenn wir nur ein bisschen an unseren Gottesdienstformen schrauben, die Musik lauter ist, in der Predigt auch Scheiße gesagt wird und nach dem Gottesdienst alle zum Rauchen raus gehen, dann wird das die Folge sein. Wenn wir aber unsere alten Vorstellungen von “so wird das gemacht” und unsere Angst vor Fehlern bekämpfen, so könnte dieser Kelch an uns vorüber gehen. Denn irgendwie hätte so ein Froki doch schon gerne ne Predigt… ;-)
Um zu meinem Eingangs-Statement zurück zu kommen, ich denke, dass wir noch weit weg davon sind, emergt zu sein. Und wenn wir irgendwann mal unsere Angst ablegen, manche Aspekte undiskutiert lassen und uns die Kinderschuhe anziehen, um unsere Umwelt experimentell und explorativ kennen zu lernen, dann ja dann…

24-7prayer in Köln




Station_Kreuz

Originally uploaded by mschmidt.

Mein Kumpel Micha (SDG) macht gerade einen 24-7prayer-Raum in Köln und postet die Geschehnisse in ein Blog. Von den Bildern her geht’s da (erwartungsgemäß) sehr kreativ zur Sache. Wer also noch ein bisschen Inspiration für den eigenen Gebetsraum sucht…

Tallskinnykiwi startet Artikel-Serie über emerging church

EmergAnt
Für alle, die sich mit dem Begriff emerging church immernoch schwer tun, hat Andrew eine Artikelserie auf seinem Blog gestartet. Los geht’s mit EmergAnt 1: An Emergent Vocabulary:

Emergent behavior is a good way to describe how new churches are responding to a complex world of chaotic unpredictability and multiple possibilities. One of the defining features of emergent churches is that they are usually started with no predetermined ideal of what they will mature into or what size and shape they will become, since they will be also be shaped by the culture they transform. Another word for this is “missional”. Unpredictability opens the possibility for a miraculous intervention and retooling by God during the process, as long as structures are simple, and communication is constant.

On a simpler lever, “Emergent Church” or “Emerging Church” is the replacement term for what we used to call “Youth Church” in the 80’s, “GenX Church” in the early 90’s, and “Postmodern Church” in the late 90’s. This shift transcends the problem of associating the term with an age group, a cultural preference or a controversial and misunderstood philosophy. Many countries have adopted the term “emerging church” to represent the new networks of churches started by younger people among the new emerging cultures in their respective countries. Churches in the UK often use the name “Alternative Worship”.

Sehr interessant sind auch Andrews Ideen für mögliche andere Namen für die Bewegung. Lesepflicht!