Archiv für die 'DearDiary' Kategorie

1. Arbeitstag

Ich hatte ja nach den Nachrichten eigentlich erwartet, dass heute morgen alles noch viel schlimmer mit der Bahn und dem Streik wird. Also bin ich mal provisorisch zum Bahnhof gegangen (wohne nur ne Minute weg), um zu sehen, wieviel mein Zug denn an Verspätung haben würde. Aber statt der Verspätung stand der Zug da und fuhr pünktlich ab und kam pünktlich in Frankfurt an. Haja, so mag ich den Streik. Irgendwer meinte bei Twitter, dass wahrscheinlich nur die Leute streiken, die sonst für die Verspätungen verantwortlich sind.

Auch sonst verlief mein erster Tag auch weitgehend entspannt. Den Vormittag habe ich vor allem mit dem Durcharbeiten des Mitarbeiterhandbuchs verbracht. Mittags wurde ich mit drei anderen Einsteigern zum Spießrutenlauf durch die Agentur geschickt. Jeder hat sich kurz vorgestellt, dann mussten wir uns vorstellen. Bei 80 Leuten macht das nur in eine Richtung sinn, aber immerhin, ich kann mich jetzt sauber in drei Sätzen vorstellen, ohne nachdenken zu müssen.

Erstaunlicherweise bin ich durch meinen ersten Tag ohne ein einziges Meeting gekommen. Agenturen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Dafür kam auch gleich der erste Rückschlag: ein Dell-PC! Das wird hart. Aber zumindest darf ich mein MBP daneben stellen.

The power of twitter

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Wenn das nicht das ultimative Zeichen für den Hype war. Gestern morgen wurde die Teilnehmerliste für das zweite Barcamp in Köln geöffnet. Nach ziemlich genau neun Stunden waren alle 150 Plätze weg. Glücklich, wer Twitter noch nicht als unnützen Blubbermüll abgetan hatte und frühzeitig die Nachricht bekam.

Twitter verdanke ich es auch, dass meine Zimmersuche in Köln für das Barcamp genau 30 Sekunden gebraucht hat.

Ansonsten, liebes Tagebuch, erhole ich mich gerade von meiner Sommergrippe und werde heute nach Frankfurt fahren, um ein paar interessante Weichen für die nächsten Monate Jahre zu stellen (mehr Infos wenn spruchreif).

Mit GTD im Radio

Morgen früh (22.) könnt ihr mich voraussichtlich um 6:20 und 8:50h bei NRJ Sachsen (gibt’s auch im Livestream) hören. Ich erzähle, was Getting Things Done ist, wie es funktioniert und was es mir gebracht hat.

Update: Hier ist der Mitschnitt.

Online (nach vier Monaten)

Gerade hat ein Mensch von T-Com angerufen und die Schaltung des DSL-Anschlusses bestätigt. Alles funktioniert. Das hier ist der erste Blogartikel, den ich mit unserem eigenen Internetzugang veröffentliche.

Dann wollen wir doch mal rekapitulieren:

Am 30. März haben wir online bei der T-Com den DSL-Anschluss bestellt. Der nächstmögliche Anschlusstermin, den wir wählen konnten, war der 23. April.

Am 3. April kam die schriftliche Bestätigung der Bestellung und des Anschlusstermins. Am 4. April kam die Hardware. Alles gut beschriftet und leicht verständlich erklärt.

Letzte Woche kamen die Zugangsdaten und heute mittag wurde dann der Anschluss wie angekündigt geschaltet.

Kurz gesagt: die beste Serviceleistung, die ich jemals von T-Com erlebt habe.

Wäre da nicht die Vorgeschichte. Am 15. Januar hatten wir bei O2 einen DSL-Anschluss beantragt. Nachdem wir lange nichts hörten fragten wir immer wieder bei O2 nach und wurden stehst vertröstet. Irgendwann meinte die Telefonistin, dass die Telekom einfach nicht mit einem Termin herausrückt. Allerdings ließ in der Zeit der Service von O2 in der Zeit, in der wir warteten massiv zu wünschen übrig. Wir haben bis heute keine einzige schriftliche Angabe zu dem Antrag von O2 bekommen. Uns wurde jedesmal versprochen, dass wir zurückgerufen werden, was nicht einmal passiert ist. Als uns bei einem Anruf am 29. März gesagt wurde, dass die Telekom behauptet, dass sie keine Leitungen mehr frei hat, haben wir den Antrag zurückgezogen.

Insgesamt haben wir jetzt mehr als vier Monate auf unseren Anschluss gewartet. Den entstandenen Schaden für mich als Webworker kann ich nicht genau beziffern.

Updates aus London

Laura Ashley Wallpaper In Wills Corner

Ich sitze gerade auf einem Sofa, und wenn ich hoch schaue sehe ich das, was man auf dem Bild sieht. Ich bin für ein paar Tage in London bei meinen Freunden Rob und Aimie. Nachdem wir für eine Menge Projekte immer nur am Campfire geredet haben wird es mal wieder Zeit gemeinsam nen Tee zu trinken. Da ich von Karlsruhe günstiger nach London als nach Berlin komme frage ich mich auch mal wieder, warum ich das nicht häufiger mache.

Die letzten Wochen waren mit Arbeit vollgepackt. Da tut es ganz gut, sich mal für ein paar Tage nicht morgens um sechs direkt an den Rechner zu setzen. Wobei es hier natürlich auch um Arbeit geht. Die Hälfte meiner Kunden in diesem Jahr sind aus London. So treffe ich in den nächsten Tagen Leute, für die ich Webseiten gebaut habe, die ich aber noch nie gesehen habe. Außerdem werden Rob und ich uns ausführlich über die Zukunft von Visionary Tree unterhalten.

Wenn ich schon erzähle was so geht, hier noch ein paar mehr Updates:

  • Auch wenn der eine oder andere das für nicht mehr möglich gehalten hat, die letzten Wochen habe ich wieder für eine große Agentur gearbeitet. Die Agentur brauchte einen Onlinespezialisten und so habe ich fünf Tage als freier Informationsarchitekt ein Feinkonzept zu einer Produktwebseite gebaut. Ich bin selbst etwas überrascht, wie ungemein viel Spaß mir der Job gemacht hat. Für mich als freier Webworker, der bei Projekten meist alles mögliche macht, war es eine neue Erfahrung, als Spezialist in ein Team geholt zu werden und mich wirklich nur um das kümmern zu müssen, wo meine Kernkompetenzen liegen. Dazu kommt, dass ich nur zum Briefing in die Agentur musste und alles andere bei mir machen konnte. Den Job habe ich über die Empfehlung eines Bekannten bekommen, der regelmäßig mein Blog liest und unter anderem auch deshalb wusste, dass ich der richtige für den Job bin. Also, wenn die Umstände passen arbeite ich sehr gerne mit Agenturen zusammen, nur um das noch mal deutlich zu sagen.
  • Ab nächster Woche schreibe ich für das Produktivitätsblog imgriff.com vom Blogwerk. Bin etwas überrascht, wie schnell sich diese Möglichkeit ergeben hat und freue mich sehr, einen neuen Output für meine Gedanken zum Thema Produktivität, GTD, Webwork etc. gefunden zu haben.
  • Ich werde am Samstag auf dem Barcamp in Frankfurt sein. Vielleicht sieht man sich da.

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Meine Schublade: Der harmoniebedürftige Idealist

Page10 1Bin echt kein Psychotestfan, weil die Schubladen in der Regel viel zu grob für mich sind. Bei diesem Test war ich aber doch sehr erstaunt, wie nach vier Schritten das Ergebnis doch weitgehend gepasst hat.

Ich bin ein: Harmoniebedürftiger Idealist (HI)

Der harmoniebedürftige Idealist zeichnet sich durch eine komplexe Persönlichkeit und ein reichhaltiges Innenleben aus. Er ist von Natur aus warmherzig, Anteil nehmend und einfühlsam. An sich und andere stellt er hohe Erwartungen. Für seine Mitmenschen hat er ein gutes Gespür und ist oft ein sehr guter Menschenkenner. Meistens ist er jedoch zurückhaltend und vertraut seine Gedanken und Gefühle nur wenigen Menschen an, denen er vertraut. Ablehnung oder Kritik verletzt ihn tief. Konfliktsituationen sind ihm unangenehm, er bevorzugt harmonische Beziehungen. Wenn ihm ein Ziel aber wirklich wichtig ist, kann er es mit an Sturheit grenzender Beharrlichkeit auch gegen Widerstände durchsetzen.

Dieser Persönlichkeitstypus besitzt eine lebhafte Fantasie, manchmal eine nahezu hellsichtige Intuition und ist häufig sehr kreativ. Hat er ein Projekt erst einmal in Angriff genommen, setzt er alles daran, seine Ziele zu erreichen. Im Alltag erweist er sich oft als ausgezeichneter Problemlöser. Er möchte den Dingen auf den Grund gehen und besitzt eine natürliche Neugier und einen großen Wissensdurst. Gleichzeitig ist er aber sehr praktisch orientiert, gut organisiert und in der Lage, auch komplexe Situationen strukturiert und überlegt in Angriff zu nehmen. Wenn er sich auf eine Sache konzentriert, tut er dies zu 100 % - gelegentlich versinkt er so in seiner Aufgabe, dass er alles andere um sich herum vergisst. Das ist das Geheimnis seines oft großen beruflichen Erfolgs.

Als Partner ist der harmoniebedürftige Idealist loyal und beständig; eine dauerhafte Beziehung ist ihm sehr wichtig. Sich Hals über Kopf zu verlieben, ist allerdings nicht seine Sache, ebenso wenig wie schnelle Abenteuer. Manchmal tut er sich ein bisschen schwer, seine Zuneigung deutlich zu zeigen, obwohl seine Gefühle tief und echt sind. In puncto Freundeskreis lautet sein Motto: weniger ist mehr! Neuen Kontakten gegenüber ist er nur begrenzt aufgeschlossen, lieber investiert er seine Energie in wenige und enge Freundschaften. Seine Ansprüche an Freunde und Partner sind sehr hoch. Da er Konflikte scheut, zögert er lange, etwaige Unzufriedenheiten zur Sprache zu bringen, und wenn er es tut, ist er sehr bestrebt, niemanden dadurch zu verletzen.

Lesewut

Was man halt so macht, wenn der DSL-Anschluss weiter auf sich warten lässt.

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Mehr Bilder aus meinem Zimmer auf flickr.

Veränderungen Teil 10 – Abschluss

So werden also meine nächsten Wochen und Monate aussehen. Ich werde versuchen, viel zu schreiben und meine Gedanken zu verschiedensten Themen in Worte zu fassen. Ich werde mich neu der Thematik meiner Diplomarbeit widmen und schauen, wohin mich das führt und wie ich die Erkenntnisse anbringen und einsetzen kann. Und ich werde mit Freunden gemeinsam viele kleine Webseiten entwickeln. Wie ich mein Leben kenne, wird es noch einige Überraschungen geben und werden sich Möglichkeiten auftun, an die ich im Moment noch gar nicht denke. Aber zumindest habe ich jetzt wieder einen klaren Kopf und weiß, wozu ich ja sagen und was ich ablehnen will.

Es gibt immer noch Dinge in meinen Berufungen und Begabungen, die noch keinen Platz gefunden haben. So weiß ich noch nicht, wie ich mein Talent zu lehren einsetzen kann. Auch für meine möglichen Beratertätigkeiten fehlt mir noch das Konzept oder ein Ansatzpunkt. So bin ich gerade an diesen Punkten gespannt, was das kommende Jahr noch mit sich bringt.

Rückblick

Damit geht die Veränderungen-Serie zu ende. Was eigentlich nur eine kurze Darstellung von der neuen Richtung in meiner Arbeit sein sollte wurde zu einer ausführlichen Serie, weil ich es zum ersten Mal richtig durchgezogen habe, all die Gedanken, die mir dazu im Kopf rumschwierten, aufzuschreiben. Ich bin ziemlich fasziniert, was der einfache Vorgang des Aufschreibens für eine Veränderung in Darstellung und Beziehungen mit sich bringen kann. Es ist ja nicht so, dass ich mir bei den aktuellen Veränderungen ungewöhnlich mehr Gedanken gemacht hätte als bei allem, was ich vorher gemacht und erlebt hätte. Nur diesmal habe ich es aufgeschrieben und das hat dazu geführt, dass ich viel sehr tiefgehendes Feedback von Bekannten und Unbekannten bekommen habe, wofür ich mich an dieser Stelle noch mal sehr bedanken möchte. Es bringt mich wahnsinnig weiter zu wissen, dass das Wirrwarr in meinem Kopf für andere nicht nach totalem Müll klingt, zumindest nicht für alle.

Ein paar Punkte möchte ich noch einmal klarstellen:

  • Mein Ziel war es nie, nur das zu arbeiten, wozu ich Lust habe. Mein Ziel ist es das zu arbeiten, was zu meinen Begabungen und Berufungen passt, kurz was mich ausfüllt.
  • Meine Gedanken erheben keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Sie beziehen sich ausschließlich auf meine Situation und meine Arbeit. Ich gehe davon aus, dass andere Menschen in anderen Situationen mit anderen Talenten zu anderen Ergebnissen kommen werden.
  • Meine Gedanken sind Teil eines andauernden Prozesses. Sie haben zu dem Zeitpunkt Gültigkeit als ich sie geschrieben habe. Kann gut sein, dass ich morgen schon wieder weitergedacht oder etwas dazugelernt habe und deswegen Dinge anders sehe.

Veränderungen in Prozessen

Obwohl es in dieser Serie ausschließlich um mich und meine Situation ging hoffe ich, dass einige von euch sich inspiriert fühlen, über ihre eigene Situation nachzudenken. Ich habe einfach viel zu häufig den Kommentar „Das geht mir auch so.“ gehört. Wenn ihr tatsächlich anfangt nachzudenken, dann nehmt euch vor allem Zeit und trefft keine vorschnellen Entscheidungen. Wie gesagt, wir Menschen funktionieren in Prozessen. Was ich heute feststelle, kann morgen schon wieder überholt sein. Es gilt, die dauerhaften Tendenzen mit der Zeit zu erkennen und auf sie zu reagieren. Wenn ich z.B. meine Konzepterarbeit nach einem Projekt hinschmeißen würde, weil mein Konzept dem Kunden nicht gefallen hat, wäre das eine vorschnelle Entscheidung. Aber nach mehreren Jahren der Teamarbeit die Feststellung zu formulieren, dass ich als Leiter/Manager nicht tauge ist auf dauerhafte Tendenzen zu reagieren.

Ich möchte irgendwann an dem Punkt sein, wo Geld ein angenehmer Nebeneffekt der Tätigkeit ist, die mir Erfüllung, Freude, Energie und Begeisterung gibt. Sonst wird’s noch eine verdammt lange Zeit bis zur Rente, die ich sowieso nicht mehr bekommen werde…

Veränderungen Teil 9 – Der Brotjob

Ich mache mir keine Illusionen. Bevor ich mit Schreiben (Bloggen) und Forschen genug Geld verdienen kann, um meinen eh schon geringen Lebensunterhalt zu finanzieren wird noch sehr viel Zeit vergehen. Bis dahin brauche ich eine Möglichkeit, um meine Miete zu bezahlen.

Kleine Webprojekte

Bevor ich im letzten Jahr die Zusammenarbeit mit den Berlinern begann hatte ich bereits einige Webprojekte durchgeführt. Auch im letzten halben Jahr kamen immer wieder Anfragen, von denen ich die meisten aus Zeitgründen aber absagen musste. Das ändert sich nun.

Kleine Webprojekte (300 - 1000 Euro Budgets) haben für mich einige Vorteile. Sie erfordern in der Regel kein komplexes Konzept und brauchen so keine lange Einarbeitungszeit. Sie lassen sich in zwei bis fünf Arbeitstagen umsetzen und brauchen so kein kompliziertes Projektmanagement. Im allgemeinen reicht ein Designer und ein Entwickler für die Umsetzung, was die Kommunikation vereinfacht. Zusammengefasst sind kleine Webprojekte für mich die ideale Ergänzung zu meiner anderen Arbeit, weil sie mir vergleichsweise wenig Kraft und Fokus rauben. Ich werde mit ihnen sicher niemals reich werden. Aber mit zwei bis drei Projekten im Monat kann ich überleben und gleichzeitig genug Zeit in Schreiben und Forschen investieren. Webprojekte sind zudem der Brotjob, der am nächsten an mein Können und Wissen herankommt.

Holske

Was ich bei diesen Projekten vor allem genieße ist die Zusammenarbeit mit anderen. Früher musste ich immer alles allein machen, Design, Konzept, Entwicklung. Vor allem Design fiel mir immer schon schwer. Nun habe ich mit Denis einen ultrafähigen Designer, so dass ich mich auf Konzept und Entwicklung konzentrieren kann. In der Zusammenarbeit mit Denis (unter dem Label Holske) sind in den letzten Monaten einige feine Webseiten entstanden:

  • Art Academy London – Die Webseite hat für uns viele Türen für mehr Projekte in London geöffnet.
  • Gathered Voices – Eine Webseite mit Kunst von Frauen in Prostitution für die Nonprofit-Organisation NCAP. Ein Projekt, das uns persönlich sehr bewegt hat.
  • Das Familien Konzil – Webseite für JesusFreaks International
  • Kairos Media – Online-Shop für die Firma eines Freundes.
  • Jonah Cacioppe – Portfolio-Seite eines Art-Academy-Künstlers mit Layout & Design vom Künstler selbst
  • Psychotherapie Schmitt – Kleine Webseite für eine Psychotherapeutin

Diese Seiten geben einen ganz guten Überblick über die Projekte, die wir machen. Das sind alles keine bahnbrechenden Webapplikationen mit den neusten Ajax-Spielerein oder brillanter Usabilty. Ich habe im vergangenen Jahr viel gelernt über den Umgang mit Kunden, die Kompromisse, die man eingehen muss und die Dinge, die man alle nicht tun kann, wenn das Budget dafür einfach zu klein ist. Aber so ist der Job.

Visionary Tree

Wie oben bereits geschrieben hat uns die Webseite für die Art Academy London einige Türen geöffnet. Mein Freund Rob Pepper, der uns den Auftrag vermittelt hat und mit dem wir zusammen das Ding durchgezogen haben, ist dort Künstler und Mitarbeiter. Nun kommen mehr und mehr Künstler zu ihm und wollen ähnliche Seiten. Auch von verschiedenen anderen Seiten bekommt er immer wieder Anfragen für Web- und Design-Projekte, so dass wir uns entschlossen haben, gemeinsam das ganze auf eine professionellere Ebene zu stellen. Dazu haben wir das Design-Netzwerk Visionary Tree gegründet. Dabei sind Rob und seine Freundin Aimie aus London, Matt und Josh von The New Celebrity aus Texas und Denis und ich aus Karlsruhe. Wir haben alle gemeinsam, dass wir an Projekten arbeiten wollen, die uns zumindest im Moment nicht viel Kohle einbringen und wir so kleine Jobs brauchen, die uns das Essen auf den Tisch bringen. Der Plan ist lauter kleine Projekte zu machen, die sich auch mit der Verteilung über die halbe Welt noch gut durchführen lassen.

Für mich ist das Ding ein Traum. Ich kann Geld verdienen mit dem, was ich ganz gut kann, kann das mit Leuten tun, die mir sehr viel bedeuten und mit denen ich gut kann und habe dabei immer noch genug Zeit zum Schreiben und Forschen. Trotzdem ist es für mich ein Brotjob, den ich hoffentlich nicht bis in alle Ewigkeit machen muss. Ich kann mir vieles vorstellen, das deutlich spannender ist als sich mit CSS-Problemen beim Internet Explorer rumzuschlagen. Aber den Preis bezahle ich gerne, wenn ich dafür Zeit bleibt, an anderen Projekten zu arbeiten.

Veränderungen Teil 8 – Forschen

Ich habe es schon mehrfach erwähnt, im letzten Jahr hatte ich kaum eine Chance, in den Themen meiner Diplomarbeit weiterzudenken. Nach meinem Kolloquium kommentierten meine Referenten, dass meine Diplomarbeit mehr Fragen aufwirft als dass sie welche beantwortet und das sei eine gute Sache. Nun müsste man einzelne Bereiche vertiefen. Leider lies mir dann die Arbeit als Konzepter und Projektmanager keinerlei Freiraum das auch zu tun. Das soll sich dieses Jahr deutlich ändern.

Es kommt auch von ganz allein wieder Schwung in die Sache. Zum einen habe ich ja neulich schon den Artikel über meine Diplomarbeit beim sciencegarden verlinkt. Durch den Artikel gab es wieder neue Aufmerksamkeit und neue Kontakte. Zum anderen ist der Gründer eines Verlags auf mich zugekommen mit dem Interesse, meine Diplomarbeit zu veröffentlichen. Auch mein Prof hatte direkt nach dem Ende der Diplomarbeit angedeutet, dass er über Veröffentlichungsmöglichkeiten nachdenkt.

Grundsätzlich fällt es mir derzeit schwer, einen Zugangspunkt zu finden, um die Beschäftigung mit der Thematik weiter voranzutreiben. WIe ich schon erwähnt habe, wurde ich in meinem Studium nicht gerade mit viel Wissen über wissenschaftliches Arbeit ausgestattet, und das gilt auch für Abläufe im wissenschaftlichen Apparat/Prozess. Sollte ich schauen, ob ich einen Master machen kann, um dann zu promovieren? Welche Wege gibt es noch, zu forschen ohne arm zu werden?

Vielleicht macht es auch gar keinen Sinn, dem normalen Weg zu folgen. Immerhin bietet auch für die Wissenschaft und die Forschung das Web neue Möglichkeiten. Einen ersten Schritt in diese Richtung habe ich gemacht. Ein guter Freund, mit dem ich studiert habe, plant ein Medienfestival und hat mich angefragt, ob ich einen Vortrag halten will. Hier ist die Beschreibung des Vortrags, die ich ihm geschickt habe.

Title:

Signs of Emergence – What Web 2.0 and an ant colony have in common

Description:

The web is back. The buzz about Web 2.0 feels like the second coming of the New Economy. The rise of social software has changed the web from a network of webpages to a network of people. Blogs, Wikis, Social Network, the web has become the platform for our communication and collaboration.

But the change goes deeper. The use of social software in corporations is changing how we work. Distributed knowledge is accelerating research and development. Organizations change from hierarchy to networks.

This keynote takes a look at the fundamental principles behind Web 2.0 and describes emergence as the leading system theory for how we will communicate, work, research and play in the next years.

Der nächste Schritt ist nun bis zu dem Festival ein Whitepaper zu schreiben, dass den Inhalt des Vortrags beschreibt und dies dann mit dem Vortrag zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass das dann die nächsten Türen öffnet, um die nächsten Schritte zu tun.

Veränderungen Teil 7 – Schreiben

Ok, ihr habt lange ausgehalten. Ursprünglich sollte diese Serie nur dazu dienen euch mitzuteilen, an welchen neuen Dingen ich arbeite. Ist wohl ein bisschen mehr geworden. Nun ist aber tatsächlich der Zeitpunkt gekommen, um all die Dinge, die ich in den letzten Tagen erklärt habe, konkret werden zu lassen. In den nächsten Teilen, beginnend mit diesem, werde ich immer einen Bereich meiner Arbeit vorstellen. Los geht’s mit dem Berichten.

Mehr Schreiben

Ich habe es bereits im letzten Teil geschrieben, ich will mehr über all die Dinge berichten, die mir begegnen und die ich interessant finde. Um es noch einfacher auszudrücken, ich will mehr schreiben. Ich will über Dinge schreiben, die ich entdecke, die ich ausprobiere, die mich bewegen, die mich inspirieren. Ich will über Prozesse schreiben, durch die ich gehe und die mich verändern.

Euer Feedback auf diese Serie war eine weitere Bestätigung dafür, dass ich diese Richtung vertiefen bzw. konkreter angehen sollte. Deswegen werde ich meine Bloggeraktivitäten massiv ausbauen. Blogs sind für mich das offensichtliche Werkzeug, um zu veröffentlichen, was ich schreibe. Daher sind sie für mich der konkrete Ansatzpunkt, wie ich diese Begabung des Schreibens angehen kann.

Blogs

Nach meiner derzeitigen Überlegung sind folgende Blogs geplant:

  • Johannes Kleske/tautoko: Dieses Blog wird natürlich bestehen bleiben und mir als Veröffentlichungsplattform für alles, was an anderer Stelle nicht passt, dienen. Der Fokus wird noch mehr auf meinen persönlichen Gedanken, Prozessen und Ideen liegen. Der Stil wird sich an dem dieser Serie orientieren.
  • Produktivität (Arbeitstitel): Immer wieder mal angedacht, wird es nun tatsächlich Realität, das Produktivitätsblog. Allerdings werde ich die Thematik etwas breiter fassen. Nicht nur reine Produktivitätstipps, sondern auch Arbeiten als Webworker, Arbeiten in Netzwerken und Arbeiten ohne klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Ich habe für mich die Thematik des Blog mit „Arbeiten in der digitalen Bohème“ zusammengefasst.
  • MacAlltag: Die Idee für dieses Blog kam nicht aus der Überlegung, dass es unbedingt noch ein Mac-Blog bräuchte. Vielmehr wird dieses Blog eine Art Zweitverwertung. Ich beschäftige mich sowieso jeden Tag mit der Arbeit am Mac, probiere neue Tools aus, teste Tricks und versuche meinen Macalltag zu optimieren. Da kann ich die gewonnenen Erkenntnisse auch einfach in einem Blog festhalten. Dadurch finde ich sie leichter wieder und andere haben auch etwas davon. Dieses Blog wird sich also auf den Arbeitsalltag mit dem Mac konzentrieren und weniger Nachrichten und Gerüchte enthalten.
  • Social Software (Arbeitstitel): Ich habe es schon angedeutet und in einem späteren Teil werde ich es noch ausführlicher darstellen, ich will wieder deutlich mehr in Richtung der Thematik meiner Diplomarbeit machen. Dazu werde ich ein Knowledgeblog einrichten, in dem ich alles, was mir zu der Thematik begegnet, festhalten werde, Gedanken, Ideen, Links, Texte usw.
  • rejolt: rejolt ist das Label, unter dem ein paar Freunde und ich uns mit Themen wie Nachhaltigkeit, Bio, Fair Trade, Gegenkultur, Anti-Konsum, Culture Jamming und soziale Gerechtigkeit beschäftigen. Dazu machen wir Projekte, Aktionen und Kampagnen und auch ein Blog, dass ab demnächst deutlich mehr Aufmerksamkeit unsererseits genießen soll.

Weitere Blogprojekte werden zum entsprechenden Zeitpunkt folgen. Nun gilt es erstmal zu lernen, eine Handvoll Blogs zu pflegen.

Ziele

Mit dem Bloggen verfolge ich eine gemischte Anzahl von Zielen, die je nach Blog unterschiedliche Priorität haben:

  • Sprachrohr: Das erste Ziel ist natürlich, meine Gedanken, Ideen und Entdeckungen zu veröffentlichen.
  • Berufung: Ich will durch meine Blogs andere direkt inspirieren, ihnen neue Ideen geben, sie ins Nachdenken bringen aber ihnen auch konkret bei Problemen helfen und ihnen Dinge beibringen.
  • Networking: Ich will durch die Blogs mehr Menschen kennenlernen, die sich für die gleichen Themen interessieren.
  • Engagements: Ausgehend vom Networking ist ein Ziel des Bloggens, z.B. Engagements als Coach, Autor, Dozent, Berater oder Redner zu dem einen oder anderen Thema zu bekommen und dadurch auch eine Einkommensquelle zu schaffen.
  • Einnahmen: Ich werde mit den Blogs alles ausprobieren, was an direkten Einnahmequellen für Blogs möglich ist. Vom Sponsoring über Affiliate-Systeme bis zu Anzeigen. Immer angepasst an das Blog und was dort jeweils passt.

Neben meinen eigenen Blogs will ich schauen, wo ich mit anderen zusammenarbeiten kann.

  • Gastbeiträge auf anderen Blogs
  • Kollaborative Blogs mit anderen zusammen betreiben
  • Gastautoren auf meine Blogs einladen

Ganz allgemein werde ich mehr Zeit und Energie für die Vernetzung mit der Blogosphäre verwenden, um alles dranzusetzen aus dem Einzelkämpferding rauszukommen.

Von hier ausgehend bin ich gespannt, wohin sich mein Schreiben entwickelt. Neben dem Schreiben gibt es bei mir auch immer noch die leider sehr unterdrückte Liebe fürs Podcasting. Das Problem hier ist vor allem der größere technische Aufwand. Trotzdem kann es gut sein, dass es zu einigen Blogs auch einen Podcast geben wird. Ich habe riesige Lust darauf.

Soweit mal die Richtung, in die es mit dem Schreiben für mich geht. Extensives Bloggen ist der nächste Schritt. Was dann kommt, werden wir dann sehen.

Veränderungen Teil 6 – Entscheidungsfaktoren

Nun bin ich also an dem Punkt angekommen, wo ich für mich grundlegend herausgearbeitet habe, welche Tätigkeiten ich in den nächsten Monaten und Jahren ausüben möchte, um näher an meine Berufungen und Begabungen heranzukommen. Bevor es aber zur konkreten Umsetzung kommt, müssen noch einige Faktoren betrachtet werden.

Planung vs. Richtung

Ich glaube nicht wirklich an solche Planungstools wie 5-Jahres-Pläne, weil in der Regel mein Leben viel spannender abläuft, als ich es mit diesen Hilfsmitteln planen kann. Überraschungen passieren ständig und kürzen Wege deutlich ab. Dazu kommt, dass ich mich durch all die Themen, mit denen ich mich beschäftige, ich mich ständig verändere. Einige von euch kennen sicher die Vision, in der ich mal aufgeschrieben habe, wie ich mir mein Leben mit 30 vorstelle. Vieles von dem, was ich da gedacht habe, würde ich heute, zwei Jahre bevor ich 30 werde, nicht mehr so schreiben, weil sich meine Sicht der Dinge verändert hat. Trotzdem kann man fast alles, was ich zum Thema Berufungen in dieser Serie geschrieben habe, in der Vision wiederfinden. Das zeigt mir, dass es grundsätzliche Richtungen in meinem Leben gibt, die sich kaum verändern. Nur die konkreten Wege, die ich gehe, um in dieser Richtung zu bleiben, passen sich ständig an. Deshalb nutze ich die Aufstellung der Tätigkeiten, die ich ausüben möchte, um die grundlegende Richtung festzulegen, in die es die nächsten Jahre geht. Sie dient mir als Hilfe, wann immer ich mich an einer Weggablung entscheiden muss.

Sicherheit vs. Berufung

Ein weiterer Faktor spielt bei der Entscheidungsfindung eine Rolle, die Geldfrage. Manches bringt mehr Geld, manches weniger. Ich habe mich für die nächste Phase meines (Arbeits-)Lebens dafür entschieden, in der Regel immer den Weg zu gehen, der mich näher zu meinen Berufung bringt, auch wenn das bedeutet, finanziell schlechter dazustehen. Für mich ist Geld derzeit der unwichtigere Faktor. Ich liege lieber nachts da und frage mich, wie ich die Miete bezahlen soll, als mich tagsüber durch einen gut-bezahlten Job zu schleppen, der mich nicht ausfüllt. Gerade weil ich derzeit keine familiären Verpflichtungen habe möchte ich die Situation nutzen. Der erste Schritt war eine günstigere Wohnung. Nun gilt es auch den Rest meines Lebensstil nach Einsparpotentialen zu durchforschen.

Geld bietet vor allem Sicherheit und ich mag Sicherheit. Aber als ich mich dafür entschied mich selbstständig zu machen, war dies auch eine bewusste Entscheidung gegen die Sicherheit. Sicherheit ist eine zweischneidige Sache. Auf der einen Seite macht sie unser Leben entspannter und gibt uns Ruhe. Sie kann uns helfen, uns auf die wichtigen Sachen zu konzentrieren. Auf der anderen Seite kann Sicherheit uns auch einlullen. Wenn „die Schäfchen im Trockenen sind“ brauche ich auch nicht mehr mein bestes zu geben. Ich bin so jemand, der auf Pflichterfüllung schalten würde, wenn er wüsste das jeden Monat zum ersten pünktlich das Gehalt auf dem Konto ist.

Keine Frage, fehlende Sicherheit kann auch lähmen bzw. alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das alles ist vor allem eine Typfrage. Für manchen kann es durchaus sein, dass er kreativ erst richtig auffahren kann, wenn er weiß, dass für Mann/Frau und Kind gesorgt ist.

Allein vs. Netzwerk

Im ersten Jahr meiner Selbstständigkeit habe ich vor allem als Einzelperson gearbeitet. Ich habe meine Dienste verschiedenen Agenturen angeboten und dort zwar durchaus im Team gearbeitet, in der Regel dann aber doch eher für mich. Eine Ausnahme waren die verschiedenen kleinen Webprojekte, die ich zusammen mit Denis durchgeführt habe. Dabei fiel mir auf, wie gut es mir tut, wenn ich zwar selbstständig arbeite, aber jemanden habe, mit dem ich Projekte durchsprechen und gemeinsam angehen kann. Für mich ist die beste Arbeitsform das Netzwerk. Es ist für mich das neue Gegenmodell zur Agentur, das in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen wird.

Ein Netzwerk kann aus einer beliebigen Anzahl von lose miteinander verknüpften Selbstständigen bestehen, die je nach Projekt und Auftrag zusammenfinden, um gemeinsam zu arbeiten. Niemand muss um neun Uhr irgendwo erscheinen, es braucht kein Verwaltungspersonal, kein Firmengebäude und jeder ist flexibel, an Projekten teilzunehmen oder nicht. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Arbeit viel mehr im Netzwerk mit anderen auszuführen als wie bisher in Agenturen oder allein. Eine wichtige Aufgabe der nächsten Wochen und Monate wird deshalb sein, mich nach passenden Mitstreitern umzuschauen und zu sehen, wie man Ideen und Projekte zusammenbringen kann.

Veränderungen Teil 5 – natürliche Tätigkeiten

Nachdem ich mich von fast allem verabschiedet habe, was ich im letzten Jahr gemacht habe, wurde es Zeit nach vorne zu sehen und zu überlegen, wie ich in Zukunft mein Arbeitsleben gestalten und wie ich meine Miete bezahlen will. Dabei steht noch mehr als zuvor die Arbeit im Vordergrund, die mir leicht fällt und die sich natürlich für mich anfühlt. Dazu galt es, noch einmal zurückzublicken und mich zu fragen, ob es nicht Tätigkeiten gibt, die ich ständig tue, ohne dass sie mir zur besonders zur Last fallen, weil ich sie ganz natürlich ausführe. Ich meine die Tätigkeiten, über die ich nicht lange nachdenke und einfach mache. Dabei stellt sich auch immer die Frage, wie diese Tätigkeiten im Einklang mit meinen Berufungen und Begabungen stehen.

Tätigkeit: Helfen

Schon beim Thema Berufung habe ich geschrieben, dass ich gerne Menschen helfe. Allerdings kam es dort etwas einseitig rüber, so als würde ich am liebsten als eine Art PC-Notdienst arbeiten. Um es nochmals deutlich zu machen, mir geht es darum, dass Menschen Technologie und Medien nutzen können, um ihre Arbeit zu machen, ihr Können einzusetzen und ihre Berufung zu leben. Ihnen dabei zu helfen ist mein Ziel und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Für den einen bedeutet das, den Rechner einzurichten und ihm bei den ersten Schritten zu helfen. Für einen anderen kann das eine kleine Webseite sein, die ich ihm entwickle und helfe in Betrieb zu nehmen. Ich löse einfach gerne die Probleme von Leuten, sofern sie sich mit aktueller Medientechnik lösen lassen.

Dabei kommen in der Regel Helfen und Lehren als Berufungen zusammen. Zunächst helfe ich, ein Problem oder eine Aufgabe zu lösen und dann versuche ich mich überflüssig zu machen, indem ich der Person beibringe, wie sie das Problem vermeidet oder die Lösung einsetzt.

Tätigkeit: Beraten

Diese Tätigkeit des Helfens bündelt sich häufig mit meinem Interesse für alles neue. Ich werde ständig mit Fragen bombardiert ala „Kennst du ein Programm, das das und das kann?“, „Welches Handy funktioniert am besten mit meinem MacBook?“, „Welche Tools gibt es für GTD unter Windows?“ usw. Es geht dabei mehr um Beratung als um Reparatur. Meine Freunde und Blogleser fragen mich das, weil sie wissen, dass ich mich ständig mit diesen Themen beschäftige und nach neuen Dingen Ausschau halte.

Meine Beratertätigkeiten gehen ebenfalls über reine Technologiefragen hinaus, weil meine Interessen auch breiter gestreut sind. Ich unterhalte mich z.B. genauso gern mit Leuten über die Umsetzung von GTD oder anderer Produktivitätsideen. Ich philosophiere häufig über neue Kirchenformen, moderne Klöster und postmoderne Theologie. Ich interessiere mich für Streetart, Streetwear und sonstige Streetculture. Soziologie, Graswurzeljournalismus und Musik gehören ebenfalls zu meinen Interessengebieten. Gerade durch diese sehr vielfältige Mischung kann ich Dinge miteinander in Verbindungen bringen, die sonst nichts miteinander zu tun haben. So habe ich z.B. durch meine parallele Beschäftigung mit Web 2.0 und Emerging Churches schon einige Aspekte feststellen können, wo das eine vom anderen profitieren kann.

Mein Mehrwert ist die Vielfalt meiner Interessen, die ich viel mehr als zuvor einsetzen und Menschen zur Verfügung stellen will. Hier spielt vor allem mein Wunsch Horizonte zu erweitern rein. Menschen kommen häufig über ein Interessengebiet zu mir. Aber dann kann ich ihnen den Blick für ein anderes öffnen, von dem sie ebenfalls profitieren können. Auch hier spielt meine Berufung zum Lehren eine wichtige Rolle.

Tätigkeit: Forschen

Forschen als eine natürliche Tätigkeit für mich habe ich erst mit meiner Diplomarbeit entdeckt, was wohl daran liegt, dass das in meinem Studium die einzige wissenschaftliche Arbeit ist, die leider bei vielen Diplomanden meines Studiengangs nicht mal wirklich wissenschaftlich ist.

Jedenfalls fing ich während meiner Diplomarbeit an, bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge zu entdecken, die mich faszinierten und die ich so vorher noch nirgendwo anders gelesen hatte. Es machte mir Spaß, hinter Dinge zu blicken und sie in einem breiteren Zusammenhang zu betrachten. Auch hier spielte mein Interesse für neue und sehr verschiedene Gebiete eine große Rolle, weil ich dadurch neue Aspekte in meine Diplomarbeit einfließen lassen konnte.

Eine der besten Zeiten meines bisherigen Lebens hatte ich in den 50 letzten Tagen meiner Diplomarbeit, als ich das ganze zu Papier brachte. Und zu Papier bringen heißt bei mir, dass es sich alles noch einmal deutlich weiterentwickelt, während ich schreibe. Wie ich neulich schon mal erwähnt habe, bin ich immer wieder verblüfft, was ich damals produziert habe, weil ich mir gar nicht bewusst war, was da in mir steckte. In diesen Tagen vor knapp einem Jahr war ich unheimlich produktiv, weil mich die Thematik fasziniert hat. Leider lag diese Tätigkeit nachdem ich die Diplomarbeit beendet hatte, komplett brach.

Weniger Produktion, mehr Bericht

Nachdem ich diese Tätigkeit formuliert hatte, die ich ganz natürlich ausführe, ohne mir viel dabei zu denken, wurde mir folgendes klar: Wenn ich ungezwungen machen kann, was ich will, arbeite ich viel mehr auf der Metaebene bzw. sammle, verknüpfe und vermittle Informationen als dass ich neue Dinge erstelle. Das auffällige dabei ist, dass ich in meiner Tätigkeit als Projektmanager und Konzepter immer darauf ausgerichtet war, neues zu schaffen und innovative Produkte zu erstellen. In meiner „Freizeit“ dagegen habe ich mich fast ausschließlich mit Produkten von anderen beschäftigt, diese ausprobiert, analysiert und anderen von ihnen erzählt.

Ich denke, dass diese Diskrepanz eine ganz große Rolle dabei spielt, warum ich im letzten Jahr mit meiner Arbeit nicht zufrieden war. Ich war auf der falschen Ebene. Und so lässt sich der Inhalt dieser Veränderungen-Serie leicht auf ein neues Motto zusammenfassen: Weniger Produktion, mehr Bericht.

Gedanken zur Veränderungen-Serie

Nachdem ich nun bereits sechs Teile fertig geschrieben habe und noch mindestens einer kommt, muss ich mal ein paar Gedanken loswerden:

  • „Veränderungen“ ist mir im Nachhinein eigentlich ein zu allgemeiner Titel. Mir fiel beim Start nur nichts besseres ein. Passender wäre so etwas wie „Getting Real“ oder „Reality Check 2007“.
  • Das genialste an der Serie ist das Feedback, das ich bekomme. Es ist für mich immer wieder faszinierend, was passiert, wenn ich versuche so ehrlich wie möglich über meine Gedanken zu schreiben. Das scheint irgendetwas bei meinen Lesern auszulösen und so bekomme ich einige sehr persönliche Antworten von Menschen, die ich kaum kenne. Vielen dank euch allen, dafür mache ich das hier.
  • In diesem Zusammenhang ist ebenfalls interessant, das ich praktisch überhaupt kein Feedback aus meinem direkten Umfeld bekomme. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Freunde mein Blog nicht lesen oder ob sie mich zu gut kennen und denken, dass das alle nur Gebabbel von mir ist. Vielleicht erwarten sie auch, dass ich ihnen all das persönlich erzähle. Wie auch immer, es kommt mir so vor als würde es eine unsichtbare Trennung zwischen Online- und Offline-Welt geben.
  • Viele scheinen überrascht von der Offenheit und Ehrlichkeit, mit der ich hier schreibe. Das finde ich immer wieder interessant, weil ich Blogs eigentlich so verstanden habe, dass sie unser subjektiven Meinung Ausdruck geben. Meiner Meinung nach gibt es so etwas wie Objektivität eh nicht. In den Kommentaren klingt ab und zu an, dass manche vermuten, dass ich mir durch die Offenheit schade oder mögliche Kunden vergraule. Das zeigt mir, dass da draußen immer noch ein Verständnis herrscht, nachdem man ein bestimmtes Bild von sich aufrecht erhalten muss, um in der Geschäftswelt zu bestehen. Mich interessiert das nicht sonderlich. Ich versuche auch gerade deswegen so authentisch wie möglich meine Gedanken auszudrücken, damit meine Leser ein realistisches Bild von mir bekommen. Wer damit nicht zurecht kommt, wird auch mit mir als Dienstleister oder Projektpartner nicht zurecht kommen. So what? Es stimmt, authentisch über die eigenen Gedanken zu schreiben offenbart Fehler. Der Vorteil davon ist, dass es da draußen Menschen gibt, die einem dann schreiben und ihre Hilfe anbieten, an diesen Fehlern zu arbeiten oder einfach nur Tipps geben. Das wiegt allemal den Verlust von Menschen auf, die mit meinen Fehlern nicht zurecht kommen. Ich glaube grundsätzlich, dass es nie funktioniert, ein bestimmtes Bild von sich aufzubauen, das nicht der Realität entspricht. Irgendwo und irgendwie kommt es doch immer raus, wo die eigenen Schwächen und Fehler liegen. Besser ich gebe mich ehrlich, als das später andere die Diskrepanzen zwischen meinem Image und meinem wahren Ich offenbaren. Um es noch mal zu betonen, ich schreibe hier nicht grundsätzlich alles rein. Nur Dinge, die allein mit mir zu tun haben, gebe ich hier wieder. Alles, was in irgendeiner Form jemand anderem schadet hat hier keinen Platz.
  • Als ich begann dachte ich, dass die Serie ca. drei Teile haben würde. Aber wie das bei mir so ist entsteht das meiste erst beim schreiben selbst. Meist läuft es so, dass die Einleitung zu einem Teil so lang wird, dass ich den eigentlichen Kern auf den nächsten Teil verschieben muss.
  • Der größte Gewinn dieser Serie für mich persönlich ist neben dem Feedback die Erfahrung des Schreibens. Das mir schreiben Spaß macht, wusste ich eigentlich schon immer. Zu was ich dabei fähig bin, habe ich dann bei der Diplomarbeit gelernt. In welche Richtung mein Stil geht, merke ich in dieser Serie. Ich bin auch immer wieder fasziniert, wie einfach es mir fällt. Letzte Woche habe ich an einem Tag über 2500 Worte geschrieben, ohne dass ich mich dafür groß anstrengen musste oder danach erschöpft war. Alles, was es braucht ist der erste Absatz. Danach läuft es praktisch von allein. Es wird spannend, das in den nächsten Wochen auch mal bei Themen auszuprobieren, die nicht ganz so persönlich sind und vielleicht mehr Recherche brauchen.

Veränderungen Teil 4 – Viele Abschiede

Nachdem mir klar wurde, dass das meiste, was ich in meinem ersten Jahr der Selbstständigkeit getan hatte, nicht gerade nahe an meinen Berufungen und Talenten lag, galt es die Chance der Situation zu nutzen und einige größere Veränderungen in der Ausrichtung meines Arbeitslebens vorzunehmen. Dazu musste ich mich zunächst von einigen Dingen verabschieden, die mein bisheriges Arbeiten bestimmt hatten.

Projektmanager adé

Von meiner Berufung Menschen zu helfen her hatte ich für mich die Position des Projektmanagers so definiert, dass er jemand ist, der seinen Kreativen den Rücken frei hält, damit sie ihre Arbeit machen können, während er sich um den Rest des Projekts, den Verwaltungskram und die Anfragen von außen kümmert. Diese Definition hat für mich in der Realität nicht funktioniert, weil in der Regel ein Projektmanager immer noch in einer leitenden Position gesehen wird. Sowohl managen als auch leiten sind beides Dinge, die mir nicht liegen. Mir fehlt einfach das Talent dazu. Ich bin nicht gut darin, viel rumzutelefonieren und ein Projekt durchzuplanen. Ich kann nicht gut moderieren und lasse mich eher herumschubsen als eine Meinung zu verteidigen.

Damit ich produktiv in einem Job arbeiten kann, muss mehr zusammenkommen als eine vorhandene Berufung und viele geforderte Talente, die ich nicht habe. Ich kann mich nicht gut selbst disziplinieren. Damit ich etwas geschafft bekomme, muss die Motivation von allein kommen. Es darf sich nicht wie Arbeit anfühlen. Fast jede größere Aufgabe braucht am Anfang Überwindung. Aber wenn ich mal begonnen habe, muss es für mich wie von selbst gehen, damit ich dran bleibe, wie z.b. bei Blogartikeln. Ich muss mich jeden Morgen überwinden, tatsächlich anzufangen. Aber sobald der erste Absatz geschrieben ist läuft es und es fällt mir leicht so wie heute über 1000 Worte pro Tag zu schreiben. Für solche Arbeit, die mir liegt bzw. die meinen Talenten liegt, brauche ich nur Disziplin zum Anfangen. Für Projektmanagement dagegen brauche ich Disziplin, um die Arbeit durchzuziehen. Wie häufig habe ich auf die Uhr gesehen und gedacht „Ok, das hier machst du jetzt noch für eine halbe Stunden und dann machst du erstmal wieder eine Pause.“ Wahrscheinlich gehört diese Form der Arbeit zum Leben dazu und lässt sich niemals vermeiden. Aber immerhin habe ich mich ja selbstständig gemacht, um so nah wie möglich an meine eigenen Vorstellungen von Arbeit und Beruf heranzukommen. Deswegen wurde es nach diesen Erkenntnissen Zeit Projektmanagement aus meinem Profil zu streichen.

Konzepter adé

Als ich schon dabei war, sehr ehrlich zu überlegen, wo meine Talente liegen und insbesondere auch wo sie nicht liegen, kam auch meine Arbeit als Konzepter auf den Prüfstand. Der Job Konzepter ist noch viel frischer als der des Projektmanagers und deshalb auch noch weniger definiert und etabliert. Klar ist im Moment nur, wie sehr Konzepter gebraucht werden, was die zahlreichen Jobangebote im letzten Jahr mehr als deutlich machen.

Nach meinem Verständnis ist ein Konzepter jemand, der eine grobe Idee in ein innovatives, umfangreiches und detailliertes Konzept umwandelt, dass direkt an die Grafiker und Programmierer für die Umsetzung weitergegeben werden kann. Ein Konzepter muss kreativ sein, gut formulieren und präsentieren können. Er braucht ein breites Wissen über Technik, Gestaltung und Marketing sowie viel Erfahrung.

Das Handwerkszeug zum Konzepter habe ich durch meine Studium mitbekommen. Da kann ich wirklich nicht klagen. Ich wundere mich eher immer wieder, warum nicht mehr MSDler als Konzepter arbeiten. Trotzdem gibt es zwei gravierende Gründe für mich zwar noch durchaus konzepter-ähnliche Tätigkeiten wahrzunehmen, aber nicht mehr Konzepter auf meiner Visitenkarte stehen zu haben.

Der erste Grund ist meine fehlende Fähigkeit kreativ zu sein. Ich kann vieles, aber ich kann mir einfach keine neuen Sachen einfallen lassen. Ich kann keine frischen Ideen produzieren. Alles, was ich mache ist ein Remix von etwas, was ein anderer zuvor erfunden oder entdeckt hat. Das mag sogar für viele Agenturprojekte ausreichend sein, reicht meinem persönlichen Anspruch aber nicht. Wenn ich als Konzepter bezahlt werde will ich auch innovative Konzepte liefern, die vorher noch nie da waren. Aber das kann ich leider nicht. Das einzige Umfeld, wo ich ansatzweise kreativ bin ist im Team. Wenn man gemeinsam überlegt und Ideen hin und her wirft gelingt es mir hin und wieder mit anderen gemeinsam etwas neues zu entwickeln. Das wiederum funktioniert aber mit den meisten Agenturen nicht, weil hier der Konzepter als jemand verstanden wird, der ein Briefing mit Nennung der groben Richtung und des Budgets bekommt, sich dann bitte verkriecht und zwei Wochen später mit dem fertigen Konzept wieder auftaucht.

Zum zweiten Grund komme ich gleich. Ich will aber noch mal klar machen, dass beim Konzepter für mich der Abschied nicht so definitiv ist, wie beim Projektmanager. Ich werde nicht mehr als Projektmanager arbeiten, das ist für mich völlig klar. Wie meine Arbeit als Konzepter weitergeht hängt auch sehr davon ab, wie sich dieser Job in den nächsten Jahren außerhalb der großen Agenturen entwickelt. Denn der zweite Grund nicht mehr als Konzepter arbeiten zu wollen hängt damit zusammen, dass ich vorerst nicht mehr für Agenturen arbeiten möchte.

Agenturen adé

Neben der Arbeit für eine Agentur habe ich im letzten Jahr einige Angebote von anderen Agenturen bekommen. In der Regel bin ich immer erstmal hingegangen, um die Leute kennenzulernen und zu schauen, wie flexibel sie bei ihren Vorstellungen einer Zusammenarbeit sind. Dadurch habe ich einen gewissen Einblick in die Denk- und Arbeitsweise von Agenturen gewinnen können und bin mir nun meiner Entscheidung für die Selbstständigkeit noch sicherer. Ich wüsste einfach nicht, wie lange ich es in einer Agentur aushalten würde.

Die meisten Agenturen arbeiten nach einer strikten Top-Down-Hierarchie. Das führt dazu, dass der Chef seine Untergebenen gerne Vorort haben möchte, damit das Team besser zusammenarbeitet, man schnell auf Veränderungen reagieren kann und jederzeit Meetings einberufen werden können, um es mal sarkastisch auszudrücken. In so einem System von ständigen Unterbrechungen gepaart mit einer rigiden Anwesenheitspflicht, würde ich komplett untergehen. Denn auch wenn ich mich nicht lange auf eine Sache konzentrieren kann, so muss ich mich doch überhaupt konzentrieren können. Wenn ich dann auch noch immer da sein muss wird es für mich ganz schwer. Wie schon gesagt funktioniere ich am besten in einem Team von Gleichberechtigten und das gilt auch, wenn ich nicht der Projektmanager bin.

Selbst wenn ich nicht festangestellt wäre und nur projektweise dazukäme, so konnte sich doch keine der Agenturen, mit denen ich gesprochen habe, dafür erwärmen, dass ich nur einen kleineren Teil der Zeit vor Ort wäre. Das Problem bei Agenturen im Zusammenhang mit dem Konzeptersein ist auch, dass Agenturen gerne Konzepter und Projektmanager zusammenlegen bzw. den Konzepter umfangreich in die Umsetzung des Konzepts involvieren. Der Konzepter soll Verantwortung übernehmen und das geht nach der Funktionsweise der meisten Agenturen nur Vorort. Selbst bei der Agentur in Berlin, die in vielen Bereichen flexibler (weil kleiner) war, kam immer wieder durch, dass sie mich langfristig in Berlin haben wollten, was der zweite große Grund war, warum wir die Zusammenarbeit beendet haben.

Zu Beginn meiner Arbeit als Selbstständiger im letzten Jahr war ich auch noch sehr aufgeschlossen. Ich war eigentlich zu allem bereit, was nicht 100% Festanstellung vor Ort war. Vier Wochen für ein Projekt vorbeikommen? Kein Problem.

Inzwischen sehe ich das anders, wie ich das schon beschrieben habe. Ich kann nur ganz schwer produktiv sein, wenn ich nach dem Rhythmus anderer arbeiten muss. Agenturarbeit bedeutet genau das. Dazu bin ich nach fünf Monaten auch Achse auch sehr reisemüde geworden. Im Gegenzug merke ich, wie gut es mir in den letzten Wochen getan hat auf Dauer hier in Karlsruhe zu sein und langsam wieder zu meinem eigenen Rhythmus zurückzufinden. Andere mögen keine Probleme mit ständigem rumreisen haben. Für mich ist das nichts, was aber auch nicht heißt, dass ich nicht mehr reisen werde. Nur werde ich bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr woanders für länger arbeiten.

Neben den Differenzen zwischen mir und Agenturen, was den Arbeitsstil betrifft, habe ich auch ideelles Problem mit der meisten Agenturarbeit. Wenn ich mir ansehe, wie Freunde sich abschaffen, die bei Agenturen arbeiten, frage ich mich was für eine Arbeitsauffassung dort herrscht. Wie gesagt, ich habe keine Problem mit Stress und schaffe auch gerne mal eine Nacht durch. Aber dafür, dass Firma XY jetzt auch einen Spielplatz in Second Life oder das Unternehmen YZ jetzt auch Flashvideos auf seiner Webseite hat? Ich habe kein grundsätzliches Problem mit solchen Projekten. Aber ich habe ein Problem mit Agenturen, die von ihren Mitarbeitern dafür 70-Stunden-Wochen verlangen, um ihre Kunden mit me-too-Projekten zu befriedigen. Nennt es Idealismus, nennt es Beeinflussung durch ‚Wir nennen es Arbeit‘, aber ich mag da einfach nicht mitmachen.

Mit der Arbeit für Agenturen stirbt somit für mich auch vorerst die Arbeit als Konzepter, weil die derzeit noch sehr eng miteinander verbunden sind. Insgesamt habe ich mich damit von fast allem verabschiedet, womit ich im letzten Jahr mein Geld verdient habe. Ein radikaler Schnitt der gleichzeitig weh und gut tut.