Archive for the 'Blogging' Category

Lippenstiftspuren in Kunst und Kultur

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Lipstick Tracez ist ein Blognetzwerk von Frauen in Kunst und Kultur plus Features wie Interviews etc.

The purpose of Lipsticktracez.com is to produce content and commentary that increases the exposure of women in the arts. Our goal is to encourage an understanding and love of contemporary art, pop culture, street fashion and design. We provide a forum for information, events, features, and relevant issues about women by women. All of our contributors are women in the art, fashion and design fields.

Agenturen sollten bloggen um zu lernen

Jeremiah Owyang beschreibt in The Importance of Blogging, warum er weiterhin zwei Stunden pro Tag fürs Bloggen aufwendet. Der erste Grund:

1) It helps me learn: every topic I post on, someone will add additional thoughts in the comments, so more is gleaned than just me mouthing off. In fact, I get over 7 comments per post on average, so that’s at least a few more perspectives that just mine.

Am Dienstag gings auch in der Agentur ums Bloggen und es war mal wieder spannend zu beobachten, wie die meisten marketing-geprägten Menschen immer als erstes die Frage danach stellen, wie sie mit Social Media, in diesem Fall Blogs, Ideen vermitteln bzw. dem Kunden ihre Nachricht kommunizieren können.
Aus meiner Sicht ist der wichtigste Grund für eine Agentur Blogs einzusetzen aber das Lernen bzw. Zuhören. Eine Agentur sollte bloggen, um beständig mit verschiedensten Communitys im Gespräch zu sein, um besser zu verstehen und um Einblick zu bekommen. Und das geht immer mehr nur noch im Gespräch statt im Betrachten von abstrakten Statistiken. Ich würde auch vermuten, dass die immer noch häufig anzutreffende Arroganz gegenüber den Zielgruppen schnell verfliegt, wenn man sich der ungehemmten Kritik aussetzt, die eine offene Kommentarfunktion automatisch mit sich bringt.
Ich freue mich sehr über diese Richtung für die Agenturen, weil sie es ermöglicht, mehr persönliche Beziehungen mit Leuten aus den Zielgruppen aufzubauen, Meinungen von realen Menschen einzuholen und darüber nachzudenken, wie man für sie Mehrwert schaffen kann. Ich arbeite einfach lieber für Menschen als für “Milieus”. Das schöne am Dialogmarketing ist doch, dass ich mich nicht mehr in meinen Elfenbeinturm einschließe, sondern beständig mit Leuten im Gespräch sein und neue Leute mit neuen Perspektiven kennenlernen kann. Das bringt vor allem mir als Mensch (nicht nur als Werber) etwas.

Ich hatte ja schon David Deals Aussage zu der Forrester Research Studie gebloggt, in der es um die zukünftigen Agenturen geht, die viel enger als bisher Teil von Communitys werden müssen. Peter Kim hat nun die verschiedenen Reaktionen auf die Studie zusammengetragen (via Martin Recke).

Update: Sehr hilfreich zu dem Thema finde ich auch die Ausführungen von Melissa Daniels zu ihrer Arbeit als Community-Managerin (via Jeremiah Owyang).

Warum Werber bloggen sollten

Es gibt smarte Leute bei Avenua A | Razorfisch, der Mutteragentur von Neue Digitale. Z.B. David Deal, Marketing Director in Superhype » Blog Archive » Boy, did I screw up:

At a time when Forrester Research urges agencies to become more connected with consumers, marketing executives need to think like this: “Blog as much as you can to stay connected to the world around you. In all things, strive for balance. Don’t let your other work responsibilities interfere with your blogging, and don’t let blogging interfere with your other work responsibilities.”

Forrester’s new report, “The Connected Agency,” urges agencies to become active participants in consumer communities, not just observers. Employee blogging isn’t the answer to being a connected agency, but it’s an important part of having a real dialogue with your community, which leads to stronger consumer insight.

Ich kann die Aussage nur unterstützen. Mal sehen, wann die Erkenntnis bei der Tochteragentur ankommt…

Informationsarchitektur Podcasts

Mit zwei Stunden Zugfahrt am Tag bin ich ja quasi der Prototyp des Podcasthörers. Um die Zeit etwas professioneller zu nutzen, habe ich mich jetzt mal umgesehen, was es so an Podcasts zum Thema Informationsarchitektur/User Experience Design gibt. Hier meine Funde:

  • IA Voice hatte ich bereits in meinen IA Ressourcen erwähnt. Inzwischen findet man dort auch eine ganze Reihe der Vorträge von der IA Konferenz 2007 in Stuttgart. Sehr feine Sache, wenn man wie ich es nicht dorthin geschafft hat.
  • Der IA Podcast von Jeff Parks enthält hochkarätige Interviews u.a. mit Adaptiv Path.
  • Der BoxesAndArrows-Podcast wird ebenfalls von Jeff Parks produziert.
  • Den User Experience Podcast habe ich mir bisher noch nicht angehört.
  • Wer die IDEA Konferenz 2006 verpasst hat, kann sich über iTunes alle Sessions anhören.

Habe ich einen übersehen?

Stöckchen: Microformat hReview

Mai scheint der Monat der Stöckchen zu werden. Mal sehen wieviele noch kommen. Falls jemand meiner Leser das Prinzip Stöckchen/Meme noch nicht kennt: Es handelt sich dabei in der Regel um einen Fragebogen zu einem Thema. Irgendjemand fängt damit an, entwickelt den Fragebogen und beantwortet ihn auf seinem Blog. Dann „wirft“ er das Stöckchen ein paar anderen Leuten zu, indem er ein Link auf sie setzt und sie dazu auffordert, den Fragebogen ebenfalls zu beantworten.

Microformate

Dieses Stöckchen habe ich von Matthias Pfefferle zugeworfen bekommen, der seine Bachelor Thesis zum Thema ‚Integration von Web 2.0 Inhalten in Smart Products‘ schreibt. Dazu beschäftigt er sich mit dem Microformat hReview. Microformate sind eine Technik im Web, die Informationen maschinenlesbar machen. Das Microformat hCard macht es zum Beispiel möglich, dass eine Suchmaschine erkennt, dass es sich bei den Daten, die da stehen, um eine Adresse handelt. Dadurch kann die Suchmaschine die gesammelten Daten viel weitgehender verarbeiten.

Microformat: hReview

Das Microformat, für das sich Matthias interessiert, macht Produktinformationen/Reviews lesbar. Wenn ich z.B. in meinem Blog meine Erfahrungen mit meinem Handy beschreibe und dabei das Microformat benutze, weiß die Suchmaschine nachher nicht nur, dass ich irgendeinen Text zu dem Handy geschrieben habe, sondern kann genau zuordnen, was Beschreibung und was Wertung (Rating von 1 bis 5) ist. Dadurch weiß die Suchmaschine, wie ich das Gerät bewertet habe und kann die Daten mit den Reviews anderer Blogger zusammenbringen. Wenn dann jemand bei der Suchmaschine nach dem Gerät sucht, kann die Suchmaschine sagen, wie die Blogger das Gerät im Durchschnitt bewerten, ohne dass die Blogger jemals an einer zentralen Stelle diese Bewertung eingeben mussten.

Stöckchen: Nutzt ihr Microformate?

Schreibst du ab und an Produktinfos/Reviews?

Nein, habe ich auf meinem eigenen Blog praktisch noch nie. Könnte aber z.B. bei imgriff durchaus passieren.

Sind dir Microformats (speziell hReview) überhaupt ein Begriff?

hReview war mir bisher noch kein Begriff, aber Microformate durchaus.

Wie stehst du zu dem Thema Microformats und der dadurch entstehenden Maschinenlesbarkeit deines Weblogs?

Wollte z.B. längst mal meine Adresse in das hCard-Microformat bringen. Bisher hat mir die Zeit gefehlt, mich ausführlich mit den verfügbaren Formaten zu beschäftigen.

Was spricht deiner Meinung nach für die Nutzung des “hReview”-Formats?

Das, was ich oben beschrieben habe: die Möglichkeit z.B. für Suchmaschinen, die Reviews auszuwerten und einen Überblick zu geben.

Was spricht deiner Meinung nach gegen die Nutzung des “hReview”-Formats?

Microformate zwingen mir, soweit ich das bisher verstanden habe, immer eine bestimmte Form auf. Z.B. ist beim hRewview ein Rating von 1 bis 5 vorgesehen. Vielleicht will ich aber genauer sein und lieber 1 bis 10 benutzen.

Welche Microformats nutzt du?

Wirklich beschäftigt habe ich mich bisher nur mit hCard.

Ist dir das “Structured Blogging” Plugin für WP und MT ein Begriff?

Hab von gehört, setze es aber noch nicht ein.

Glaubst du Microformats haben Zukunft? Warum?

Sie haben in sofern Zukunft, wie es einfacher und automatischer wird, sie einzusetzen. Derzeit ist noch zuviel Handarbeit notwendig.

Wie immer gilt, gerade bei einem so spezifischen Thema, dass jeder, der mag, das Stöckchen aufheben darf.

Artikel bei imgriff in KW18

Die zweite Woche ist rum und ich merke, wie bereichernd es ist, in einem Blognetzwerk zu sein. Im Gegensatz zu mir haben die meisten anderen Autoren bei Blogwerk einen journalistischen Background. Durch ihr Feedback lerne ich gerade einiges.

Ach ja, habe auch noch ein kleines Profil von mir für imgriff geschrieben.

TED – Der beste Videopodcast

Jedes Jahr lädt Chris Anderson, Chefredakteur von Wired, die innovativsten Denker, die provokantesten Wissenschaftler und die risikofreudigsten Aktivisten nach Californien ein und gibt ihnen 20 Minuten Redezeit bei TED.

Bisher hatte ich TED immer nur am Rande mitbekommen. Hier und da tauchte mal ein Video auf oder wurde ein Vortrag erwähnt. Dieses Jahr war das deutlich anders. Josh Spear wurde engagiert, um für den TEDblog die Konferenz zu begleiten. In einem extrem positiven Beispiel für Eventblogging hat Spear es geschafft, mein Interesse mehr als zu wecken (1, 2, 3, 4).

Auf der Webseite von TED habe ich mir den Videopodcast der Vorträge abonniert, in dem jede Woche Vorträge aus den vergangenen TEDs veröffentlicht werden. Seitdem bin ich extrem geflasht von dem, was einem da präsentiert wird. 20 Minuten scheinen so wenig, doch schaffen es die meisten mit viel Humor, guten Präsentationen und vor allem Leidenschaft die Essenz ihres Themas zu vermitteln.

Seit dem ich z.B. diesen Vortrag von Al Gore gesehen habe frage ich mich, wie unsere Welt heute aussehen würde, wenn damals bei der US-Wahl alles mit rechten Mitteln zugegangen wäre?

Also, wer im Alltag zwischendurch mal 20 Minuten geballte Innovationskraft und Leidenschaft für neue Ideen braucht, für den ist dieser Videopodcast ideal.

Die SXSW 2007 Podcasts

PlatEine der inspirierendsten Jahreszeiten ist für mich angebrochen: Die Zeit nach dem SXSW-Festival in Austin, wo alle Vorträge und Diskussionspanels als Podcast erscheinen und ich mich an spannendem Zeug dumm und dämlich höre. Jedes Jahr wieder flashen mich die einzelnen Vorträge ungemein und ich nehme mir felsenfest vor, nächstes Jahr hinzufliegen. Immerhin war ich inzwischen schon mal in Austin, wenn auch zur falschen Zeit.

Hier mal ein Überblick über die Vorträge, die ich schon gehört habe (wird brav geupdatet):

Die dunklen Seiten des Webs – Frauenbelästigung und Hexenjagd

Ich stelle immer wieder fest, dass ich überhaupt keinen Schimmer habe, was man als Frau alles mitmachen muss. Wenn ich die Alltagsgeschichten von Freundinnen von mir höre wird mir jedes mal schlecht und ich bekomme große Lust manchen von diesen „Kerlen“ ihre äußerliche Identität als Mann zu rauben, damit die Erzählungen von ihren Taten mir nicht meine innere Identität als Mann rauben.

Aufschrei um Kathy Sierra

Ein ähnlicher Aufschrei geht gerade vor allem durch die amerikanische Blogosphäre. Kathy Sierra ist eine geniale Bloggerin und hat nun ihre Vorträge auf der ETech-Konferenz abgesagt, da sie sich bedroht fühlt. In ihrer Stellungnahme schreibt sie über Todesdrohungen und Diffamierungen. Nun schlägt ihr eine große Welle von Sympathiebekundungen entgegen.

Auch ich wollte mich schon einreihen und mich laut auskotzen über das, was da passiert ist. Allerdings habe ich doch inzwischen kapiert, dass man zumindest etwas genauer nachlesen sollte, bevor man sich auf eine Seite schlägt und die andere angreift. In den Kommentaren zu Sierra’s Artikel fand ich dann die vehementen Wortmeldungen von einem der Beschuldigten (in den Kommentaren nach „Joey“ suchen), die den Sachverhalt aus seiner Perspektive zeigen und in denen er sich bereit erklärt, sich selbst anzuzeigen, um die Sache aufzuklären. Plötzlich steht Aussage gegen Aussage und das ganze ist nicht mehr so leicht.

Hexenjagd

Das bringt mich ins Nachdenken. Ein einzelner, extrem emotionaler Artikel bringt einen Großteil der Blogosphäre in Aufruhr und startet eine Hexenjagd. Ich geb’s gerne zu: auch mein erster Gedanke nach Sierra’s Artikel war, dass ich da gerne mal ein paar Kastrationen vornehmen würde. Auch in der deutschen Blogosphäre haben wir schon immer wieder Hexenjagden erlebt, die dadurch entstanden, dass jeder einfach emotional vom anderen abgeschrieben hat, ohne dass jemand unabhängiges den Sachverhalt überprüft hat. Es kann gut sein, dass Sierra vollkommen recht hat und die Beschuldigten eine gerechte Strafe verdienen. Aber das kann ich nicht entscheiden, wenn ich nur ihren Artikel und/oder die der Sympathiebekundenden lese.

Ein dringend nötiger Aufschrei

Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich eigentlich nicht, dass der Aufschrei so groß ist, weil eine beliebte Bloggerin bedroht wird. Die eigentliche Bestürzung wird durch die vielen Frauen ausgelöst, die sich jetzt bei Sierra melden und von ähnlichen Erfahrungen berichten. Man bekommt den Eindruck, dass jede Frau, die schon einmal in irgendeiner Form etwas im Web veröffentlicht hat, und seien es nur ein paar Urlaubsbilder bei flickr, sich schon Anzüglichkeiten und Belästigungen gefallen lassen musste. Der Aufschrei richtet sich gegen das, wozu Männer/Jungs fähig sind, wenn sie sich hinter einem Bildschirm in ihrem dunklen Zimmer sicher fühlen. Dieser Aufschrei ist extrem wichtig und dringend nötig.

Zwei Lektionen ziehe ich für mich daraus:

1. Ich muss unbedingt lernen, extrem vorsichtig zu sein bevor ich jemanden aufgrund eines Blogartikels beschuldige. Quellenprüfung ist die wichtigste Lektion, die ich von Journalisten lernen sollte. „Seid langsam zum Zorn.“ heißt es in der Bibel.

2. Satire, Sarkasmus, Ironie und Witze im Sexbereich können lustig sein, bergen aber das immense Potential enorme Verletzungen anzurichten. Deswegen sollte ich jede Anspielung und jede Kritik zehnmal prüfen, ob sie gerechtfertigt, an der Sache orientiert und schlichtweg menschenfreundlich ist. „Die Zunge ist ein scharfes Schwert.“ heißt es in der Bibel und sie schneidet auch im Web.

Mehr zu der ganzen Geschichte bei Robert, Oli und Timo. Sehr zu empfehlen: The Unsinkable Kathy Sierra von Tara Hunt

Update: Sehr cool. Robert und Armin bringen für die deutsche Blogosphäre mehr Licht in die Sache und versuchen die Ereignisse zu entwirren. So lobe ich mir das.

Update2: Stephanie Booth hat ähnliche Bedanken wie ich, was die Hexenjagd angeht, drückt es nur viel ausführlicher und gekonnter aus. Mit Abstand das beste, was ich zu der ganzen Sache bisher gelesen habe. (via Twitter)

Update3: Doc Searls veröffentlicht eine E-Mail von einem der Opfer der Hexenjagd. (via Twitter)

Update4: Wow, gemeinsam veröffentlichte Statements von Kathy Sierra und Chris Locke zu der Sache, die beeindruckend zeigen was passieren kann, wenn man miteinander spricht.

Telekom liest Blogs und reagiert – bei mir auch, bitte

marktpraxis_blog » Blog Archiv » Telekom liest Blogs und reagiert:

Mein letzter Beitrag sollte nicht unbeachtet bleiben. Dort habe ich ja meine Unzufriedenheit bei der Ausführung eines neuen Telefonanschlusses bekundet.

Am nächsten Tag erhielt mein Anrufbeantworter prompt einen Anruf des Leiters E-Business mit dem Hinweis, dass er meinen Blogbeitrag gelesen habe und er mir in dieser Angelegenheit gerne helfen möchte. Ein kurzer Rückruf von mir zur Aufnahme des detaillierten Sachverhalts und der Daten brachte als Ergebnis ein Trouble Ticket mit entsprechend hoher Priorität.

Ob das bei mir auch funktioniert? Wobei bei mir der Sachverhalt anders liegt, weil wir ja zu O2 wechseln wollen und die Telekom den Anschluss nicht hergibt bzw. nicht mit einem Umschaltungstermin rausrückt.

Inzwischen sind wir beinahe soweit, dass wir einfach aufgeben und unseren Antrag bei O2 zurückziehen. Immerhin sind es jetzt 3,5 Monate, die wir warten. Keine Ahnung, was man noch machen kann. Ist ja nicht so, dass ich mein ganzes Geld im Web verdiene und deswegen schon einen DSL-Anschluss daheim gebrauchen könnte. Kann ich eigentlich der Telekom all die Kosten in Rechnung stellen, die mir entstanden sind, weil ich mir woanders Wege ins Web suchen muss?

einer gegen viele

Boah, Leute, ich bin gerade echt unsicher. Eigentlich hatte ich ja bei meiner Veränderungenserie angekündigt einige neue Blogs zu starten. Bisher ist da relativ wenig passiert. Das liegt zum einen daran, dass es eventuell im Fall des MacAlltag-Blogs zu einer Zusammenarbeit mit einem anderen Blogger kommen könnte. Bei dem Produktivitätsblog und dem SocialSoftware-Blog tue ich mich schlicht und ergreifend mit der Namensgebung schwer. Aber eigentlich liegt dem Verzug eine andere Frage zu Grunde: Macht es wirklich Sinn, mehrere Blogs zu führen oder lass ich besser alles in einem Blog?

Die Grundidee mehrere Blogs kam von dem Gedanken, diese dann einzeln besser platzieren zu können, um z.B. bei einem Werbung zu schalten und beim anderen nicht etc. Außerdem macht man es so verschiedenen Zielgruppen deutlich einfacher interessante Artikel zu finden und nicht in einem bunten Mischmasch unterzugehen. Auch ermöglichen spezifische Blogs es leichter, andere Autoren mit dazu zu holen.

Trotzdem fühlt es sich immer irgendwie nach Trennung an, wo eigentlich keine Trennung möglich oder zumindest schwierig ist. Mischa hat heute morgen in seinem Kommentar in eine ähnliche Richtung gefragt. Ich bin eine komplexe Persönlichkeit mit vielen unterschiedlichen Interessen, die aber massiv von einander profitieren. Eigentlich lässt sich das doch nur durch ein umfassendes Blog darstellen. Ich frage mich auch, ob ich vom Zeitaufwand es jemals schaffen werde den einzelnen Blogs jeweils genug Aufmerksamkeit zu schenken.

Was macht denn für euch mehr Sinn?

Wen interessiert das denn bitteschön?

Schon lustig irgendwie das diese Frage, die man als Blogger immer noch häufig gestellt bekommt, in den letzten Tagen vor allem von Bloggern gestellt wird, wenn es um Twitter geht. So schnell kann man die Seiten wechseln…

Dave Winer über Twitter:

I’m very reluctant to dismiss Twitter as a passing fad, aware that many people said that about blogging, and I was sure they were wrong, and they were. Whenever so many people are so excited about something there must be some substance. It’s the same reasoning that makes me reject the idea that George W. Bush is stupid. You don’t get to be President and be stupid, and nothing frivolous gets to be as popular as quickly as Twitter has.

Frischer Lesestoff zu Online-Journalismus

Gestern war mein Gewinn von der UPLOAD Einweihungsfete in der Post: das Buch “Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus. oreillys basics” (Moritz ‘mo.’ Sauer). Ist zwar immer cool, was zu gewinnen. Aber von den Socken gehauen hat’s mich jetzt nicht ein Buch zu bekommen, das sich mit Weblogs und Podcasting beschäftigt, da ich mich da ja nun schon etwas auskenne. Was ich bisher aber immer übersehen hatte ist der kleine Zusatz ‚Online-Journalismus‘ auf dem Titel. So enthält das Buch einige Kapitel zu sauberer Recherchearbeit, guten Interviewtechniken, interessanten Kritikformulierungen und Medienrecht. Und diese Themen interessieren mich wiederum derzeit ganz besonders. Insofern noch einmal ein extra Dankeschön an Jan.

Twitter – Tipps und Tools

Da der Artikel vom Wochenende einige Aufmerksamkeit erregt hat, hier noch ein paar gute Artikel über und Tools für Twitter:

UPLOAD-Blogstöckchen: Wie bloggst du?

Schon komisch, wenn man ein Stöckchen zugeworfen bekommt, wozu man selbst die Inspiration geliefert hat. Jan vom UPLOAD-Magazin hat aus meinem Einweihungsgeschenk ein Blogstöckchen gemacht und fragt, wie bei einem ein neuer Blogartikel entsteht bzw. welche Tools man dafür einsetzt. Ich ergänze hier mein ursprünglichen Artikel noch ein bisschen, um dann ohne schlechtes Gewissen das Ding ein paar anderen an den Kopf zu werfen.

Quellen

Ich lebe praktisch von Feeds, d.h. von den Inhalten eines Blogs oder sonstiger Webseite, die mein Feedreader auslesen kann, ohne dass ich jede Webseite einzeln besuchen muss. Derzeit benutze ich zwei Feedreader:

  • Netnewswire enthält alle Quellen, die ich in der Regel ganz lese und nicht nur scanne. Alles, was mir interessant erscheint oder ich für später aufheben will, übertrage ich mit einem AppleScript in meine DevonThink-Datenbank.
  • Google Reader nutze ich für alle anderen Feeds, weil es mit dem Ding unglaublich einfach ist, eine Menge Inhalte schnell zu überfliegen, ohne ständig klicken zu müssen.

Schreiben und Verwalten

Wie bereits geschrieben ist ecto das Tool meiner Wahl, um meine Blogartikel zu schreiben und zu verwalten. Ecto war eines der erste Tools in diesem Bereich und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich es bis heute nutze. Mit ecto kann ich:

  • mehrere Blogs in einer Anwendung verwalten.
  • meine Artikel grob auf Rechtschreibung checken.
  • easy Amazon-Links einbauen.
  • Bilder einbinden und sie automatisch so formatieren lassen, wie sie auf mein Blog am besten passen.
  • vor allem Artikel auch offline schreiben, um sie später zu veröffentlichen, wenn ich wieder online bin.

Ich schreibe allerdings in der Regel nicht direkt in ecto sondern rufe dazu WriteRoom auf. Das blendet alle Ablenkungen aus und hilft mir, mich komplett auf den Text zu konzentrieren. Ich nutze das Tool inzwischen sogar für Dinge wie E-Mails etc.

Du bisch

Dann hol ich mal aus und werfe in folgende Richtungen:

Oh, hab ich eigentlich erwähnt, dass es was zu gewinnen gibt?

Mein Blog und mein Umfeld – Ein paar lose Gedanken

„Ein Prophet gilt nichts im eigenen Land.“ heißt es in der Bibel. An diesen Vers muss ich manchmal scherzhaft denken, wenn ich beobachte, wie wenig mein Blog in meinem direkten Umfeld gelesen wird. Gerade im Zuge meiner Veränderungen-Serie fiel mir das mal wieder massiv auf. Nur meine besten Freunde sprachen mit mir über die Dinge, die ich schrieb. Aber sie wussten sowieso bescheid, weil viele Gedanken eh aus dem Gespräch mit ihnen entstanden. Aber der Rest meines Umfelds scheint mein Blog weitgehend nicht zu lesen oder sie lassen es sich zumindest nicht anmerken. Das Verhältnis beim Feedback auf die Veränderungen-Serie von Leuten, die ich persönlich kenne zu Leuten, die ich noch nicht getroffen habe war ca. eins zu sieben oder acht.

Für mich ist das erstmal ganz wertneutral. Mein Umfeld liest bis auf wenige Ausnahmen mein Blog nicht. Das hat zunächst mal einen großen Vorteil: Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, kann ich erzählen, was ich schon im Blog geschrieben habe, ohne dass mir die Person mit den Satz „Jaja, das habe ich schon in deinem Blog gelesen.“ ins Wort fällt. Wenn ich so drüber nachdenke fällt mir auf, dass mir das früher noch häufiger passiert ist. Ich weiß noch, dass ich mich irgendwann entschied, nicht mehr so viel persönliches in mein Blog zu schreiben, damit ich meinem Umfeld noch etwas zu erzählen hatte und nicht ständig obige Aussage zu hören bekam. Inzwischen habe ich den Satz schon lange nicht mehr gehört und ich finde es interessant mal drüber nachzudenken, warum das so ist.

Mein Umfeld liest also weitgehend mein Blog nicht. Woran könnte das liegen? Interessieren sich die Leute vielleicht nicht so sehr für die Themen, die ich schreibe? Mir fällt auf, dass es auf meinem Blog zwei Arten von Lesern gibt: die, welche sich für irgendeines der Themen interessieren, über die ich schreibe und die, welche mich entweder kennen oder mich über mein Blog kennengelernt haben. Die erste Gruppe kommentiert bei den Themen, die sie interessieren. Die zweite Gruppe begreift mein Blog mehr als ein Kommunikationsmittel mit mir und kommentiert bei fast allem, was ich schreibe. Sie fragen z.B. auch nach, wenn sie ein Thema nicht verstehen usw. Könnte es sein, dass mein Umfeld sich einfach noch schwer tut mit dem Kommunikationsmittel Blog?

Manchmal frage mich auch, ob es meinem Umfeld schwer fällt, den virtuellen Johannes mit dem realen Johannes in ihrem Kopf zu einer Person zusammenzufügen. Vielleicht kommt ihnen der Blogschreiber Johannes als eine andere Person vor, die sich anders ausdrückt als der reale Johannes, den sie z.B. im Café treffen. Meine Blogleser, die mich noch nicht persönlich kennen haben es da leichter. Sie kennen mich nur als Schreiber. Selbst, wenn sie mich dann persönlich kennenlernen ist mein Eindruck, dass es für sie nur die eine Person gibt. Mein Umfeld dagegen kennt mich in der Regel schon bevor es das erste mal mein Blog liest. Könnte es z.B. sein, dass man mich in eine bestimmte Schublade packt und diese dann nicht mehr passt, wenn man mein Blog liest? Mir fällt es meist leichter Dinge beim schreiben auszudrücken als im direkten Gespräch. Ich brauche in der Regel länger, um Sachverhalte und meine Meinung zu formulieren und am Ausdruck zu schrauben, weswegen mir das Blog hilft. Es passiert mir schon immer wieder, dass ich in einem Gespräche denke „Was war das denn jetzt schon wieder für ein seltsamer Satz? Das ist doch gar nicht meine Meinung.“ Insofern passt es, wenn mein Umfeld überrascht ist, wenn ich in meinem Blog vielleicht anders klinge als im Gespräch.

Diese Gedanken sind ein Grund dafür, warum ich ein Bild von mir auf mein Blog gepackt habe. Es soll helfen, die Aussagen in den Texten direkt mit meiner Person in Verbindung zu bringen, so als hätte ich sie dem Leser direkt gesagt.

Es ist auf jeden Fall interessant zu beobachten, wie sich neben meinem natürlichen Umfeld aus Freunden, Nachbarn und Bekannten ein zweites in meinem Blog gebildet hat. Viele meiner Blogleser kenne ich nicht persönlich bzw. nur aus den Kommentaren. Trotzdem kommuniziere ich regelmäßig mit ihnen und freue mich insbesondere, wenn jemand durch ein Treffen aus dem virtuellen in das reale Umfeld wechselt, zumindest solange die Person dann nicht aufhört mein Blog zu lesen.

Einweihungsfete bei UPLOAD

Jan hat zur Einweihung seines UPLOAD Magazins eine virtuelle Einweihungsfete veranstaltet. Jeder durfte kommen, musste aber etwas mitbringen, undzwar einen Artikel darüber, wie man ein Blog besser machen kann. Für mein Mitbringsel habe ich mir spontan meine Top5 der Dinge überlegt, die ein Blog gut machen oder weiter verbessern können. Den Artikel gibt’s hier.

Grundsätzlich beschäftigt sich UPLOAD mit dem digitalen Publizieren im Web und ist aus dem Grund besonders interessant für mich.

Blogänderungen

Gerade mal in meine Feedburner-Statistiken geschaut und überrascht festgestellt, dass mehr als die Hälfte von euch dieses Blog per Feed lesen (häh?). D.h. dass die meisten von euch auch meine del.icio.us-Links angezeigt bekommen. Das ist gut, da mir der Aufwand mit den Links und den Notizen zu groß geworden ist. Somit habe ich das Sammelbecken in der Seitenleiste abgeschaltet und werde jetzt alle Fundstücke und Notizen ausschließlich über del.icio.us laufen lassen. Wem der Umgang mit Feeds und Feedreader (mein Tipp: Google Reader) zu kompliziert ist, kann sie jetzt auch wieder meine Blogposts per täglicher E-Mail schicken lassen (Formular ist in der rechten Seitenleiste). Fragen?

Weg 2.0

Pff, Weg zur Arbeit, das ist ja sowas von 2005.

tautoko Videopodcast Revival mit Cool Hunting

Dann machen wir gleich weiter mit der Wiederbelebung. Auch der Videopodcast ist wieder aktiv und dient als Aggregator für derbes Videozeug aus dem Netz.

Los geht’s mit Cool Hunting, die sowas wie den perfekten Videopodcast geschaffen haben. Die Episoden sind einfach so geil produziert, dass ich jedes mal wieder maximal inspiriert bin.

Heute gibt es eine Episode mit Quantic über Diggen, ein kleiner Einblick in die Welt von DJs und Produzenten.

Tipp: Episode 43Infos

Videopodcast: Cool Hunting Video (iTunes - Feed)