Global Breakfast Radio

Screenshot globalbreakfastradio.com

Global Breakfast Radio streamt konstant Radiostationen, und zwar solche, die in einer Zeitzone sind, in der gerade die Sonne auf geht. Quasi Aufwachradio rund um die Uhr. Dabei ist die Auswahl von Stationen sehr vielseitig. Von Musik über Talkradio mit politischen, religiösen oder komischen Themen bis zu Hörspielen. Dabei wird ca. alle 10 Minuten die Station gewechselt.

Und so hört man morgens südafrikanische Musik und Londoner Dubstep, nachmittags bei der Arbeit wechselt sich kolumbianischer Polittalk (von dem ich kein Wort verstehe) mit Andachten aus Kansas ab. Beim Abendessen ist man mit Australien und Neuseeland schon im neuen Tag. Keine Revolution aber ein Tick mehr Empfinden für Leben um den Globus herum.

iico 2014 Vortrag – Der Geist in der Maschine

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Nachdem ich bei der iico 2013 meinen kritischen Vortrag zu Big Data gehalten habe, haben sie mich überraschend wieder eingeladen. Also habe ich diesmal die Chance für ein neues Thema genutzt und versucht, die Zuhörer davon zu überzeugen, dass Science Fiction, Anime und Medienkunst eine ideale Freizeitbeschäftigung für Menschen ist, die ein besseres Gefühl dafür bekommen wollen, wo es Morgen hingehen könnte.

Für diesen Vortrag habe ich das erste Mal Deckset benutzt, mit dem man aus Markdown-Textdateien schnell Präsentationen bauen kann. Perfekt für meine sehr Markdown-lastige Arbeitsweise. Und so habe ich diesmal den kompletten Vortrag zuerst geschrieben und dann die Folien gebaut. Nachfolgend die Folien und meine Notizen dazu, unkorrigiert und ohne meine ausschweifenden Ausführungen auf der „Tonspur“ iico 2014 Vortrag – Der Geist in der Maschine weiterlesen

Wie „digitale Strategie“ funktioniert

We’ve known what to do about “digital” for quite a while now. There isn’t a magic bullet. There’s simply a question of doing the hard work. There isn’t necessarily a pattern that can be followed, and it certainly doesn’t have to be one that hails from the West Coast, though it can be inspired by their success. Perhaps the easiest bit to digest, and the easiest bit to understand, is that the strategy is delivery. That’s it. Work backward from there. The Agile is Dead non-manifesto, that seeks to clear away all of the cruft and crap that’s grown around it, is clear enough and you don’t need more than this:

  • Find out where you are
  • Take a small step toward your goal
  • Adjust your understanding based on what you learned
  • Repeat

–Dan Hon in Episode Sixty Three: Disbanded; The Responsive OS Wie „digitale Strategie“ funktioniert weiterlesen

Morozov beim DLD

Don’t throw away your phones, throw away venture capital. Technology is not the problem.

Ich muss schon sagen, es macht gerade Spaß, Morozov dabei zu zusehen, wie er seine Agenda Stück für Stück weiter entwickelt[^1]. Er scheint die harsche Kritik und vor allem die persönlichen Angriffe weitgehend hinter sich gelassen zu haben und schreibt und redet sich nun auf konkrete Forderungen hin. Er sucht nach einem alternativen Paradigma zum Technologieglauben und zieht dazu derzeit vor allem die öffentliche Gemeinschaft und Politik in die Verantwortung. Ich würde noch lange nicht alles unterschreiben, was Morozov so von sich gibt (wobei dieser Vortrag da schon recht nahe dran kommt). Aber ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Impulse, die in nächster Zeit von ihm kommen werden. Morozov beim DLD weiterlesen

60 Worte für den War on Terror

That the President is authorized to use all necessary and appropriate force against those nations, organizations, or persons he determines planned, authorized, committed, or aided the terrorist attacks that occurred on September 11, 2001, or harbored such organizations or persons in order to prevent any future acts of international terrorism against the United States by such nations, organizations or persons.

Diese 60 Worte sind der essentielle Teil der Resolution, die der US-Kongress 2001, kurz nach den Anschlägen in New York, verabschiedet hat und auf denen seitdem der gesamte Krieg der US-Regierung gegen den Terror rechtlich basiert. 60 Worte für den War on Terror weiterlesen

Frank Rieger beim DLD

Vorhin kurz Frank Rieger vom CCC im Interview mit Jeff Jarvis im Livestream des DLD gesehen. Dazu drei Beobachtungen:

  1. Rieger bringt seine Forderungen an die Unternehmen und Startups im Raum schön auf den Punkt: Alles muss standardmäßig verschlüsselt werden und es braucht totale Transparenz im Umgang mit den Daten der Kunden. Welche Daten werden gespeichert, was passiert mit den Daten und welche Erkenntnisse hat das Unternehmen aus den Daten gezogen? All das mindestens einmal im Jahr automatisiert per Email.
  2. Selbst Jarvis war überrascht, wie optimistisch Rieger im Bezug auf die ganze Sache ist. Rieger begründet das damit, dass nun die Fakten zur Überwachung auf dem Tisch liegen und eine richtige Diskussion möglich ist. Man merkt ihm an, dass er mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung aus der Arbeit des CCCs z.B. auch bei den Cryptowars in den 90ern1 weiß, wie lange solche politischen Prozesse dauern. Das hilft ungemein, den Blick wieder etwas zu weiten.
  3. Jarvis selbst versucht immer wieder seine Post-Privacy-Agenda einfließen zu lassen und wirkt dabei gerne wie ein Botschafter der US-Unternehmen, denen er damit in die Hände spielt. Aber ich war auch vorher schon nicht gerade ein Fan von ihm.

An der Stelle sei auch noch mal auf das großartige Buch Arbeitsfrei von Rieger und Constanze Kurz hingewiesen, in dem sie das Nehmen-uns-Maschinen-die-Arbeit-weg-Thema durch praktische Beobachtungen angehen.


  1. An der Stelle noch mal der Hinweis auf die großartige Folge 30 des Alternativlos-Podcastes, in dem Frank Rieger und Fefe die Geschichte der Kryptografie erzählen.