60 Worte für den War on Terror

That the President is authorized to use all necessary and appropriate force against those nations, organizations, or persons he determines planned, authorized, committed, or aided the terrorist attacks that occurred on September 11, 2001, or harbored such organizations or persons in order to prevent any future acts of international terrorism against the United States by such nations, organizations or persons.

Diese 60 Worte sind der essentielle Teil der Resolution, die der US-Kongress 2001, kurz nach den Anschlägen in New York, verabschiedet hat und auf denen seitdem der gesamte Krieg der US-Regierung gegen den Terror rechtlich basiert.

In einem fantastischen Dosier erzählt Gregory D. Johnsen die Entstehung und Folgen der Resolution. Was dabei vor allem klar wird, ist wie sehr Obama und seine Administration sich weigern, diesen Blankoscheck 13 Jahre nach 9/11 wieder einzuschränken.

Auch zeigt der Text sehr schön, dass Obama inzwischen ein regelrechtes Muster aufgebaut hat, in großen Reden einschneidende Veränderungen anzukündigen und von denen dann genau gar nichts passiert. Das verleiht seiner Rede zum NSA-Skandal vom letzten Freitag noch einmal einen besonders pessimistischen Kontext.

Dieser Artikel, den ich wirklich nur wärmstens empfehlen kann, ist übrigens auf Buzzfeed erschienen. Dafür nehme ich doch gerne hunderte Listicles in Kauf, wenn dadurch solcher Journalismus finanziert wird.

Link: 60 Words And A War Without End: The Untold Story Of The Most Dangerous Sentence In U.S. History

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing