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Weblog von Johannes Kleske

Finite and Infinite Games

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“Mythic journeys into the way less open.”

James P. Carse war mir völlig unbekannt, bis mir Boris sein Buch ‘Finite and Infinte Games‘ empfohlen hat. Carse ist Religionswissenschaftler im Ruhestand und war Professor für Religionsgeschichte und Literatur an der New York University. In dem Buch beschrieb Carse Mitte der Achtziger ein philosophisches Konzept bzw. Gedankenspiel, nach dem sich alles Verhalten in zwei Arten von „Spiele“ einordnen lässt: endliche und unendliche. Von diesem Konzept ausgehend, denkt Carse über praktisch alle großen Konzepte des Lebens nach und beschreibt sie aus dieser neuen Perspektive. finished #Carse (for now)

Das Buch ist dabei mehr eine Meditation als ein Sachbuch. Eingeteilt in viele kleine Abschnitte lassen sich einzelne Gedanken gut lesen, um dann über sie nachdenken. Ich habe es sehr genossen, jeden Morgen ein paar Abschnitte zu lesen und so mein Hirn auf Touren zu bringen. Carse Text lässt so viel Interpretationsspielraum, dass ich mir sicher bin, dass ich, hätte ich es vor einigen Jahren gelesen, es ganz anders wahrgenommen hätte. Deswegen werde ich es sicher immer wieder in die Hand nehmen, um zu beobachten, wie sich meine Interpretation verändert. Mehr will ich zum Inhalt gar nicht sagen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

Ein paar Zitate (die ich während der Lektüre getwittert habe):

“The joyfulness of infinite play […] lies in learning to start something we cannot finish.”

“Wealth is not so much possessed as it is performed.”

“Work is not an infinite player’s way of passing time, but of engendering possibility.”

“The goal of technology is to eliminate itself, to become silent, invisible, carefree.”

“Open yourself to a renewed future, look everywhere for difference, see the earth a source, don’t prepare against but for surprise.”

“It is not distance that makes travel necessary, but travel that makes distance possible.”

Finite and Infinite Games gibt es für 5,80 € bei Amazon.

Johannes Kleske

32, Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über schlaue Städte, vernetztes Arbeiten und zukünftige Kommunikation, hat Spaß an gutem Essen, inspirierenden Medien und urbaner Kunst

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  • http://twitter.com/martingommel Martin Gommel

    Das hört sich doch nach einem Buch an, das ich lesen sollte. Danke für den Hinweis, Johannes. 

  • http://twitter.com/junk_f Florian Junk

    Klingt nach einer sehr spannenden Lektüre für das Leben. Danke dafür.