Maria Popova aka Brainpicker über Kuration

Design Bureau hat ein großartiges Interview mit Maria Popova aka Brainpicker geführt, weil sie sich ebenso wie wir alle fragen:

Anyone who’s heard of Maria Popova has probably wondered when she sleeps.

In der Tat. Dazu gibt sie folgenden Hinweis:

I hardly ever find myself unable to do anything. I write articles on the subway, conduct interviews from my bike (don’t tell the NYPD), review books on the plane, and listen to the Science Times podcast while shopping. Sad, I know. I might need to go to something like a silent retreat. Is there an app for that?

Maria gehört zu meinen größten Inspirationen, was ihre Arbeit als Scout und Kurator angeht, auch wenn sie ihre Probleme mit letzterem Begriff hat.

I’m very uncomfortable with the word „curation“ as it relates to content because it’s been applied to so much that it’s quickly becoming vacant of meaning. But at the same time, we need to invent new language for these new information systems and, until we do, it’s still the best placeholder.

Volle Zustimmung. Das Wort „curation“ ist im Englischen Web derzeit gehypt wie kaum ein anderes („Gamification“ ausgenommen), weswegen man es automatisch vermeiden möchte. Der Hype kommt aber nicht von ungefähr, scheinen Kuratoren doch eine denkbare Antwort auf die empfundene Informationsflut. Experten, die aus der Masse an (Informations- & Inspirations-)Angeboten die „richtigen“ Auswählen, spielen eine wichtige Rolle, wollen wir diese Aufgabe in Zukunft nicht ausschließlich den Maschinen überlassen.

The more others gravitate to certain types of content, the more it floats to the top of our collective awareness — a dangerous Digg-ification of culture that homogenizes our tastes and buries some of the most interesting nuggets deep below that superficial layer of popular taste.

Unbedingt auch den Rest des Interviews lesen und, für den völlig unwahrscheinlichen Zustand, dass man es noch nicht tut, @brainpicker auf Twitter folgen.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

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