Meconomy von Markus Albers

Es prickelt… bei vielen. Wenn man sich z.B. den Artikel ‚Machen‘ von Kai und vor allem auch die Kommentare dort ansieht, lässt sich gut beobachten, wie bei vielen gerade der gleiche Gedanke im Kopf rumschwirrt: „Ich will mein eigenes Ding machen.“ Unzufrieden mit der Abhängigkeit von anderen und aufgerüttelt durch den Wegbruch von scheinbar sicheren Festanstellungsjob in der Krise, fragen wir uns, in was wir den Großteil unserer Zeit in den nächsten Jahren investieren wollen.

Genau an diesem Punkt setzt Markus Albers an. Mit seinem ersten Buch ‚Morgen komm ich später rein‘ hat er uns gezeigt, dass in visionären Unternehmen auch eine Festanstellung alles andere als ein dröger Job von 9 bis 20 Uhr vor der Computertastatur in einem tristen Großraumbüro sein muss. Sein neues Buch ‚Meconomy‘ zeigt uns nun, wie die aktuellen Trends in Wirtschaft und Technologie es uns erlauben, wie nie zuvor unser eigenes Arbeitsleben aufzubauen.

Willkommen in der Meconomy: Wir machen unsere Hobbys zum Beruf und verlegen unseren Lebensmittelpunkt dorthin, wo wir am glücklichsten und produktivsten sind. Wir müssen uns als Marke positionieren, ständig dazulernen und Dinge, die wir nicht gern tun, an Dienstleister in fernen Ländern auslagern. Wir machen uns leichteren Herzens selbstständig, aber vor allem werden wir selbstständiger denken und fühlen. Es wird ein gutes, aufregendes und erfülltes Leben sein, aber nicht jeder wird es führen können. Die Meconomy wird die Gesellschaft in der Mitte spalten.

Ich werde erst gar nicht so tun als würde ich hier eine objektive Rezension schreiben. Markus ist ein Freund und hat ein weiteres großartiges Buch geschrieben, das hoffentlich viele von uns dazu ermutigen wird, neues, spannedes Zeug auf die Beine zu stellen und kühne Schritte aus der Abhängigkeit heraus zu wagen.

Wer häufiger auf Blogs wie diesen vorbeischaut, dem werden viele Themen in Meconomy bekannt vorkommen. Aber wo z.B. ich vieles nur oberflächlich streife, hat Markus sein journalistisches Talent für ausführliche Recherchen genutzt und hinter seine Thesen viel Futter gepackt. Grundlage waren neben vielen Studien und Büchern zwanzig Interviews, die ihm die wichtigen Insights zu den verschiedenen Bereichen eines selbstständigen Arbeitslebens im 21. Jahrhundert lieferten.

Bei der Veröffentlichung von Meconomy stand Markus jedoch vor einem Dillema. Wie oben beschrieben ist das Thema gerade heiß. Würde er es allerdings über einen klassischen Verlag herausbringen, würde es frühestens im Herbst diesen Jahres verfügbar sein. Das war Markus zum einen deutlich zu spät und zum anderen wollte er selbst ausprobieren, was mit den digitalen Medien möglich ist, die er in Meconomy als mitentscheidendes Mittel zum Erfolg für den ersten Schritt in die Unabhängigkeit beschreibt. Deswegen gibt es Meconomy ab sofort ausschließlich als eBook und iPhone Applikation.

Ich bin wirklich sehr gespannt zu verfolgen, wie das für Markus funktionieren wird. Klappt das gut, werden viele andere seinem Beispiel folgen und ohne die mühsamen Umwege eines Verlags ihre Gedanken und Beobachtungen in digitalen Büchern veröffentlichen.

Also, meine volle Empfehlung: kauft euch das PDF oder die iPhone App (wer das PDF kaufen will, bekommt es in Markus‘ Shop mit dem Code „Tautoko“ in den nächsten 10 Tagen für 5,99 € statt für 9,99€) und lasst euch inspirieren. Ich habe übrigens gerade das erste mal ein komplettes Buch (Paul Carrs ‚Bringing Nothing To The Party‘) auf dem iPhone gelesen und war überrascht, wie gut das funktioniert.

Ach so, ich durfte übrigens auch ein paar Gedanken zu dem Buch beitragen. Diese jetzt wieder zu lesen, ist ziemlich herausfordernd, wenn ich mir so die Diskrepanz zwischen meinen Thesen und der Realität meines Lebens ansehe…hm, hm…

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

18 Gedanken zu „Meconomy von Markus Albers“

  1. Ich hab mir Markus‘ Buch gleich am Montag als iPhone-App gekauft. Allerdings konnte ich es noch nicht fertig lesen, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin, mein eigenes Ding voranzubringen. 😉

  2. Hast du dir das Paul Carr Buch als pdf gezogen oder brav via Kindle Store bezahlt? Frag nur wg. des MO. Ein pdf müsste ich dann ja erst via Stanza importieren etc., oder? Ich finde Markus vorgehensweise super. Wenn er noch breiter streuen möchte, kann er gern mal Gast bei Kanal 14 werden 😉

    1. Das ist ziemlich einfach. Ich lese das Buch und dann schreibe ich dir ne Mail, dass es los gehen kann. Dann telefonieren wir uns zusammen oder sind zufällig in der selben Stadt und schon bist du Gast bei Kanal 14. 😀

  3. Ich hab das Buch jetzt fast durch (geht wirklich ganz gut auf dem iPhone!) und stelle fest, dass ich 100% zur Meconomy gehöre. Die Gründung meines neuen Unternehmens ist unterwegs und mit meiner Freundin spreche ich bereits über attraktive Länder, aus denen seine Leitung am meisten Spaß machen würde.

  4. Und er macht uns auch gleich vor, wie man gut vorsortierten Traffic für das eigene Produktprojekt bekommt: einen Deal mit ein paar respektierten Bloggern machen.

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