Warum auch noch Posterous?

Claudia hat in den Kommentaren vom letzten Artikel nach Posterous gefragt:

„Mich würde mal interessieren, warum Blogger, die schon ein Blog (oder mehrere) haben, auch noch bei Posterous bloggen? Auch bei WP gibts doch die Möglichkeit, per E-Mail zu bloggen, falls man das will. Was also ist der Grund für NOCH EIN BLOG auf Posterous?“

Braucht man denn einen Grund? Ich weiß nicht, warum andere Posterous nutzen. Aber ich habe Spaß daran neues Zeug auszuprobieren. Die E-Mail-Funktion von Posterous finde ich eher zweitrangig. Mir macht vor allem das Bookmarklet Spaß, weil es das Posten von interessantem Zeug extrem einfach macht. Dadurch ist mein Posterous-Blog eher sowas wie ein Sammelbehälter für alles, was ich irgendwie spannend finde. Und in bester „2.0-Manier“ darfst du da mit drauf schauen 😉

Außerdem macht mir Posterous das Leben leichter, in dem es die Fundstücke automatisch in die verschiedenen anderen Plattformen postet, auf denen ich mich bewege. A Web of Data FTW… Ja, das führt dazu, dass manche Dinge von mir zwei mal sehen (ein Hoch auf Filterfunktionen). Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass sich mein „Social Graph“ (die Liste meiner Freunde) in den verschiedenen Social Plattformen teilweise ziemlich unterscheidet. So kommentieren z.B. andere Menschen auf flickr meine Bilder als auf Facebook. Deswegen habe ich lange Zeit alles manuell in die verschiedenen Netzwerke gepostet. Nun schicke ich alles an Posterous und das verteilt es dann automatisch.

Im Endeffekt bin ich ein Fan davon, Tools jeweils nur dafür einzusetzen, wofür sie am besten funktionieren. Deswegen verwende ich dieses Blog zum Wiedergeben von Gedankengängen wie diesem (stell dir vor, du müsstest zwischen all den belanglosen Videos die persönlichen Texte herausfischen) und Posterous zum Sammeln von Videos, Bildern, Zitaten und sonstigen Links, Delicious für reine Links etc. So lange bis das nächste Killertool kommt, das alles ersetzt.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

2 Gedanken zu „Warum auch noch Posterous?“

  1. Cool, danke für die Ausführung, Johannes. Posterous ist für mich genau zwischen Twitter und Blog. Da kommen Sachen rein, die zu lange für Twitter, aber nicht passend für kwerfeldein.de sind. Ist sone Spielwiese, die von vornerherein als eine solche deklariert worden ist. Jo.

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