Feedreader – Konsum vs. Konversation

Ein bisschen Informationsgeekerei für zwischendurch.

Interessanter Gedanke von meinem Freund Matt: Nach und nach haben sich Unmengen von Feeds in seinem Feedreader angesammelt. Das führt dazu, dass er nur noch konsumiert, um überall auf dem Laufenden zu bleiben. Deswegen schmeißt er jetzt alles raus und fängt noch mal von vorne an. Nach dem Kahlschlag kommen nur noch Feeds in den Reader, bei denen er an der Konversation teilnehmen möchte. Kurz: Fokus auf Konversation statt Konsum. Der Ansatz gefällt mir. Ich werde ihn allerdings etwas anders umsetzen. Ich bleibe nach wie vor ein Informationsjunkie, der viel Zeug aufnehmen will. Google Reader ist dabei für mich das nützlichste Tool, weil man sich sehr schnell durch die neuen Artikel bewegen kann. Für die „Konversation“ nutze ich NetNewsWire. D.h. dort kommen nur Feeds rein, bei denen ich eigentlich jeden Artikel lesen und Kommentare schreiben will. NetNewsWire wird deshalb auch nur geöffnet, wenn ich weiß, dass ich genügend Zeit habe. Für den schnellen Infokick für zwischendurch bleibe ich beim Google Reader.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

7 Gedanken zu „Feedreader – Konsum vs. Konversation“

  1. die trennung kann ich nicht ganz nachvollziehen. für mich liegt der fokus mehr auf dem reshare.

    schade das google mit friend connect noch nicht den konsequenten weg geht und die empfehlungen dieser „freunde“ mit in den google reader übernimmt wie es bei gtalk buddys der fall ist.

    es wird sich 2009, auch aufgrund der informations(un)menge immer mehr in richtung like/love/recommend entwickeln.

  2. Ich reshare auch viel. Aber ich beteilige mich leider viel zu wenig an den Diskussionen. Und irgendwie hoffe ich ja auch noch, dass NetNewsWire irgendwann die ‚Shared Items‘-Funktion aus Google Reader integriert.

  3. Hi Johannes,

    ich finde das eine prima Anregung, die ich gleich mal umsetzen werde.

    Bisher hab ich nur mit NNW gearbeitet, aber ich hab immer eine vierstellige Anzahl „unread items“. Das Massenzeug, das ich nur überfliege, kommt jetzt in den Reader, und die Sachen, die mir im Detail wichtig sind, bleiben in NNW. Von dort kann ich entweder zum Kommentieren in den Browser wechseln oder einfach auf „Post to Weblog“ klicken und in MarsEdit weitermachen.

    Danke!

    Jochen

  4. @Jochen: Ich empfehle noch in Google Reader die Anzeige der Anzahl der ungelesenen Artikel auszuschalten, um gar nicht erst in die Versuchung zu kommen, alles gelesen haben zu müssen.

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