OldMedia-Interview zum NewMedia-Wahlkampf

Beim Twittern gefilmt werden.

Zufällig hatte ich heute die Möglichkeit, dem hr ein bisschen was zu Obamas Wahlkampf im Web und den Möglichkeiten für die Parteien in Hessen zu erzählen. Falls dabei ein brauchbarer Satz herausgekommen ist, könnt ihr euch den am Sonntag ab 18h bei defacto anschauen.

Hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, sich über das Thema mit dem Redakteur und seinem Team sowie Herrn Professor Pichler von der FH Wiesbaden, der das Interview in die Wege geleitet hat, zu unterhalten. Nur leider ist Social Media halt bei noch verbleibenden knapp 60 Tagen Wahlkampf ganz der falsche Ansatz für die Parteien. Denn wenn der Aufbau des Dialogs im Web eins braucht, dann ist es Zeit. Und auch die bringt nichts, wenn die Aussagen im Kern nicht stimmen. Nur weil das bei Obama perfekt gepasst hat, konnte er sich dann auch über zwei Jahre hinweg ein großes Netzwerk im Web stricken.

Somit mag insbesondere für die SPD in Hessen Social Media nicht das passende Mittel für diesen Wahlkampf sein. Es könnte aber sehr gut dabei helfen, nach der verpatzten Wahl im Januar einen Neuanfang nahe am Wähler in die Wege zu leiten.

(Foto von Frank)

Update: Es sind dann tatsächlich ganze ca. 30 Sekunden geworden 😉

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

5 Gedanken zu „OldMedia-Interview zum NewMedia-Wahlkampf“

  1. ich glaube, dass es in Hessen von den Parteien erst mal ein paar andere Sachen zu beantworten gibt als die Frage nach Social Media im Wahlkampf…

  2. Das stand ja nie zur Debatte, Gerald. Die Frage ist, ob Social Media das Medium ist, um in einem knappen Wahlkampf ohne Geld diese Fragen zu beantworten. Und genau das ist aus meiner Sicht nicht der Fall, weil es Zeit braucht, um für das für Social Media benötigte Vertrauen aufzubauen.

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