Das Weblog von Johannes Kleske zu Social Media, Konzeption, User Experience Design, Informationsarchitektur, Marketing, Cafes, Barcamp, Web 2.0, Streetart etc.
Sehr, sehr lesenswerter Artikel von Sam Huleatt zum Thema ‘Enterprise 2.0‘:
[…] I feel the phrase Enterprise 2.0 is not the best one to represent the next generation of enterprise software. I arrive at this conclusion based in the fact that work culture is fundamentally changing. As a result of these changes, the next wave of software innovations cannot simply be ‘additions’ to already existing architectures. Maybe this would be fine if we were in a maturing industry; but we are not. Thus, our next software innovations must utilize new architectures that are specifically designed to address our new era. Likewise, the terminology we use to define new software should reflect such changes.
So what exactly is going on?
Seine Thesen zusammengefasst:
Weg von der Vorstellung von hierarchischen Unternehmen. Dank der Globalisierung und den neuen Technologien verschiebt sich die Macht von den großen Unternehmensstrukturen zurück zu den Einzelnen. Dabei geht es mehr und mehr um Spezialisierung.
Zunehmendes Verständnis für die Verbesserung von Arbeit durch Gemeinschaft. Stichworte: Schwarmintelligenz, kollektive Intelligenz und Weisheit der vielen. Freelancer arbeiten besonders gut, wenn sie in einem geselligen Umfeld arbeiten können (Anmk. von mir: siehe Coworking). Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit.
Anwesenheit wird unwichtiger. Technologie ermöglicht inzwischen, dass man hochgradig kollaborativ und mit Spezialisten zusammenarbeiten kann, ohne dabei im selben Raum sein zu müssen. Zusammenarbeit wird dadurch geografisch unabhängig. Junge Angestellte (die, die jetzt in den Beruf einsteigen, werden gerne mit dem Modewort ‚Millenials‘ bezeichnet) fordern mehr Flexibilität und die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten.
Produktivität verliert an Bedeutung während Qualität in den Vordergrund rückt. Junge Leute arbeiten länger und sind spezialisierter, sie identifizieren sich aber auch mehr mit dem, was sie tun. Deshalb geh es für sie nicht mehr darum, es schneller zu machen, sondern besser.
Sam Huleatt baut mit zwei Partnern gerade an der Web-Applikation Workstreamr, die nach der Beschreibung von Stowe Boyd wie eine Mischung aus Basecamp, Xing und Twitter klingt. Sie soll dazu dienen, Freelancer und Selbstständige bei kollaborativen Projekten zu unterstützen und das Netzwerken zu vereinfachen.
Am 12. April bin ich bei meinen Freunden vom Motoki Kollektiv. Die machen unter dem Slogan “Trimm dich” eine Eventwoche in ihrem „Wohnzimmer“ in Köln Ehrenfeld und haben mich eingeladen, etwas über Zeitmanagement und Produktivität zu erzählen. Ich werde das ganze sehr praktisch und interaktiv halten, damit jeder was mitnehmen kann, ohne gleich tief in GTD einsteigen zu müssen. Kommt vorbei, wenn ihr in der Nähe seid, würde mich freuen. Und schaut euch auch den Rest der Wochenprogramms an. Da geht einiges…
Neulich ging mal wieder eine Mail durch meinen Freundeskreis. Die Bekannte einer Freundin ist an Leukämie erkrankt und sucht dringend einen Stammzellspender. Was die Freundin in der Mail besonders schlau gemacht hat, war den Link zur Webseite über die Registrierung zum Spender dazu zu packen. Also habe ich mir das mal genauer angesehen und war sehr positiv überrascht, wie einfach und schnell der Registrierungsprozess inzwischen abläuft. Nichts mehr mit irgendwohin gehen und Blut abnehmen lassen etc.
Man fordert auf der Webseite das Registrierungspaket an. Das kam gestern bei mir an und enthielt die Dinge, die ihr oben auf dem Bild seht. Dabei sind zwei überdimensionierte Wattestäbchen. Mit denen macht man je einen Wangenabstrich (30 Sekunden an der Wangeninnenseite bewegen), lässt sie 2 Minuten trocknen und packt sie dann mit der Einverständniserklärung in den Briefumschlag. Ab zur Post und fertig. Einfacher geht’s nicht mehr.
Da schlage ich doch gleich mal eine kleine Aktion in der Web-Szene vor: Lebensspendr (couldn’t help myself). Ich meine, wir alle lieben doch das Registrieren. Ständig sind wir auf der Suche nach Invites (Einladungen) für neue Web-Applikationen, um uns endlich auch registrieren zu können. Versteht diese Aktion einfach als öffentliche Beta-Phase. Ihr habt unbegrenzt Invites und könnt die an alle und jeden rausschicken und sie dazu einladen ebenfalls Lebensspendr zu werden. Bloggen, Twittern, etc. nicht vergessen. Da geht was, oder?
carhartt hat in dieser Saison einige neue Taschen im Programm, die carhartt-typisch schlicht aber robust sind. Da ich im April tatsächlich jedes Wochenende unterwegs sein werde, habe ich mir mal die Weekend-Bag besorgt. Niedlich die kleine (wirkt auf dem Bild deutlich größer als in Realität).
Ein Schlaganfall ist eine durchweg grauenvolle Sache. Aber wenn man als Hirnforscher einen Schlaganfall erleidet kann man daraus auch einiges lernen, vorausgesetzt, man überlebt. Genau das ist Jill Taylor passiert, die in diesem bewegenden Vortrag auf der diesjährigen TED das erlebte ausführlich schildert. ‘Mindblowing’ wäre hier als Adjektiv für den Vortrag wohl etwas unangebracht, beschreibt ihn aber ziemlich gut, auch wenn es zum Ende hin etwas esoterisch wird.
Gerade erst haben Deutschlands Briefträger erleichtert aufgeatmet. Die de:bug erscheint endlich in einem handhabbaren Format und passt somit auch viel besser in die Briefkästen. Aber der Friede war nur von kurzer Dauer. Denn mit Liebling liegt ein neuer Oschi am Start, der jedes Format sprengt.
Nachdem ich durch Luke drauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich mir das Teil gestern mal beim Dealer meines Vertrauens besorgt und bin bisher sehr angetan. Das Format ist wirklich extrem, sorgt aber unter anderem dafür, dass im aufgeklappten Zustand die quadratischen Doppelseiten ganz anders wirken.
Designtechnisch ist Liebling ne Wucht. Macht einfach nur Spaß, durchzublättern. Inhaltlich kann ich noch nicht vollständig bewerten, da ich erst ein paar Artikel gelesen habe. Aber auch das war schon viel versprechend.
Unglaublich ist an Liebling auch der Preis. Mit zwei Geld achtzig dürfte man lange nach einem ähnlichen Preis-Leistung-Verhältnis an deutschen Kiosken suchen.
Schon lustig, dieses Web 2.0-Leben. Irgendwann im Januar habe ich einen Invite (Einladung zum privaten Test) für Hobnox bekommen. Hobnox ist ein Internet-TV-Projekt, das sich bisher ganz jut anfühlt, weil sie direkt mal Content am Start haben. Auf jeden Fall habe ich das im Januar nie richtig angesehen und bin erst jetzt wieder drauf gekommen, weil sich einige Leute auf dem Barcamp Ruhr erstaunlich begeistert zeigten.
Auch ich war begeistert, als ich feststellte, dass die Hiphop-Sendung WordCup bei Hobnox auf einem Kanal läuft. WordCup verdanke ich praktisch den Großteil meiner Hiphop-Erziehung (habe leider damals nur noch das Ende von Freestyle mitbekommen).
Hier mal ein Interview mit Ty (MC aus UK), das den, nach wie vor von mir favorisierten, Laid-Back-Interview-Style von Tyron Ricketts zeigt.
“A resume is an excuse to reject you. Once you send me your resume, I can say, “oh, they’re missing this or they’re missing that,” and boom, you’re out.
[…]
If you don’t have a resume, what do you have?
How about three extraordinary letters of recommendation from people the employer knows or respects?
Or a sophisticated project they can see or touch?
Or a reputation that precedes you?
Or a blog that is so compelling and insightful that they have no choice but to follow up?”
Beim Barcamp Ruhr ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Leider werden einige Teilnehmer ohne ihre Laptops und iPods nach hause fahren müssen, da sich irgendjemand fröhlich bedient hat. Sehr fucked up, das ganze.
Falls es Spendenkonten oder ähnliches zum Support der Geschädigten gibt, schreibe ich das hier rein.
Die Location bei diesem Barcamp ist das Unperfekthaus in Essen. Sehr cooles Ding. Irgendwie mit Ateliers für Künstler, aber frei zugänglich. Mit Getränkeflatrate und superverwinkelt usw. Schaut’s euch an.
Falls ihr immer schon mal wissen wolltet, was für Leute eigentlich zu einem Barcamp kommen, könnt ihr hier die komplette Vorstellungsrunde von heute morgen anschauen.
Letzten Sonntag habe ich das (da noch) gute Wetter genutzt und bin zu Fuß zum Brunch ins NUN. Allerdings habe ich die Kamera schon beim losgehen in die Hand genommen und nicht erst im NUN. Das ist dabei herausgekommen.
Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Informationsarchitekt und Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media.
In diesem Weblog schreibe ich über Themen wie Streetart, neue Arbeitsformen, Web 2.0, Spiritualität, Design, Kaffeehauskultur, Bücher und urbanes Leben.
In meinem Tumblelog sammle ich Fotos, Videos und Zitate, die ich auf meinem Weg durch das Web finde.
Meine Fotos speichere ich bei flickr, meinen Musikgeschmack findet ihr auf last.fm.