StudiVZ mal wieder

Ich konnte es persönlich noch nie nachvollziehen, warum sich Menschen bei StudiVZ anmelden. Wenn man ein bisschen die Nachrichten geschweige denn die Blogosphäre verfolgt, liest man gefühlte alle zwei Tage von irgendwelchen unglaubliche Datenschutzproblemen, fragwürdigen Werbespots, seltsamen Verhalten der Gründer usw. Wer noch nicht genug hat, kann einfach mal beim Don nachlesen. Nun leistet sich StudiVZ das nächste Ding und schickt meinem Barcamp-Buddy Peter eine dicke Abmahnung (2000€) wegen einer kleinen Studentenwebseite, die halt VZ im Namen hat. Klar, nicht sehr schlau das. Aber ein einfacher Anruf hätte mit Sicherheit genügt, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Wir brauchen in Deutschland endlich ein verdammtes Gesetz, um Privatpersonen vor dem aktuellen Abmahnwahn zu schützen. Ich halte euch auf dem laufenden, sobald Peter seine Spendenseite eingerichtet hat. Den im Gegensatz zu StudiVZ hat Peter eine echte Community hinter sich. (via Andre)

Update: Peter hat gerade über Twitter verlauten lassen, dass die Sache wohl vorbei ist.

Update2: Alles weitere bei Spiegel Online.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

9 Gedanken zu „StudiVZ mal wieder“

  1. Naja, also, hm… ich hätte mich ehrlich gesagt nicht getraut eine Webseite mit dem Namen ErstiVZ aufzumachen, die sich auch noch an Studienanfänger richtet. Um vorauszusehen, dass StudiVZ hier abmahnt, muss man nicht Nostradamus heissen.

    Natürlich finde ich den derzeit grassierenden Abmahnwahn auch sehr ärgerlich. Aber man muss es ja nicht herausfordern.

  2. Naja, also, hm… ich hätte mich ehrlich gesagt nicht getraut eine Webseite mit dem Namen ErstiVZ aufzumachen, die sich auch noch an Studienanfänger richtet. Um vorauszusehen, dass StudiVZ hier abmahnt, muss man nicht Nostradamus heissen.

    Natürlich finde ich den derzeit grassierenden Abmahnwahn auch sehr ärgerlich. Aber man muss es ja nicht herausfordern.

  3. @Johannes Kleske Ich verstehe nicht ganz, warum du das Datenschutzproblem von StudiVZ bemängelst, auf der anderen Seite aber dein komplettes Leben sozusagen online stellst und ich sogar weiß, wann und wo du in Urlaub fährst, weil du es hier bloggst?! (Diese Frage meine ich nicht rhetorisch, sondern ich verstehe es _tatsächlich nicht^^ )

  4. @Johannes Kleske Ich verstehe nicht ganz, warum du das Datenschutzproblem von StudiVZ bemängelst, auf der anderen Seite aber dein komplettes Leben sozusagen online stellst und ich sogar weiß, wann und wo du in Urlaub fährst, weil du es hier bloggst?! (Diese Frage meine ich nicht rhetorisch, sondern ich verstehe es _tatsächlich nicht^^ )

  5. @Kai: 1. Ich stelle hier nicht mein komplettes Leben online. Wenn dem so wäre, wäre mein Leben ziemlich einseitig und langweilig. Du weist nur von dem Urlaub, über den ich hier blogge. Und du weist nicht mal, ob es wahr ist, was ich sage.

    1. Ich entscheide ganz genau, was ich hier von mir preisgebe und was nicht. Und genau das ist der Unterschied. Wenn ich bei StudiVZ ein Bild in meinen geschützten Bereich stelle, dies dann durch Unachtsamkeit für andere aufrufbar ist und die Behebung des Fehlers auf sich warten lässt (nachzulesen beim Don), dann ist das ein ganz anderes Level. Um nur ein Beispiel zu nennen. Nicht umsonst hat der Verbraucherschutz gerade StudiVZ abgemahnt.
  6. @Kai: 1. Ich stelle hier nicht mein komplettes Leben online. Wenn dem so wäre, wäre mein Leben ziemlich einseitig und langweilig. Du weist nur von dem Urlaub, über den ich hier blogge. Und du weist nicht mal, ob es wahr ist, was ich sage.

    1. Ich entscheide ganz genau, was ich hier von mir preisgebe und was nicht. Und genau das ist der Unterschied. Wenn ich bei StudiVZ ein Bild in meinen geschützten Bereich stelle, dies dann durch Unachtsamkeit für andere aufrufbar ist und die Behebung des Fehlers auf sich warten lässt (nachzulesen beim Don), dann ist das ein ganz anderes Level. Um nur ein Beispiel zu nennen. Nicht umsonst hat der Verbraucherschutz gerade StudiVZ abgemahnt.

Kommentare sind geschlossen.