Schönes Zitate von Nina Krug, die ähnlich wie Peter wegen ihres BewerberVZs von StudiVZ abgemahnt wurde und sich nun zur Wehr setzen will:
“Ich lasse mir kein wettbewerbswidriges Verhalten von einem Facebook-Klon vorwerfen”
(via Franz)
Das Weblog von Johannes Kleske zu Social Media, Konzeption, User Experience Design, Informationsarchitektur, Marketing, Cafes, Barcamp, Web 2.0, Streetart etc.
Adweek berichtet über eine Umfrage, bei der Marketing Leute befragt worden, was sie von dem Social-Media-Verständnis ihrer Agenturen halten. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
Social Media: ‘Agencies Don’t Get It,’ Survey Says:
“Clients are placing more emphasis on mastering social media but find their agencies ill equipped to help them succeed in that space, according to a new survey.
TNS Media Intelligence/Cymfony polled more than 60 marketers in North America, France and the U.K. to gauge how they are faring navigating the world of social media. It asked them for feedback on their agencies’ abilities to help. TNS found, in its words, “Agencies don’t get it.”
Clients complained that their agencies — creative, media, public relations, design and others — typically treat social channels like blogs as traditional media. In other cases, their ideas are not backed up by practical skills in the area. What’s more, one client pointed out that his agencies have little of their own experience using social networks or video-sharing sites for themselves.”
Zwei direkte Erkenntnisse:
Der erste Schritt für Agenturen aus dieser sich aufbauenden Krise: bloggen.
Dann mal weiter mit der Werbung für Kai. Der gute hatte neulich sein großes Coming Out, was seine Magazine-Begeisterung angeht. Ich beschreibe meine eigenen Leideschaften ja gerne mit „Food’n Mags.“ Nun komme ich auch endlich mal dazu, das ganze aufzugreifen und euch meine Objekte der Lust vorzustellen.
Magazine, die ich regelmäßig lese/kaufe
de:bug
Die de:bug deckt wichtige Teile meines Interessenspektrums ab, den digitalen Lebensstil. Das ist insbesondere Musik und alles, was im Web so passiert. Ich muss zugeben, dass die meisten Reviews zu hoch für mich sind. Trotzdem entdecke ich in der de:bug immer wieder Perlen, so dass ich in der Regel schon mal emusic aufrufe, wenn ich die de:bug aufschlage.
Monocle
Das 12-Euro-Monster ist ja allgemein als die Bibel für Möchtegern-Jetsetter verschrien. Und da das ja ganz gut auf mich passt… Ich habe Monocle irgendwann am beim Dealer meines Vertrauens entdeckt und bin über die Tagline “Briefing on global affairs” gestolpert. Ich gehöre ja zu der Sorte Mensch, die Magazine auch nutzt, um ihren Horizont zu erweitern und sich mit Dingen außerhalb des eigenen Fachbereichs zu beschäftigen. Monocle ist dafür perfekt. In jeder Ausgabe findet man äußerst interessante Reportagen zu sehr ungewöhnlichen Themen. Mal ganz abgesehen vom perfekten Magazindesign. www.monocle.com
Modart
Europäisches Kunstmagazin für urbane Kunst und Streetart, das mich mit der nötigen Dosis an Kultur versorgt und die Liste meiner Lieblingskünstler beständig wachsen lässt. www.modarteurope.com
Juxtapoz
Die amerikanische Hochglanzvariante von Modart. Ich beschäftige mich mit Kunst ja auch vor allem deswegen, um die Weltanschauung und die Arbeitsweisen der Künstler zu verstehen und gegebenenfalls auf meine eigene Situation zu übertragen. Dabei helfen die ausführlichen Porträts und Interviews in der Juxtapoz enorm. www.juxtapoz.com
Vice
Ganz derbe Leute ohne irgendwelche Schranken machen das Vice, das man kostenlos bekommt. Manchmal sind die Reportagen, die immer dahin gehen, wo es weh tut, kaum zu ertragen. Aber das macht sie aus und sie tragen so ihren Teil zur oben erwähnten Horizonterweiterung bei. www.viceland.com
Good
Endlich an deutschen Bahnhöfen angekommen ist das für mich derzeit beste Magazin überhaupt. Good versammelt alles, was mir derzeit wichtig ist: mit Nachhaltigkeit, Ökologie, Weltverbesserung, Armutsbekämpfung, Design, Innovation und positiver Weltanschauung die Themen, mit fantastischer Informationsvisualisierung und sauberen Magazinlayout das Design und mit gut recherchierten, herausfordernden ohne zu moralisierenden und humorvollen Autoren die Redaktion. Das ist das Magazin, das ich immer machen wollte. www.goodmagazine.com
Lodown
Die Lodown war damals, glaube ich, meine Einstiegsdroge. Heute blättere ich sie vor allem aus Inspirationsgründen durch. Die Kinokritiken sind aber noch immer ein Must-read. www.lodownmagazine.com
Streetwear Today
Wenn ich mal groß bin, will ich gerne einen Shop haben mit dem besten, was die Streetwear-Industrie an schlichten, hochqualitativen und fair produzierten Klamotten hergibt. Selbstverständlich gepaart mit einer kleinen Galerie und Agentur. Um den Traum zu nähren, kaufe ich unter anderem Streetwear Today. www.streetwear-today.com
Rugged
Ist zwar eigentlich nur ein Promoblättchen von Carhartt. Aber da ich Carhartt-Fan bin, macht das gar nichts. Schönes Kunst und Musik-Zeug plus die üblichen Gadget-Finds und sonstiges, was Spaß macht und inspiriert. Gibt’s inzwischen auf im NUN kostenlos. www.rugged.tv
Magazine, die ich unregelmäßig lese/kaufe
Eines meiner Lebensmottos heißt ja „Was gut für Kai ist, ist auch gut für mich.“ Kai hat bei Stylespion gestern den Netzwerk-Dienstag ausgerufen und seine Leser dazu ermutigt, ihn bei den Netzwerken ihrer Wahl als Kontakt hinzuzufügen. Man hört, dass das ganz gut lief, was mich direkt dazu verleitet, die Aktion dreist zu kopieren.
Also, wenn wir noch keine „Freunde“ sind, heute ist der Tag, um das zu ändern. Unten sind meine 5 Millionen Profile auf beliebigen Social Networks und sonstigen Plattformen. Wenn du mich, dann ich dich, ok?
Social Networks
Instant Messenger
Pimp den Jupp
Wenn dir gefällt, was du auf diesem Blog liest, würde ich mich freuen, wenn du mein Blog bei Stumble Upon “magst”, bei Techorati “favorisiert” und bei del.icio.us und Mister Wong “bookmarkst”.
Sam Lawrence wünscht sich das seine PR Agentur über die Zusammenarbeit bloggt. Aber die weigert sich. Brian Solis setzt sich mit diesem Thema ausführlich auseinander. PR 2.0:
The questions for Jive’s agency to ask are, “Will blogging about this or other relationships benefit existing or potential clients? Will we establish thought leadership or give away our ideas. Are we capable of writing authentically and not like most PR people? Will this blog hurt or help relationships with media, analysts and bloggers?”
The process of thinking about this will yield invaluable insight, which can only help companies create a relevant and specific roadmap to define content, readers, format, and approach. I guess I should say, that this process is an absolute must before any company decides to blog, otherwise they’re just blogging to blog (blah blah blah blah) - and that’s never a good idea in the world of real business.
(via Martin Recke)
Kennt ihr diese Videos auf YouTube, mit denen Unternehmen zeigen wollen, wie cool sie sind, wie sehr sie User-Generated-Content verstanden haben und dass man unbedingt für sie arbeiten sollte? Genau, das sind die Videos, bei denen ordentlich Fremdschämen angesagt ist und man sich sofort eine Notiz macht, alle Jobangebote von denen sofort abzulehnen.
Kollege Gerald hat mir gerade den Link zur löblichen Ausnahme von Connected Ventures geschickt. Bei denen würde ich sofort anfangen (nicht nur weil sie mit Vimeo IMHO die beste Videohosting-Seite im Web machen).
Lip Dub - Flagpole Sitta by Harvey Danger from amandalynferri on Vimeo.
Mehr zum Video und dem Effekt, den es hatte, bei FastCompany. Was mir dabei mal wieder auffällt: Coole Unternehmen können coole Videos machen, weil sie aus coolen Leuten bestehen. Wer solche Leute nicht hat…
Schon wieder der Sagmeister. Aber was soll ich machen, der Kerl lässt einfach spannende Aussagen am Fließband raus. Wie in diesem Interview mit art-magazin.de:
Als kleine Firma bleiben wir effizient. Große Gruppen produzieren Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse. Niemand fühlt sich mehr verantwortlich. Wir sind finanziell unabhängig und können Entscheidungen nach Qualität fällen, weil unsere laufenden Kosten gering sind. […]
Die wichtigste Herausforderung im Design ist, Projekte so fertigzustellen, wie man sie auch geplant hat. Weil sie so konservativ sind, hindern die Kunden in Deutschland die Grafiker jedoch daran. Ich kenne kein anderes Land, in dem die Studenten viel besser sind, als die Berufstätigen. Die deutschen Grafiker klagen darüber, dass sie ihre Projekte nicht wiedererkennen, nachdem sie realisiert wurden. Sie ziehen nach New York, um dem Frust zu entfliehen.[…]
Ich lerne von den Schlauen, über Dumme ärgere ich mich. Deshalb arbeite ich nur mit Kunden, die intelligenter sind als ich.[…]
Allen meinen Musikerfreunden möchte ich die aktuelle Ausgabe des Twit-Podcasts ans Herz legen, in dem die Twits Jonathan Coulton interviewen. Sie sprechen darüber, wie sich Jonathan eine eigene Nische in der Musikszene geschaffen hat und wie er dabei eine Mischung aus kostenlosen Downloads und ehrlicher Kommunikation verwendet hat. Mehr Gedanken zur Sendung bei Merlin Mann.
Ich bin gerade auf dem Barcamp Hannover, mein erstes Barcamp in diesem Jahr. Mei, wie ich es vermisst habe. Ich genieße es in vollen Zügen, alte Freunde wiederzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen.
Da ich mehr mit der Kamera als mit meinem digitalen Notebook hantiere, gibt’s vor allem Bilder bei flickr.
Mehr gibt’s beim Liveblog und Livestreams bei Mogulus.
Jeremiah Owyang beschreibt in The Importance of Blogging, warum er weiterhin zwei Stunden pro Tag fürs Bloggen aufwendet. Der erste Grund:
1) It helps me learn: every topic I post on, someone will add additional thoughts in the comments, so more is gleaned than just me mouthing off. In fact, I get over 7 comments per post on average, so that’s at least a few more perspectives that just mine.
Am Dienstag gings auch in der Agentur ums Bloggen und es war mal wieder spannend zu beobachten, wie die meisten marketing-geprägten Menschen immer als erstes die Frage danach stellen, wie sie mit Social Media, in diesem Fall Blogs, Ideen vermitteln bzw. dem Kunden ihre Nachricht kommunizieren können.
Aus meiner Sicht ist der wichtigste Grund für eine Agentur Blogs einzusetzen aber das Lernen bzw. Zuhören. Eine Agentur sollte bloggen, um beständig mit verschiedensten Communitys im Gespräch zu sein, um besser zu verstehen und um Einblick zu bekommen. Und das geht immer mehr nur noch im Gespräch statt im Betrachten von abstrakten Statistiken. Ich würde auch vermuten, dass die immer noch häufig anzutreffende Arroganz gegenüber den Zielgruppen schnell verfliegt, wenn man sich der ungehemmten Kritik aussetzt, die eine offene Kommentarfunktion automatisch mit sich bringt.
Ich freue mich sehr über diese Richtung für die Agenturen, weil sie es ermöglicht, mehr persönliche Beziehungen mit Leuten aus den Zielgruppen aufzubauen, Meinungen von realen Menschen einzuholen und darüber nachzudenken, wie man für sie Mehrwert schaffen kann. Ich arbeite einfach lieber für Menschen als für “Milieus”. Das schöne am Dialogmarketing ist doch, dass ich mich nicht mehr in meinen Elfenbeinturm einschließe, sondern beständig mit Leuten im Gespräch sein und neue Leute mit neuen Perspektiven kennenlernen kann. Das bringt vor allem mir als Mensch (nicht nur als Werber) etwas.
Ich hatte ja schon David Deals Aussage zu der Forrester Research Studie gebloggt, in der es um die zukünftigen Agenturen geht, die viel enger als bisher Teil von Communitys werden müssen. Peter Kim hat nun die verschiedenen Reaktionen auf die Studie zusammengetragen (via Martin Recke).
Update: Sehr hilfreich zu dem Thema finde ich auch die Ausführungen von Melissa Daniels zu ihrer Arbeit als Community-Managerin (via Jeremiah Owyang).
Lawrence Lessig überlegt sich, ob er für den US-Kongress kandidieren soll: Lessig 08. Hier ist seine Begründung:
(siehe auch Netzpolitik)
Sehr inspirierend. Frage mich, was eine vergleichbare Aktion bei uns wäre? Was bräuchte in Deutschland diese Herangehensweise?
Von den Kollegen von Avenue A | Razorfish
Sehr feines Video aus dem Insaint Umfeld. Da geht was.
Falls ihr euch das mal wieder fragt, hier ist eine Antwort von Peter Morville. Webstock 2008: Ambient Findability:
Information architecture is the structural design of shared information environments. Information architects organize Web sites so people can find what they are looking for.
Dazu sollte man wissen, was Morville das Buch Ambient Findability. What We Find Changes Who We Become geschrieben hat.
Kleiner Event-Tipp für meine Leser aus Kölle. Die Freunde vom Motoki Kollektiv führen euch morgen in die alten C64-Zeiten zurück.

Ich konnte es persönlich noch nie nachvollziehen, warum sich Menschen bei StudiVZ anmelden. Wenn man ein bisschen die Nachrichten geschweige denn die Blogosphäre verfolgt, liest man gefühlte alle zwei Tage von irgendwelchen unglaubliche Datenschutzproblemen, fragwürdigen Werbespots, seltsamen Verhalten der Gründer usw. Wer noch nicht genug hat, kann einfach mal beim Don nachlesen.
Nun leistet sich StudiVZ das nächste Ding und schickt meinem Barcamp-Buddy Peter eine dicke Abmahnung (2000€) wegen einer kleinen Studentenwebseite, die halt VZ im Namen hat. Klar, nicht sehr schlau das. Aber ein einfacher Anruf hätte mit Sicherheit genügt, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Wir brauchen in Deutschland endlich ein verdammtes Gesetz, um Privatpersonen vor dem aktuellen Abmahnwahn zu schützen. Ich halte euch auf dem laufenden, sobald Peter seine Spendenseite eingerichtet hat. Den im Gegensatz zu StudiVZ hat Peter eine echte Community hinter sich. (via Andre)
Update: Peter hat gerade über Twitter verlauten lassen, dass die Sache wohl vorbei ist.
Update2: Alles weitere bei Spiegel Online.
Es gibt smarte Leute bei Avenua A | Razorfisch, der Mutteragentur von Neue Digitale. Z.B. David Deal, Marketing Director in Superhype » Blog Archive » Boy, did I screw up:
At a time when Forrester Research urges agencies to become more connected with consumers, marketing executives need to think like this: “Blog as much as you can to stay connected to the world around you. In all things, strive for balance. Don’t let your other work responsibilities interfere with your blogging, and don’t let blogging interfere with your other work responsibilities.”
Forrester’s new report, “The Connected Agency,” urges agencies to become active participants in consumer communities, not just observers. Employee blogging isn’t the answer to being a connected agency, but it’s an important part of having a real dialogue with your community, which leads to stronger consumer insight.
Ich kann die Aussage nur unterstützen. Mal sehen, wann die Erkenntnis bei der Tochteragentur ankommt…
Stefan hat eine umfangreiche Liste mit englischen und deutschen Blogs zu Informationsarchitektur zusammengestellt. Auch die Pageflakes-Seite von Wolf macht Spaß.