Archive for Februar, 2008

Zitat zu StudiVZ

Schönes Zitate von Nina Krug, die ähnlich wie Peter wegen ihres BewerberVZs von StudiVZ abgemahnt wurde und sich nun zur Wehr setzen will:

“Ich lasse mir kein wettbewerbswidriges Verhalten von einem Facebook-Klon vorwerfen”

auf deutsche-startups.de

(via Franz)

Social Media - Agenturen haben keine Ahnung

Adweek berichtet über eine Umfrage, bei der Marketing Leute befragt worden, was sie von dem Social-Media-Verständnis ihrer Agenturen halten. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
Social Media: ‘Agencies Don’t Get It,’ Survey Says:

“Clients are placing more emphasis on mastering social media but find their agencies ill equipped to help them succeed in that space, according to a new survey.

TNS Media Intelligence/Cymfony polled more than 60 marketers in North America, France and the U.K. to gauge how they are faring navigating the world of social media. It asked them for feedback on their agencies’ abilities to help. TNS found, in its words, “Agencies don’t get it.”

Clients complained that their agencies — creative, media, public relations, design and others — typically treat social channels like blogs as traditional media. In other cases, their ideas are not backed up by practical skills in the area. What’s more, one client pointed out that his agencies have little of their own experience using social networks or video-sharing sites for themselves.”

Zwei direkte Erkenntnisse:

  1. Agenturen betrachten Social Media aus ihrer gewohnten Denkweise. Sie übertragen die gelernten Vorgehensweisen auf das neue Medium, weil sie nicht in der Lage sind, ihren Horizont zu erweitern.
  2. Vieles davon hat mit der zweiten Erkenntnis zu tun: Agenturmitarbeiter bewegen sich selbst kaum in Social Networks und anderen Social-Media-Anwendungen. Aus meiner Beobachtung herrscht häufig noch die typische Agentur-Arroganz, es besser zu wissen als der “Pöbel” und sich deswegen nicht mit diesem einlassen zu wollen.

Der erste Schritt für Agenturen aus dieser sich aufbauenden Krise: bloggen.

Magazine - mein Mix

Dann mal weiter mit der Werbung für Kai. Der gute hatte neulich sein großes Coming Out, was seine Magazine-Begeisterung angeht. Ich beschreibe meine eigenen Leideschaften ja gerne mit „Food’n Mags.“ Nun komme ich auch endlich mal dazu, das ganze aufzugreifen und euch meine Objekte der Lust vorzustellen.

Magazine, die ich regelmäßig lese/kaufe

de:bug

Cover120ADie de:bug deckt wichtige Teile meines Interessenspektrums ab, den digitalen Lebensstil. Das ist insbesondere Musik und alles, was im Web so passiert. Ich muss zugeben, dass die meisten Reviews zu hoch für mich sind. Trotzdem entdecke ich in der de:bug immer wieder Perlen, so dass ich in der Regel schon mal emusic aufrufe, wenn ich die de:bug aufschlage.

Monocle

Issue11Das 12-Euro-Monster ist ja allgemein als die Bibel für Möchtegern-Jetsetter verschrien. Und da das ja ganz gut auf mich passt… Ich habe Monocle irgendwann am beim Dealer meines Vertrauens entdeckt und bin über die Tagline “Briefing on global affairs” gestolpert. Ich gehöre ja zu der Sorte Mensch, die Magazine auch nutzt, um ihren Horizont zu erweitern und sich mit Dingen außerhalb des eigenen Fachbereichs zu beschäftigen. Monocle ist dafür perfekt. In jeder Ausgabe findet man äußerst interessante Reportagen zu sehr ungewöhnlichen Themen. Mal ganz abgesehen vom perfekten Magazindesign. www.monocle.com

Modart

Cover 15Europäisches Kunstmagazin für urbane Kunst und Streetart, das mich mit der nötigen Dosis an Kultur versorgt und die Liste meiner Lieblingskünstler beständig wachsen lässt. www.modarteurope.com

Juxtapoz

Juxtapoz-Magazine-CoverDie amerikanische Hochglanzvariante von Modart. Ich beschäftige mich mit Kunst ja auch vor allem deswegen, um die Weltanschauung und die Arbeitsweisen der Künstler zu verstehen und gegebenenfalls auf meine eigene Situation zu übertragen. Dabei helfen die ausführlichen Porträts und Interviews in der Juxtapoz enorm. www.juxtapoz.com

Vice

Cover LargeGanz derbe Leute ohne irgendwelche Schranken machen das Vice, das man kostenlos bekommt. Manchmal sind die Reportagen, die immer dahin gehen, wo es weh tut, kaum zu ertragen. Aber das macht sie aus und sie tragen so ihren Teil zur oben erwähnten Horizonterweiterung bei. www.viceland.com

Good

GoodcoverEndlich an deutschen Bahnhöfen angekommen ist das für mich derzeit beste Magazin überhaupt. Good versammelt alles, was mir derzeit wichtig ist: mit Nachhaltigkeit, Ökologie, Weltverbesserung, Armutsbekämpfung, Design, Innovation und positiver Weltanschauung die Themen, mit fantastischer Informationsvisualisierung und sauberen Magazinlayout das Design und mit gut recherchierten, herausfordernden ohne zu moralisierenden und humorvollen Autoren die Redaktion. Das ist das Magazin, das ich immer machen wollte. www.goodmagazine.com

Lodown

224 0Die Lodown war damals, glaube ich, meine Einstiegsdroge. Heute blättere ich sie vor allem aus Inspirationsgründen durch. Die Kinokritiken sind aber noch immer ein Must-read. www.lodownmagazine.com

Streetwear Today

Cover Stw2D 0108Wenn ich mal groß bin, will ich gerne einen Shop haben mit dem besten, was die Streetwear-Industrie an schlichten, hochqualitativen und fair produzierten Klamotten hergibt. Selbstverständlich gepaart mit einer kleinen Galerie und Agentur. Um den Traum zu nähren, kaufe ich unter anderem Streetwear Today. www.streetwear-today.com

Rugged

Rugged-MagazineIst zwar eigentlich nur ein Promoblättchen von Carhartt. Aber da ich Carhartt-Fan bin, macht das gar nichts. Schönes Kunst und Musik-Zeug plus die üblichen Gadget-Finds und sonstiges, was Spaß macht und inspiriert. Gibt’s inzwischen auf im NUN kostenlos. www.rugged.tv

Magazine, die ich unregelmäßig lese/kaufe

Weiterlesen ‘Magazine - mein Mix’

Networking Tag

Eines meiner Lebensmottos heißt ja „Was gut für Kai ist, ist auch gut für mich.“ Kai hat bei Stylespion gestern den Netzwerk-Dienstag ausgerufen und seine Leser dazu ermutigt, ihn bei den Netzwerken ihrer Wahl als Kontakt hinzuzufügen. Man hört, dass das ganz gut lief, was mich direkt dazu verleitet, die Aktion dreist zu kopieren.

Also, wenn wir noch keine „Freunde“ sind, heute ist der Tag, um das zu ändern. Unten sind meine 5 Millionen Profile auf beliebigen Social Networks und sonstigen Plattformen. Wenn du mich, dann ich dich, ok?

Social Networks

Instant Messenger

  • iChat/AIM: jkleske@mac.com
  • Skype: jkleske
  • GTalk/Jabber/MSN: johannes.kleske@gmail.com

Pimp den Jupp

Wenn dir gefällt, was du auf diesem Blog liest, würde ich mich freuen, wenn du mein Blog bei Stumble Upon “magst”, bei Techorati “favorisiert” und bei del.icio.us und Mister Wong “bookmarkst”.

PR 2.0

Sam Lawrence wünscht sich das seine PR Agentur über die Zusammenarbeit bloggt. Aber die weigert sich. Brian Solis setzt sich mit diesem Thema ausführlich auseinander. PR 2.0:

The questions for Jive’s agency to ask are, “Will blogging about this or other relationships benefit existing or potential clients? Will we establish thought leadership or give away our ideas. Are we capable of writing authentically and not like most PR people? Will this blog hurt or help relationships with media, analysts and bloggers?”

The process of thinking about this will yield invaluable insight, which can only help companies create a relevant and specific roadmap to define content, readers, format, and approach. I guess I should say, that this process is an absolute must before any company decides to blog, otherwise they’re just blogging to blog (blah blah blah blah) - and that’s never a good idea in the world of real business.

(via Martin Recke)

Corporate Videos

Kennt ihr diese Videos auf YouTube, mit denen Unternehmen zeigen wollen, wie cool sie sind, wie sehr sie User-Generated-Content verstanden haben und dass man unbedingt für sie arbeiten sollte? Genau, das sind die Videos, bei denen ordentlich Fremdschämen angesagt ist und man sich sofort eine Notiz macht, alle Jobangebote von denen sofort abzulehnen.

Kollege Gerald hat mir gerade den Link zur löblichen Ausnahme von Connected Ventures geschickt. Bei denen würde ich sofort anfangen (nicht nur weil sie mit Vimeo IMHO die beste Videohosting-Seite im Web machen).

Lip Dub - Flagpole Sitta by Harvey Danger from amandalynferri on Vimeo.

Mehr zum Video und dem Effekt, den es hatte, bei FastCompany. Was mir dabei mal wieder auffällt: Coole Unternehmen können coole Videos machen, weil sie aus coolen Leuten bestehen. Wer solche Leute nicht hat…

Stefan Sagmeister bei art

Schon wieder der Sagmeister. Aber was soll ich machen, der Kerl lässt einfach spannende Aussagen am Fließband raus. Wie in diesem Interview mit art-magazin.de:

Als kleine Firma bleiben wir effizient. Große Gruppen produzieren Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse. Niemand fühlt sich mehr verantwortlich. Wir sind finanziell unabhängig und können Entscheidungen nach Qualität fällen, weil unsere laufenden Kosten gering sind. […]

Die wichtigste Herausforderung im Design ist, Projekte so fertigzustellen, wie man sie auch geplant hat. Weil sie so konservativ sind, hindern die Kunden in Deutschland die Grafiker jedoch daran. Ich kenne kein anderes Land, in dem die Studenten viel besser sind, als die Berufstätigen. Die deutschen Grafiker klagen darüber, dass sie ihre Projekte nicht wiedererkennen, nachdem sie realisiert wurden. Sie ziehen nach New York, um dem Frust zu entfliehen.[…]

Ich lerne von den Schlauen, über Dumme ärgere ich mich. Deshalb arbeite ich nur mit Kunden, die intelligenter sind als ich.[…]

Jonathan Coulton und die Zukunft des Musikbusiness

Allen meinen Musikerfreunden möchte ich die aktuelle Ausgabe des Twit-Podcasts ans Herz legen, in dem die Twits Jonathan Coulton interviewen. Sie sprechen darüber, wie sich Jonathan eine eigene Nische in der Musikszene geschaffen hat und wie er dabei eine Mischung aus kostenlosen Downloads und ehrlicher Kommunikation verwendet hat. Mehr Gedanken zur Sendung bei Merlin Mann.

Gedanken zu Barcamps #2 - Hilfe für Einsteiger

Hier ist Teil 2 meiner allgemeinen Gedanken zu Barcamps. Teil 1 ging um das Problem der No-Shows. Vielen Dank an dieser Stele für euer zahlreiches Feedback. So macht eine gemeinsame Diskussion Spaß.

Ich höre es immer wieder, wenn ich Leute frage, ob sie zum Barcamp kommen wollen: “Ich wüsste gar nicht, was ich erzählen sollte.”, “Ich habe Angst, dass ich kritisiert werden.” oder “Ich habe keine Zeit, eine Präsentation vorzubereiten.”

Der Grundsatz eines Barcamps ist “Keine Zuschauer, nur Teilnehmer.” In der Essenz stimmt das auch. Allerdings baut die Formulierung dieses Grundsatzes für viele Barcamp-Einsteiger eine hohe Hürde auf. Wer noch nie in einer Barcamp-Session war, geht häufig erstmal davon aus, dass diese wie ein normaler Konferenz-Vortrag funktioniert, inklusive Powerpoint-Präsentation etc. Vielen geht erst nach den ersten ein, zwei Sessions ein Licht auf. Deswegen liebe ich den Barcamp-Sonntag so, weil dann die ganzen Einsteiger verstanden haben, wie der Hase bei einem Barcamp läuft und sich selbst einbringen. Ich habe immer wieder Einsteiger erlebt, die auf ihrem ersten Barcamp Sonntags spontan eine Session gemacht haben. Auch in Hannover gab es das wieder und diese Sessions gehörten zu den besten, bei denen ich dabei war.

Ich denke, dass wir vor und auf Barcamps besser für die Einsteiger kommunizieren müssen, um sie schneller mit reinzunehmen. Hier sind ein paar Vorschläge.

Weiterlesen ‘Gedanken zu Barcamps #2 - Hilfe für Einsteiger’

Gedanken zu Barcamps #1 - No-Shows

Nachdem ich jetzt bei 4 - 5 Barcamps war wird es Zeit für ein paar allgemeine Gedanken zu dieser meiner Lieblingskonferenzform.

Heiß diskutiert wird in Barcamp-Insiderkreise immer gerne das Problem der “No-Shows”, der Leute, die sich anmelden, dann aber einfach nicht erscheinen. Das Problem daran ist, dass die No-Shows Plätze auf der Teilnehmerliste belegen, die alle auf der Warteliste gerne hätten.

Ich möchte hier zu beginn betonen, dass ich noch nie Teil eines Barcamp-Orga-Teams war, auch wenn ich mit vielen Organisatoren befreundet bin. Insofern kann ich nicht vollständig nachvollziehen, wie scheiße es ist, wenn du deine ganze Energie investierst und dann eine große Anzahl von Leuten einfach nicht auftauchen.

Der grausigste Punkt beim Barcamp in Hannover am vergangenen Wochenende war für mich der, als es bei der Feedbacksession zu diesem Thema kam. Ich war ein bisschen erschrocken, als aus Vertretern einer Bottom-Up-Konferenz, die sonst mit “Stasi 2.0″-Shirts rumlaufen, Personen wurden, die laut nach schwarzen Listen riefen und Menschen an den öffentlichen Pranger stellen wollten. Da blitzte kurzeitig etwas auf, was mir gar nicht gefällt.

Aus meiner Sicht lässt sich das No-Show-Problem so einfach wie auf jeder anderen Konferenz der Welt lösen: Überbuchen. Inwzischen sollten wir doch einen guten Durschnittsprozentsatz von No-Shows für ein Barcamp ermittelt haben. Was spricht dagegen, ein Barcamp einfach um diesen Prozentsatz zu überbuchen?

Trotz dieser für mich einfach und effektiv erscheinenden Lösung will ich auch einen Vorschlag machen, wie man das ganze angehen könnte, wenn einem das nicht reicht.

Vielleicht bin ich als Informationsarchitekt/User-Experience-Designer da etwas mehr sensibilisiert als andere, aber mir stößt es immer wieder auf, wie man einfach davon ausgeht, dass die No-Shows alles Unmenschen sind, die sich dreist überall anmelden und dann nach Lust und Laune entscheiden, ob sie kommen oder nicht. Beim Barcamp Hannover wurde alles versucht, um die Teilnehmer im Vorfeld daran zu erinnern, sich wieder auszutragen, wenn sie nicht kommen können. Trotzdem war die Anzahl der No-Shows nicht deutlich geringer als üblich. Das zeigt mir, dass da noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen, die wir gerne übersehen, wenn wir uns über die No-Shows aufregen.

Deswegen wäre meine allererste Maßnahme, die No-Shows nach dem Barcamp anzuschreiben und sie zu fragen, warum sie nicht gekommen sind. Wenn man das hinbekommt, ohne ihnen das Gefühl der Anklagebank zu geben, könnte man ein essentiell realistischeres Bild davon bekommen, was dazu führt, dass ein Teilnehmer nicht auftaucht, ohne abzusagen. Erst danach kann man aus meiner Sicht überhaupt erst über Maßnahmen nachdenken.

Wie man es auch immer letztlich angeht und löst, mir ist vor allem wichtig, dass wir von dieser Haltung runterkommen zu glauben, wir müssten andere Menschen erziehen, sei das durch schwarze Listen, Schutzgebühren oder die automatische Verfrachtung ans Ende der Wartelisten. Diese Haltung steht für mich komplett gegen die Grundphilosophie der Barcamps. Wenn wir die No-Shows als Problem sehen, dann sind nicht einzelne Menschen ein Problem, sondern wir als Community haben ein Problem. Deswegen sollten wir lieber nach “barcampingen” Lösungen suchen als solche anzuwenden, wie sie jetzt im Raum stehen.

Barcamp Hannover

Ich bin gerade auf dem Barcamp Hannover, mein erstes Barcamp in diesem Jahr. Mei, wie ich es vermisst habe. Ich genieße es in vollen Zügen, alte Freunde wiederzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen.

Da ich mehr mit der Kamera als mit meinem digitalen Notebook hantiere, gibt’s vor allem Bilder bei flickr.

Mehr gibt’s beim Liveblog und Livestreams bei Mogulus.

Agenturen sollten bloggen um zu lernen

Jeremiah Owyang beschreibt in The Importance of Blogging, warum er weiterhin zwei Stunden pro Tag fürs Bloggen aufwendet. Der erste Grund:

1) It helps me learn: every topic I post on, someone will add additional thoughts in the comments, so more is gleaned than just me mouthing off. In fact, I get over 7 comments per post on average, so that’s at least a few more perspectives that just mine.

Am Dienstag gings auch in der Agentur ums Bloggen und es war mal wieder spannend zu beobachten, wie die meisten marketing-geprägten Menschen immer als erstes die Frage danach stellen, wie sie mit Social Media, in diesem Fall Blogs, Ideen vermitteln bzw. dem Kunden ihre Nachricht kommunizieren können.
Aus meiner Sicht ist der wichtigste Grund für eine Agentur Blogs einzusetzen aber das Lernen bzw. Zuhören. Eine Agentur sollte bloggen, um beständig mit verschiedensten Communitys im Gespräch zu sein, um besser zu verstehen und um Einblick zu bekommen. Und das geht immer mehr nur noch im Gespräch statt im Betrachten von abstrakten Statistiken. Ich würde auch vermuten, dass die immer noch häufig anzutreffende Arroganz gegenüber den Zielgruppen schnell verfliegt, wenn man sich der ungehemmten Kritik aussetzt, die eine offene Kommentarfunktion automatisch mit sich bringt.
Ich freue mich sehr über diese Richtung für die Agenturen, weil sie es ermöglicht, mehr persönliche Beziehungen mit Leuten aus den Zielgruppen aufzubauen, Meinungen von realen Menschen einzuholen und darüber nachzudenken, wie man für sie Mehrwert schaffen kann. Ich arbeite einfach lieber für Menschen als für “Milieus”. Das schöne am Dialogmarketing ist doch, dass ich mich nicht mehr in meinen Elfenbeinturm einschließe, sondern beständig mit Leuten im Gespräch sein und neue Leute mit neuen Perspektiven kennenlernen kann. Das bringt vor allem mir als Mensch (nicht nur als Werber) etwas.

Ich hatte ja schon David Deals Aussage zu der Forrester Research Studie gebloggt, in der es um die zukünftigen Agenturen geht, die viel enger als bisher Teil von Communitys werden müssen. Peter Kim hat nun die verschiedenen Reaktionen auf die Studie zusammengetragen (via Martin Recke).

Update: Sehr hilfreich zu dem Thema finde ich auch die Ausführungen von Melissa Daniels zu ihrer Arbeit als Community-Managerin (via Jeremiah Owyang).

Lessig 08

Lawrence Lessig überlegt sich, ob er für den US-Kongress kandidieren soll: Lessig 08. Hier ist seine Begründung:

(siehe auch Netzpolitik)

Sehr inspirierend. Frage mich, was eine vergleichbare Aktion bei uns wäre? Was bräuchte in Deutschland diese Herangehensweise?

Rettet die Schneemänner

Von den Kollegen von Avenue A | Razorfish

Multiple Choice Chick

Sehr feines Video aus dem Insaint Umfeld. Da geht was.

Was ist noch mal Informationsarchitektur?

Falls ihr euch das mal wieder fragt, hier ist eine Antwort von Peter Morville. Webstock 2008: Ambient Findability:

Information architecture is the structural design of shared information environments. Information architects organize Web sites so people can find what they are looking for.

Dazu sollte man wissen, was Morville das Buch Ambient Findability. What We Find Changes Who We Become geschrieben hat.

Emulation Ehrenfeld!

Kleiner Event-Tipp für meine Leser aus Kölle. Die Freunde vom Motoki Kollektiv führen euch morgen in die alten C64-Zeiten zurück.

StudiVZ mal wieder

Ich konnte es persönlich noch nie nachvollziehen, warum sich Menschen bei StudiVZ anmelden. Wenn man ein bisschen die Nachrichten geschweige denn die Blogosphäre verfolgt, liest man gefühlte alle zwei Tage von irgendwelchen unglaubliche Datenschutzproblemen, fragwürdigen Werbespots, seltsamen Verhalten der Gründer usw. Wer noch nicht genug hat, kann einfach mal beim Don nachlesen.
Nun leistet sich StudiVZ das nächste Ding und schickt meinem Barcamp-Buddy Peter eine dicke Abmahnung (2000€) wegen einer kleinen Studentenwebseite, die halt VZ im Namen hat. Klar, nicht sehr schlau das. Aber ein einfacher Anruf hätte mit Sicherheit genügt, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Wir brauchen in Deutschland endlich ein verdammtes Gesetz, um Privatpersonen vor dem aktuellen Abmahnwahn zu schützen. Ich halte euch auf dem laufenden, sobald Peter seine Spendenseite eingerichtet hat. Den im Gegensatz zu StudiVZ hat Peter eine echte Community hinter sich. (via Andre)

Update: Peter hat gerade über Twitter verlauten lassen, dass die Sache wohl vorbei ist.

Update2: Alles weitere bei Spiegel Online.

Warum Werber bloggen sollten

Es gibt smarte Leute bei Avenua A | Razorfisch, der Mutteragentur von Neue Digitale. Z.B. David Deal, Marketing Director in Superhype » Blog Archive » Boy, did I screw up:

At a time when Forrester Research urges agencies to become more connected with consumers, marketing executives need to think like this: “Blog as much as you can to stay connected to the world around you. In all things, strive for balance. Don’t let your other work responsibilities interfere with your blogging, and don’t let blogging interfere with your other work responsibilities.”

Forrester’s new report, “The Connected Agency,” urges agencies to become active participants in consumer communities, not just observers. Employee blogging isn’t the answer to being a connected agency, but it’s an important part of having a real dialogue with your community, which leads to stronger consumer insight.

Ich kann die Aussage nur unterstützen. Mal sehen, wann die Erkenntnis bei der Tochteragentur ankommt…

Mehr Informationsarchitektur Ressourcen

Stefan hat eine umfangreiche Liste mit englischen und deutschen Blogs zu Informationsarchitektur zusammengestellt. Auch die Pageflakes-Seite von Wolf macht Spaß.