Wie Unternehmen F&E betreiben

Ein Aspekt, der mich beim Betrachten der Arbeitswelt immer wieder massiv stört, ist die Kurzsichtigkeit. Die zeigt sich vor allem daran, dass in Stressphasen (also derzeit eigentlich ständig) immer zuerst F&E (Forschung und Entwicklung) hinten runter fällt. Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass man erstmal die Projekte abfrühstücken will, mit denen man konkret Geld verdient. Aber ich halte es für Vermessen zu glaube, dass die aktuelle Wirtschaftslage ewig anhalten wird und man mit dem aktuellen Stand der Kompetenz auf lange Sicht gewappnet ist. Gerade weil F&E in einer stressigen Auftragslage in der Regel vernachlässigt werden, halte ich es für umso wichtiger, diesen bewusst Zeit einzuräumen, um auf Dauer kompetent und innovativ zu bleiben. Bei Fast Company findet man ein bisschen Inspiration, wie andere Unternehmen das machen. Lab Results May Vary — Corporate Innovation:

Bell Labs has the history, and Google–where engineers devote 20% of their time to personal projects–has the buzz. But other models of corporate innovation are also showing results.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

6 Gedanken zu „Wie Unternehmen F&E betreiben“

  1. Nun, anderen (wie den böse kurzsichten Unternehmen) einen schwarzen Peter zuzuschieben, ist das eine. Und mit schlauen Meinungen zu Verbesserung bei anderen zu kommen, ist eine Freude.

    Spannend finde ich aber die Frage, wie man den nötigen Freiraum für seine ganz persönlichen Innovationen schafft. Private F&E. Googles 20% werden gern gefeiert. Aber sind wir auch privat bereit, z.B. einen Tag bezahlter (Festanstellungs-) Zeit in der Woche zu opfern, um neue Ideen zum Leben, zum eigenen Schaffen und zur eigenen Zukunft zu entwickeln? Ich habe da meine Zweifel. Sowohl, wenn ich mich selbst ansehe als auch bei meinem Umfeld.

    Dauert nicht mehr lange und ich mache mir Sorgen. In einer projektfreien Zeit, versteht sich. 🙂

  2. Nun, anderen (wie den böse kurzsichten Unternehmen) einen schwarzen Peter zuzuschieben, ist das eine. Und mit schlauen Meinungen zu Verbesserung bei anderen zu kommen, ist eine Freude.

    Spannend finde ich aber die Frage, wie man den nötigen Freiraum für seine ganz persönlichen Innovationen schafft. Private F&E. Googles 20% werden gern gefeiert. Aber sind wir auch privat bereit, z.B. einen Tag bezahlter (Festanstellungs-) Zeit in der Woche zu opfern, um neue Ideen zum Leben, zum eigenen Schaffen und zur eigenen Zukunft zu entwickeln? Ich habe da meine Zweifel. Sowohl, wenn ich mich selbst ansehe als auch bei meinem Umfeld.

    Dauert nicht mehr lange und ich mache mir Sorgen. In einer projektfreien Zeit, versteht sich. 🙂

  3. Puh, das war knapp.

    Und jetzt ist erst mal Wochenende. Wenn man genau hinguckt, sind das ja sogar zwei Tage, nicht nur einer. Auch nicht schlecht.

  4. Puh, das war knapp.

    Und jetzt ist erst mal Wochenende. Wenn man genau hinguckt, sind das ja sogar zwei Tage, nicht nur einer. Auch nicht schlecht.

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