Apple-Fans und T-Mobile
Ich bin immer wieder fasziniert, mit welcher Emotionalität Apple-Fans an alles herangehen, was mit ihrem Lieblingshersteller zusammenhängt. Aktuellstes Beispiel dazu sind die Tarife von T-Mobile für das iPhone in Deutschland. Die Tarife sind im deutschen Handymarkt völliger Durchschnitt und insbesondere im Tarifdschungel von T-Mobile alles andere als herausragend teuer oder günstig. Der Spiegel hat mal die verschiedenen Tarife von verschiedenen Anbietern verglichen und kam zu folgendem Ergebnis:
„Das Apple-Handy kostet so viel wie vergleichbare Angebote. Extras wie die W-Lan-Flatrate schlagen sogar hausinterne Konkurrenz bei T-Mobile.“
Aber irgendwie hat man wohl gehofft, dass etwas von der vermeintlichen Genialität Apples auf den deutschen Mobilfunk-Dinosaurier abstrahlen und ihn so dazu bewegen würde, einem style-affinen und kaufkräftigen Apple-Konsumenten die Tarife zu Discounter-Preisen anzubieten.
Da hat man es wohl mit dem berühmten Reality-Distortion-Field zu tun, was Apple-Produkte mit eingebaut haben und was dafür sorgt, dass man gerne mal die Realität nicht ganz objektiv wahrnimmt.
Nur so sind wohl Kommentare zu verstehen, die sich beschweren, dass die iPhone-Tarife teurer als die von Mobil-Discountern wie Simyo und Co sind. Ich kann das nicht nachvollziehen. Es geht doch auch niemand in einen Apple-Laden, um ein MacBookPro zu kaufen und sich dann zu beschweren, dass die Laptops bei Aldi aber deutlich günstiger sind.




