Barcamp Cologne 2 Fazit

Das für mich dritte Barcamp ging an diesem Wochenende über die Bühne und ich empfand es als das bisher coolste, was vor allem an einem lag: Freunden. Für mich steht bei Barcamps nach wie vor die Community und das Treffen von Menschen im Vordergrund. Ich fahre weniger zum Lernen und Teachen hin.

Schon lustig, was sich da in den letzten Monaten so entwickelt hat. Beim Barcamp Frankfurt im April schrieb ich danach noch, dass ich mich gefreut habe, den pl0g Mob kennenzulernen. Inzwischen habe ich selbst eine pl0gbar mitorganisiert und die Jungs und Mädels viel besser kennengelernt. Deshalb bin ich diesmal auch direkt im pl0g HQ untergekommen. Haha, schon lange nicht mehr mit drei anderen in einem kleinen Raum mit Penntüten und Lumas geratzt. War extrem lustig, vor allem der Geekfaktor. Morgens haben alle als erstes nach ihren Notebooks gegriffen und gecheckt, was die Twitter-Community so macht. Und keiner hat mit den Augen gerollt… Neben den pl0gies habe ich noch zahlreiche andere Leute getroffen, insbesondere Andre von A Better Tomorrow und Kai von StyleSpion.

Businesskasper

Wie oben schon erwähnt ist das Barcamp für mich ein Community-Event, d.h. lauter Leute mit ähnlichen Interessen treffen sich, um auf gleichem Level miteinander Themen zu bearbeiten, sich zu inspieren und inspiriert zu werden. Leider scheint die deutsche Web-2.0-Startup-Szene das ein bisschen anders zu sehen. Für sie ist Barcamp gleichbedeutend mit kostenlose Möglichkeit, die Zielgruppe mit Promo zu zubomben. Und so war der Samstag für mich leider eher negativ belegt, weil mir die ganzen Businesskasper tierisch auf den Sack gingen.

Es schien so, als würde jeder zweite mit einer URL auf dem Rücken rumrennen und Merch in die Menge schmeißen. Ich hab gar nix dagegen, wenn Unternehmen bei Kongressen und Messen ihre Zeug promoten. Aber Barcamps sind OpenSpace-Events, wo so etwas nichts verloren hat, meiner Meinung nach.
Ich hab auch nix gegen Sponsoring. QSC hat die Räume und fantastisches Essen zur Verfügung gestellt und sich trotzdem dezent im Hintergrund gehalten. Aber mir geht es deutlich zu weit, wenn Leute bei der Vorstellungsrunde vor die Sponsorentafel gezerrt werden, damit die auf der Videoaufnahme sichtbar sind.
An der Stelle sei lobend erwähnt, dass es die Sponsoren diesmal nicht aufs T-Shirt gepackt haben, womit dieses in der Öffentlichkeit tragbar geworden ist. Sehr cool!

Ich bin auch dankbar für Bier-Sponsoren. Aber wenn jeder, den man fragt das Produkt des Sponsors für totalen Müll hält würde ich mein Geld und meine Zeit lieber drauf verwenden, das Ding fit zu machen als Pseudo-Stimmung und NewEconomy-Feeling bei der Party zu verbreiten.

Also, liebe Businesskasper, es gibt eine Fülle von Web-2.0-Kongressen und -Events in Deutschland. Wenn ihr Geldgeber sucht und werben wollt, dann geht doch dahin. Wenn ihr zum Barcamp kommen wollt, erwarte ich, dass ihr euch vor allem über Kompetenz in den Sessions bemerkbar macht.

Knips-Wahnsinn

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(Bild von Dennis Knake)

Noch eine Sache hat mich diesmal so sehr gestört, wie nie zuvor: die permanente Knipserei. Ich glaube, ich habe noch nachts im Schlaf ständig eine DigiSLR neben mir auslösen gehört. Bei der Vorstellungsrunde am Samstagmorgen war es unerträglich. Ich stand halt relativ weit vorne. Neben mir irgendein Fritz, der von jedem nicht ein, sondern gleich 10 Bilder mit der Serienbildfunktion machen musste. Dazu kamen zwei Videokameras, die einen ständig im Fokus hatten oder auch gerne mal von hinten kam, um heimlich zu filmen, was man gerade so auf seinem Bildschirm hatte. Würde behaupten, dass ich in meinem ganzen restlichen Leben zusammengenommen noch nie soviel fotografiert und gefilmt wurde wie am Samstag allein.

Würde ein Deal vorschlagen: Wenn ihr eure Kameras im Rucksack lasst, lasse ich mein Notebook auch dort und höre euch bei euren Sessions zu.

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(Bild von MrTopf)

Sonntag = das wahre Barcamp

Nachdem ich mich am Samstag etwas zu sehr von den Businesskaspern und Dauerknipsern habe die Stimmung versauen lassen (was man sehr schön an meinem Twitterfeed sehen konnte) habe ich mir für den Sonntag vorgenommen, nur das positive zu bemerken. Interessanterweise war das überhaupt kein Problem, da die meisten Businesskasper Sonntags gar nicht mehr auftauchten und die Runde insgesamt deutlich kleiner und community-mäßiger wurde.

Der Barcamp-Sonntag ist echt ein interessantes Phänomen. Es sind deutlich weniger Leute da. Alle sind ein bisschen müde und nicht mehr so aufgedreht. Das Promo-Material ist unter die Leute gebracht und vor allem haben auch die Rookies verstanden, was eine Session ist und wie sie aussehen kann. Die meisten von denen, die das erste Mal dabei sind, sind Samstags noch etwas verunsichert, ob sie denn überhaupt was beitragen können und trauen sich noch nicht so richtig. Samstagabend haben sie dann bemerkt, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen und bieten Sonntag mal direkt ne eigene Session an. Somit steht Sonntags immer noch ein bisschen mehr Knowledge zur Verfügung.

Besuchte Sessions

Samstags habe ich drei Sessions besucht. In der ersten ging es um die aktuelle Rechtslage, was User Generated Content angeht. War eine sehr praktische, fundierte und lehrreiche Session, die vor allem von zwei sehr sympatischen Rechtsanwälten gehalten wurde (Rechtsanwälte sind in der Web-Community ja eher auf einem Sympatielevel mit Bush und Softwarepatente-Lobbyisten).

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(Bild von Dennis Knake)

Danach war ich noch bei zwei Sessions von Patrick Breitenbach. Der Mann ist einfach eine unglaubliche Workshopsau. Gib ihm ein Stift und ein Flipchart und er legt dir eine kompakte, einfach verständliche und nichtsdestotrotz ungemein hilfreiche Session hin. Hab ihn einmal zum Thema Community-Management und einmal zum Thema Kreativitätstechniken gesehen. Beides sehr spannend.

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(Bild von Dennis Knake)

Am Sonntag habe ich mir nur die Polizeisession gegeben, weil die vorher schon als der Geheimtipp schlechthin gehandelt wurde. Ein Mitarbeiter des LKA NRW erzählt in der Session darüber, was die Polizei so im Web macht und welchen Problemen sie sich ausgesetzt sieht. Als extrem witzig und web-2.0-affin aufbereitet.

Meine Sessions

Ich selbst hatte schon lange meine GTD-Session im Barcamp-Wiki angekündigt, wo sie lustigerweise bis zum Schluss die am meisten nachgefragte Session des Baracmps war. Um die Hardcore-Barcamper zu belohnen, hatte ich sie auf den Sonntag gelegt.
Da ich es für sinnlos halte, in 45 Minuten ein komplexes System wie GTD zu erklären, hatte ich mich dafür entschieden, nur die Grundprinzipien zu erläutern und das, was GTD ausmacht, damit die Besucher der Session selbst entscheiden konnten, ob sie das Thema interessiert und sie sich das Buch zulegen wollen.
Das Prinzip ging nach meinem Gefühl aber nicht wirklich auf. Woran das genau liegt ist schwer zu sagen.

Spontan habe ich noch ne Facebook-Einführungssession gemacht, nachdem Samstagabend in der Schlange vor dem Grill einige ihr Interesse bekundet hatten. Also habe ich mit Sebastian zusammen einfach nur die Basics von Facebook gezeigt ohne jegliche Vorbereitung. Hat trotzdem einigen was gebracht, soweit ich das mitbekommen habe.

Fazit

Ich habe das Wochenende sehr, sehr genossen, auch wenn ich eigentlich ständig müde war. Aber die Zeit mit jeder Menge coolen Leuten hat das allemal wett gemacht.

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(Bild von .dean)

Shouts gehen raus an: Mr. Dean und schocki vom pl0g Mob, die wundervolle Gastgeber waren. cbgreenwood aka Grüni, mit dem ich das Wochenende verdammt viel Spaß und eine entspannte Heimreise hatte. Pauli, meine IA-Verbündete. Kai (StyleSpion), weil er seine Kamera in der Tasche gelassen hat. Andre (A-B-T) für Einblicke in das Leben eines Mailorders. mc_o (ebenfalls pl0g) für trockene Kommentare. Collin für den neusten Schnack aus Mitte.

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Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

32 Gedanken zu „Barcamp Cologne 2 Fazit“

  1. Mein erstes BarCamp hat mich mit einer riesigen Menge an neuen Ideen und Impulsen umgeblasen, aber der „Twitterbilder-im-RL-treffen“-Faktor hat auch bei mir eindeutig überwogen. Zu Deiner Bewertung von SA/SO nur: „Word“. Auch ich als Rookie hatte dann am SO kein Problem damit, Sessionbeisitzer zu sein, Ermutigung an alle: keiner beisst, keiner macht läppsch, wenn nicht direkt die Nobelpreispräsi kommt. Next Barcamp, here I come 😉 Vorher aber hoffentlich noch die Freiburg pl0gbar! Und danke für die nette Reisebegleitung.

  2. Mein erstes BarCamp hat mich mit einer riesigen Menge an neuen Ideen und Impulsen umgeblasen, aber der „Twitterbilder-im-RL-treffen“-Faktor hat auch bei mir eindeutig überwogen. Zu Deiner Bewertung von SA/SO nur: „Word“. Auch ich als Rookie hatte dann am SO kein Problem damit, Sessionbeisitzer zu sein, Ermutigung an alle: keiner beisst, keiner macht läppsch, wenn nicht direkt die Nobelpreispräsi kommt. Next Barcamp, here I come 😉 Vorher aber hoffentlich noch die Freiburg pl0gbar! Und danke für die nette Reisebegleitung.

  3. Hey Johannes, erstmal möchte ich sagen, dass es extrem cool war sich mal persönlich kennen zu lernen. Und zweitens, wir wissen warum dieses komische Geühl bei der GTD Session, die wirklich cool präsentiert wurde, entstand: Klugscheisserism von Leuten, die meinen die Checker zu sein. In Wahrheit kommt aber nur heisse Luft durch ein viel zu lautes Organ…

  4. Hey Johannes, erstmal möchte ich sagen, dass es extrem cool war sich mal persönlich kennen zu lernen. Und zweitens, wir wissen warum dieses komische Geühl bei der GTD Session, die wirklich cool präsentiert wurde, entstand: Klugscheisserism von Leuten, die meinen die Checker zu sein. In Wahrheit kommt aber nur heisse Luft durch ein viel zu lautes Organ…

  5. Danke für das Kompliment. Das geht runter wie Öl und ich freue mich immer, wenn ich anderen etwas wertvolles mit auf den Weg geben kann.

    Übrigens planen wir demnächst ein „NGO-Camp“, da dürften dann auch weniger „Businesskasper“ da sein. Würde mich freuen, wenn du auch dabei wärst.

  6. Danke für das Kompliment. Das geht runter wie Öl und ich freue mich immer, wenn ich anderen etwas wertvolles mit auf den Weg geben kann.

    Übrigens planen wir demnächst ein „NGO-Camp“, da dürften dann auch weniger „Businesskasper“ da sein. Würde mich freuen, wenn du auch dabei wärst.

  7. Hallo Johannes,

    erst mal Danke für das Lob, allerdings möchte ich an einigen Stellen auf Deine Kritik eingehen, die ich in Deutschland (und nur hier) immer wieder höre.

    Sponsoren

    Die Sponsoren haben zum Teil große Beträge gezahlt, waren teilweise bei der Orga behilflich und viele haben auch eigene Sessions angeboten. Ansonsten ist der Deal, dass sie keinerlei Einfluss auf die Veranstaltung nehmen können. Daran haben sich alle gehalten und das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir haben auch schon Sponsoren abgelehnt, bzw. solche haben sich nachdem wir das klar gemacht hatten, nie mehr wieder gemeldet. Die Sponsorentafel ist ein Zugeständnis und hat einen besseren Effekt als der Druck auf die Shirts (mit denen keiner so richtig glücklich ware). Das wenige Promomaterial war auf einem Tisch ausgelegt und wer es nicht wollte, konnte einfach daran vorbeigehen. Dass ein paar Freaks, die nicht sponsoren, trotzdem immer ihr Zeugs verteilen müssen, kann man kaum verhindern. Für mich lohnt es sich jedenfalls nicht sich darüber aufzuregen, die meisten wissen eben aber auch, was sie davon halten sollen. „Zugebombt“ halte ich aber für deutlich übertrieben.

    BarCamps funktionieren eben so – Geld aus der Wirtschaft, dafür alles frei für die Teilnehmer. Dieser Deal ist fair und so auch okay.

    Auch mit URLs auf Shirts sehen ich keine Probleme. Was ist so schlimm daran? Ich finde dass sogar gut, es hilft mir bei der Orientierung. Ich habe so Leute kennen gelernt, deren Gesicht mir nicht bekannt war.

    Fotos

    BarCamps sollen möglichst gut dokumentiert werden, so war das in den USA (wo die Bewegung entstanden ist) geplant und da gehört eben jegliches Foto und Videomaterial auch dazu. Ich habe gerade nachgeschaut, beim BarCampBlock, das zeitgleich stattgefunden hat, sind alleine in Flickr 1600 Fotos zu finden. Es fängt auch die Stimmung zum Teil ein und ist eine Erinnerung für viele. Selbst Du hast ja Deinen Artikel damit angreichert. Ich habe keine Probleme damit. Wenn einer Deinen Screen abfotografiert ist es natürlich etwas anderes, aber wenn eine so große Gruppe von Menschen zusammenkommt, wird es immer (bei BarCamps zum Glück wenige), die sich an einfache Anstandsregeln nicht halten.

    Bei der Re:publica gab es die Foto Diskussion auch im Vorfeld, .Dean hat dann vorgeschlagen, dass sich diejenigen, die nicht fotografiert werden wollen, einfach eine rote Wollmütze anziehen 🙂

    Ich geb hier in Deutschland den BarCamp Fundi, weil ich möchte, dass das Format nicht totgeritten wird, dass der Kommerz in einem gesunden Verhältnis zur Information, Networking, Austausch etc. steht. Der ständige Versuch, das auf einer zweifellos dünnen Linie in der Waage zu halten ist meiner Meinung (und auch der Meinung vieler anderer) gelungen.

    Ich würde alles viel entspannter sehen und eben das was Du für Dich selbst willst aus der Veranstaltung rausholen. Es muss aber auch den Raum für die anderen geben – nicht alle Interessen sind gleich.

    Im übrigen vielen Dank für Deine Kick-Ass Session. Ist die gefilmt worden?

  8. Hallo Johannes,

    erst mal Danke für das Lob, allerdings möchte ich an einigen Stellen auf Deine Kritik eingehen, die ich in Deutschland (und nur hier) immer wieder höre.

    Sponsoren

    Die Sponsoren haben zum Teil große Beträge gezahlt, waren teilweise bei der Orga behilflich und viele haben auch eigene Sessions angeboten. Ansonsten ist der Deal, dass sie keinerlei Einfluss auf die Veranstaltung nehmen können. Daran haben sich alle gehalten und das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir haben auch schon Sponsoren abgelehnt, bzw. solche haben sich nachdem wir das klar gemacht hatten, nie mehr wieder gemeldet. Die Sponsorentafel ist ein Zugeständnis und hat einen besseren Effekt als der Druck auf die Shirts (mit denen keiner so richtig glücklich ware). Das wenige Promomaterial war auf einem Tisch ausgelegt und wer es nicht wollte, konnte einfach daran vorbeigehen. Dass ein paar Freaks, die nicht sponsoren, trotzdem immer ihr Zeugs verteilen müssen, kann man kaum verhindern. Für mich lohnt es sich jedenfalls nicht sich darüber aufzuregen, die meisten wissen eben aber auch, was sie davon halten sollen. „Zugebombt“ halte ich aber für deutlich übertrieben.

    BarCamps funktionieren eben so – Geld aus der Wirtschaft, dafür alles frei für die Teilnehmer. Dieser Deal ist fair und so auch okay.

    Auch mit URLs auf Shirts sehen ich keine Probleme. Was ist so schlimm daran? Ich finde dass sogar gut, es hilft mir bei der Orientierung. Ich habe so Leute kennen gelernt, deren Gesicht mir nicht bekannt war.

    Fotos

    BarCamps sollen möglichst gut dokumentiert werden, so war das in den USA (wo die Bewegung entstanden ist) geplant und da gehört eben jegliches Foto und Videomaterial auch dazu. Ich habe gerade nachgeschaut, beim BarCampBlock, das zeitgleich stattgefunden hat, sind alleine in Flickr 1600 Fotos zu finden. Es fängt auch die Stimmung zum Teil ein und ist eine Erinnerung für viele. Selbst Du hast ja Deinen Artikel damit angreichert. Ich habe keine Probleme damit. Wenn einer Deinen Screen abfotografiert ist es natürlich etwas anderes, aber wenn eine so große Gruppe von Menschen zusammenkommt, wird es immer (bei BarCamps zum Glück wenige), die sich an einfache Anstandsregeln nicht halten.

    Bei der Re:publica gab es die Foto Diskussion auch im Vorfeld, .Dean hat dann vorgeschlagen, dass sich diejenigen, die nicht fotografiert werden wollen, einfach eine rote Wollmütze anziehen 🙂

    Ich geb hier in Deutschland den BarCamp Fundi, weil ich möchte, dass das Format nicht totgeritten wird, dass der Kommerz in einem gesunden Verhältnis zur Information, Networking, Austausch etc. steht. Der ständige Versuch, das auf einer zweifellos dünnen Linie in der Waage zu halten ist meiner Meinung (und auch der Meinung vieler anderer) gelungen.

    Ich würde alles viel entspannter sehen und eben das was Du für Dich selbst willst aus der Veranstaltung rausholen. Es muss aber auch den Raum für die anderen geben – nicht alle Interessen sind gleich.

    Im übrigen vielen Dank für Deine Kick-Ass Session. Ist die gefilmt worden?

  9. Danke für den ausgleichenden Kommentar, Franz. War mir schon bewusst, dass ich das alles etwas in den falschen Hals bekommen habe. Deswegen auch der „positive Sonntag“.

    Ich hab nicht wirklich was gegen Sponsoren oder so. Ich habe nur was gegen Leute, die Barcamps als kostenlose Promoveranstaltung sehen und ernsthaft interessierten Teilnehmern den Platz wegnehmen. Ich hab auch nix gegen URLs aufm Shirt, so lange es in Maßen bleibt. Das gleiche gilt für die Fotos. Hab mich ein bisschen über mich selbst amüsiert, als mir auffiel, dass ich den Teil mit der Beschwerde mit Fotos von flickr anreicherte. Auch hier gilt, dass es ein gesundes Maß braucht. Man kann so oder so fotografieren. Der eine wählt seine Motive gut aus und man bemerkt ihn kaum, wenn er fotografiert. Der andere hat einfach eine zu große Speicherkarte und hält die Kamera auf alles inkl. Serienbildfunktion.

    Aber das sind alles Kleinigkeiten im Vergleich zu einem insgesamt tollen Barcamp.

    Btw. was für eine „Kick-Ass Session“ habe ich denn gehalten?

  10. Danke für den ausgleichenden Kommentar, Franz. War mir schon bewusst, dass ich das alles etwas in den falschen Hals bekommen habe. Deswegen auch der „positive Sonntag“.

    Ich hab nicht wirklich was gegen Sponsoren oder so. Ich habe nur was gegen Leute, die Barcamps als kostenlose Promoveranstaltung sehen und ernsthaft interessierten Teilnehmern den Platz wegnehmen. Ich hab auch nix gegen URLs aufm Shirt, so lange es in Maßen bleibt. Das gleiche gilt für die Fotos. Hab mich ein bisschen über mich selbst amüsiert, als mir auffiel, dass ich den Teil mit der Beschwerde mit Fotos von flickr anreicherte. Auch hier gilt, dass es ein gesundes Maß braucht. Man kann so oder so fotografieren. Der eine wählt seine Motive gut aus und man bemerkt ihn kaum, wenn er fotografiert. Der andere hat einfach eine zu große Speicherkarte und hält die Kamera auf alles inkl. Serienbildfunktion.

    Aber das sind alles Kleinigkeiten im Vergleich zu einem insgesamt tollen Barcamp.

    Btw. was für eine „Kick-Ass Session“ habe ich denn gehalten?

  11. BarCamp-Sonntage sind wirklich ein Phänomen. Ich hatte den Eindruck, dass die Teilnehmerzahl nicht so drastisch runterging wie z.B. in Frankfurt, dass aber trotzdem die Stimmung sehr viel entspannter war als am Tag zuvor. Für das nächste BarCamp nehme ich mir jedenfalls vor, den Sonntag bis zum Ende durchzuziehen, bisher musste ich immer schon nachmittags weg.

    Zur Businesskasper-Diskussion: Das wirst du immer haben, vielleicht macht auch das gerade die BarCamp-Mischung an Leuten aus. Wäre doch langweilig, wenn wir niemanden mehr dissen könnten, oder? Meistens erkennt man die ja schon von weitem und macht einen großen Bogen um sie. Ich hab jedenfalls nur „coole“ Leute kennengelernt ;O)

  12. BarCamp-Sonntage sind wirklich ein Phänomen. Ich hatte den Eindruck, dass die Teilnehmerzahl nicht so drastisch runterging wie z.B. in Frankfurt, dass aber trotzdem die Stimmung sehr viel entspannter war als am Tag zuvor. Für das nächste BarCamp nehme ich mir jedenfalls vor, den Sonntag bis zum Ende durchzuziehen, bisher musste ich immer schon nachmittags weg.

    Zur Businesskasper-Diskussion: Das wirst du immer haben, vielleicht macht auch das gerade die BarCamp-Mischung an Leuten aus. Wäre doch langweilig, wenn wir niemanden mehr dissen könnten, oder? Meistens erkennt man die ja schon von weitem und macht einen großen Bogen um sie. Ich hab jedenfalls nur „coole“ Leute kennengelernt ;O)

  13. GTD – so habe ich das jedenfalls mehrmals gehört. Ich habe sie leider nicht gesehen, deshalb will ich ja das Video.

    Ich, als ambitionierter Hobbyknipser kann das übrigens mit der Serienbildfunktion erklären. Wenn Du ein einmaliges Motiv festhalten willst, z.B Joahnnes Kleske vor der Sponsorenwand (hehe), hast du beim Abdrücken genau einen Versuch. Oft ist es aber so, dass der Mund dümmlich offen steht oder die Augen geschlossen, einer durchs Foto läuft etc, also alle Unfälle, die beim fotografieren passieren können. Mit der Serienbildfunkton erhöht es die Chance ein gutes Foto zu machen.

    Meine macht übrigens 5 in der Sekunde, ich beweise es Dir das nächste mal, wenn ich Dich vor die Linse bekomme – ob Du willst odr nicht.

  14. GTD – so habe ich das jedenfalls mehrmals gehört. Ich habe sie leider nicht gesehen, deshalb will ich ja das Video.

    Ich, als ambitionierter Hobbyknipser kann das übrigens mit der Serienbildfunktion erklären. Wenn Du ein einmaliges Motiv festhalten willst, z.B Joahnnes Kleske vor der Sponsorenwand (hehe), hast du beim Abdrücken genau einen Versuch. Oft ist es aber so, dass der Mund dümmlich offen steht oder die Augen geschlossen, einer durchs Foto läuft etc, also alle Unfälle, die beim fotografieren passieren können. Mit der Serienbildfunkton erhöht es die Chance ein gutes Foto zu machen.

    Meine macht übrigens 5 in der Sekunde, ich beweise es Dir das nächste mal, wenn ich Dich vor die Linse bekomme – ob Du willst odr nicht.

  15. Hey Jo, alles in allem habe ich als Barcamp Rookie die Veranstaltung als extrem positiv empfunden. Natürlich kann man bestimmte Aktionen positiv oder negativ auslegen aber alles in allem war es total ok.

    Die Sponsoren, die meinen extremen Hunger und Durst über 2 Tage befriedigen konnten dürfen ruhig präsent sein und Promo machen. Ansonsten war doch alles im Flow und man musste sich um nix kümmern.

    Ich empfand es eher als störend im Tarnmantel einer bzw mehrerer Sessions sein eigenes Startup zu promoten. Diese Sessions habe ich auch bewusst nicht besucht.

    Die GTD Boykott Aktion war ebenfalls daneben aber manche Menschen nehmen sich einfach wichtiger als sie sind. Who cares? 🙂

    Fand es auf jeden Fall geil dich mal persönlich kennenzulernen und hoffe das wirs uns noch häufiger über den Weg laufen.

    Cheers, Andre

  16. Hey Jo, alles in allem habe ich als Barcamp Rookie die Veranstaltung als extrem positiv empfunden. Natürlich kann man bestimmte Aktionen positiv oder negativ auslegen aber alles in allem war es total ok.

    Die Sponsoren, die meinen extremen Hunger und Durst über 2 Tage befriedigen konnten dürfen ruhig präsent sein und Promo machen. Ansonsten war doch alles im Flow und man musste sich um nix kümmern.

    Ich empfand es eher als störend im Tarnmantel einer bzw mehrerer Sessions sein eigenes Startup zu promoten. Diese Sessions habe ich auch bewusst nicht besucht.

    Die GTD Boykott Aktion war ebenfalls daneben aber manche Menschen nehmen sich einfach wichtiger als sie sind. Who cares? 🙂

    Fand es auf jeden Fall geil dich mal persönlich kennenzulernen und hoffe das wirs uns noch häufiger über den Weg laufen.

    Cheers, Andre

  17. Franz, von deiner Kamera lass ich mich jederzeit verführen 😉

    Also, werde mich vor dem nächsten Barcamp einfach extrem locker machen. Dann dürfte es wieder passen mit Sponsoren und Dauerknipsern…

  18. Franz, von deiner Kamera lass ich mich jederzeit verführen 😉

    Also, werde mich vor dem nächsten Barcamp einfach extrem locker machen. Dann dürfte es wieder passen mit Sponsoren und Dauerknipsern…

  19. Finde „Businesskasper“ eins der besten Wörter, die ich kenne. Man sollte Don A. mal eine Lizenzgebühr zahlen.

    Hab unglaublich viel vom aktuellen Köln-BarCamp gehört und mich noch mehr geärgert als sonst bei solchen Sachen, dass ich nicht dabei war.

    Aber dass Aachen gestern in Köln gewonnen hat, zum ersten Mal seit meinem Geburtsmonat November 1968, das sind keine Nachwehen mehr, oder?

  20. Finde „Businesskasper“ eins der besten Wörter, die ich kenne. Man sollte Don A. mal eine Lizenzgebühr zahlen.

    Hab unglaublich viel vom aktuellen Köln-BarCamp gehört und mich noch mehr geärgert als sonst bei solchen Sachen, dass ich nicht dabei war.

    Aber dass Aachen gestern in Köln gewonnen hat, zum ersten Mal seit meinem Geburtsmonat November 1968, das sind keine Nachwehen mehr, oder?

  21. hallo johannes, coole zusammenfassung. ich war zwar nur samstagabend dabei (bier, grilladen und nette leute – da kann ich nicht widerstehen), aber so schlimm fand ich die t-shirt tragende fraktion nicht. hat mich gefreut, dich ebenfalls mal zu treffen. kai hat ja schon vorher geschwärmt…

  22. hallo johannes, coole zusammenfassung. ich war zwar nur samstagabend dabei (bier, grilladen und nette leute – da kann ich nicht widerstehen), aber so schlimm fand ich die t-shirt tragende fraktion nicht. hat mich gefreut, dich ebenfalls mal zu treffen. kai hat ja schon vorher geschwärmt…

  23. Pingback: Webworkblogger
  24. OK, paar klärende Worte (hab mit Johannes gechattet.)

    • Ich hatte NICHT im Blick, dass Johannes eine GTD Session machen wollte als ich meine GTD Sessions (die ich in HH schon angeboten hatte) geplant habe. ich hab banalerweise aus Zeitmangel nicht ins Wiki geguckt.
    • Ich hatte J. vorher (Fr Party oder Sa vor der Vorstellung(?) don’t remember.) gesagt, dass ich GTD Sessions machen wollte und ihn gefragt ob er dabei sein wollte (d.h. ihn eingeladen das zusammen zu machen), er war irritiert, weil er dachte ich wüsste, dass er… aber ich hab es erst nach meiner Samstagsssession mitgekriegt. Auf der Sessionnotiz stand kein Name, so dass ich ihn am Sa nicht ansprechen konnte.
    • Hätte ich das vorher mitgekriegt und hätten wir uns nicht missverstanden, hätten wir das sicher anders lösen können. (Also ggf. die Sequenz: Grundlagen, ‚Tools‘ und ‚How we work‘.)
    • Inhaltlich hatten wir verschiedene Ansätze, so dass sich an sich wenig überschnitt. (Über das Vermittlungsproblem von GTD haben wir uns im Chat ausgetauscht.)
    • Dass ich in der Session unangemessen ungeduldig wurde, tut mir leid. (Das Argument, dass es auch ums Aufschreiben gehe und deswegen nichts neues sei, war mir zu platt und hat mich unangemessen in Rage gebracht. Sorry.)
    • Falls mein Redeanteil zu hoch war, bitte ich das der Passion zuzuschreiben, mit dem mich GTD erfüllt und die ich offenbar zu gerne weiter verbreite. Ich bitte auch dafür um Entschuldigung.

    Ich praktiziere seit Jahren das, was ich gelernt habe: Take it from the net, give it to the net. Barcamps sind da eine neue Form, die mich über die Maßen faszinieren. Offenbar überschreite ich beim „Geben“ Grenzen, die andere gerne gezogen hätten. Ich nehme mir vor diese Grenzen noch mehr zu respektieren.

    Generell fände ich es schön, wenn auch und vor allem persönliche Kritik bei den betroffenen Personen landet und nicht in Aktionen ohne Feedback mündet.

    Ich hab zu GTD in den nächsten Wochen einiges vor und wen es trotz allem immer noch interessiert, der findet mein Blog sicher auch dann, wenn ich es hier absichtlich nicht verlinke. Danke.

  25. OK, paar klärende Worte (hab mit Johannes gechattet.)

    • Ich hatte NICHT im Blick, dass Johannes eine GTD Session machen wollte als ich meine GTD Sessions (die ich in HH schon angeboten hatte) geplant habe. ich hab banalerweise aus Zeitmangel nicht ins Wiki geguckt.
    • Ich hatte J. vorher (Fr Party oder Sa vor der Vorstellung(?) don’t remember.) gesagt, dass ich GTD Sessions machen wollte und ihn gefragt ob er dabei sein wollte (d.h. ihn eingeladen das zusammen zu machen), er war irritiert, weil er dachte ich wüsste, dass er… aber ich hab es erst nach meiner Samstagsssession mitgekriegt. Auf der Sessionnotiz stand kein Name, so dass ich ihn am Sa nicht ansprechen konnte.
    • Hätte ich das vorher mitgekriegt und hätten wir uns nicht missverstanden, hätten wir das sicher anders lösen können. (Also ggf. die Sequenz: Grundlagen, ‚Tools‘ und ‚How we work‘.)
    • Inhaltlich hatten wir verschiedene Ansätze, so dass sich an sich wenig überschnitt. (Über das Vermittlungsproblem von GTD haben wir uns im Chat ausgetauscht.)
    • Dass ich in der Session unangemessen ungeduldig wurde, tut mir leid. (Das Argument, dass es auch ums Aufschreiben gehe und deswegen nichts neues sei, war mir zu platt und hat mich unangemessen in Rage gebracht. Sorry.)
    • Falls mein Redeanteil zu hoch war, bitte ich das der Passion zuzuschreiben, mit dem mich GTD erfüllt und die ich offenbar zu gerne weiter verbreite. Ich bitte auch dafür um Entschuldigung.

    Ich praktiziere seit Jahren das, was ich gelernt habe: Take it from the net, give it to the net. Barcamps sind da eine neue Form, die mich über die Maßen faszinieren. Offenbar überschreite ich beim „Geben“ Grenzen, die andere gerne gezogen hätten. Ich nehme mir vor diese Grenzen noch mehr zu respektieren.

    Generell fände ich es schön, wenn auch und vor allem persönliche Kritik bei den betroffenen Personen landet und nicht in Aktionen ohne Feedback mündet.

    Ich hab zu GTD in den nächsten Wochen einiges vor und wen es trotz allem immer noch interessiert, der findet mein Blog sicher auch dann, wenn ich es hier absichtlich nicht verlinke. Danke.

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