Gewerkschaften bei Starbucks

Angesichts von zwei demnächst eröffnenden Starbucks in Karlsruhe mal diese Info:

Der Kampf um gewerkschaftliche Organisierung bei Starbucks:

Starbucks ist die weltgrößte Kaffe-Haus Kette. Und sie expandiert wie wild. Allein in Frankfurt gibt es schon 10 Filialen. In den USA wehren sich Starbucksmitarbeiter bereits seit drei Jahren gegen die Arbeitsbedingungen in der hippen Kaffeebude, nicht ohne Erfolg. In 9 Filialen in den USA (davon sechs in New York) haben sich die “Baristas”, wie die KaffeeverkäuferInnen bei Starbucks heißen, in der “Starbucks Workers Union” unter dem Dach der Industrial Workers of the World (IWW) organisiert, einer radikalen Gewerkschaft, die seit kurzer Zeit auch in Deutschland aktiv ist. Die Wobblies im deutschsprachigen Raum haben Diane Krauthamer (Medeinaktivistin und IWW Mitglied aus New York City) eingeladen, ihre beiden kurzen Dokumentarfilme über den Kampf der New Yorker Baristas zu zeigen. Neben “Together we win – The fight to organize Starbucks” (ca. 8 Min.) wird “The Coffee Sirens” (30 Min.) als Uraufführung in Deutschland zu sehen sein – ein z.T. undercover gedrehter Film über “Unionbusting” (gewerkschaftsfeindliche Aktivitäten) bei Starbucks. Diane steht im Anschluss an die Vorführung für Fragen zur Verfügung. Zusammen mit dem Londoner IWW-Mitglied Adam Lincoln wird sie über Arbeitsbedingungen in den Filialen und die Perspektiven einer internationalen basisgewerkschaftlichen Organisierung berichten und diskutieren.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

28 Gedanken zu „Gewerkschaften bei Starbucks“

  1. Ich muss gestehen noch nie im NUN gewesen zu sein… und sonst würde mir spontan kein anderes in Karlsruhe einfallen. Aber wenn du ein paar Tips hast probiere ich die gerne mal nächstes Wochenende aus.

  2. Ich muss gestehen noch nie im NUN gewesen zu sein… und sonst würde mir spontan kein anderes in Karlsruhe einfallen. Aber wenn du ein paar Tips hast probiere ich die gerne mal nächstes Wochenende aus.

  3. Das NUN gibt’s seit Oktober 2006. Ansonsten gibt es noch das MoccaSin und die Röstbar als Kaffeehäuser mit sehr gutem Kaffee. Auch zu nennen wäre noch die Espressobar.

  4. Das NUN gibt’s seit Oktober 2006. Ansonsten gibt es noch das MoccaSin und die Röstbar als Kaffeehäuser mit sehr gutem Kaffee. Auch zu nennen wäre noch die Espressobar.

  5. Nun ja, um auch mal einen Kommentar zum Thema, den Gewekschaften zu bringen, melde ich mich doch auch mal zu Wort.

    Soweit ich weiß, war das New York mit den Gewerkschaften auch wirklich erforderlich. Ich denke in den USA herrschen soweil im Arbeits- als auch im Privatleben rauhere Sitten. Die USA sind nunmal vom Charakter etwas agressiver, seien es die abgezockten Bosse, die prügelnden Polizisten, kreigenden Präsidenten oder schießende Kinder.

    Worauf ich damit hinaus will, ist das ich denke, daß in Deutschland doch andere Arbeitsregelungen gibt, und außerdem eine größere Möglichkeit zur Zwischenmenschlichkeit besteht. Und ich finde diese ist vielen „Baristas“ anzusehen. Ich finde Starbucks präsentiert sich sehr positiv in Deutschland. Und den Eindruck einer unbedingt erforderlichen Gewerkschaft habe ich nicht.

    Und das Ketten expandieren liegt in ihrer Natur. Wer würde sich das nicht für sein Unternehmen wünschen?

    …so mal mein Statement. :-))

  6. Nun ja, um auch mal einen Kommentar zum Thema, den Gewekschaften zu bringen, melde ich mich doch auch mal zu Wort.

    Soweit ich weiß, war das New York mit den Gewerkschaften auch wirklich erforderlich. Ich denke in den USA herrschen soweil im Arbeits- als auch im Privatleben rauhere Sitten. Die USA sind nunmal vom Charakter etwas agressiver, seien es die abgezockten Bosse, die prügelnden Polizisten, kreigenden Präsidenten oder schießende Kinder.

    Worauf ich damit hinaus will, ist das ich denke, daß in Deutschland doch andere Arbeitsregelungen gibt, und außerdem eine größere Möglichkeit zur Zwischenmenschlichkeit besteht. Und ich finde diese ist vielen „Baristas“ anzusehen. Ich finde Starbucks präsentiert sich sehr positiv in Deutschland. Und den Eindruck einer unbedingt erforderlichen Gewerkschaft habe ich nicht.

    Und das Ketten expandieren liegt in ihrer Natur. Wer würde sich das nicht für sein Unternehmen wünschen?

    …so mal mein Statement. :-))

  7. Na ja, dass Amerikaner von Natu aus rauher sind als ähm… Deutsche… halte ich aber für ein krasses Vorurteil. Und selbst wenn die Arbeitsbedingungen besser sind, heisst das doch wohl nicht, dass hier keine Gewerkschaft nötig wäre! Es liegt eben nicht nur in der Natur solcher Ketten, zu expandieren, sondern auch aus Profitgründen nicht gerade die höchsten Löhne zu zahlen.

    Und das die baristas von Starbucks auf dich einen positiven Eindruck machen, hat ja wohl am ehesten seinen Grund darin, dass Starbucks genau das von den Baristas verlangt. Die meisten Lidl- oder Aldi-KassiererInnen machen ja auch nicht den Eindruck, dass sie sich schrecklich ausgebeutet fühlen. Aber sprech die mal, oder einen Barista, nach Feierabend…

    Es geht dabei ja nicht nur um Starbucks, da ist in der gesamten Gastronomie viel im Argen.

  8. Na ja, dass Amerikaner von Natu aus rauher sind als ähm… Deutsche… halte ich aber für ein krasses Vorurteil. Und selbst wenn die Arbeitsbedingungen besser sind, heisst das doch wohl nicht, dass hier keine Gewerkschaft nötig wäre! Es liegt eben nicht nur in der Natur solcher Ketten, zu expandieren, sondern auch aus Profitgründen nicht gerade die höchsten Löhne zu zahlen.

    Und das die baristas von Starbucks auf dich einen positiven Eindruck machen, hat ja wohl am ehesten seinen Grund darin, dass Starbucks genau das von den Baristas verlangt. Die meisten Lidl- oder Aldi-KassiererInnen machen ja auch nicht den Eindruck, dass sie sich schrecklich ausgebeutet fühlen. Aber sprech die mal, oder einen Barista, nach Feierabend…

    Es geht dabei ja nicht nur um Starbucks, da ist in der gesamten Gastronomie viel im Argen.

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