Konzepter II – Die Rückkehr

Ich habe ja schon sowas geahnt, als ich Anfang Februar zum Ende meiner Veränderungen-Serie schrieb, dass alle Entscheidungen nicht in Stein gemeißelt sind, sondern den aktuellen Stand meiner Reise in der Arbeitswelt wiedergeben. Vieles ist seitdem passiert und das meiste hat sich schneller entwickelt als erwartet.

Autor bei Blogwerk

Die Ruhe in diesem Blog liegt vor allem an meinem Engagement bei der Blogwerk AG für das Produktivitätsblog imgriff.com. Wer die Artikel verfolgt, die ich dort schreibe, dem dürfte klar sein, dass ich mehr als je zuvor geschrieben habe. Dass ich so schnell damit etwas Geld verdienen würde, hatte ich nicht auf dem Plan.

Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit Blogwerk und den feinen Damen und Herren dort. Ich war ja zunächst etwas kritisch, weil kommerzielle Blognetzwerke sich ja bisher in der Regel nicht gerade mit Rum und Qualität bekleckert haben. Bei Blogwerk dagegen nimmt man sich selbst nicht zu ernst, die eigene Arbeit dafür aber umso mehr. Ich lerne sehr viel, was meine journalistischen Fähigkeiten und mein Schreibstil angeht.

Hallo Konzepter/Konzeptioner

Schon als ich im Februar meinen Abschiedstext vom Konzepterdasein formulierte, war ich vorsichtig und ließ die Entscheidung offen. Inzwischen schreibe ich wieder ganz offen, dass ich Konzepter bin. Verantwortlich dafür ist das größte Projekt meiner bisherigen Selbstständigkeit.

Andreas ist regelmäßiger Leser meines Blogs und weiß somit ziemlich gut, wie ich drauf bin und wie mein Arbeitsleben so läuft. Bei der Veränderungen-Serie hat er sogar mitdiskutiert. Das hielt ihn nicht davon ab, mich bei einer großen Agentur als Konzepter und Informationsarchitekt für ein größeres Projekt vorzuschlagen. Sowohl die Agentur wie auch ich haben ihm vertraut, dass er schon weiß, was er sich dabei gedacht hat. Und so kam es, dass ich Mitte April wieder als Konzepter für eine Agentur gearbeitet habe. Haha, tja, das Leben…

Das eigentliche Schlüsselerlebnis aber war das Projekt selbst, meine Beteiligung und die Zusammenarbeit mit der Agentur. Alles lief perfekt. Ich fuhr zum Briefing hin und habe den ganzen Rest hier von meinem Schreibtisch aus erledigt. Das war die erste Agentur, die das nicht nur tolerierte, sondern für die das völlig ok war.
Die Arbeit selbst war nach meinem Media-System-Design-Studium kein Problem für mich. Meine Aufgabe war es, die Ideen der Agentur für eine Produkt-Webseite in ein direkt umsetzbares Feinkonzept zu verwandeln. Dazu gehörten viel Informationsarchitektur, ein paar Wireframes und viele klare Formulierungen, die den Designern und Programmierern die Arbeit leicht machen. Lauter Anforderungen, die ich im Studium x-mal gemacht und seitdem noch verfeinert habe.
Umso überraschter war ich über das sehr positive Feedback der Agentur und deren Kunde. Ich stelle doch immer wieder ein bisschen überrascht fest, dass die Dinge, die für mich selbstverständlich sind, für andere bei weitem nicht so offensichtlich sind. Scheinbar habe ich doch einiges im Studium gelernt.

Insgesamt hat mich dieses Projekt überzeugt, dass ich als Konzepter doch zu einigem fähig bin, solange die Rahmenbedingungen stimmen. Ich tue mich nach wie vor schwer, frische Ideen zu entwickeln. Aber wenn es darum geht, aus ersten, bestehenden Ideen ein Konzept für eine Webseite zu entwickeln, kann ich mein Können voll ausspielen.

Hallo Agenturen

Wirklich überrascht hat mich die Agentur mit ihrer Offenheit für meine Arbeitsform und meine Vorschläge. Kein Marketing-Gelaber, keine Arroganz, kein Sich-Profilieren. Das Team, mit dem ich gearbeitet habe, war freundlich, hilfsbereit und kommunikativ. Ich liebe es, wenn meine Vorurteile widerlegt werden. Das lässt mich hoffen, dass da draußen noch mehr Agenturen sind, mit denen es Spaß macht, zusammenzuarbeiten.

Ich merke an den Anfragen der letzten Wochen auf jeden Fall, wie das Business in der Werbebranche anzieht und so sehr Not am Mann ist, dass die Agenturen immer mehr Bereitschaft zeigen, sich neuen Arbeitsmodellen zu öffnen.

Fazit

Liebe Agenturen, wenn ihr auf der Suche nach einem Konzepter/Konzeptioner/Informationsarchitekt seid, der aus eurem Grobkonzept für Web-Projekte ein technisches Feinkonzept stricken kann und wenn ihr offen seid für flexible Arbeitsformen, wenig Präsenz vor Ort und virtuelle Kommunikation, dann sollten wir uns unterhalten. Mehr Details zu meiner Arbeit findet ihr unter Business.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

6 Gedanken zu „Konzepter II – Die Rückkehr“

  1. Heyyyyyyyy, ich schaue natürlich ab und an auf Dein Treiben bei imgriff.com und verstehe Deine ‚Zurückhaltung‘ auf ‚hier‘. Umso mehr freut mich die oben beschriebene Entwicklung. Ich gebe zu, dass ich beim Lesen und beim Zurückdenken an die Phase der Veränderungen-Serie gleich mehrmals dachte: Sag‘ ich doch :-)!!!

    Vorurteile sind (manchmal) prima und noch besser ist es, sich an ihnen abzuarbeiten und sie durch gelebtes Leben zu widerlegen, bzw. einfach neue Inhaltsmodelle neu zu erleben. Ich freue mich wirklich sehr für Dich 🙂 ..

    Viele Grüsse von der Bergstrasse..

    Ciao, Markus

  2. Heyyyyyyyy, ich schaue natürlich ab und an auf Dein Treiben bei imgriff.com und verstehe Deine ‚Zurückhaltung‘ auf ‚hier‘. Umso mehr freut mich die oben beschriebene Entwicklung. Ich gebe zu, dass ich beim Lesen und beim Zurückdenken an die Phase der Veränderungen-Serie gleich mehrmals dachte: Sag‘ ich doch :-)!!!

    Vorurteile sind (manchmal) prima und noch besser ist es, sich an ihnen abzuarbeiten und sie durch gelebtes Leben zu widerlegen, bzw. einfach neue Inhaltsmodelle neu zu erleben. Ich freue mich wirklich sehr für Dich 🙂 ..

    Viele Grüsse von der Bergstrasse..

    Ciao, Markus

  3. Danke, Markus. Freue mich umso mehr, dass du damals meine Gedanken freundlich mitdiskutiert und mich entspannt hinterfragt hast, ohne mir dein Sichtweise aufzudrücken. So konnte ich von selbst drauf kommen 😉

  4. Danke, Markus. Freue mich umso mehr, dass du damals meine Gedanken freundlich mitdiskutiert und mich entspannt hinterfragt hast, ohne mir dein Sichtweise aufzudrücken. So konnte ich von selbst drauf kommen 😉

  5. Nochmal ich. Ich glaube nicht wirklich, dass ich überhaupt einen Anteil daran hatte, dass es Dir nun wieder besser geht. Das hast Du – natürlich – ganz alleine geschafft :-). Mir genügt die Freude, die es macht, wenn man ein kleines bisschen (und mehr ist es ja gar nicht) am Leben, Denken und Fühlen eines anderen Menschen teilnehmen darf. Also nochmal (und dieses Mal hoffentlich ohne Schreib- oder Formulierungsfehler 😉 ). Ich freue mich mehr oder minder still vor mich hin..

    ..sicher hört/schreibt/liest man ab und an wieder etwas voneinander. Bis neulich 😉 .. Markus

  6. Nochmal ich. Ich glaube nicht wirklich, dass ich überhaupt einen Anteil daran hatte, dass es Dir nun wieder besser geht. Das hast Du – natürlich – ganz alleine geschafft :-). Mir genügt die Freude, die es macht, wenn man ein kleines bisschen (und mehr ist es ja gar nicht) am Leben, Denken und Fühlen eines anderen Menschen teilnehmen darf. Also nochmal (und dieses Mal hoffentlich ohne Schreib- oder Formulierungsfehler 😉 ). Ich freue mich mehr oder minder still vor mich hin..

    ..sicher hört/schreibt/liest man ab und an wieder etwas voneinander. Bis neulich 😉 .. Markus

Kommentare sind geschlossen.