Bücher für die digitale Bohème

War die Woche mal wieder oldschool im Buchladen und hab gestöbert. Erste Erkenntnis: Bei Geldmangel auf jeden Fall Buchläden meiden. Das geht nie gut. Ich verliere einfach die Beherrschung und kaufe alles, was irgendwie etwas damit zu tun hat, was mich gerade interessiert. Diesmal waren es drei Bücher, die grob etwas mit der digitalen Bohème zu tun haben.



„Die neuen Spießer. Von der fatalen Sehnsucht nach einer überholten Gesellschaft“ (Christian Rickens) liefert den argumentativen Unterbau, um sich als Teil der digitalen Bohème gegen die derzeit deutlich größere Strömung der Gesellschaft zur Wehr zu setzen: der neuen Bürgerlichkeit.

„Die Kunst des stilvollen Verarmens. Wie man ohne Geld reich wird“ (Alexander von Schönburg) hilft dabei mit der Situation der sinkenden Einnahmen besser zurechtzukommen und ist im Prinzip ein Antikonsumbuch. Es hilft sowohl ideologisch als auch praktisch aus der Welt auszusteigen, wo man gerne mal „schön Essen geht“ und Geld hässlich macht.

„Die Lebenspraktikanten.“ (Nikola Richter) ist ein Buch mit Geschichten aus einer zunehmenden Gruppe von jungen Erwachsenen, die nie Geld haben, nicht den einen Job wollen und sich wohl mit dem Begriff ‚Lebenskünstler‘ ganz gut beschreiben lassen.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

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