The Love Movement ist ein Künstlerkollektiv aus Philly/LA. Mehr bei Josh Spear.
Archive for März, 2007
Neben Twitter ist OpenID der große Hype der letzten Wochen. Und im Gegensatz zu Twitter erschließt sich bei OpenID sofort jedem der Nutzen. OpenID ist ein System, um an einem zentralen Platz Logininformationen und mehr zu speichern. Wenn ich mich dann bei einer Webapplikation oder irgendwo sonst im Web anmelden will, muss ich nicht jedes mal einen Nickname und ein Passwort angeben (und mir merken), sondern gebe meine OpenID an. Die OpenID ist eine URL zu meinem Profil auf einem OpenID-Server. Logge ich mich mit ihr irgendwo ein, leitet mich das System zu dem OpenID-Server weiter, wo ich meine Logindaten angebe. Danach werde ich wieder zurück geschickt. Anmelden muss ich mich also noch immer, aber nur noch auf einem Server mit immer den gleichen Daten.
OpenID hat noch einige spannende Möglichkeiten inpetto, die an anderer Stelle besser erklärt werden.
Auf meinen Radarschirm erschien OpenID mit dem runden Vortrag von Simon Willison beim Future of Web Apps in London (MP3 & PDF). Simon stellt alle Vorteile, Nachteile und Baustellen leicht verständlich vor. Danach habe ich mir direkt bei FreeYourID meine OpenID geholt.
In den nächsten Tagen will ich mir mal das WordPress-Plugin für OpenID ansehen. Stellt euch vor, ihr müsstet in Blogs nicht ständig eure Daten angeben, sondern immer nur eure OpenID. Das macht es nicht nur für euch leichter, sondern kann auch massiv bei der Spambekämpfung helfen. Mehr dazu im Vortrag von Simon.
Oli hat im Agenturblog eine ausführliche Serie zu OpenID veröffentlicht, die man sich nicht entgehen lassen sollte:
- OpenID - was muss man darüber wissen
- OpenID - die ersten Schritte
- OpenID - wie nutze ich mein Blog als Usernamen
- OpenID - Gefahren und ungelöste Probleme
Mehr zum Thema: openid
Ich habe die Feeds (?) ein bisschen umgebaut. Der Standardfeed für dieses Blog enthält jetzt nur noch die Artikel, ganz ohne Spielzeug. Dafür gibt es jetzt den ultimativen Johannes-Kleske-Feed. Der enthält praktisch alles, was ich im Web so mache und was sich davon abonnieren lässt: alle Artikel von mir auf irgendwelchen Blogs, Twitter-Meldungen, Tumblr-Einträge, del.icio.us-Links, flickr-Bilder, Kommentare bei anderen Blogs, etc. Das Ding ist die Empfehlung für meine digitalen Stalker.
Gebaut habe ich den Feed mit Yahoo Pipes. Dieses extrem geil gemachte Web-2.0-Tool ermöglicht das Mixen und Mashen von Feeds in allen möglichen und unmöglichen Formen. Wer mehr wissen will: hier ist die Pipe zu dem Feed.
Nachtrag: Die gekürzten Blogartikel im Feed sind eine Notlösung, da es einen Fehler mit der Formatierung mancher Feeds gibt.
Eine der inspirierendsten Jahreszeiten ist für mich angebrochen: Die Zeit nach dem SXSW-Festival in Austin, wo alle Vorträge und Diskussionspanels als Podcast erscheinen und ich mich an spannendem Zeug dumm und dämlich höre. Jedes Jahr wieder flashen mich die einzelnen Vorträge ungemein und ich nehme mir felsenfest vor, nächstes Jahr hinzufliegen. Immerhin war ich inzwischen schon mal in Austin, wenn auch zur falschen Zeit.
Hier mal ein Überblick über die Vorträge, die ich schon gehört habe (wird brav geupdatet):
- Kathy Sierra – Opening Remarks: Wer sich fragt, warum es sehr tragisch ist, dass Kathy Sierra ihren Vortrag bei ETech abgesagt hat, sollte sich einfach nur diesen Vortrag anhören … und alle anderen auch. Kathy at her best mit einer Fülle von Einblicken und Tipps für Hersteller von jeglichen Produkten.
- Rob Weychert & Jason Santa Maria – A Field Guide to Design Inspiration: Woher kommt eigentlich Inspiration und wie nutze ich sie als Designer am besten? Darum geht’s bei diesem sehr entspannten Vortrag. Spaß macht hier vor allem, dass die beiden Vortragenden seit langem dicke Freunde sind und das ihre Präsentation prägt.
- Tim Ferriss – The 4-Hour Workweek: Schon ewig keinen Vortrag mehr gehört, den ich so kontrovers finde. Bin mir bis heute nicht sicher, ob der Typ ein absolutes Genie oder ein riesiges Arschloch ist. Es geht darum, wie er knallhart alle Ablenkung und alles unwichtige aus seiner Arbeit eliminiert hat und nun mit vier Stunden konzentrierter, fokussierter Arbeit pro Woche sein Geld verdient. Das beinhaltet einfache Dinge wie nur zweimal pro Tag Mails checken und abgedrehte Dinge wie alle altägliche Verwaltung an Inder auszulagern. Hört’s euch an. Bin sehr gespannt auf andere Meinungen. Das Buch (“The 4-Hour Workweek: Escape 9-5, Live Anywhere, and Join the New Rich” (Timothy Ferriss) erscheint Ende April.
- Alex Steffen – Worldchanging 2.0: Wirklich genialer Vortrag. Fasst alles zusammen, was uns bei rejolt bewegt. Das ganze entspannt und ohne Missionseifer vorgetragen. Anhören!
- Tony Conrad, John Battelle & Toni Schneider – Why Marketers Need To Work With People Media: Der Vortrag, der endlich mal ein bisschen Substanz in die ganze Diskussion um Adical und Werbung in Blogs bringen kann.
- Diskussionspanel – There’s no Such Thing as the Mobile Web: Zuviel Corporate Talk für meinen Geschmack. Kam nicht viel bei rum. Skip it.
- Diskussionspanel – 12 Values Shapping Technology’s Future: Mir wird immer schlecht, wenn ich Marketingleute über Werte reden höre. Das wird hier auf die Spitze getrieben. Insbesondere die MTV-Tante scheint sich wirklich nur dafür zu interessieren, wie man kleinen Görren vortäuschen könnte, dass man sich für sie interessiert und ihnen dann noch mehr verkauft. Die anderen stehen ihr da kaum nach. Aber ich habe sowieso eine grundsätzliche Abneigung gegen jeden, der das Wort Konsument benutzt.
Ich stelle immer wieder fest, dass ich überhaupt keinen Schimmer habe, was man als Frau alles mitmachen muss. Wenn ich die Alltagsgeschichten von Freundinnen von mir höre wird mir jedes mal schlecht und ich bekomme große Lust manchen von diesen „Kerlen“ ihre äußerliche Identität als Mann zu rauben, damit die Erzählungen von ihren Taten mir nicht meine innere Identität als Mann rauben.
Aufschrei um Kathy Sierra
Ein ähnlicher Aufschrei geht gerade vor allem durch die amerikanische Blogosphäre. Kathy Sierra ist eine geniale Bloggerin und hat nun ihre Vorträge auf der ETech-Konferenz abgesagt, da sie sich bedroht fühlt. In ihrer Stellungnahme schreibt sie über Todesdrohungen und Diffamierungen. Nun schlägt ihr eine große Welle von Sympathiebekundungen entgegen.
Auch ich wollte mich schon einreihen und mich laut auskotzen über das, was da passiert ist. Allerdings habe ich doch inzwischen kapiert, dass man zumindest etwas genauer nachlesen sollte, bevor man sich auf eine Seite schlägt und die andere angreift. In den Kommentaren zu Sierra’s Artikel fand ich dann die vehementen Wortmeldungen von einem der Beschuldigten (in den Kommentaren nach „Joey“ suchen), die den Sachverhalt aus seiner Perspektive zeigen und in denen er sich bereit erklärt, sich selbst anzuzeigen, um die Sache aufzuklären. Plötzlich steht Aussage gegen Aussage und das ganze ist nicht mehr so leicht.
Hexenjagd
Das bringt mich ins Nachdenken. Ein einzelner, extrem emotionaler Artikel bringt einen Großteil der Blogosphäre in Aufruhr und startet eine Hexenjagd. Ich geb’s gerne zu: auch mein erster Gedanke nach Sierra’s Artikel war, dass ich da gerne mal ein paar Kastrationen vornehmen würde. Auch in der deutschen Blogosphäre haben wir schon immer wieder Hexenjagden erlebt, die dadurch entstanden, dass jeder einfach emotional vom anderen abgeschrieben hat, ohne dass jemand unabhängiges den Sachverhalt überprüft hat. Es kann gut sein, dass Sierra vollkommen recht hat und die Beschuldigten eine gerechte Strafe verdienen. Aber das kann ich nicht entscheiden, wenn ich nur ihren Artikel und/oder die der Sympathiebekundenden lese.
Ein dringend nötiger Aufschrei
Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich eigentlich nicht, dass der Aufschrei so groß ist, weil eine beliebte Bloggerin bedroht wird. Die eigentliche Bestürzung wird durch die vielen Frauen ausgelöst, die sich jetzt bei Sierra melden und von ähnlichen Erfahrungen berichten. Man bekommt den Eindruck, dass jede Frau, die schon einmal in irgendeiner Form etwas im Web veröffentlicht hat, und seien es nur ein paar Urlaubsbilder bei flickr, sich schon Anzüglichkeiten und Belästigungen gefallen lassen musste. Der Aufschrei richtet sich gegen das, wozu Männer/Jungs fähig sind, wenn sie sich hinter einem Bildschirm in ihrem dunklen Zimmer sicher fühlen. Dieser Aufschrei ist extrem wichtig und dringend nötig.
Zwei Lektionen ziehe ich für mich daraus:
1. Ich muss unbedingt lernen, extrem vorsichtig zu sein bevor ich jemanden aufgrund eines Blogartikels beschuldige. Quellenprüfung ist die wichtigste Lektion, die ich von Journalisten lernen sollte. „Seid langsam zum Zorn.“ heißt es in der Bibel.
2. Satire, Sarkasmus, Ironie und Witze im Sexbereich können lustig sein, bergen aber das immense Potential enorme Verletzungen anzurichten. Deswegen sollte ich jede Anspielung und jede Kritik zehnmal prüfen, ob sie gerechtfertigt, an der Sache orientiert und schlichtweg menschenfreundlich ist. „Die Zunge ist ein scharfes Schwert.“ heißt es in der Bibel und sie schneidet auch im Web.
Mehr zu der ganzen Geschichte bei Robert, Oli und Timo. Sehr zu empfehlen: The Unsinkable Kathy Sierra von Tara Hunt
Update: Sehr cool. Robert und Armin bringen für die deutsche Blogosphäre mehr Licht in die Sache und versuchen die Ereignisse zu entwirren. So lobe ich mir das.
Update2: Stephanie Booth hat ähnliche Bedanken wie ich, was die Hexenjagd angeht, drückt es nur viel ausführlicher und gekonnter aus. Mit Abstand das beste, was ich zu der ganzen Sache bisher gelesen habe. (via Twitter)
Update3: Doc Searls veröffentlicht eine E-Mail von einem der Opfer der Hexenjagd. (via Twitter)
Update4: Wow, gemeinsam veröffentlichte Statements von Kathy Sierra und Chris Locke zu der Sache, die beeindruckend zeigen was passieren kann, wenn man miteinander spricht.
marktpraxis_blog » Blog Archiv » Telekom liest Blogs und reagiert:
Mein letzter Beitrag sollte nicht unbeachtet bleiben. Dort habe ich ja meine Unzufriedenheit bei der Ausführung eines neuen Telefonanschlusses bekundet.
Am nächsten Tag erhielt mein Anrufbeantworter prompt einen Anruf des Leiters E-Business mit dem Hinweis, dass er meinen Blogbeitrag gelesen habe und er mir in dieser Angelegenheit gerne helfen möchte. Ein kurzer Rückruf von mir zur Aufnahme des detaillierten Sachverhalts und der Daten brachte als Ergebnis ein Trouble Ticket mit entsprechend hoher Priorität.
Ob das bei mir auch funktioniert? Wobei bei mir der Sachverhalt anders liegt, weil wir ja zu O2 wechseln wollen und die Telekom den Anschluss nicht hergibt bzw. nicht mit einem Umschaltungstermin rausrückt.
Inzwischen sind wir beinahe soweit, dass wir einfach aufgeben und unseren Antrag bei O2 zurückziehen. Immerhin sind es jetzt 3,5 Monate, die wir warten. Keine Ahnung, was man noch machen kann. Ist ja nicht so, dass ich mein ganzes Geld im Web verdiene und deswegen schon einen DSL-Anschluss daheim gebrauchen könnte. Kann ich eigentlich der Telekom all die Kosten in Rechnung stellen, die mir entstanden sind, weil ich mir woanders Wege ins Web suchen muss?
So, ab sofort läuft hier WordPress 2.1.2 mit den aktuellsten Versionen von K2 und dem 3-Kolumnen-Mod. Soweit ich das sehen kann, scheint alles zu funktionieren.
An der Stelle mal vielen dank für das Feedback auf meine Frage zu einer gegen viele. Erstmal bleibt alles so, wie es ist. Ich werde weiterhin in diesem Blog hier schreiben und keine neuen aufmachen. Allerdings entwickeln sich gerade ein paar Kollaborationsmöglichkeiten, so dass ich in Zukunft wohl mehr in fremden Blogs schreiben werde. Mehr dann hier.
Helden und Pisser können manchmal sehr nahe zusammen wohnen. Ich bin neulich an einem Problem in WordPress fasst verzweifelt. Das deutsche WordPress-Forum hat mir mit einem genialen Tipp den Arsch gerettet. Mein Buddy Martin hat das genau Gegenteil erlebt. Er will gerne seine Bilder zur Verfügung stellen, um daraus Header für WordPress-Blogs bauen zu lassen. Ich hatte ihm den Tipp gegeben, doch mal im WordPress-Forum nach Designern zu fragen, die ihm dabei helfen würden. Dafür hat er sich nun als Spammer beschimpfen lassen müssen und seine Anfragen wurden einfach gelöscht. Wer so mit Leuten umgeht, die was zu verschenken haben muss sich nicht wundern, dass 99% aller WP-Themes beschissen aussehen.
Mehr zum Thema: wordpress
90 Prozent meiner Arbeit als selbstständiger Webworker besteht in der Kommunikation mit Kunden und Partnern. Telefongespräche, E-Mails, Chats und persönliche Gespräche bilden den Kern meines Arbeitsalltags. Ständig bin ich mit einer großen Anzahl an Leuten gleichzeitig am kommunizieren. Leider verliere ich dabei viel zu häufig den Überblick. Muss ich Kunden XY noch was schicken oder warte ich gerade auf seine Antwort? Hat Partner YZ schon konkret die Preise für Projekt ZY genannt oder wartet er auf Details von mir? Immer wieder ist es mir im letzten Jahr (hab neulich überrascht festgestellt, dass ich inzwischen mein erstes Jahr im Beruf und als Selbstständiger überstanden habe) passiert, dass ich Dinge verpeilt oder versaut habe, weil mir der Überblick fehlt. Meine GTD-Listen helfen mir ein bisschen, aber sie enthalten ausschließlich nächste Schritte, ein aktueller Status lässt sich nur schwer herauslesen.
Richtig kompliziert wird es, wenn man mit mehreren Leuten zusammenarbeitet und dann mit Kunden kommuniziert. Hast du mit XY schon gesprochen wegen bla? Wieso hast du YZ den Preis gesagt, ich hatte doch diesen Preis genannt? Für solche Dinge haben wir in der Regel versucht Basecamp einzusetzen. Allerdings hat sich die Projektorientierung von Basecamp meist als praxisfern erwiesen. Häufig gehen Projekte direkt in einander über. Oder es kommt nie zu einem Projekt. Dazu sind Projekte teuer, wenn man in Basecamp für jeden Lead eines anlegt. Und in der Regel habe ich fast immer nur mit einer Person zu tun. Die findet es dann meist komisch, wenn ich ihr einen extra Zugang zu nem komischen System gebe, wenn man auch einfach Mail nutzen kann.
Für solche Problemstellungen wird in der Regel Customer-Relationship-Management-Software (CRM) verwendet. Diese ermöglicht es genau festzuhalten, was man mit einem Kunden besprochen hat, wie der Status ist und wer gerade im Kontakt mit dem Kunden steht. CRMs sind allerdings in der Regel große, komplexe und sehr teure Softwarepakete, die für den Vertrieb und den Service von größeren Unternehmen entwickelt wurden. Ein MircoCRM, wie ich es bräuchte, in dem ich einfach nur meine verschiedenen Kontakte verwalten und mit Notizen ergänzen kann, gab es bisher nicht.
Ich weiß gar nicht mehr genau wann, aber irgendwann zu Beginn des letzten Jahres haben die Jungs von 37signals angekündigt, dass sie sowas bauen wollen. Seitdem ist verdammt viel Zeit vergangen und meine Geduld wurde arg strapaziert. Ich glaube, ich habe noch nie so sehr den Launch einer Webapplikation herbei gesehnt, wie diesen.
Nun ist es endlich soweit. Gestern wurde Highrise gelauncht, nachdem die Wochen zuvor schon die meisten Features und Funtkionsweisen vorgestellt wurden (Lesetipp 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8). Ich bin sehr, sehr angetan. Spiele und probiere damit seit gestern Abend herum und hätte inzwischen schon meinen Basecamp-Account gecancelt, wenn da nicht noch lauter Projekte drauf wären, die ich für andere hoste.
Also, Highrise ist ein einfach gestalteter Kontaktmanager. Zu jedem Kontakt, den ich einfüge kann ich neben den Kontaktdaten Notizen, Dateien und Aufgaben hinzufügen. So habe ich immer im Überblick, was gerade der Stand mit diesem Kontakt ist. Dazu kann ich weitere Leute mit reinholen, die dann ebenfalls Zugriff auf die Kontakte haben und die Notizen und Aufgaben einsehen können (natürlich lässt sich genau steuern, wer was sehen und verändern darf).
Mit den Aufgaben kann man planen, was als nächstes zu tun ist. Sehr cool ist dabei die flexible Anwendung der Fälligkeit. Ich kann grob nächste Woche sagen oder einen sehr spezifischen Termin festlegen, wenn ich will. Ich kann auch anderen eine Aufgabe zuteilen.
Extrem cool ist die Integration von E-Mail in das System. Wie bei den meisten anderen 37signals-Produkten auch werden E-Mail-Adressen generiert, an die man seine Korrespondenz mit einem Kontakt weiterleiten kann. Die Mails werden dann automatisch in Highrise integriert. Wenn ich also einem Kontakt eine Mail schreibe, füge ich die spezielle E-Mail-Adresse im BCC-Feld ein. Dadurch erscheint die Mail nach dem Absenden direkt in Highrise mit dem entsprechenden Kontakt verknüpft. Man kann die E-Mail-Adresse sogar so erweitern, dass die E-Mail nicht nur dem entsprechenden Kontakt zugeordnet wird, sondern dass daraus auch gleich eine Aufgabe generiert wird. Antwortet mir ein Kontakt z.B. per E-Mail mit einer Bitte um mehr Informationen kann ich die E-Mail an Highrise weiterleiten und automatisch eine Aufgabe erstellen lassen, die mich daran erinnert, dem Kontakt bis nächste Woche die gewünschten Informationen zu schicken.
Cases sind eine weitere, hilfreiche Funktion, um zusammengehörende Dinge auf einen Blick zu erfassen. In Cases kann man Notizen, Dateien, Mails und Personen zusammenbringen, die z.B. zusammen an einer Kampagne arbeiten.
Kleiner Wehmutsfaktor ist derzeit noch die Preisgestaltung. Die ist nicht nur 37siganls-gemäß hoch, sondern scheint auch noch nicht wirklich passend für die verschiedenen Stufen des Einsatzes. So verzichte ich als Einzelperson gerne auf eine zweite Person für meinen Account hätte aber gerne ein paar mehr mögliche Kontakte als 25. Bleibt zu hoffen, dass Jason Fried & Co das zügig anpassen.
So, in der Theorie klingt das alles sehr, sehr cool und extrem hilfreich. Nun muss sich das Ding auch in der Praxis beweisen. Schaun ma mal.
Update: Probiere gerade mit meinen Visionary-Tree-Jungs Highrise aus und dabei fiel uns auf, dass es bei Highrise super funktioniert, wenn man sich als Gruppe/Netzwerk ein Paket holt und man dann es sowohl für die gemeinsamen als auch für die persönlichen Projekte nutzt. Die Rechtevergabe macht es möglich, dass ich Kontakte hinzufügen kann, die niemand sonst sehen kann. Da meine Kontakte in der Regel nie mit dem System in Berührung kommen ist auch das Branding sowie die Sprache völlig egal, was bei Basecamp immer noch ein Problem war. Und so kann man sich z.B. zu fünft ein 49$ Paket leisten, jeder zahlt nur 10$ und man hat trotzdem Cases und SSL. Nice!
Mehr zum Thema: highrise
Boah, Leute, ich bin gerade echt unsicher. Eigentlich hatte ich ja bei meiner Veränderungenserie angekündigt einige neue Blogs zu starten. Bisher ist da relativ wenig passiert. Das liegt zum einen daran, dass es eventuell im Fall des MacAlltag-Blogs zu einer Zusammenarbeit mit einem anderen Blogger kommen könnte. Bei dem Produktivitätsblog und dem SocialSoftware-Blog tue ich mich schlicht und ergreifend mit der Namensgebung schwer. Aber eigentlich liegt dem Verzug eine andere Frage zu Grunde: Macht es wirklich Sinn, mehrere Blogs zu führen oder lass ich besser alles in einem Blog?
Die Grundidee mehrere Blogs kam von dem Gedanken, diese dann einzeln besser platzieren zu können, um z.B. bei einem Werbung zu schalten und beim anderen nicht etc. Außerdem macht man es so verschiedenen Zielgruppen deutlich einfacher interessante Artikel zu finden und nicht in einem bunten Mischmasch unterzugehen. Auch ermöglichen spezifische Blogs es leichter, andere Autoren mit dazu zu holen.
Trotzdem fühlt es sich immer irgendwie nach Trennung an, wo eigentlich keine Trennung möglich oder zumindest schwierig ist. Mischa hat heute morgen in seinem Kommentar in eine ähnliche Richtung gefragt. Ich bin eine komplexe Persönlichkeit mit vielen unterschiedlichen Interessen, die aber massiv von einander profitieren. Eigentlich lässt sich das doch nur durch ein umfassendes Blog darstellen. Ich frage mich auch, ob ich vom Zeitaufwand es jemals schaffen werde den einzelnen Blogs jeweils genug Aufmerksamkeit zu schenken.
Was macht denn für euch mehr Sinn?
Mario Sixtus: Meine ultimativen letzten Worte zu Second Life:
Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig “im Internet”, wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt. Man könnte meinen, der Betreiber Linden Labs hätte Second Life als Beruhigungsmittel für Zukunftsscheue entwickelt: Zu guter Letzt ist das Leben im Netz auch für jene zu begreifen, die das Netz selbst nie begriffen haben. Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Mehr zum Thema: second life
Da folgt man einfach nur einem Trackback und plötzlich ist der ganze Vormittag vorbei, weil man Tonnen an neuen, interessanten Sachen gefunden hat. So ergeht’s mir gerade bei StyleSpion. Ein paar Fundstücke:
- Waldbrand ist ein Shirt-Label mit fair produzierten Shirts.
- A Better Tomorrow ist eine Art Mischung aus Threadless und Frontline, d.h. Designcontest plus Online-Shop für kleinere Streetwearmarken. Musste direkt einen Elektrozaun um meine Kreditkarte legen.
- IKEAHacker ist ein Blog über Hacks, um mehr aus seinen Ikeamöbeln zu machen.
Bin gerade mal wieder sehr geflasht vom Inquiringmind Magazin. Derbes Flashmagazin über Streetculture mit einem inspirierenden Interview mit Jeff Staple als Text und Videos.
Gestern hat mich Markus von der Radiosendung blogspiel angerufen und zum Thema Twitter interviewt. Das Ergebnis könnt ihr in Form von zwei Statements am Samstag ab 16:30 auf Deutschlandradio Kultur hören. Das komplette Interview gibt es jetzt schon im Web.
Schon lustig irgendwie das diese Frage, die man als Blogger immer noch häufig gestellt bekommt, in den letzten Tagen vor allem von Bloggern gestellt wird, wenn es um Twitter geht. So schnell kann man die Seiten wechseln…
I’m very reluctant to dismiss Twitter as a passing fad, aware that many people said that about blogging, and I was sure they were wrong, and they were. Whenever so many people are so excited about something there must be some substance. It’s the same reasoning that makes me reject the idea that George W. Bush is stupid. You don’t get to be President and be stupid, and nothing frivolous gets to be as popular as quickly as Twitter has.
Auch wenn alle anderen es ebenfalls verlinken, das hier dürft ihr euch nicht entgehen lassen:
Spreeblick » Blog Archive » Per Anhalter durchs Web 2.0:
Durch Voice-Over-IP-Technologie ist es möglich geworden, ohne einen Telefonanschluss zu telefonieren. Man benötigt dazu lediglich einen Highspeed-DSL-Anschluss, den viele Kommunikationsdienstleister im Paket mit einem Telefonanschluss anbieten.
Gestern war mein Gewinn von der UPLOAD Einweihungsfete in der Post: das Buch “Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus. oreillys basics” (Moritz ‘mo.’ Sauer). Ist zwar immer cool, was zu gewinnen. Aber von den Socken gehauen hat’s mich jetzt nicht ein Buch zu bekommen, das sich mit Weblogs und Podcasting beschäftigt, da ich mich da ja nun schon etwas auskenne. Was ich bisher aber immer übersehen hatte ist der kleine Zusatz ‚Online-Journalismus‘ auf dem Titel. So enthält das Buch einige Kapitel zu sauberer Recherchearbeit, guten Interviewtechniken, interessanten Kritikformulierungen und Medienrecht. Und diese Themen interessieren mich wiederum derzeit ganz besonders. Insofern noch einmal ein extra Dankeschön an Jan.







Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Informationsarchitekt und Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 