Monthly Archive for Februar, 2007

Shopping ist nicht die Lösung – (less) vs. (red)

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Ohoh, Bono wird es nicht mögen*

Hintergrund: Bono und andere Celebritys haben mit einigen Lifestylebrands zusammen die red-Kampagne ins Leben gerufen. Dabei bieten die Brands rote Versionen ihrer Produkte (Apple z.B. einen roten iPod nano) an und ein Teil der Einnahmen wird gespendet.

* Nachdem ich gerade beim Mittagessen mit Daniel drüber philosophiert habe korrigiere ich das. Bono wird sich hundertprozentig dafür begeistern, weil es Bono nach meiner Beobachtung nur um eins geht: AIDS in Afrika bekämpfen. Für das Ziel ist ihm alles andere egal. Dafür schüttelt er Hände und grinst neben Leuten in die Kameras, die er sonst wahrscheinlich verabscheut. Dafür ist er bereit jede Schmähung auf sich zu nehmen und von Menschen gehasst zu werden. Dafür ist er bereit, mit konsumorientierten Konzernen bei der red-Kampagne zusammenzuarbeiten, solange dabei ein paar Dollar für Afrika abfallen. Wahrscheinlich würde Bono sogar seine Seele an den Teufel verkaufen, wenn es dafür in Afrika kein AIDS mehr geben würde. Sowas nennt man glaube ich Hingabe.

Update: Laut CNN hat hat die red-Kampagne bisher 18 Millionen Dollar an Spenden gebracht. Dem stehen ca. 100 Millionen an Ausgaben für die Kampagne gegenüber.

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Co-Working in BusinessWeek

Thinktank

(Foto: Thinktank Pittsburgh)

BusinessWeek nimmt sich des Co-Working-Trends an und stellt dazu einige Projekte in den USA inkl. Slideshow vor.

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Ich bin ZEIT-Fan

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(Foto von Frank)

Das die ZEIT mit zum besten gehört, was Journalisten in diesem Land fabrizieren, wurde mir schon früher jedes Mal klar, wenn ich sie irgendwo bei einem Freund durchblätterte. Nun habe ich die Chance genutzt, dass ich gerade soviel Zeit zum Lesen habe und habe seit drei Wochen ein Probeabo laufen. Der Samstag- und Sonntagmorgen gehört seitdem der ZEIT und meine Bewunderung für diese Zeitschrift steigt mit jeder Ausgabe.

Bei all der Polemik, die ich bei anderen Zeitschriften und Tageszeitungen aus allen Bereichen und Ecken immer wieder feststelle schafft es die ZEIT doch fast bei jedem Artikel ein paar Schritte zurückzugehen und die Perspektive auf die Zusammenhänge zu legen. Dabei bleibt sie sachlich und fair. Gerade an der aktuellen Serie über die Weltreligionen kann man dies wunderbar beobachten. In der Zeit von Fundamentalismus ist es nun wahrlich alles andere als leicht, eine ausgewogene und gleichzeitig herausfordernde Beschreibung vorzunehmen.

Seitdem ich die ZEIT regelmäßig lese ist für mich auch die ganze Journalismus-vs.-Blogger-Debatte durch. Guter Journalismus wird niemals überflüssig werden. Wer das nicht glaubt, kann sollte sich eine beliebige Ausgabe der ZEIT greifen und das Dossier lesen.

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Veränderungen – Die Serie im Überblick

Hier noch mal alle Teile der Serie, in der ich über die Veränderungen in meiner Arbeit zwischen dem letzten und diesem Jahr geschrieben habe:

Weitere Gedanken zur Serie:

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aktiv(ist)

Tree-Nation-Love 100Nachdem ich mich heute morgen bei rejolt mit einer Liste von Social Entrepreneurships beschäftigt habe, die mit Web-2.0-Technik realisiert werden, bin ich spontan aktiv geworden und habe zu zwei Mikrokrediten für Unternehmerinnen in Kenia beigetragen und einen Baum in Afrika „gepflanzt“. Kosten der gesamten Aktion: 65$. Sollten die Mikrokredite allerdings erfolgreich zurückgezahlt werden (die Wahrscheinlichkeit liegt bei 95%), bekomme ich 50$ irgendwann nächstes Jahr zurück. Kleine Schritte, die aber, gerade weil man auch hier auf die Einfachheit und die Masse des Internets setzt, verdammt viel verändern können…hoffe ich.

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re:publica Preise

Sauber! Ich hab das Banner für die re:publica oben hingepackt, weil ich mich wirklich auf das Ding freue und hoffe, dass so noch mehr von meinen Lesern dort hinkommen. Gestern wurden nun die Eintrittspreise bekannt gegeben und wie sich herausstellt bringt mir das Banner nun eine 20 € Ersparnis. Der normale Eintritt für die drei Tage kostet 60 € für Privatpersonen und 100 € für Unternehmen. 20 € kann man sparen, wenn man ein Banner auf seinem Blog/seiner Webseite platziert. Ich zahle also 40 € Eintritt für die re:pbulica und das finde ich für eine dreitägige Konferenz schon extrem günstig. Btw. ich suche immer noch eine Unterkunft für die drei Tage.

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Lesewut

Was man halt so macht, wenn der DSL-Anschluss weiter auf sich warten lässt.

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Mehr Bilder aus meinem Zimmer auf flickr.

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Veränderungen Teil 10 – Abschluss

So werden also meine nächsten Wochen und Monate aussehen. Ich werde versuchen, viel zu schreiben und meine Gedanken zu verschiedensten Themen in Worte zu fassen. Ich werde mich neu der Thematik meiner Diplomarbeit widmen und schauen, wohin mich das führt und wie ich die Erkenntnisse anbringen und einsetzen kann. Und ich werde mit Freunden gemeinsam viele kleine Webseiten entwickeln. Wie ich mein Leben kenne, wird es noch einige Überraschungen geben und werden sich Möglichkeiten auftun, an die ich im Moment noch gar nicht denke. Aber zumindest habe ich jetzt wieder einen klaren Kopf und weiß, wozu ich ja sagen und was ich ablehnen will.

Es gibt immer noch Dinge in meinen Berufungen und Begabungen, die noch keinen Platz gefunden haben. So weiß ich noch nicht, wie ich mein Talent zu lehren einsetzen kann. Auch für meine möglichen Beratertätigkeiten fehlt mir noch das Konzept oder ein Ansatzpunkt. So bin ich gerade an diesen Punkten gespannt, was das kommende Jahr noch mit sich bringt.

Rückblick

Damit geht die Veränderungen-Serie zu ende. Was eigentlich nur eine kurze Darstellung von der neuen Richtung in meiner Arbeit sein sollte wurde zu einer ausführlichen Serie, weil ich es zum ersten Mal richtig durchgezogen habe, all die Gedanken, die mir dazu im Kopf rumschwierten, aufzuschreiben. Ich bin ziemlich fasziniert, was der einfache Vorgang des Aufschreibens für eine Veränderung in Darstellung und Beziehungen mit sich bringen kann. Es ist ja nicht so, dass ich mir bei den aktuellen Veränderungen ungewöhnlich mehr Gedanken gemacht hätte als bei allem, was ich vorher gemacht und erlebt hätte. Nur diesmal habe ich es aufgeschrieben und das hat dazu geführt, dass ich viel sehr tiefgehendes Feedback von Bekannten und Unbekannten bekommen habe, wofür ich mich an dieser Stelle noch mal sehr bedanken möchte. Es bringt mich wahnsinnig weiter zu wissen, dass das Wirrwarr in meinem Kopf für andere nicht nach totalem Müll klingt, zumindest nicht für alle.

Ein paar Punkte möchte ich noch einmal klarstellen:

  • Mein Ziel war es nie, nur das zu arbeiten, wozu ich Lust habe. Mein Ziel ist es das zu arbeiten, was zu meinen Begabungen und Berufungen passt, kurz was mich ausfüllt.
  • Meine Gedanken erheben keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Sie beziehen sich ausschließlich auf meine Situation und meine Arbeit. Ich gehe davon aus, dass andere Menschen in anderen Situationen mit anderen Talenten zu anderen Ergebnissen kommen werden.
  • Meine Gedanken sind Teil eines andauernden Prozesses. Sie haben zu dem Zeitpunkt Gültigkeit als ich sie geschrieben habe. Kann gut sein, dass ich morgen schon wieder weitergedacht oder etwas dazugelernt habe und deswegen Dinge anders sehe.

Veränderungen in Prozessen

Obwohl es in dieser Serie ausschließlich um mich und meine Situation ging hoffe ich, dass einige von euch sich inspiriert fühlen, über ihre eigene Situation nachzudenken. Ich habe einfach viel zu häufig den Kommentar „Das geht mir auch so.“ gehört. Wenn ihr tatsächlich anfangt nachzudenken, dann nehmt euch vor allem Zeit und trefft keine vorschnellen Entscheidungen. Wie gesagt, wir Menschen funktionieren in Prozessen. Was ich heute feststelle, kann morgen schon wieder überholt sein. Es gilt, die dauerhaften Tendenzen mit der Zeit zu erkennen und auf sie zu reagieren. Wenn ich z.B. meine Konzepterarbeit nach einem Projekt hinschmeißen würde, weil mein Konzept dem Kunden nicht gefallen hat, wäre das eine vorschnelle Entscheidung. Aber nach mehreren Jahren der Teamarbeit die Feststellung zu formulieren, dass ich als Leiter/Manager nicht tauge ist auf dauerhafte Tendenzen zu reagieren.

Ich möchte irgendwann an dem Punkt sein, wo Geld ein angenehmer Nebeneffekt der Tätigkeit ist, die mir Erfüllung, Freude, Energie und Begeisterung gibt. Sonst wird’s noch eine verdammt lange Zeit bis zur Rente, die ich sowieso nicht mehr bekommen werde…

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Veränderungen Teil 9 – Der Brotjob

Ich mache mir keine Illusionen. Bevor ich mit Schreiben (Bloggen) und Forschen genug Geld verdienen kann, um meinen eh schon geringen Lebensunterhalt zu finanzieren wird noch sehr viel Zeit vergehen. Bis dahin brauche ich eine Möglichkeit, um meine Miete zu bezahlen.

Kleine Webprojekte

Bevor ich im letzten Jahr die Zusammenarbeit mit den Berlinern begann hatte ich bereits einige Webprojekte durchgeführt. Auch im letzten halben Jahr kamen immer wieder Anfragen, von denen ich die meisten aus Zeitgründen aber absagen musste. Das ändert sich nun.

Kleine Webprojekte (300 - 1000 Euro Budgets) haben für mich einige Vorteile. Sie erfordern in der Regel kein komplexes Konzept und brauchen so keine lange Einarbeitungszeit. Sie lassen sich in zwei bis fünf Arbeitstagen umsetzen und brauchen so kein kompliziertes Projektmanagement. Im allgemeinen reicht ein Designer und ein Entwickler für die Umsetzung, was die Kommunikation vereinfacht. Zusammengefasst sind kleine Webprojekte für mich die ideale Ergänzung zu meiner anderen Arbeit, weil sie mir vergleichsweise wenig Kraft und Fokus rauben. Ich werde mit ihnen sicher niemals reich werden. Aber mit zwei bis drei Projekten im Monat kann ich überleben und gleichzeitig genug Zeit in Schreiben und Forschen investieren. Webprojekte sind zudem der Brotjob, der am nächsten an mein Können und Wissen herankommt.

Holske

Was ich bei diesen Projekten vor allem genieße ist die Zusammenarbeit mit anderen. Früher musste ich immer alles allein machen, Design, Konzept, Entwicklung. Vor allem Design fiel mir immer schon schwer. Nun habe ich mit Denis einen ultrafähigen Designer, so dass ich mich auf Konzept und Entwicklung konzentrieren kann. In der Zusammenarbeit mit Denis (unter dem Label Holske) sind in den letzten Monaten einige feine Webseiten entstanden:

  • Art Academy London – Die Webseite hat für uns viele Türen für mehr Projekte in London geöffnet.
  • Gathered Voices – Eine Webseite mit Kunst von Frauen in Prostitution für die Nonprofit-Organisation NCAP. Ein Projekt, das uns persönlich sehr bewegt hat.
  • Das Familien Konzil – Webseite für JesusFreaks International
  • Kairos Media – Online-Shop für die Firma eines Freundes.
  • Jonah Cacioppe – Portfolio-Seite eines Art-Academy-Künstlers mit Layout & Design vom Künstler selbst
  • Psychotherapie Schmitt – Kleine Webseite für eine Psychotherapeutin

Diese Seiten geben einen ganz guten Überblick über die Projekte, die wir machen. Das sind alles keine bahnbrechenden Webapplikationen mit den neusten Ajax-Spielerein oder brillanter Usabilty. Ich habe im vergangenen Jahr viel gelernt über den Umgang mit Kunden, die Kompromisse, die man eingehen muss und die Dinge, die man alle nicht tun kann, wenn das Budget dafür einfach zu klein ist. Aber so ist der Job.

Visionary Tree

Wie oben bereits geschrieben hat uns die Webseite für die Art Academy London einige Türen geöffnet. Mein Freund Rob Pepper, der uns den Auftrag vermittelt hat und mit dem wir zusammen das Ding durchgezogen haben, ist dort Künstler und Mitarbeiter. Nun kommen mehr und mehr Künstler zu ihm und wollen ähnliche Seiten. Auch von verschiedenen anderen Seiten bekommt er immer wieder Anfragen für Web- und Design-Projekte, so dass wir uns entschlossen haben, gemeinsam das ganze auf eine professionellere Ebene zu stellen. Dazu haben wir das Design-Netzwerk Visionary Tree gegründet. Dabei sind Rob und seine Freundin Aimie aus London, Matt und Josh von The New Celebrity aus Texas und Denis und ich aus Karlsruhe. Wir haben alle gemeinsam, dass wir an Projekten arbeiten wollen, die uns zumindest im Moment nicht viel Kohle einbringen und wir so kleine Jobs brauchen, die uns das Essen auf den Tisch bringen. Der Plan ist lauter kleine Projekte zu machen, die sich auch mit der Verteilung über die halbe Welt noch gut durchführen lassen.

Für mich ist das Ding ein Traum. Ich kann Geld verdienen mit dem, was ich ganz gut kann, kann das mit Leuten tun, die mir sehr viel bedeuten und mit denen ich gut kann und habe dabei immer noch genug Zeit zum Schreiben und Forschen. Trotzdem ist es für mich ein Brotjob, den ich hoffentlich nicht bis in alle Ewigkeit machen muss. Ich kann mir vieles vorstellen, das deutlich spannender ist als sich mit CSS-Problemen beim Internet Explorer rumzuschlagen. Aber den Preis bezahle ich gerne, wenn ich dafür Zeit bleibt, an anderen Projekten zu arbeiten.

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Wooster wehrt sich

Wooster Collective, das wohl beste Blog zum Thema Streetart und urbane Kunst, kriegt gerade etwas auf die Fresse, weil sie sich zu einigen Themen kritisch geäußert haben. Nun haben sie zu der Kritik Stellung genommen und die ist ausgesprochen lesenswert.

Here’s some what the Spring Street experience taught us:

  1. That we only want to be around passionate people in our lives.
  2. That if you put all your heart and soul into something, you can achieve anything - absolutely anything.
  3. That it’s not possible to please everyone. That the more people you please, the more people will want to take you down.
  4. That you must trust your instincts. Don’t let people tell you that things have to be done a certain way. They don’t.
  5. Share things with others. Don’t make it all about you. Make it about “us”.
  6. Keep listening and keep learning.
  7. Take criticism seriously, but don’t let it stop you from doing what you want to do.
  8. Be true to yourself.

Ich bin ein großer Fan von Wooster, gerade weil sie nicht einfach nur Bilder von Streetart posten. Vielmehr vermitteln sie einen persönlichen Eindruck der weltweiten Streetart-Community. Sie stellen Künstler vor und teilen ihre Gedanken mit, so wie es sich für ein Blog gehört.

Es ist spannend zu beobachten, was passiert, wenn ein Blog sehr populär wird. Plötzlich stellen alle möglichen Leute Ansprüche. Dabei ist es nach wie vor ein persönliches Blog mit subjektiver Meinung und völliger Handlungsfreiheit der Autoren.

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Veränderungen Teil 8 – Forschen

Ich habe es schon mehrfach erwähnt, im letzten Jahr hatte ich kaum eine Chance, in den Themen meiner Diplomarbeit weiterzudenken. Nach meinem Kolloquium kommentierten meine Referenten, dass meine Diplomarbeit mehr Fragen aufwirft als dass sie welche beantwortet und das sei eine gute Sache. Nun müsste man einzelne Bereiche vertiefen. Leider lies mir dann die Arbeit als Konzepter und Projektmanager keinerlei Freiraum das auch zu tun. Das soll sich dieses Jahr deutlich ändern.

Es kommt auch von ganz allein wieder Schwung in die Sache. Zum einen habe ich ja neulich schon den Artikel über meine Diplomarbeit beim sciencegarden verlinkt. Durch den Artikel gab es wieder neue Aufmerksamkeit und neue Kontakte. Zum anderen ist der Gründer eines Verlags auf mich zugekommen mit dem Interesse, meine Diplomarbeit zu veröffentlichen. Auch mein Prof hatte direkt nach dem Ende der Diplomarbeit angedeutet, dass er über Veröffentlichungsmöglichkeiten nachdenkt.

Grundsätzlich fällt es mir derzeit schwer, einen Zugangspunkt zu finden, um die Beschäftigung mit der Thematik weiter voranzutreiben. WIe ich schon erwähnt habe, wurde ich in meinem Studium nicht gerade mit viel Wissen über wissenschaftliches Arbeit ausgestattet, und das gilt auch für Abläufe im wissenschaftlichen Apparat/Prozess. Sollte ich schauen, ob ich einen Master machen kann, um dann zu promovieren? Welche Wege gibt es noch, zu forschen ohne arm zu werden?

Vielleicht macht es auch gar keinen Sinn, dem normalen Weg zu folgen. Immerhin bietet auch für die Wissenschaft und die Forschung das Web neue Möglichkeiten. Einen ersten Schritt in diese Richtung habe ich gemacht. Ein guter Freund, mit dem ich studiert habe, plant ein Medienfestival und hat mich angefragt, ob ich einen Vortrag halten will. Hier ist die Beschreibung des Vortrags, die ich ihm geschickt habe.

Title:

Signs of Emergence – What Web 2.0 and an ant colony have in common

Description:

The web is back. The buzz about Web 2.0 feels like the second coming of the New Economy. The rise of social software has changed the web from a network of webpages to a network of people. Blogs, Wikis, Social Network, the web has become the platform for our communication and collaboration.

But the change goes deeper. The use of social software in corporations is changing how we work. Distributed knowledge is accelerating research and development. Organizations change from hierarchy to networks.

This keynote takes a look at the fundamental principles behind Web 2.0 and describes emergence as the leading system theory for how we will communicate, work, research and play in the next years.

Der nächste Schritt ist nun bis zu dem Festival ein Whitepaper zu schreiben, dass den Inhalt des Vortrags beschreibt und dies dann mit dem Vortrag zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass das dann die nächsten Türen öffnet, um die nächsten Schritte zu tun.

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Think, Act, Read, Sleep

Gerade in dem Artikel Tapping the Power of Your Morning Routine : Yahoo! Finance folgendes Blake-Zitate gefunden, das eine einfache Anleitung zur Strukturierung eines Tages enthält:

Think in the morning, act in the noon, read in the evening, and sleep at night.

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Veränderungen Teil 7 – Schreiben

Ok, ihr habt lange ausgehalten. Ursprünglich sollte diese Serie nur dazu dienen euch mitzuteilen, an welchen neuen Dingen ich arbeite. Ist wohl ein bisschen mehr geworden. Nun ist aber tatsächlich der Zeitpunkt gekommen, um all die Dinge, die ich in den letzten Tagen erklärt habe, konkret werden zu lassen. In den nächsten Teilen, beginnend mit diesem, werde ich immer einen Bereich meiner Arbeit vorstellen. Los geht’s mit dem Berichten.

Mehr Schreiben

Ich habe es bereits im letzten Teil geschrieben, ich will mehr über all die Dinge berichten, die mir begegnen und die ich interessant finde. Um es noch einfacher auszudrücken, ich will mehr schreiben. Ich will über Dinge schreiben, die ich entdecke, die ich ausprobiere, die mich bewegen, die mich inspirieren. Ich will über Prozesse schreiben, durch die ich gehe und die mich verändern.

Euer Feedback auf diese Serie war eine weitere Bestätigung dafür, dass ich diese Richtung vertiefen bzw. konkreter angehen sollte. Deswegen werde ich meine Bloggeraktivitäten massiv ausbauen. Blogs sind für mich das offensichtliche Werkzeug, um zu veröffentlichen, was ich schreibe. Daher sind sie für mich der konkrete Ansatzpunkt, wie ich diese Begabung des Schreibens angehen kann.

Blogs

Nach meiner derzeitigen Überlegung sind folgende Blogs geplant:

  • Johannes Kleske/tautoko: Dieses Blog wird natürlich bestehen bleiben und mir als Veröffentlichungsplattform für alles, was an anderer Stelle nicht passt, dienen. Der Fokus wird noch mehr auf meinen persönlichen Gedanken, Prozessen und Ideen liegen. Der Stil wird sich an dem dieser Serie orientieren.
  • Produktivität (Arbeitstitel): Immer wieder mal angedacht, wird es nun tatsächlich Realität, das Produktivitätsblog. Allerdings werde ich die Thematik etwas breiter fassen. Nicht nur reine Produktivitätstipps, sondern auch Arbeiten als Webworker, Arbeiten in Netzwerken und Arbeiten ohne klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Ich habe für mich die Thematik des Blog mit „Arbeiten in der digitalen Bohème“ zusammengefasst.
  • MacAlltag: Die Idee für dieses Blog kam nicht aus der Überlegung, dass es unbedingt noch ein Mac-Blog bräuchte. Vielmehr wird dieses Blog eine Art Zweitverwertung. Ich beschäftige mich sowieso jeden Tag mit der Arbeit am Mac, probiere neue Tools aus, teste Tricks und versuche meinen Macalltag zu optimieren. Da kann ich die gewonnenen Erkenntnisse auch einfach in einem Blog festhalten. Dadurch finde ich sie leichter wieder und andere haben auch etwas davon. Dieses Blog wird sich also auf den Arbeitsalltag mit dem Mac konzentrieren und weniger Nachrichten und Gerüchte enthalten.
  • Social Software (Arbeitstitel): Ich habe es schon angedeutet und in einem späteren Teil werde ich es noch ausführlicher darstellen, ich will wieder deutlich mehr in Richtung der Thematik meiner Diplomarbeit machen. Dazu werde ich ein Knowledgeblog einrichten, in dem ich alles, was mir zu der Thematik begegnet, festhalten werde, Gedanken, Ideen, Links, Texte usw.
  • rejolt: rejolt ist das Label, unter dem ein paar Freunde und ich uns mit Themen wie Nachhaltigkeit, Bio, Fair Trade, Gegenkultur, Anti-Konsum, Culture Jamming und soziale Gerechtigkeit beschäftigen. Dazu machen wir Projekte, Aktionen und Kampagnen und auch ein Blog, dass ab demnächst deutlich mehr Aufmerksamkeit unsererseits genießen soll.

Weitere Blogprojekte werden zum entsprechenden Zeitpunkt folgen. Nun gilt es erstmal zu lernen, eine Handvoll Blogs zu pflegen.

Ziele

Mit dem Bloggen verfolge ich eine gemischte Anzahl von Zielen, die je nach Blog unterschiedliche Priorität haben:

  • Sprachrohr: Das erste Ziel ist natürlich, meine Gedanken, Ideen und Entdeckungen zu veröffentlichen.
  • Berufung: Ich will durch meine Blogs andere direkt inspirieren, ihnen neue Ideen geben, sie ins Nachdenken bringen aber ihnen auch konkret bei Problemen helfen und ihnen Dinge beibringen.
  • Networking: Ich will durch die Blogs mehr Menschen kennenlernen, die sich für die gleichen Themen interessieren.
  • Engagements: Ausgehend vom Networking ist ein Ziel des Bloggens, z.B. Engagements als Coach, Autor, Dozent, Berater oder Redner zu dem einen oder anderen Thema zu bekommen und dadurch auch eine Einkommensquelle zu schaffen.
  • Einnahmen: Ich werde mit den Blogs alles ausprobieren, was an direkten Einnahmequellen für Blogs möglich ist. Vom Sponsoring über Affiliate-Systeme bis zu Anzeigen. Immer angepasst an das Blog und was dort jeweils passt.

Neben meinen eigenen Blogs will ich schauen, wo ich mit anderen zusammenarbeiten kann.

  • Gastbeiträge auf anderen Blogs
  • Kollaborative Blogs mit anderen zusammen betreiben
  • Gastautoren auf meine Blogs einladen

Ganz allgemein werde ich mehr Zeit und Energie für die Vernetzung mit der Blogosphäre verwenden, um alles dranzusetzen aus dem Einzelkämpferding rauszukommen.

Von hier ausgehend bin ich gespannt, wohin sich mein Schreiben entwickelt. Neben dem Schreiben gibt es bei mir auch immer noch die leider sehr unterdrückte Liebe fürs Podcasting. Das Problem hier ist vor allem der größere technische Aufwand. Trotzdem kann es gut sein, dass es zu einigen Blogs auch einen Podcast geben wird. Ich habe riesige Lust darauf.

Soweit mal die Richtung, in die es mit dem Schreiben für mich geht. Extensives Bloggen ist der nächste Schritt. Was dann kommt, werden wir dann sehen.

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Veränderungen Teil 6 – Entscheidungsfaktoren

Nun bin ich also an dem Punkt angekommen, wo ich für mich grundlegend herausgearbeitet habe, welche Tätigkeiten ich in den nächsten Monaten und Jahren ausüben möchte, um näher an meine Berufungen und Begabungen heranzukommen. Bevor es aber zur konkreten Umsetzung kommt, müssen noch einige Faktoren betrachtet werden.

Planung vs. Richtung

Ich glaube nicht wirklich an solche Planungstools wie 5-Jahres-Pläne, weil in der Regel mein Leben viel spannender abläuft, als ich es mit diesen Hilfsmitteln planen kann. Überraschungen passieren ständig und kürzen Wege deutlich ab. Dazu kommt, dass ich mich durch all die Themen, mit denen ich mich beschäftige, ich mich ständig verändere. Einige von euch kennen sicher die Vision, in der ich mal aufgeschrieben habe, wie ich mir mein Leben mit 30 vorstelle. Vieles von dem, was ich da gedacht habe, würde ich heute, zwei Jahre bevor ich 30 werde, nicht mehr so schreiben, weil sich meine Sicht der Dinge verändert hat. Trotzdem kann man fast alles, was ich zum Thema Berufungen in dieser Serie geschrieben habe, in der Vision wiederfinden. Das zeigt mir, dass es grundsätzliche Richtungen in meinem Leben gibt, die sich kaum verändern. Nur die konkreten Wege, die ich gehe, um in dieser Richtung zu bleiben, passen sich ständig an. Deshalb nutze ich die Aufstellung der Tätigkeiten, die ich ausüben möchte, um die grundlegende Richtung festzulegen, in die es die nächsten Jahre geht. Sie dient mir als Hilfe, wann immer ich mich an einer Weggablung entscheiden muss.

Sicherheit vs. Berufung

Ein weiterer Faktor spielt bei der Entscheidungsfindung eine Rolle, die Geldfrage. Manches bringt mehr Geld, manches weniger. Ich habe mich für die nächste Phase meines (Arbeits-)Lebens dafür entschieden, in der Regel immer den Weg zu gehen, der mich näher zu meinen Berufung bringt, auch wenn das bedeutet, finanziell schlechter dazustehen. Für mich ist Geld derzeit der unwichtigere Faktor. Ich liege lieber nachts da und frage mich, wie ich die Miete bezahlen soll, als mich tagsüber durch einen gut-bezahlten Job zu schleppen, der mich nicht ausfüllt. Gerade weil ich derzeit keine familiären Verpflichtungen habe möchte ich die Situation nutzen. Der erste Schritt war eine günstigere Wohnung. Nun gilt es auch den Rest meines Lebensstil nach Einsparpotentialen zu durchforschen.

Geld bietet vor allem Sicherheit und ich mag Sicherheit. Aber als ich mich dafür entschied mich selbstständig zu machen, war dies auch eine bewusste Entscheidung gegen die Sicherheit. Sicherheit ist eine zweischneidige Sache. Auf der einen Seite macht sie unser Leben entspannter und gibt uns Ruhe. Sie kann uns helfen, uns auf die wichtigen Sachen zu konzentrieren. Auf der anderen Seite kann Sicherheit uns auch einlullen. Wenn „die Schäfchen im Trockenen sind“ brauche ich auch nicht mehr mein bestes zu geben. Ich bin so jemand, der auf Pflichterfüllung schalten würde, wenn er wüsste das jeden Monat zum ersten pünktlich das Gehalt auf dem Konto ist.

Keine Frage, fehlende Sicherheit kann auch lähmen bzw. alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das alles ist vor allem eine Typfrage. Für manchen kann es durchaus sein, dass er kreativ erst richtig auffahren kann, wenn er weiß, dass für Mann/Frau und Kind gesorgt ist.

Allein vs. Netzwerk

Im ersten Jahr meiner Selbstständigkeit habe ich vor allem als Einzelperson gearbeitet. Ich habe meine Dienste verschiedenen Agenturen angeboten und dort zwar durchaus im Team gearbeitet, in der Regel dann aber doch eher für mich. Eine Ausnahme waren die verschiedenen kleinen Webprojekte, die ich zusammen mit Denis durchgeführt habe. Dabei fiel mir auf, wie gut es mir tut, wenn ich zwar selbstständig arbeite, aber jemanden habe, mit dem ich Projekte durchsprechen und gemeinsam angehen kann. Für mich ist die beste Arbeitsform das Netzwerk. Es ist für mich das neue Gegenmodell zur Agentur, das in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen wird.

Ein Netzwerk kann aus einer beliebigen Anzahl von lose miteinander verknüpften Selbstständigen bestehen, die je nach Projekt und Auftrag zusammenfinden, um gemeinsam zu arbeiten. Niemand muss um neun Uhr irgendwo erscheinen, es braucht kein Verwaltungspersonal, kein Firmengebäude und jeder ist flexibel, an Projekten teilzunehmen oder nicht. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Arbeit viel mehr im Netzwerk mit anderen auszuführen als wie bisher in Agenturen oder allein. Eine wichtige Aufgabe der nächsten Wochen und Monate wird deshalb sein, mich nach passenden Mitstreitern umzuschauen und zu sehen, wie man Ideen und Projekte zusammenbringen kann.

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Einweihungsfete bei UPLOAD

Jan hat zur Einweihung seines UPLOAD Magazins eine virtuelle Einweihungsfete veranstaltet. Jeder durfte kommen, musste aber etwas mitbringen, undzwar einen Artikel darüber, wie man ein Blog besser machen kann. Für mein Mitbringsel habe ich mir spontan meine Top5 der Dinge überlegt, die ein Blog gut machen oder weiter verbessern können. Den Artikel gibt’s hier.

Grundsätzlich beschäftigt sich UPLOAD mit dem digitalen Publizieren im Web und ist aus dem Grund besonders interessant für mich.

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