Daniel: „Wieso haben wir bei den Briefen im Neuen Testament immer nur die eine Seite des Briefwechsels erhalten?“
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Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media.
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Vielleicht weil die Antwort einfach nicht “wertvoll” genug war um ins Buch der Buecher zu gelangen
Naja, stimmt nur zum Teil, denke ich. Der erste und der zweite Korintherbrief sind Antwortbriefe an die Korinther, die Fragen an ihn stellen. Er zitiert ihre Briefe (z. B. 1Korinther 7,1) - also kann man hier schon recht von einem Dialog ausgehen, auch wenn wir ihre Briefe nicht vollständig haben. Zweitens sind die Briefe meist eine Antwort auf eine Frage, ein Mißstand oder ein Problem der frühen Gemeinde. Die Briefe haben ein konkretes Anliegen als Reaktion.
Die Briefe wurden auch teils rumgereicht. Also wenn Pualus was geschrieben hat, ging das an die Gemeinden im Umkreis (oder darüber hinaus?) weiter. So wurden Briefe stärker verbreitet und es gab vielleicht auch Abschriften, um den Inhalt der Briefe in der eigenen Gemeinde im Vorrat zu haben. Briefe die z.B. an Paulus persönlich gingen, blieben vielleicht nur bei ihm. Außerdem maß man bestimmt den Lehrbrief eines Apostels mehr Wichtigkeit zu, als den Fragebrief einer Gemeinde.
Verwunderlich das es den Philemonbrief gibt… Er ist (nach meiner Erinnerung) der Einzigste, der von einem zu einem geschrieben ist und in der Bibel vorkommt.
Aber irgendwie denk ich auch, das jemand Paulus mochte, weil wir noch so viele Briefe haben. Aber wahrscheinlich hat er auch einfach viel geschrieben! Immerhin war das mehr seine Gabe als zu Reden wo die Leute einschlafen (siehe APG)