Archive for Dezember, 2006

Frage: Sneaker Jamming

Gerade beim Bücher in Kisten packen mal wieder einen dieser Momente gehabt, in denen ich mich frage, ob ich der einzige bin, der so ist. Oder hat jemand von euch Sneaker Freaker und Kalle Lasn’s Culture Jamming nebeneinander im Regal stehen?

Alte Brunnen

Web Worker Daily » Seven Web Worker Wishes for 2007 «:

Wish 7: Starbucks introduces a chain of coworking cafes. Instead of jazzy music, customers would hear white-noise style nature sounds like waterfalls or babbling brooks. Wifi would be free, once you joined the coworking club for a reasonable yearly membership fee. Each coworking cafe would include rentable conference and napping rooms–even the most motivated web workers need a rest now and then. Customers could rent the use of large flat-panel displays for an hourly or daily fee. Personal coaches, massage therapists, and tech support specialists could offer appointments to soothe any career, body, or computer problems that arise while coworking. Bonus: a soundproof childcare room would keep the kids busy while Mom and Dad get their work done.

Hola, das triggert bei mir gerade massiv die alte Vision im neuen Gewand. Mehr dazu im neuen Jahr.

Geburtstagsparty am 4.1. im NUN

Nun

(Bild von Rob Pepper)



Am 4.1. beginnt mein bis dato spannendstes Lebensjahr, zumindest vermute ich das. Und da mir gerade der Platz und die Kohle für ne dicke Feier fehlt, lade ich euch alle ins NUN ein. Ich selbst werde mich an diesem Abend endlich mal wieder hinter die analogen und digitalen Plattenteller begeben, um euch vorzügliche und wunderschöne Musikkost zu servieren. Los geht’s ab 20h. Wir sehen uns im NUN.

Don Miller auf deutsch

Achtung, nachfolgender Beitrag enthält wüsste Beschimpfungen harsche Kritik. Wer zur Weihnachtszeit eher auf Friede, Freude, Eierkuchen steht, sollte hier aufhören zu lesen.

Ich muss mein Schweigen bis zum Jahresende leider noch mal brechen. Aber das nachfolgende muss einfach gesagt werden.

Der eine oder andere wird sich noch erinnern, der Autor Don Miller war für mich eine der großen Entdeckungen in diesem Jahr. Keinem Autor habe ich mich je so nahe gefühlt. “Blue Like Jazz: Nonreligious Thoughts on Christian Spirituality” ist Don Miller’s erfolgreichstes Buch und eines, das mein Leben verändert hat. Nun habe ich beim Weihnachtsshoppen entdeckt, dass es von Gerth Medien auf deutsch übersetzt wurde (Korrektur: Gerth Medien hat ein anderes Don-Miller-Buch übersetzt. Siehe unten). Und wieder einmal beweist ein christlicher Buchverlag die Fähigkeit gute Bücher in das absolute Grauen zu verwandeln, wenn sie die deutsche Version herausgeben. Ich meine, wer von euch erinnert sich nicht an den All-Time-Klassiker ‚Frisch bekehrt und trotzdem sexy‘? Auch hier hat man es mal wieder geschafft ein geniales Buch für Leute in den 20ern und 30ern, die mit der traditionellen Form von Gemeinde und Glauben nur noch wenig anfangen können, im Titel und Coverdesign so zu versauen, dass niemand aus der Zielgruppe das Buch auch nur noch anfassen mag.

Hier ist das englische Original, nicht brillant, tut aber keinem weh.

Blue Like Jazz

Und hier, was Gerth Medien daraus gemacht hat:

Wer braucht schon ein Boot?

Ach so, kauft das Buch bitte trotzdem. Macht von mir aus einen Umschlag drum, aber kauft es. Es sei denn, ihr könnt Englisch, dann kauft das Original.

Und liebe Gerthys, schaut euch doch einfach mal bei RelevantBooks an, wie man’s richtig macht. Und falls ihr mal Bock auf ne richtige Kampagne für ein gutes Buch mit derbem Coverdesign, Diskussionsforen, begleitendem Podcast und ein bisschen Streetteamaction habt, sagt bescheid.

Korrektur: Wie Mike gerade korrekt korrigiert hat, hat Gerth Medien nicht Blue Like Jazz übersetzt, sondern Searching for God Knows What: Bearded Women, Alien Philosophers, Lovesick Teens, and the Gospel of Jesus. Da habe ich es doch tatsächlich einfach verpeilt und bin davon ausgegangen, dass Gerth Medien logischerweise zuerst den Besteller herausbringt und dann den Nachfolger. Tja, wieder was gelernt. Macht aber in der Argumentation von oben keinen großen Unterschied. Was nun aber noch krasser ist, ist die Titelübersetzung. Ums noch mal deutlich zu machen:

Original: Searching for God Knows What: Beared Women, Alien Philosophers, Lovesick Teens, and the Gospel of Jesus

Deutscher Titel: Wer braucht schon ein Boot? Über einen Glauben, der trägt

Hier ist noch das Titelbild vom Original Searching For God Knows What.

Searching For God Knows What

Ich hab inzwischen das deutsche Buch komplett gelesen und würde euch dringend ans Herz legen, sofern es eure Sprachkenntnisse zulassen, die englische Version zu lesen. Ohne besonders drauf zu achten sind mir beim lesen doch einige grobe Fehler und Unschönheiten aufgefallen.

Man sieht sich 2007

Foto 23

Ich bin raus für dieses Jahr. Hätte es nicht gedacht, aber die letzten Monate haben mich doch mehr ausgebrannt als ich dachte. Habe mich selten so auf den Weihnachtsbreak gefreut. Brauche die Tage dringend zum Runterkommen und Nachdenken. Zum Ende dieses sowieso schon unglaublichen Jahres gibt’s noch mal zwei „Highlights“. Zum einen geht meine Zusammenarbeit mit der Agentur in Berlin zu ende, was bedeutet, dass ich ab Januar deutlich mehr Zeit für andere Projekte haben werde, allerdings auch weniger finanzielle Freiheiten. Und zum anderen ziehe ich erneut um. Meine aktuelle Wohnung ist mir zu groß und zu teuer. Also habe ich die Chance genutzt und ziehe bei einem Freund hier in Karlsruhe ein, bei dem gerade ein Zimmer frei geworden ist.

Sieht so aus, als würde 2007 entspannt und endlich mal wieder mit meinem eigenen Rhythmus losgehen. Und hoffentlich mit einer Reihe von neuen, eigenen Projekten. Seid gespannt Wir sehen uns…

Warum wir tun was wir tun

Audrey

Yesterday we played at NUN, in Karlsruhe, wich was the nicest place ever. The food was spectacular, the hospitality admirable and the place was packed with people, yey!

Zeit, mal wieder danke zu sagen an all die Leute, die im NUN helfen, dass Leute gerne wiederkommen.

WiiSports

Das ganze Team im Office klagt über Muskelkater, ich kann meine Maus kaum noch bewegen. Muss wohl am neuen Produktivitätskiller Nr. 1 liegen.

Wir müssen mehr Fehler machen

David von howies:

for the last 5 years at least, i have had this idea and as yet have not made it happen.

and ideas only work if you make them happen. (and even then, some don’t work)

the idea is that everyone at howies has ideas. and the guy packing our parcels downstairs might have an idea for a product that will become the product that will come to define us and what we do.

so as a company, we need to allow those ideas to come to the surface.

we have to make more mistakes. we have to understand failure is going to happen.

we can learn from failure. but ‘not doing’ will teach us nothing and give us nothing in return.

in the spring, we will turn a room that currently stores boxes and our junk into a creative room.

and then 1 day a month each person will have an ideas day. that person will team up with someone else from the company and think. drink tea. stare out of the window (if we had one) and doodle. go to shops, go to museums, read books, see films. and apply some of what they learn to what we do here at howies. We want to change things. And it is crazy, mad, dumb, odd, wonky thinking that will give us Ideas that will change things.

it is an experiment. it might not work. but that is the thing with ideas, you just gotta try stuff.

there will be people here who will say ‘ I don’t have ideas’ and in my experience the best ideas usually come from them.

i have no idea if it will work or how it will work.

but if you jump off the cliff, you just have to make your wings on the way down

Frage: NT Briefwechsel

Daniel: „Wieso haben wir bei den Briefen im Neuen Testament immer nur die eine Seite des Briefwechsels erhalten?“

Momente

Ich halte mich ja für jemanden, der sich für tausend Dinge gleichzeitig interessiert und diese Dinge können auch sehr unterschiedlich sein. Aber innerhalb der letzten beiden Monate fand ich mich in Momenten wieder wo sogar ich mich gefragt habe, ob diese Bandbreite einfach zu durchgedreht ist. Hier eine Auswahl von Momenten:

  • Dem Singersongwriter Denison Wittmer beim Eröffnungskonzert unseres Kaffeehauses in Karlsruhe zugehört
  • Frühstück mit Pancakes und Omletts zusammen mit Matt in nem kleinen Schuppen in Austin, der schon Kulisse für nen Quentin Tarantino Film war.
  • Mit Manuel in nem Berliner Bistro über die Freaks und Web 2.0 geredet
  • Weihnachtsbaum in einer kleinen Kirche im Norden Londons geschmückt
  • Mit Alex früh morgens über die Zukunft unseres Fachbereichs diskutiert
  • The Science of Sleep in Berlin in einem kleinen Kino in einem roten Ledersessel gesehen
  • Bei einem Footballspiel des ultrakonversativen College Texas A&M gewesen
  • Bei den Eltern eines Kunden in Essex, London Tee getrunken und über Wikipedia und Wisdom of the Crowds philosophiert
  • Mit Haso in einem Berliner Kaffeehaus über Emerging Church und Kubik geredet
  • Borat goes America in einem Kino in Houston gesehen
  • Im Quartalstreffen der Union Baptist Organisation in Houston gesessen
  • In Berlin bei ner Party Joints und Koks angeboten bekommen
  • Bei der Medianight in Darmstadt das Gewinnnervideo des Hessischen Filmpreises bestaunt.
  • Halloween-Parade auf der Kneipenmeile in Austin, Texas erlebt
  • Klatsch aus meiner alten Gemeinde mit meinen kleinen Schwestern in Darmstadt ausgetauscht.
  • 2Step-Tanzstunden im Mainstreet Coffeehouse in Tomball, Texas erfolgreich verweigert
  • Nen Second-Life-Job angeboten bekommen
  • In einem Berliner Buchladen ein Buch über selbstorganisierende Systeme von einem Künstlerkollektiv aus Dänemark gekauft
  • GTA: Liberty City Stories auf meiner PSP gezockt
  • Eine echte Rakete bei der NASA gesehen

Frage: Arroganz

Kann man den Status-Quo hinterfragen, ohne gleich als arrogant wahrgenommen zu werden?

Frage: Buch vs. Videospiel

„Wenn du ein Buch liest tauchst du komplett in deine eigene private Welt ein, und die Gesellschaft ist der Meinung, dass das eine gute und wundervolle Sache ist. Aber wenn du alleine ein Videospiel spielst ist es eine eigenartige, fucked-up, antisoziale Tätigkeit. Was für ein engstirniger Idiot propagiert so einen Bullshit?“ JPod, Douglas Coupland

Kubik stellt Fragen

Der eine oder andere mag es schon beim Pfaffe gesehen haben. Wir wurden gebeten für unseren Texastrip eine Präsentation über Kubik zu erstellen…Dauer möglichst unter fünf Minuten. Wie soll man bitte in fünf Minuten Kubik erklären, vor allem weil Menschen dazu neigen, Kubik bewusst misszuverstehen (Kaffeehaus? Ja, wir haben auch ein christliches Café…), um möglichst schnell dieses Emerging-Church-Ding in eine Schublade packen zu können.

Wir haben uns dazu entschieden überhaupt nichts über Kubik zu erzählen, sondern einfach nur die Fragen zu präsentieren, die bei uns hinter allem stehen, was wir denken, diskutieren und machen. Daraus ist eine selbstablaufende Präsentation entstanden, die im Wechsel Menschen bei Kubik zeigt und eine Frage stellt.

Seitdem wir diese Präsentation gebaut haben, trifft sie mich jedesmal wieder neu, wenn ich sie sehe. Bisher gab es nichts, was so gut wiedergibt, was mich in den letzten Jahren beschäftigt hat. Schon lustig, wie ein Haufen Fragen Identität geben können.

Habe neulich mit jemandem über Kubik gesprochen und er meinte, dass er nie Teil von Kubik sein könnte, weil es für ihn wichtig ist, dass es gewisse Fixpunkte gibt und bei uns wird halt alles hinterfragt. Und ich kann diese Position sehr gut nachvollziehen. Aber ich merke auch, wie wohl ich mich in diesem Umfeld fühle, wo Unsicherheit und Ungewissheit an der Tagesordnung sind. But it’s just me.

Das grundsätzliche Beschäftigen mit Fragen hat dazu geführt, dass ich mal wieder eine kleine Idee umsetze, die ich schon länger im Kopf habe. In der Seitenleiste auf meinem Blog findet ihr jetzt einen neuen Sideblog mit dem Titel Fragen. Anstatt Linktipps werde ich dort nun wann immer ich Lust habe einfach eine Frage in den Raum stellen, Beobachtungen, Verwunderung oder was auch immer.

Die Kubik-Präsentation findet ihr hier als selbstablaufenden Quicktime-Film.

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Street Wars

Das Original

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Das Plagiat

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Die Kopie

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Obey

Obeyiran

via Wooster

Hypediss Competition

HypedissFür die Weihnachtszeit haben wir uns für Hypediss einen kleinen Wettbewerb ausgedacht. Wer im Dezember die meisten Storys auf die Homepage unter ‚Hyped‘ bekommt, gewinnt einen schwarzen 80gb iPod. Wer dagegen die meisten Storys unter ‚Dissed‘ auf der Homepage hat, bekommt einen braunen Zune.

Also, den Feedreader angeworfen und die spannendsten Storys zu Kunst, Design, Web, Lifestyle und Streetkultur gepostet. Stellt euch der anspruchsvollen Hypediss-Community aber seid bereit gedisst zu werden. Und wer will schon nen Zune…

Wer nix kapiert: Hypediss ist eine Social-News-Site auf der man Storys hypen kann, um sie auf die Frontpage zu bringen. Aber im Gegensatz zu anderen Sites kann man bei Hypediss Storys auch dissen.

Productive Talk

Merlin Mann & David AllenJeder, der sich auch nur im entferntesten für GTD (“Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag.” (David Allen)) interessiert sollte sich unbedingt die Gespräche zwischen Merlin Mann, Nr. 1 Blogger zum Thema und David Allen, GTD-Erfinder, anhören. Das lohnt sich allein schon, weil man als erstes feststellt, dass David Allen ein durch und durch sympathischer Typ ist, der nicht wie gewöhnliche Managementgurus einfach nur ständig seine Mantras wiederholt. Darüber hinaus kann man durch die Gespräche wirklich viel lernen, weil sich die beiden vor allem auf die Implementierung des Systems konzentriert haben. Das ganze gibt’s als Podcast bei Merlin oder hier als Gesamtdownload.

Productive Talk Compilation