Wenn ich in der Nähe wäre würde ich hingehen.
“James and Warrington” präsentiert:
Moloko, Kurt-Schumacher-Str. 1, FFM
Das Weblog von Johannes Kleske zu Social Media, Konzeption, User Experience Design, Informationsarchitektur, Marketing, Cafes, Barcamp, Web 2.0, Streetart etc.
Wenn ich in der Nähe wäre würde ich hingehen.
“James and Warrington” präsentiert:
Moloko, Kurt-Schumacher-Str. 1, FFM
Gerade mal in meine Feedburner-Statistiken geschaut und überrascht festgestellt, dass mehr als die Hälfte von euch dieses Blog per Feed lesen (häh?). D.h. dass die meisten von euch auch meine del.icio.us-Links angezeigt bekommen. Das ist gut, da mir der Aufwand mit den Links und den Notizen zu groß geworden ist. Somit habe ich das Sammelbecken in der Seitenleiste abgeschaltet und werde jetzt alle Fundstücke und Notizen ausschließlich über del.icio.us laufen lassen. Wem der Umgang mit Feeds und Feedreader (mein Tipp: Google Reader) zu kompliziert ist, kann sie jetzt auch wieder meine Blogposts per täglicher E-Mail schicken lassen (Formular ist in der rechten Seitenleiste). Fragen?
Ich finde es weit interessanter, so zu leben, dass man nichts weiß, anstatt Antworten zu haben, die möglicherweise falsch sind.
Nachdem das St.Oberholz in jedem zweiten Artikel über Wir nennen es Arbeit erwähnt wurde, habe ich heute mal die Gelegenheit für eine kleine Pilgerreise zu diesem Wallfahrtsort der digitalen Bohème genutzt. Und es stimmt, die beste Psychoanalyse eines Publikums lässt sich mit Hilfe von iTunes Sharing machen
Im besten Hipsterstil musste es natürlich ein Bagel mit Rucola zum Frühstück sein.
This could be the very minute
I’m aware I’m alive
All these places feel like home
Zach Braff Filme schaut man ja auch an, um neue Musik zu entdecken. Für den Soundtrack von Garden State, der bei mir zu Beginn des Jahres auf Heavy Rotation war, hat Braff einen Grammy gewonnen. Und nachdem Claudi mir schon immer vom Soundtrack zum neuen Braff-Film The Last Kiss vorgeschwärmt hat, war ich auch in dieser Hinsicht gespannt, als wir uns den Film vor einer Woche angesehen haben.
Die ersten Takte des Films erklungen und ich war dahin. Alles, was danach Soundtrack-mäßig kam, war ok. Aber der Opener war der Burner. Also, gleich bei iTunes geschaut. Aha, Snow Patrol. Den Namen habe ich doch schon häufiger gelesen, die Musik dazu aber nie wirklich gehört. Egal, dies war die Stunde. Ich hatte meinen eigenen Soundtrack für den Herbst 2006 gefunden.
Snow Patrol machen im Prinzip schwuchtelige, weiche, poppige Frauenmusik. But fuck that! Das Zeug löst dich aus dem Alltag und gibt dir das Gefühl, auf ner ewig langen Landstraße in die Morgendämmerung zu fahren (damn, ich brauch endlich nen Führerschein und ja, das ist Romantikkitsch). Genau das melancholische Zeug, das ich brauche, um den Herbst genießen zu können. Um es knapp mit meinem Lieblingswort zu beschreiben: wunderschön!
Cheers, Zach.
Btw. The Last Kiss ist zwar ein ziemlich guter Film, mein „Problem“ war, dass ich mich mit keinem der Darsteller identifizieren konnte, weil sie alle das gegenteilige Problem von mir haben. Sie sehen sich danach, wo ich bin und ich sehne mich danach, wo sie sind…
Update: Zach Braff und fünf Interpreten vom Soundtrack bei rehearsal.com
An dieser Stelle noch mal der Hinweis auf “Wir nennen es Arbeit” (Holm Friebe, Sascha Lobo). Ich habe das Buch während meines USA-Trips fertig gelesen und bin schwer angetan. Es gibt einige Leute für die dieses Buch insbesondere interessant ist:
Das Problem unserer Gesellschaft mit Schönheit in 60 Sekunden auf den Punkt gebracht: Dove Evolution (via Hypediss)
Bin mal wieder in Berlin und diesmal für zwei Wochen. Und auch wenn das schon das xte mal in diesem Jahr ist, habe ich immer noch null Kontakt zu irgendwelchen Leuten, was den ganzen Bereich Emerging Church/alt.worship/PoMo-Klöster und sonstige Styles angeht. Das hier ist Berlin, da müsste doch eigentlich was gehen, oder?
Ich hatte gehofft, es würde geheim bleiben. Aber Doug hat das Schweigegelübde gebrochen und den wahren Grund für unseren Trip nach Texas veröffentlicht.
In ihrem Blog schreiben die 37signals-Jungs über drei Männer, die ihren erfolgreichen Job aufgegeben haben, um einen ganz anderen aufzunehmen bzw. um eine andere Perspektive auf die „Welt da draußen“ und ihr eigenes Leben zu bekommen.
Ich finde diesen Aspekt immer wieder faszinierend, weil ich auch bei mir die Tendenz feststelle, in meinem eigenen Saft zu verschmoren. Ich meine, es ist nicht so als würde ich mich mit tausend Sachen beschäftigen. Trotzdem dreht sich mein Leben meist um die gleichen Dinge.
Daniel hat von Doug Pagitt’s Gemeinde erzählt, dass dort niemand Vollzeit angestellt ist, sondern jeder noch nebenher andere Jobs hat. Dadurch wird verhindert, dass sich bei bestimmten Leuten alles um die Gemeinde dreht. In Wir nennen es Arbeit schreiben die Autoren über Brotjobs, die einem helfen über die Runden zu kommen. Meiner Meinung nach bieten solche Brotjobs auch die Chance eine gute Alternative zur eigenen, kreativen Arbeit zu bieten. Ich fühle mich meist kreativer, nachdem ich mal ganz anderes gemacht habe.
Im Endeffekt macht mir der Gedanke, dass ich den Rest meines Lebens vor einem Bildschirm verbringen werde, einfach nur Angst. Hab ne Zeitlang mal überlegt in nem Oxfam-Shop zu arbeiten. Die bieten meines Wissens nach sowas an, wo man vier Stunden in der Woche für sie arbeitet und sie spenden dafür irgendwas nach irgendwo. Leider lässt die Reiserei gerade soetwas nicht zu. Aber mal sehen…
Nachdem der Jetlag langsam abklingt und ich ihn einfach genutzt habe, um mich an die Kubikzeit (3 ins Bett und um 10 wieder aufstehen) anzupassen, sind die Erlebnisse meines ersten Trips außerhalb von Europas Grenzen so langsam durchdekonstruiert. Also ist es Zeit, das mal zu Blog zu bringen.
1. Fazit: Wenn es irgendwie geht, werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder in die USA fliegen. Wenn alles gut geht schon zu SXSW in Austin im März. Das Ding gilt als eines der derbsten Festivals für Musik, Film und Web in Amerika. Und Austin ist es auch ohne spezielles Festival auf jeden wert.
Später werde ich noch mehr Detailbeobachtungen beschreiben. Aber für den Anfang gibt’s nun erstmal meine Highlights.
Wenn ich also zurück blicke und je mehr ich drüber nachdenke, stelle ich fest, dass die gewonnene Lebenserfahrung sowie die neuen und die vertieften Freundschaften diesen Trip so wertvoll gemacht haben. Und deswegen gebührt mein Dank an dieser Stelle Karen und Shannon, die das ganze organisiert und damit für mich möglich gemacht haben.
Urban Art + Fashion: Format Issue #3 ist raus.
Sag’s mit GoogleMaps: geoGreeting (via JoshSpear.com)
Bin nach einem ereignislosen Flug wieder auf deutschem Boden und chille heute noch bei meiner Schwester bevor es morgen zurück nach Karlsruhe geht.
Gerade hat mein Schwager angerufen. Sein Auto wurde aufgebrochen und sein Koffer mit Akten und vor allem seinem iBook geklaut. Fucked up! Wer nicht beten mag, sollte sich zumindest versichern, dass sein Notebook so gesichert ist, dass bei Diebstahl zumindest niemand an die Daten kommt. Hier ein paar Hinweise für AppleBooks:
Mehr Tipps?
Bei einem der tausend Meetings hier wurde mir das Buzzword-Blah zu bunt. Zeit, das ganze in ein Spiel zu verwandeln: Emerging-Church-Buzzword-Bingo. Wenn ihr das nächste mal in einem Emerging-Church-Meeting hockt, nehmt ein Stück Papier zur Hand, malt ein Quadrat mit 16 Felder auf und füllt die Felder mit nachfolgenden Buzzwords. Dann kreuzt ihr während des Gesprächs jedes Feld an, dessen Buzzword fällt. Wer zuerst eine horizontale, vertikale oder diagonale Reihe voll hat, schreit laut Bingo.
Hier ist die Liste (funktioniert nur in englisch-sprachigen Treffen gut):
Erweiterungen der Liste sind willkommen.
Seit Sonntag hocken wir hier jetzt mit einem Haufen Leute aus dem Emerging-Church-Umfeld zusammen und reden, reden, reden. Deswegen auch keine Bilder, weil Sitzgruppen einfach saulangweilig sind. Wenn wieder mehr Zeit ist, gibt’s auch wieder mehr Gedanken.
Derweil hier ein paar Flickr-Accounts von anderen Beteiligten: Depone, Mark Berry, Sarah Sherwood
Der gesamte Samstag drehte sich für mich um College Football. Ken & Becky sind große Fans der Mannschaft von Texas A&M. Also haben sie mir ein Ticket und ein Shirt besorgt und mich in die Besonderheiten ihres Collegeteams eingeführt. Texas A&M ist extrem traditionell und militärisch, also das komplette Gegenteil von meiner Sichtweise. Somit wurde der Tag so ne Art Hardcore-Kulturschock. Zum Glück gings am Ende immer noch um Football und das Spiel selbst war gar nicht so schlecht.
Los ging’s im Longhorn mit dem brüchtigten Texas Chicken Fried Steak. Ich hab inzwischen meine Lektion gelernt und direkt das kleine bestellt. Hier sind auch zahlreiche Verwandte von Ken zu uns gestoßen. Alles Harccore-Texas-A&M-Fans und somit eher konservativ am Start.
Dann ging’s zum Campus. Die Studenten von Texas A&M nennen sich Aggies.
Ein Footballspiel startet mit dem Team Spirit March. Bei dem die Spieler, angeführt von der Kapelle von den Quatieren ins Stadion ziehen und dabei von den Fans schon mal eingestimmt werden.
Bei Texas A&M gibt es keine Cheerleader sondern Yellleader (s.o.), die die Fans und insbesondere die Studenten beim anfeuern koordinieren.
Dann marschieren die ganzen Kadetten in Reih und Glied ins Stadion.
Texas A&M ist für seine 12th-Man-Tradition bekannt. Bei jedem Spiel sind ca. 30 - 40000 Studenten im Stadion. Während ihr Team in der Defense ist halten sie durchgehend einen unglaublichen Lärmpegel aufrecht, um das gegnerische Team aus der Konzentration zu bringen.
Unten ist die Kapelle der gegnerischen Mannschaft Oklahoma zu sehen.
Das ist die Militärkapelle von Texas A&M.
Bei dem Spiel waren 86 000 Zuschauer im Stadion.
Insgesamt eine ungemein interessante Erfahrung, auch wenn Texas am Ende mit einem Punkt verloren hat.