Monthly Archive for Oktober, 2006

Geektogether

In meinem Eintrag zum Barcamp klang’s schon an, ich mochte besonders die Diskussionen und den Austausch. Vorträge oder Präsentationen empfand ich für die Idee des Barcamps irgendwie störend. Pixelsebi, seines Zeichens Hauptorganisator beim Barcamp Berlin Peter Schink hat diese Idee direkt in ein Konzept namens GeekTogether gepackt und Sebastian hat ihn publikumswirksam unterstützt. Die Webseite ist auch schon vorhanden. Das Konzept sieht so aus, dass jeder ein Thema vorschlagen kann, zu dem er mit anderen „geeken“ will. Er trägt das Thema, den Ort (für Karlsruhe kenne ich da ein hervorragend passendes Café) und die maximale Teilnehmerzahl in ein Wiki ein. Wer mitgeeken will, trägt sich ebenfalls ein, bis die Liste voll ist. Das war’s schon. Simpel, aber irgendwer musste es angehen.

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NUN ist es soweit…

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NUN Kaffeehaus

NUN ist der Moment zwischen der guten alten Zeit und einer ungewissen Zukunft. Hier ereignet sich das Leben und hier kreuzen sich unsere Wege. Eigentlich ist dieses „Jetzt“ alles was Bedeutung hat, dennoch hassten wir meist eher hindurch als das wir seine Momente festhalten und auskosten. Dieser Ort will Deinem NUN ein zu Hause sein. Hier bist Du eingeladen zu bleiben, gerne auch viel länger als Du isst oder trinkst!

Öffnungszeiten:

  • Mo, Di & Do – 15 - 1h
  • Mittwoch Ruhetag
  • Fr & Sa – 18 - 3h
  • So – 11 - 16h

Das NUN bietet neben Bio-Essen, verschiedenen, exzellenten Kaffees und entspannter Atmosphäre auch freies WLAN und damit einen perfekten Ort für Teleworker, Studenten, Lerngruppen und Blogger.

Demnächst:

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Notiz: 28 millimetres

Dokuvideo über JR, Fotograf und Streetartist aus Frankreich: 28 millimetres.

Teleworker Etikette

USAtoday.com hat in einem Artikel über den Teleworker-Trend in Cafés eine Etikette für Teleworker beschrieben, die ich hier übersetzt wiedergebe:

  • Gib viel Trinkgeld und iss häufig. Betrachte die stündlichen Lattes und Muffins als eine Art Miete für den Tisch. Die Einnahmen sind enorm wichtig für das Überleben jeglichen Geschäfts, das geschäftige Tischbesetzer willkommen heißt.
  • Geh raus. Stelle dein Handy und PDA auf Vibrationsalarm und begib dich sofort vor die Tür, wenn sie klingeln.
  • Sei kein Schwein. Es ist ok deine Sachen auf dem Tisch zu lassen, wenn du kurz Luft schnappen gehst, aber nicht, wenn es länger dauern sollte.
  • Sei vorsichtig, wem du vertraust. Da Diebe und Hacker sehr schnell sein können nimm immer wichtige Hardware und Dokumente mit, ausgenommen du willst kurz Zucker holen.
  • Halte deine Augen bei dir. Wiederstehe der Versuchung einen schnellen Blick auf den Laptop deines Nachbarn zu werfen. Es wird als genauso unerhört angesehen wie das Stehlen von Firmengeheimnissen.
  • Kabel haben Vorfahrt. Passe dich dem Weg eines fremden Stromkabels an, wenn es sich an deinem Bereich vorbeischlängelt. Stromanschlüsse sind ein rares Gut.
  • Warte auf das Zeichen. Selbst wenn dich nur wenige Zentimeter von einem Teleworker-Gefährten trennen solltest du dir bewusst machen, dass es nur nach einem Gruß von beiden Seiten ok ist, die unsichtbaren Bürogrenzen zu überschreiten.
  • Sei auf die Parkuhr vorbereitet. Kaum etwas anderes macht Veteranen der virtuellen Büroarbeit verrückter als nach Münzen gefragt zu werden, um die Politessen auf Abstand zu halten. Habe immer deinen eigenen Vorrat dabei und dazu ein paar extra Münzen, wenn du dir Freunde machen willst indem du Anfängern aushilfst.

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Notiz: Next Generation Insights

Diese Gesprächsrunde von Guy Kawasaki mit ein paar Jugendlichen zwischen 15 und 24 sollte jedem Marketingbeauftragten schlaflose Nächste bereiten: Next Generation Insights.

Notiz: The Poster List

Vergesst endlich Kawohl, dekoriert eure Jugendräume mal mit Style: The Poster List (via Nico)

Barcamp Berlin recap

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(Foto von cocaman)

So langsam habe ich mich vom Wochenende erholt und nun wird es dringend Zeit, das Barcamp Revue passieren zu lassen: Ich fand’s saugeil! Habe mich ja schon länger gefragt, warum man viel Geld für große Konferenzen mit tollen Namen ausgeben soll, wenn man sich das ganze nachher auch als Podcast anhören kann. Immer wenn’s interessant wird, ist die Zeit schon um und an so nen Web-Heavy kommt bei so einer Konferenz auch nicht heran, um ihm mal die spannenden Fragen zu stellen. Bleibt noch der Networkingaspekt, der aber meist sehr schmal zwischen den ganzen, wichtigen Keynotes ist. Barcamp ist das Gegenteil von alledem und damit für die Zukunft meine absolute Lieblingsform von Konferenz.

Man kann sich das ungefähr so vorstellen. Es versammeln sich ca. 80 bis 100 Webenthusiasten. Niemand ist da, nur weil der Chef meint, man müsse den und den Sprecher hören. Alle haben richtig Lust zu lernen und eigene Erfahrungen weiterzugeben. Und plötzlich läuft das Ding von ganz alleine. Innerhalb von 15 Minuten haben sich alle mit Namen und drei Stichworten zu sich vorgestellt, was ich vorher für völlig unmöglich hielt. Innerhalb der nächsten 15 Minuten folgen dicht aneinander gereiht Themenvorschläge und -interessen. Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben, sprechen sich spontan ab, ihre Sessions gemeinsam zu machen. Ihr merkt, ich bin immer noch von der sofort vorhandenen Atmosphäre beeindruckt, bei der niemand erstmal vorsichtig abwartend war.

Die Themenverteilung wurde aus dem Innenhof von Pixelpark in das Foyer verlegt, wo für jeden zur Verfügung stehenden Konferenzraum ein Flipchart mit Zeiträumen bereit stand. Jeder schrieb das Thema, zu dem er eine Session machen wollte auf ein Postit und füllte damit einen passenden Zeitraum eines Raumes. Nach kurzen Absprachen wurden noch einige Sessions hin und her gerückt, dann stand der grobe Plan für den Tag und das Barcamp konnte richtig beginnen. Auch über den Tag wurde immer wieder spontan gerückt und korrigiert. Abends schrieb jemand kurz „21h am Hackeschen Markt“ auf eines der Flipcharts und schon war das Abendprogramm geregelt.

Die Sessions waren entweder Vorträge von verschiedenen Leuten, wobei niemand ewige Monologe hielt, sondern immer schon direkt Fragen gestellt und diskutiert wurde, oder Gesprächsrunden zu Themen, bei denen man in der Runde diskutierte.

Ich habe beim Webmontag und auch bei diesem Barcamp manchmal das Problem, dass mir die Themen zu abstrakt, philosophisch oder dogmatisch sind. Man kann halt ewig über die Zukunft der klassischen Medien/Werbung diskutieren, auf Webstandards pochen oder Mikroformate promoten. Alles ok, aber ich mag’s auch gerne mal richtig praktisch.

Während der Themenvorschlagsrunde kam mir spontan die Idee, eine Diskussionsrunde zur Praxiserfahrung von Leuten zu machen, die schon mal tatsächlich was gelauncht haben. Mir ist bei unserem Launch von Hypediss neulich aufgefallen, dass es doch gewisse Unterschiede gibt zwischen dem Lesen von Techcrunch und dem Livegehen mit der eigene Webapplikation. Und diese Erfahrungen von anderen hat mich interessiert. Und scheinbar nicht nur mich, denn die Startup-2.0-Session am Samstag war gut gefüllt und es wurden spannende Dinge erzählt. Z.B. über Erfahrungen mit Business-Angles und dass es kaum funktioniert, eine ordentliche Webanwendung nebenher zu entwickeln. Wegen der großen Nachfrage haben wir die Session am Sonntag fortgesetzt. In kleinerer Runde wurde mir noch mal klar, wieviel Unsicherheit viele Entwickler haben. Es ist nicht das Problem, dass wir keine Idee hätten. Das Problem ist, dass wir wie gelähmt vor den tausend Möglichkeiten und Gefahren eines Startups stehen und niemand da ist, der ohne eigenen Interessen uns mit praktischer Erfahrung zur Seite steht. Klar, wir als Deutsche haben gerne mal ein bisschen mehr Schiss als andere. Aber mit ein bisschen Support von erfahreneren könnte viel mehr gehen.

Das gute am Barcamp ist, dass es nichts kostet. So hat man kein schlechtes gewissen, wenn man mal eine Session verpasst, um sich mit einem Freund oder neu gewonnenen Kontakt etwas länger auszutauschen. Das Ding ist sowieso networkingmäßig der Hammer. Ich denke, dass es kaum eine andere Möglichkeit gibt, so unverkrampft mit sauinteressanten Leuten zusammen zu kommen und qualitative Konversation zu betreiben. Ich habe ne Menge cooler Leute getroffen oder auch besser kennengelernt.

Fazit: Wenn nix schief geht, bin ich auf jeden beim Barcamp Nürnberg dabei, auch wenn ich am Ende echt kaputt war. Und das Konzept sollte man sich auch für jedes beliebige andere Thema genau anschauen.

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Notiz: Backspace

Backspace ist ein Videopodcast mit experimentellen Kurzfilmen. Nice.

Wir nennen es Arbeit

ETWAS BESSERES ALS DIE FESTANSTELLUNG FINDEN WIR ÜBERALL!

Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der früheren Boheme – vor allem über das Web ein großes Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemäßer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Auf Angestellten-Frust kann man mit der „Entdeckung der Faulheit“ reagieren, wie es Corinne Maier in ihrem Bestseller fordert: Arbeitszeit absitzen, sicheres Gehalt einstreichen. Die digitale Boheme repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr junge Kreative entscheiden sich für das Leben in Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen, sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den eigenen Motiven folgt – in unsicheren Zeiten vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge Einbindung in soziale, künstlerische und digitale Netzwerke bringt ständig neue, teilweise überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den Charakter der Medien und des Internets, bald auch den der Gesellschaft. Holm Friebe und Sascha Lobo porträtieren die digitale Boheme: Sie stellen erfolgreiche Konzepte und innovative Ansätze vor und erklären wirtschaftliche, technische und soziale Entwicklungen und Hintergründe. Ihre spannende Analyse einer zukunftsgewandten Daseinsform inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man leben will.

Wir nennen es Arbeit

Direkt bestellt… (via wirres.net)

Update: Die Autoren im Interview beim Elektrischen Reporter.

Miniature Earth

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