Nach einem gesunden, ausgeglichenen Frühstück bin ich, ausgerüstet mit Matt’s liebevoll gestalteten Karten, losgezogen und bei Epoch Coffee gelandet. Das Kaffeehaus hat 24/7 geöffnet und bietet natürlich freies WLAN, weswegen ich nun hier gerade meinen Vormittag verbringe.
Archive for Oktober, 2006
Vom Spider House ging es mit Matt zu einer kleinen Shopping-Tour.
Abends waren wir bei Vivo einem der besten Mexikaner in Austin (laut Matt), Hammeressen und sauschöne Atmosphäre. Mit dabei waren zwei Freunde von Matt. Ist ungemein entspannend, Leute zu treffen, bei denen man nicht darauf achten muss, was man wie sagt. Tut dem Vorurteilsabbau einen großen Dienst, wenn man Texaner kennt, die derbe angepisst sind von dem, was Bush ihrem Land schon rein an Imageschaden zugefügt hat.
Auch ansonsten war’s ein cooler Abend mit Matt und seinen Freunden. Lustig und entspannt, meine Mischung
Den ersten längeren Stop in Austin haben wir bei Spider House gemacht, einem sehr ungewöhnlichen Kaffeehaus (für amerikanische Verhältnisse). Alles sehr alternativ und verspielt gehalten. Vor allem Studenten und Kreative. Freies Wlan für alle und Bioessen. Hat nach dem Kulturschock der ersten Tage mit hauptsächlich Football und Fast Food echt gut getan, mal wieder sowas zu erleben. Bisher hat Austin ziemlich meine Erwartungen erfüllt.
Heute Mittag bin ich mit Jules nach Austin gefahren. Das lustige ist, dass Austin eigentlich gar nicht geplant war. Irgendwann viel mir dann auf, dass Austin ja in der Nähe von Houston ist und ich schon verdammt viel gutes über die Stadt gehört habe (SXSW, Nr. 1 im Relevant-Ranking für coole Städte für Paarundzwanziger). Also haben wir Austin auf den Plan gesetzt. Und glücklicherweise hat mich Rob auch noch dran erinnert, dass ich hier ja Freunde habe.
Also, Karre gemietet und losgefahren. Houston bis Austin sind 2,5 Stunden. Wetter ist perfekt. Ca. 25° Celsius.
Hier das erste Streetart-Piece, das ich in Amerika gesehen habe.
“Wir nennen es Arbeit” (Holm Friebe, Sascha Lobo):
„Die Fähigkeit, ein gewisses Maß an Zukunftsangst und Unsicherheit auszuhalten, ist gewissermaßen die Grundvoraussetzung für ein Leben in der digitalen Bohème.“
Hm, irgendwie hat’s da bei mir beim lesen geklingelt…
Es ist tatsächlich Realität geworden. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben den europäischen Kontinent verlassen und bin gestern abend in Houston gelandet. Leider zog es meine Tasche vor, die Nacht in Cincinneti zu verbringen. Aber angeblich soll sie heute morgen geliefert werden.
Das Fliegen war weit weniger anstrengend als ich dachte. Normalerweise macht mich schon eine 5,5 Stunden Fahrt mit dem ICE nach Berlin wahnsinnig. Aber der 10 Stunden Flug von Frankfurt nach Cincinneti ging ganz gut rum. Von Cincinneti ging es mit einer 40-Plätze-Maschine nach Houston. Das kleinste Flugzeug, in dem ich je geflogen bin.
Auch sehr lustig war die Einreise in die USA. Der Grenzbeamte fragte mich leicht verwundert, leicht ungläubig, wieso ich zum Urlaub machen nach Texas komme. Aber ging ansonsten alles flotter als gedacht.
Nun bin ich bei Ken und Becky in Houston. Gestern abend erstmal zum eingewöhnen Southern essen gegangen und dabei vergessen, dass ich mich ja in Texas befinde. Hab somit nur 1/3 meines Chicken Fried Steaks geschafft.
Es ist echt verdammt cool, hier zu sein. Saucoole Leute, echte Freunde und tolle Gastgeber. Heute nachmittag geht’s (dann hoffentlich mit Tasche) nach Austin für ein paar Tage, wo ich mit Matt chillen werde. Nächsten Samstag wird’s dann ultra-amerikanisch. Ich schaue mir mit Ken und Becky ein College-Football-Spiel an.
Und da hier alle WiFi haben, verspreche ich brav soviel wie möglich zu bloggen
Das Art-O-Meter bewertet Kunstwerke danach, wie lange Galleriebesucher davor stehen. (via Cool Hunting)
Zeit für ein Geständnis: Seit einiger Zeit treffe ich mich regelmäßig mit Mark, Denis, Daniel und Björn von Kubik. Wir sind seit langem die lasche christliche Männerwelt satt und beschäftigen uns damit, was ein richtiger Mann ist. Nachdem wir nun gemeinsam den ungezähmten Mann durchgearbeitet haben (christlicher Buchklassiker) wird es Zeit für den nächsten Schritt. Deshalb fliegen wir nächste und übernächste Woche nach Texas, um die Wildheit unseres Herzens wieder zu entdecken. Vor uns liegt eine Zeit des Präriereitens, Büffeljagens, am Bach rasieren und bei Lagerfeuerschein einander unsere Herzen offenbaren. Wir gehen als weiche Stadtjungs und werden als harte Wüstenmänner zurückkehren.
Hm, meint ihr, dass die Story als Ausrede funktioniert, warum wir zu einer Emerging-Church-Networking-Konferenz fliegen und mal wieder nur Männer dabei sind…
Ok, war gelogen. Eigentlich habe ich das oben nur geschrieben, weil ichs lustig fand und euch so mitteilen wollte, dass ich am Samstag zum ersten mal den großen Teich überqueren und für zwei Wochen mit tollen Leuten in Austin und Houston chillen werde.
Immer wieder mal, wenn ich auf meine Statistiken schaue, überkommt mich die Frage, was ihr alle eigentlich hier wollt. Wie kann diese wilde Mischung aus so extrem unterschiedlichen Themen eigentlich für irgendwen außer mir selbst interessant sein? Also habe ich mal eine kleine Umfrage eingerichtet, damit ihr mir sagen könnt, warum ihr dieses Blog besucht. Ich bin echt sehr gespannt.
Am 25./26. November findet das Barcamp Köln statt.

Zeit mal wieder meine Freunde in Köln zu featuren. Das Motoki Kollektiv ist ein Netzwerk von Freunden, Designer, Musikern, Artisten, Aktivisten und tollen Menschen, die gemeinsam Aktionen und Projekte auf die Beine stellen. Jetzt ist ihre Webseite (mit ein bisschen CSS-Hilfe von meiner Seite) live gegangen.
Ein Klassiker des Web-2.0-Hypes ist jetzt online komplett verfügbar: The Cluetrain Manifesto
So langsam wird’s nötig. Ich suche einen Steuerberater und möglichst die Full-Service-Solution. Ich will mich nicht mehr als nötig in den Buchführungskram einarbeiten. Und das nötige würde ich dann gerne erklärt bekommen. Also, wer mag?
Es ist mal wieder Zeit, euch an die inspirierenden Arbeiten von Rob Pepper zu erinnern. Ohne Ende frische Styles aus London.

In meinem Eintrag zum Barcamp klang’s schon an, ich mochte besonders die Diskussionen und den Austausch. Vorträge oder Präsentationen empfand ich für die Idee des Barcamps irgendwie störend. Pixelsebi, seines Zeichens Hauptorganisator beim Barcamp Berlin Peter Schink hat diese Idee direkt in ein Konzept namens GeekTogether gepackt und Sebastian hat ihn publikumswirksam unterstützt. Die Webseite ist auch schon vorhanden. Das Konzept sieht so aus, dass jeder ein Thema vorschlagen kann, zu dem er mit anderen „geeken“ will. Er trägt das Thema, den Ort (für Karlsruhe kenne ich da ein hervorragend passendes Café) und die maximale Teilnehmerzahl in ein Wiki ein. Wer mitgeeken will, trägt sich ebenfalls ein, bis die Liste voll ist. Das war’s schon. Simpel, aber irgendwer musste es angehen.
Mehr zum Thema: barcamp, geektogether
NUN ist der Moment zwischen der guten alten Zeit und einer ungewissen Zukunft. Hier ereignet sich das Leben und hier kreuzen sich unsere Wege. Eigentlich ist dieses „Jetzt“ alles was Bedeutung hat, dennoch hassten wir meist eher hindurch als das wir seine Momente festhalten und auskosten. Dieser Ort will Deinem NUN ein zu Hause sein. Hier bist Du eingeladen zu bleiben, gerne auch viel länger als Du isst oder trinkst!
Öffnungszeiten:
- Mo, Di & Do – 15 - 1h
- Mittwoch Ruhetag
- Fr & Sa – 18 - 3h
- So – 11 - 16h
Das NUN bietet neben Bio-Essen, verschiedenen, exzellenten Kaffees und entspannter Atmosphäre auch freies WLAN und damit einen perfekten Ort für Teleworker, Studenten, Lerngruppen und Blogger.
Demnächst:
- 14.10. – Tea und Jazz Fast
- 19.10. – Sarah Brendel
- 21.10. – Hörbar: Leseabend
- 23.10. – Webmontag
- 28.10. – Reschique
Mehr zum Thema: café, kaffeehaus
Dokuvideo über JR, Fotograf und Streetartist aus Frankreich: 28 millimetres.
USAtoday.com hat in einem Artikel über den Teleworker-Trend in Cafés eine Etikette für Teleworker beschrieben, die ich hier übersetzt wiedergebe:
- Gib viel Trinkgeld und iss häufig. Betrachte die stündlichen Lattes und Muffins als eine Art Miete für den Tisch. Die Einnahmen sind enorm wichtig für das Überleben jeglichen Geschäfts, das geschäftige Tischbesetzer willkommen heißt.
- Geh raus. Stelle dein Handy und PDA auf Vibrationsalarm und begib dich sofort vor die Tür, wenn sie klingeln.
- Sei kein Schwein. Es ist ok deine Sachen auf dem Tisch zu lassen, wenn du kurz Luft schnappen gehst, aber nicht, wenn es länger dauern sollte.
- Sei vorsichtig, wem du vertraust. Da Diebe und Hacker sehr schnell sein können nimm immer wichtige Hardware und Dokumente mit, ausgenommen du willst kurz Zucker holen.
- Halte deine Augen bei dir. Wiederstehe der Versuchung einen schnellen Blick auf den Laptop deines Nachbarn zu werfen. Es wird als genauso unerhört angesehen wie das Stehlen von Firmengeheimnissen.
- Kabel haben Vorfahrt. Passe dich dem Weg eines fremden Stromkabels an, wenn es sich an deinem Bereich vorbeischlängelt. Stromanschlüsse sind ein rares Gut.
- Warte auf das Zeichen. Selbst wenn dich nur wenige Zentimeter von einem Teleworker-Gefährten trennen solltest du dir bewusst machen, dass es nur nach einem Gruß von beiden Seiten ok ist, die unsichtbaren Bürogrenzen zu überschreiten.
- Sei auf die Parkuhr vorbereitet. Kaum etwas anderes macht Veteranen der virtuellen Büroarbeit verrückter als nach Münzen gefragt zu werden, um die Politessen auf Abstand zu halten. Habe immer deinen eigenen Vorrat dabei und dazu ein paar extra Münzen, wenn du dir Freunde machen willst indem du Anfängern aushilfst.
Mehr zum Thema: Cafe, teleworker
Diese Gesprächsrunde von Guy Kawasaki mit ein paar Jugendlichen zwischen 15 und 24 sollte jedem Marketingbeauftragten schlaflose Nächste bereiten: Next Generation Insights.
























Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Informationsarchitekt und Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 