August, 2006


30
Aug 06

howies Katalog

Am Montag hat der letzte howies Katalog endlich seinen Weg in meinen Briefkasten gefunden (wer sich nicht mehr an howies erinnern kann, hier ist der Artikel). Seitdem nehme ich ihn immer wieder in die Hand, blättere, lese hier und da und fühle mich inspiriert. Beeindruckend, was die Jungs und Mädels aus Wales da aufgebaut haben und mit wieviel Herz, Leidenschaft und Spaß sie das ganze vertreten. Definitiv mein persönliches Vorbild für rejolt.

Hier einer von vielen Texten aus dem Katalog:

HoodiesWhile we don’t condone shoplifting, terrorising old ladies or generally making other people’s lives a misery, the tabloids seem to be picking on the wrong people. Casual research suggests serious fraud, insider trading or acts of corporate manslaughter are unlikely to be carried out by people wearing hooded sweatshirts. Photographs of senior executives of British manufacturers of land mines, anti-personnel grenades and cluster bombs have shown no evidence of hoodie-wearers. Businessmen offering large amounts of cash in return for peerages, and the politicians who accept the cash, tend towards less casual items of clothing. When the decision was made to invade Iraq, no-one wore a hoodie. And the men who think Guantanamo Bay is still a good idea do not wear hoods themselves, though they have been known to offer them to guests. Sure, there’s the odd villain who wants to conceal his face. But there’s bigger villains around who have no such shame.

Jon Matthews


30
Aug 06

Martin als Weggefährte

Meine Freunde Martin und Elena haben am Wochenende geheiratet und Kubik hat sich dabei um die Trauung gekümmert. Das Thema für den Gottesdienst war der gemeinsame Weg, der vor ihnen liegt. Ich durfte dabei Martin vorstellen und habe dazu beschrieben, wie er als Weggefährte so ist. Und damit ihr ebenfalls mitbekommt, mit was für tollen Freunden ich beschenkt bin, kommt hier der Text:

Ich bin Johannes und ich bin erst seit einem Jahr ein Weggefährte von Martin. Auch wenn das nur eine kurze Zeit ist, so hat sie mir doch gezeigt, was für eine Art von Gefährte Martin ist.

Das erste mal haben sich unsere Wege gekreuzt, als er mich nach einem Gottesdienst in unserem Café ansprach. Vor mir stand ein Typ mit roter Haut und damals noch längeren Haaren, tief rot.

Ich bin ganz schlecht bei ersten Begegnungen und so ist es seiner Beharrlichkeit zu verdanken, dass wir heute enge Freunde sind. Diese Beharrlichkeit zeichnet Martin bei vielen Dingen, die er macht, aus. Als er sich entschied, den Weg des Fotografen einzuschlagen wurde ihm schnell klar, dass es sehr viel Arbeit brauchen würde, um auf ein gewisses Level zu kommen. Auch das ist erst knapp ein Jahr her. Aber wenn man sich heute seine Bilder betrachtet, kann man erkennen, wieviel Beharrlichkeit er in diesen Weg steckt.?Teil dieser Beharrlichkeit ist es auch, dass wenn man mit Martin unterwegs ist, man eigentlich ständig in ein Objektiv schaut. Der Vorteil ist, dass man nachher gemeinsam den bereits zurückgelegten Weg betrachten kann und das meine ich ganz bildlich.

Es gibt zwei Arten, wie man Wege mit Martin gehen kann. Geht man gemeinsam mit anderen, ist der Weg extrem lustig. Martin weiß, wie man eine Wandertruppe unterhält und wenn es passt holt er auch mal die Gitarre raus.

Ist man mit ihm allein unterwegs, bewegt er sich gerne in ruhigere und persönlichere Gefilde. Ich habe Martin mal als jemanden beschrieben, der es meint, wenn er fragt, wie es einem geht. Martin weiß sich zu öffnen und verletzlich zu machen. Er ist ein emotionaler Mensch und versteckt seine Gefühle nicht. Damit schafft er die Atmosphäre, in der man sich auch gerne selbst öffnet. Nach vielen Gesprächen würde ich Martin als einen exzellenten Zuhörer beschreiben, der die richtigen Fragen stellen kann und auch keine Angst vor den kritischen Fragen hat. Wovon er selbst, glaube ich, nicht so wirklich weiß, ist sein feines Gespür für die passenden Antwort. Meist denkt er nur laut nach und trifft doch intuitiv die Ding im Kern.

Dass diese Tiefe auf dem gemeinsamen Weg erhalten bleibt verdankt man Martins Treue. Wenn man einmal sein Weggefährte geworden ist, dann steht er einem zur Seite. Er investiert in die gemeinsame Zeit und zeigt Initiative.

In vielen Dingen sind Martin und ich sehr unterschiedlich. Komme ich an eine Weggabel renne ich schnell ein stückweit in jeden Weg rein, um zu sehen was da geht und ob es mir gefällt. Und selbst wenn ich mich für einen Weg entschieden habe, schiele ich noch auf die anderen und versuche ab und zu mal rüberzuspringen.

Wenn Martin an eine Weggabelung kommt, setzt er sich erstmal hin und fängt an zu überlegen. Wo führt jeder Weg hin, was mag er mit sich bringen, bin ich bereit ihn zu gehen und bin ich auch in der Lage dazu? Martin braucht für Entscheidungen immer etwas länger. Aber sobald er sich entschieden hat kommt wieder seine Beharrlichkeit ins Spiel und lässt ihn den gewählten Weg bis zum Ende gehen.

Das gilt auch für seine Ehe. Martin hat die Entscheidung für den gemeinsamen Weg mit Elena nicht aus dem Bauch heraus und unüberlegt getroffen. Auch vor diesem neuen Weg hat sich Martin Zeit genommen und gefragt, ob er in der Lage ist, ihn zu gehen und bis zum Ende zu laufen. Nun hat er seine Entscheidung getroffen und wenn ich etwas aus unserem kurzen gemeinsamen Weg gelernt habe, dann das Elena sich nun auf seine Beharrlichkeit und Treue verlassen kann.


25
Aug 06

Notiz: Apple ruft Akkus zurück

Apple ruft Akkus von bestimmten iBooks und Powerbooks zurück.


23
Aug 06

Notiz: Quality matters

Wie die Frauen Streetwear retten…


16
Aug 06

Kaffeeleidenschaft

Coffeeshop-Mitte

Kennt ihr das? Man erlebt so Dinge, die versauen es einem mit dem Rest. Zum Beispiel dieses kleine Kaffeehaus in der Rochstraße in Mitte. Seitdem ich dort zweimal täglich bin, habe ich überhaupt keinen Antrieb mehr, bei Starbucks reinzuschauen, obwohl der nächste nur zwei Straßen weg ist. Der Unterschied: Leidenschaft. Im Starbucks wird man in der Regel von Studenten bedient, die ihren Job machen und sich auf das Ende ihrer Schicht freuen. Im Buscaglione steht den ganzen Tag die brasilianische Inhaberin, ruft ihre Kunden mit „Hey Babys“ und verbreitet neben Lebensfreude vor allem genial guten Kaffee und Snacks, bei denen ich schon beim dran denken zu sabbern anfange. Warst du einmal da, weiß sie genau, was du das letzte mal hattest.

Und genau das wird auf ewig den Unterschied zwischen BigAss-Cooperations und Läden mit Leidenschaft ausmachen. Da kann Starbucks noch soviel Third-Place sein wie sie wollen. Und wenn wir uns das häufiger klarmachen und beachten, werden die Läden mit Leidenschaft auch irgendwie überleben. Hoffe ich…

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