Lebenszeichen aus London

Ich mach ja Umzüge eher so nebenher 😉 Deswegen bin ich seit gestern mit Denis und Björn (Miri kommt heute nach) in London. Karen Campell, eine Freundin aus dem Doxology-Team hat zu ner Art Networking-Woche eingeladen. So rennen hier jetzt ein Haufen Amis rum, ein paar Kubiker und ein paar Locals aus London. Die Gemeinsamkeit ist, dass Karen uns zusammen bringen will, weil wir von einander profitieren können. Was ich voll mag ist die Offenheit des ganzen. Es gibt keine festen Meetings oder ähnliches. Hier wird die Erkenntnis, dass die guten Gespräche eh immer beim Essen oder auf dem Weg zur Tube passieren, konsequent umgesetzt. Jeder kann sich so viel einbringen, wie er will.
Was ich mich mal wieder Frage ist, warum bei solchen Treffen immer nur Pastoren, Theologen, Seelsorger und sonstige christliche Experten mittleren Alters auftauchen. Fühle mich da immer irgendwie fehl am Platz. Würde gerne mal mehr Leute treffen, mit denen ich erst über Banksys letzte Installation diskutieren kann, dann über Zigarillo-Vorlieben, dann über Freelancing, dazwischen über die Spiritualität des Espresso-Genußes, meine Konsumwut, Bio-Essen und das Herzensgebet. Irgendwo sollte auch noch ein bisschen was von der Wissensgesellschaft, dem Dangerdoom-Album und meinem Kampf mit meiner Selbstzentriertheit vorkommen. Halt übers Leben reden, weisch? Emerging/Simple/Organic-Church-Diskussionen sind ja sowas von 2005…

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Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing