blah


blah
Originally uploaded by jonee.

Gestern abend waren wir bei blah und ich habe mal wieder festgestellt, dass man sich voher informieren sollte, um nicht nachher enttäucht zu sein. Ich hatte nämlich einen alt.worship-Service nach feinster, englischer Art erwartet. Dabei ist blah eine Art Diskussionsmeeting für EmergingChurch/Postmoderne-Interessierte. Gestern hatten sie einen Typ eingeladen, der über die Spiritualität in der Gesellschaft gesprochen hat. Ok, wir waren alle ziemlich müde. Und doch bin ich der Meinung, dass das ganze extrem unaufregend war. Ein Typ, der vorne steht und mit einer grottigen Powerpoint-Präsentation einen Vortrag hält.
Was mich wirklich genervt hat, war mal wieder dieses Ding, dass da jemand kommt, um der Kirche zu erzälen, was da drausen eigentlich passiert. Mich interessiert das nicht mehr. Ich mag mir einfach keine Gedanken mehr zu Spiritualität in unsrer Gesellschaft machen. Das ist mir zu abstrakt und virtuell. Ich mag einfach nur mit meinen Freunden leben. Spiritualität ist ein natürlicher Teil unseres Lebens, genauso wie essen. Das lustige an dem Abend war, dass man hinten raus über den Hof einen Pub erahnen konnte, in dem sich gerade das Viertel traf, um ein Fußballspiel zu verfolgen. Ab und zu drang der Jubel oder die Enttäuschung lautstark durch die Fenster in den altehrwürdigen Saal und machte den Unterschied deutlich: hier reden, dort leben.

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing