Monthly Archive for Februar, 2006

Die Entscheidung

Die Entscheidung ist gefallen. Ich werde mich als Berater, Konzepter, Entwickler und allgemeiner Webexperte selbstständig machen. Auch wenn ich es eigentlich schon von Anfang an wusste, so habe ich doch etwas gebraucht, bis ich mir über diesen Schritt sicher war. Denn immerhin kostet er einen hohen Preis. Ich gebe die Chance auf eine Karriere mit gutem Gehalt und viel Sicherheit mindestens für die nächsten Jahre auf und darf mich nun mit schlaflosen Nächten mit Sorgen um die nächste Kühlschrankfüllung anfreunden. Aber ich glaube, dass es den Preis wert ist.

Die Möglichkeiten zur Selbstständigkeit waren für mich selten so gut wie im Moment. Meine Lebenskosten sind extrem niedrig (keine Frau, keine Kinder, kein Haus, kein Auto). Ich habe ein Diplomthema, das gerade auf extrem viel Interesse stößt und dazu einen perfekten Hochschulabschluss. Derzeit sieht es eher so aus, als könnte ich mir meine Projekte aussuchen. Dazu habe ich mit Kubik ein Umfeld von Freunden, die mich davor bewahren, mich in der Arbeit zu verlieren und geld- oder karrieregeil zu werden. Die Umstände sprechen also deutlich für diesen Schritt.
Das einzige, was mir fehlt, ist ein dickes Finanzpolster, um gut leben zu können, bis die ersten Projekte abgeschlossen sind. Aber das lehrt mich Disziplin im Umgang mit meinen Ausgaben und sorgt dafür, dass ich meinen Arsch hoch bekomme.

Der Hauptgrund für den Schritt in die Selbstständigkeit ist mein Unwille, mich auf eine Sache zu konzentrieren. Könnte ich mir vorstellen als Konzepter in einer Agentur zu arbeiten? Ja, aber nicht nur. Könnte ich mir vorstellen Webseiten zu entwickeln? Ja, aber nicht nur, usw. Es gibt einfach zu viele Dinge, die gerade spannend sind. Wenn es so etwas wie einen roten Faden in meinem Leben gibt, dann der, dass ich mich schon immer für tausend verschiedene Sachen interessiert habe und das es eine meiner Kernkompetenzen ist, diese Dinge aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzubringen (siehe Web 2.0 und emerging church).

Die nächsten Monate und Jahre werden also ein bunter Mix aus Beratung von Unternehmen und Organisationen zu Webkommunikation, Entwicklung von Webseiten und -applikationen, die Thesen aus meiner Diplomarbeit vertiefen, bloggen und podcasten, Seminare und Workshops durchführen, Netzwerke bauen und fördern, Konzepte erstellen und was sonst noch so alles passieren könnte. Dabei vermischen sich auch die Felder der „Kunden“ von kommerziellen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, Kirchen, Freunden und Netzwerken. Und das gefällt mir…

Nachtrag: War ja klar. Heute morgen hier noch die dicke Lippe riskiert und nun bekomme ich schon Muffensausen, wenn ich nur die Monatsbeiträge für die Krankenkasse sehe…

Rollentausch

Wie sähe es in der Durchschnittsfamilie morgens aus, wenn die Rollen zwischen Kids und Eltern vertauscht wären? Hier die Antwort.

Top 10 Things All Switchers Should Know at Plastic Bugs

Netter Artikel für Umsteiger von Windows zum Mac: Top 10 Things All Switchers Should Know

Medienkompetenz von Kindern

Das beliebteste Mem in der deutschen Blogosphäre ist ja derzeit ein Tokio-Hotel-Posting. Durch die hohe Bewertung von Google für Blogs landen die kindlichen Fans bei dem Beitrag und kommentieren wie wild. Als normaler Blogleser verfolgt man dann halb belustigt halb verstört das ganze Ausmaß von pupertierend pubertierender Begeisterung und freut sich über steigende AdSense-Einnahmen. Beispiele hier, hier und hier.

Ich finde das ganze derzeit mehr alamierend als lustig. Ich bin ja dank vier kleiner Schwestern, in einem boygroup-affinen Umfeld aufgewachsen. Aber das hielt sich alles in Grenzen. Was hier mitlerweile läuft, ist ein ganz anderes Level und zeigt, wie sehr Kinder heutzutage von Medien bestimmt werden und dabei einen völligen Realitätsverlust erleiden. In unzähligen Kommentaren findet man Adressen, E-Mail-Adressen und Handynummern, weil die Kids scheinbar tatsächlich glauben, dass die irgendwie bei der “Band” landen könnten. Wer also Telefonnummern von minderjährigen Mädels sammelt, braucht nur nen Blog. What the fuck?

Eigentlich würde ich hier gerne einen sarkastischen Spruch über die kurze Lebensdauer von Retortenbands bringen, und mich über die Kids lustig machen. Ich könnte fragen, was mich diese Kids interessieren und mich um meinen eigenen Scheiß kümmern. Stattdesen werde ich gerade stinksauer, wenn ich sehe, mit welcher Macht die Medien und die Industrie aus den Kids willige Konsumroboter macht. Ich hatte ja irgendwann mal gehofft, dass sich das Konzept der Boygroups ausgelaufen hat und heute das jeder durschauen würde. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer.

Und in mir brennt mehr denn je der Wunsch danach, irgendwelches Zeug zu machen, dass den Kids Medienkompetenz vermittelt. Seminare, Medienwerkstätte, Unterrichtseinheiten, öffentliche Fernseherverbrennungen, ich hab keine Ahnung. Nur nicht mehr zusehen…

Mehr zum Thema:

Chatten

Wer Campfire mal testen möchte, kann in meinen Chatraum kommen.

Oldeconomy

Auch andere MSDler entdecken Blogs als Kommunikationsmittel. Jacob z.B. bloggt als Seniorensupermarktleiter.

Antipreneurs

Antipreneur.org:

While giant corporations run roughshod over our lives, we whine and complain, protest and boycott. But the one thing we’ve never done is fight the corporations head on.

For too long we’ve ignored the market, written it off as enemy territory. Yet, what do mega-corps like Walmart and Coke fear most? Competition.

We’re talking about a new breed of bottom-up enterprise that does things differently: promotes ethics over profit, values over image, idealism over hype. A brand of grassroots capitalism that deals in products we actually need — and believe in. No sweatshops. No mindfucking ads. Just sustainable, accountable companies. Run by us.

Imagine a chain of restaurants serving only locally-sourced food. Or an artist-controlled radio network. Instead of Nikes? Blackspot Sneakers. Instead of McDonald’s, Warner Music and Microsoft?

Campfire

37signals haben ihr nächstes Produkt releast: Campfire. Ein webbasiertes Tool für Gruppenchats, besonders interessant für Teams und kleine Firmen.

Doxology-Drucke-Rabatt

Im Februar gibt es die Doxology-Drucke extra günstig.

Doxology

Mehr zum Thema:

Meine Mitbringsel aus London

Die Schönheit der Konversation…



Die Schönheit der Konversation…

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…übertrifft London selbst bei weitem. Ich lerne so viel, kein Wunder bei so wundervollen Leuten wie Aimie, Shannon und Rob.

progreso Kaffeehaus



progreso Kaffeehaus

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Saucooles Cafe in Covent Garden mit derben Fair-Trade-Sachen. Mehr dazu, wenn ich zurück bin.

Fair Coffee



Fair Coffee

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Space Invaders in Soho



Space Invaders in Soho

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Die britische Art,…



Die britische Art,…

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…einen schoenen Tag zu beenden.