Inspirationsbombe: howies

Ich bin ja leicht zu begeistern. Aber manchmal laufen mir Dinge über den Weg, die mich schlichtweg verändern. Aus heiterem Himmel entdeckt man etwas, dass sich anders anfühlt als das normale, durchschnittliche. Irgendwie stimmt hier alles. Es passt. Es drückt alles aus, über das man gerade nachdenkt. Man selbst bleibt mit der Frage zurück, ob man angesichts solcher Dinge alles hinwirft oder inspiriert einen neuen Anlauf nimmt.

Mark hat mir vorhin eine Liste mit Links zu Klamotten-Labeln geschickt, die wir uns für unsere Shop/Mailorder-Ideen genauer anschauen wollen. Der erste Link war howies. Mit Sitz in UK entwickeln die Rider und Biker von howies Klamotten, die ihren eigenen, extrem hohen Anspruch an Qualität genügen sollen. Ihre Philosophie zu Fair Trade usw. fühlt sich dabei sehr entspannt und einfach realistisch an.

We can’t say that our products are fair trade because we are not convinced that there is a trusted set of guidelines to follow. So we make no such claim until we can be sure. That has meant we have to write our own guidelines. For a tiny company that is some undertaking. How do you measure the air quality in a factory? What chemicals are good? What chemicals are bad? How much overtime is allowed? How much holiday should be given? To these questions and more, we will go find the answers. Then we will make sure our factories follow our common sense guidelines.

Dieser Style zieht sich durch alles, was sie machen.

A higher quality product will invariably last longer. It will keep on performing as it was designed to for longer before it finally needs replacing. And so over its lifespan it will have consumed less valuable resources than an inferior product that will have been replaced many times. That’s why we make the best quality products that we know how. Because ultimately the best thing we can do for the environment is to make our stuff last a real long time.[…] Why are we in business? For us it is not as simple to make a profit. Like any company we require a profit to stay in business. But it is not the reason we are in business. The thing that has not changed from day one is the desire to make people think about the world we live in. This is, and always will be, why we are in business. […] We pledge to give 1% of our turnover or 10% of pre-tax profits (whichever is greater) to grass-root environmental and social projects. […] We are trying to get the balance right between work and play. Whenever a real nice day comes along, it’d be a shame to waste it. So if you phone up and no-one answers, don’t worry. We are out there doing what we love. So leave a message and we’ll get back to you in a while. […] We are tiny. Most people haven’t heard of us. In order to spread the word we have to grow. But that costs money. Money we haven’t got. We could have approached the City, but that is not our way. Grow slow to grow strong is what we say. So instead we asked our friends. Friends who care about what we are trying to do. Friends who are not just in it to make money. Friends who were crazy enough to believe in us. We don’t answer to our shareholders. We answer to our friends.

Ich habe den halben Vormittag damit verbracht, mich durch die Unmengen an Statements und Gedanken auf der Webseite zu lesen. Sie passen einfach so hundertprozentig in das rein, was mich gerade bewegt und drücken auch einen trifftigen Grund aus, warum ich mich für die Selbstständigkeit entschieden habe. Ich möchte soweit wie möglich selbst bestimmen, für wen und für was ich arbeite. Dann mal auf zum zweiten Link auf Marks Liste…

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

2 Gedanken zu „Inspirationsbombe: howies“

  1. Wow,das ist echt gut. Ich bin kein Reinblutoeko oder so, aber ich mag diesen Auftritt.

    Wo nicht nur Klamotten verkauft werden, sondern Meinungen vertreten und Erfahrungen geteilt und eine Fairness rueberkommt, die keine „20 Dinge, auf die wir Wert legen.“-Listen erreichen.

    Find‘ ich gut.

    Die Bibliothek-Sache ist geil, fast versucht, das auszuprobieren! Wie die das finanzieren?

    Teils teuer die Klamotten, aber nicht zu, finde ich. Fuer das, was sie versprechen.

  2. Wow,das ist echt gut. Ich bin kein Reinblutoeko oder so, aber ich mag diesen Auftritt.

    Wo nicht nur Klamotten verkauft werden, sondern Meinungen vertreten und Erfahrungen geteilt und eine Fairness rueberkommt, die keine „20 Dinge, auf die wir Wert legen.“-Listen erreichen.

    Find‘ ich gut.

    Die Bibliothek-Sache ist geil, fast versucht, das auszuprobieren! Wie die das finanzieren?

    Teils teuer die Klamotten, aber nicht zu, finde ich. Fuer das, was sie versprechen.

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