Die Entscheidung

Die Entscheidung ist gefallen. Ich werde mich als Berater, Konzepter, Entwickler und allgemeiner Webexperte selbstständig machen. Auch wenn ich es eigentlich schon von Anfang an wusste, so habe ich doch etwas gebraucht, bis ich mir über diesen Schritt sicher war. Denn immerhin kostet er einen hohen Preis. Ich gebe die Chance auf eine Karriere mit gutem Gehalt und viel Sicherheit mindestens für die nächsten Jahre auf und darf mich nun mit schlaflosen Nächten mit Sorgen um die nächste Kühlschrankfüllung anfreunden. Aber ich glaube, dass es den Preis wert ist.

Die Möglichkeiten zur Selbstständigkeit waren für mich selten so gut wie im Moment. Meine Lebenskosten sind extrem niedrig (keine Frau, keine Kinder, kein Haus, kein Auto). Ich habe ein Diplomthema, das gerade auf extrem viel Interesse stößt und dazu einen perfekten Hochschulabschluss. Derzeit sieht es eher so aus, als könnte ich mir meine Projekte aussuchen. Dazu habe ich mit Kubik ein Umfeld von Freunden, die mich davor bewahren, mich in der Arbeit zu verlieren und geld- oder karrieregeil zu werden. Die Umstände sprechen also deutlich für diesen Schritt. Das einzige, was mir fehlt, ist ein dickes Finanzpolster, um gut leben zu können, bis die ersten Projekte abgeschlossen sind. Aber das lehrt mich Disziplin im Umgang mit meinen Ausgaben und sorgt dafür, dass ich meinen Arsch hoch bekomme.

Der Hauptgrund für den Schritt in die Selbstständigkeit ist mein Unwille, mich auf eine Sache zu konzentrieren. Könnte ich mir vorstellen als Konzepter in einer Agentur zu arbeiten? Ja, aber nicht nur. Könnte ich mir vorstellen Webseiten zu entwickeln? Ja, aber nicht nur, usw. Es gibt einfach zu viele Dinge, die gerade spannend sind. Wenn es so etwas wie einen roten Faden in meinem Leben gibt, dann der, dass ich mich schon immer für tausend verschiedene Sachen interessiert habe und das es eine meiner Kernkompetenzen ist, diese Dinge aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzubringen (siehe Web 2.0 und emerging church).

Die nächsten Monate und Jahre werden also ein bunter Mix aus Beratung von Unternehmen und Organisationen zu Webkommunikation, Entwicklung von Webseiten und -applikationen, die Thesen aus meiner Diplomarbeit vertiefen, bloggen und podcasten, Seminare und Workshops durchführen, Netzwerke bauen und fördern, Konzepte erstellen und was sonst noch so alles passieren könnte. Dabei vermischen sich auch die Felder der „Kunden“ von kommerziellen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, Kirchen, Freunden und Netzwerken. Und das gefällt mir…

Nachtrag: War ja klar. Heute morgen hier noch die dicke Lippe riskiert und nun bekomme ich schon Muffensausen, wenn ich nur die Monatsbeiträge für die Krankenkasse sehe…

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

8 Gedanken zu „Die Entscheidung“

  1. Die suchen beim relevant-magazine grad‘ jemanden mit webdesign und so. warum ich das hier poste, wo du was and’res machst, soweit ich das verstanden hab‘, weiss ich nicht. dacht‘ nur, ich soll.

    ich wuensch dir auch das beste fuer’s selbststaendigsein. hab‘ keine ahnung darueber und einen heidenrespekt vor dem, der’s wagt.

  2. Die suchen beim relevant-magazine grad‘ jemanden mit webdesign und so. warum ich das hier poste, wo du was and’res machst, soweit ich das verstanden hab‘, weiss ich nicht. dacht‘ nur, ich soll.

    ich wuensch dir auch das beste fuer’s selbststaendigsein. hab‘ keine ahnung darueber und einen heidenrespekt vor dem, der’s wagt.

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