Hardcore-Networking-Weekend

Was für ein Wochenende! Bei mir ging’s schon am Mittwoch los, wo wir uns als Team (Daggi, Markus, Mark, Daniel, Philipp und ich) getroffen haben, um das Wochenendseminar ‚Von den Mönchen lernen‘ vorzubreiten. Ist schon spannend, wenn man als Team von Kreativen, Denkern und Theologen gemeinsam ein fundamentales Thema wie z.B. eine Lebensregel angeht. Bei uns hat das bisher bei jedem Treffen zu grundlegenden Neuentscheidungen und Umdenken geführt, weil wir merken, dass manches nicht so funktioniert wie gedacht und sich Dinge in eine andere Richtung weiterentwickeln als geplant (s. dazu Product roadmaps are dangerous). Ich mag das. Wir wachsen jedes mal ein Stück mehr zusammen und merken besser, wie wir funktionieren. Freundschaften wachsen und die Arbeit tritt mehr in den Hintergrund. Und nach all meinen Erfahrungen mit Netzwerken ist das das zentrale Fundament für eine langfristige Zusammenarbeit. Der Mittwochabend war dann auch geprägt von gutem Essen und langen Gesprächen sowie einer Menge Blödsinn. Den ganzen Donnerstag über wurden dann geplant, umgeworfen, diskutiert und neu entwickelt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat mich dann die Magen-Darm-Grippe eingeholt, die schon halb Kubik in den Wochen zuvor befallen hatte, und hat mich für den gesamten Freitag außer Gefecht gesetzt. Samstag ging’s wieder einigermaßen, so dass ich das Seminar voll mitmachen konnte. Das Cafe war gerammelt voll. Dabei haben wir tatsächlich nur per Mund, Mail und Blogs eingeladen gehabt. Ist ein krasses Gefühl, wenn die unsichtbare Leserschaft plötzlich als lauter echte Menschen vor einem sitzen. Man fragt sich ja doch öfter mal, ob die ganze Blogsache nicht hauptsächlich technische Spielerei ist. In diesem Sinne war das Wochenende massiv ermutigend. Hufi hat 23 Blogger gezählt.

In den zwei Morgensessions hat Markus Nachfolge als grundsätzliches Thema für die ganze Kloster/Mönchs-Sache dargestellt und dabei auf die Trennung zwischen dem eclesiastischen (Gemeinde mit Gottesdienst) und dem monastischen (Lebensgemeinschaften und Klöster) Model hingewiesen, um dann zu zeigen, dass alle großen Missionsbewegungen, die die Welt verändert haben, aus dem monastischen kamen. Es war noch etwas früh am Tag, sonst hätten wir sicherlich viel Spaß mit unserem Trinkspiel (man muss trinken, wenn die Worte „Bonhoeffer“ oder „Zinzendorf“ fallen) gehabt. So waren wir einfach nur massiv beeindruckt, wie Markus, der die ganze Nacht wegen Krankheit nicht geschlafen hatte, ziemlich frei einen umfassenden Vortrag hielt und das theoretische Fundament für den Rest des Tages vorgab.

Nach der Miitagspause wurde es dann praktisch. Daniel und ich stellten verschiedene Möglichkeiten vor, wie wir Dinge von den Mönchen und Klöstern in unser Umfeld importieren können. Durch meinen Ausfall am Freitag hatte ich leider keine Zeit, meinen Teil vorzubereiten und habe so Daniel den Hauptpart überlassen, was sich als gute Form bewies.
Bevor der Rest des Tages für Austausch und Networking geöffnet wurde, konnte noch jeder Zeug vorstellen, das ihm im Alltag in seiner Beziehung zu Gott hilft. Zur Inspiration dienten auch die Gebetssessions, die das Programm über den Tag immer wieder unterbrachen.

Ich habe das Wochenende besonders genossen, weil ich so viele derbe Leute getroffen habe. Inez und Luett (#), Micha und Dorle (erstaunlicherweise keine Band, wobei ihr als die deutschen White Stripes sicherlich Erfolg hättet 😉 ), Mike (#) und Marisa, Marlen (#), Peter und noch viele mehr. War definitiv das Highlight für mich.

Tut mir ein Gefallen, Leute, und taggt eure Blogposts zum Wochenende mit mönchsseminar (siehe unten). Dann kann man sie viel leichter finden.

Mit Micha und Dorle bin ich dann Sonntagmittag direkt nach Köln gefahren, wo ich Laura besucht und mich am nächsten Tag mit Niels getroffen habe. Dabei ging’s dann wieder mehr um Media System Design, Arbeiten und die Zukunft. Spaß hat es trotzdem gemacht. Ich liebe es Beziehungen zu vertiefen. Und das war der Kern des ganzen Wochenendes. Genial euch alle zu kennen, Leute!

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Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

4 Gedanken zu „Hardcore-Networking-Weekend“

  1. Hallo Johannes Cooles Blogdesign, gefällt mir gut. War schön dich zu sehen, auch wenn es kurz war!

    Wünsche dir viel Erfolg beim Jobsuchen und Entscheiden Mike

  2. Hallo Johannes Cooles Blogdesign, gefällt mir gut. War schön dich zu sehen, auch wenn es kurz war!

    Wünsche dir viel Erfolg beim Jobsuchen und Entscheiden Mike

  3. Wollt‘ auch grad das neue Layout loben. Gefaellt mir naemlich.

    Und ich bin neidisch: Waer‘ ja auch gern da gewesen, am Klosterwochenende…

  4. Wollt‘ auch grad das neue Layout loben. Gefaellt mir naemlich.

    Und ich bin neidisch: Waer‘ ja auch gern da gewesen, am Klosterwochenende…

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