Viele Fragen

Irgendwie dachte ich, nach dem Diplom wäre erstmal chillen für mich angesagt. Aber denkste. Mein Kopf arbeitet auf Hochtouren wie schon lange nicht mehr. Alles dreht sich um folgende Fragen:

  • Was will ich?
  • Wo liegen meine Talente und Stärken?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was macht mich glücklich?
  • Wovon träume ich?
  • Auf was möchte ich am Ende meines Lebens zurückblicken können?
  • Wie wichtig ist mir Sicherheit?
  • Kann ich meine Vision auch im Businessumfeld verwirklichen?
  • Wie weit kann man in Firmen innovativ und kreativ arbeiten?
  • Wieviele Kompromisse würde ich eingehen müssen?
  • Wenn jetzt plötzlich Lidl kommt und ein Wiki will, kann ich dann „Nein!“ sagen?
  • Lohnt es sich, zuerst ein paar Jahre Erfahrungen in der Wirtschaft zu sammeln bevor man die eigenen Träume umsetzt?
  • Schafft man danach wirklich den Absprung und die Umstellung, wenn man sich erstmal an die Sicherheit und die Kohle gewöhnt hat?
  • Was hält mich davon ab, nicht direkt anzufangen?

Ich merke immer mehr, dass es für mich um eine grundsätzliche Entscheidung zwischen einer sicheren Karriere und der Umsetzung meiner Vision geht. Allerdings ist die Entscheidung nicht so einfach, wie es aussieht. In den aktuellen Gesprächen mit Agenturen und Firmen geht es um spannende Arbeit, die mir Spaß machen würde und mit der ich gutes Geld verdienen könnte. Für jemanden, der in einem Hochhauskomplex aufgewachsen ist, der in seinem Leben insgesamt viermal in Urlaub war, weil man sich nicht mehr leisten konnte, der mit fünf Geschwistern in einer 4-Zimmer-Wohnung auf 95qm den Großteil seiner Kindheit verbracht hat und der seiner möglichen, zukünftigen Familie gerne Sicherheit geben möchte, ist das extrem anziehend. Und vielleicht hat ja auch Gott diese Türen geöffnet und sagt „Digger, ich habe dir deine Talente geben, damit du sie hier einsetzt. Licht und Salz gehören auch in die Geschäftswelt, weisch?“

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

9 Gedanken zu „Viele Fragen“

  1. Darf ich das jetzt schreiben, ohne dass es doof kommt, dass ich mich schaeme, wenn ich das lese, mit dem Urlaub und so: Ich hatte es da sehr gut und war mir oft gar nicht dessen bewusst.

    Mein Vater hatte so einen sicheren Job.

    Aber: Er haette was anderes machen sollen, was ihm guttut, ihn zufriedenstellt. Sich aus dem Fenster lehnen und Frischluft atmen.

    Ich weiss noch immer nicht genau, was es war, das er haette tun sollen.

    Aber es war ihm auf jeden Fallenorm wichtig, nicht auf Kosten der Familie seine Traeume auszuleben.

    Ich denke, es haette einen Kompromiss gegeben. Und der haette letztlich auch uns gluecklicher gemacht.

    Ich moechte nicht kritisieren, ich verstehe die Entscheidung. Aber ich wuerde ihn gerne gluecklicher sehen, wenn ich zurueckschaue, weisst du.

  2. Darf ich das jetzt schreiben, ohne dass es doof kommt, dass ich mich schaeme, wenn ich das lese, mit dem Urlaub und so: Ich hatte es da sehr gut und war mir oft gar nicht dessen bewusst.

    Mein Vater hatte so einen sicheren Job.

    Aber: Er haette was anderes machen sollen, was ihm guttut, ihn zufriedenstellt. Sich aus dem Fenster lehnen und Frischluft atmen.

    Ich weiss noch immer nicht genau, was es war, das er haette tun sollen.

    Aber es war ihm auf jeden Fallenorm wichtig, nicht auf Kosten der Familie seine Traeume auszuleben.

    Ich denke, es haette einen Kompromiss gegeben. Und der haette letztlich auch uns gluecklicher gemacht.

    Ich moechte nicht kritisieren, ich verstehe die Entscheidung. Aber ich wuerde ihn gerne gluecklicher sehen, wenn ich zurueckschaue, weisst du.

  3. Bei all den Fragen, die ich bei dir gelesen habe, fehlt für mich eine wichtige:

    WAS will Gott?

    Ich kann gut verstehen, dass dich so viele Sachen beschäftigen und du dich gut und für langfristig entscheiden willst. Nur denke ich ist es das beste Gott zu fragen, was er für dich hat und vorallem wo er dich haben will – Wie du schon sagtest, vielleicht antwortet er jetzt:“Digger, ich habe dir deine Talente geben, damit du sie hier einsetzt. Licht und Salz gehören auch in die Geschäftswelt … “ Nur liegt es jetzt an dir das auch rauszufinden. Nicht das du es am Ende bereust dich ganz allein entschieden zu haben.

    Greetings aus Darmstadt, du wirst einen guten Weg gehen.

    Daniel

  4. Bei all den Fragen, die ich bei dir gelesen habe, fehlt für mich eine wichtige:

    WAS will Gott?

    Ich kann gut verstehen, dass dich so viele Sachen beschäftigen und du dich gut und für langfristig entscheiden willst. Nur denke ich ist es das beste Gott zu fragen, was er für dich hat und vorallem wo er dich haben will – Wie du schon sagtest, vielleicht antwortet er jetzt:“Digger, ich habe dir deine Talente geben, damit du sie hier einsetzt. Licht und Salz gehören auch in die Geschäftswelt … “ Nur liegt es jetzt an dir das auch rauszufinden. Nicht das du es am Ende bereust dich ganz allein entschieden zu haben.

    Greetings aus Darmstadt, du wirst einen guten Weg gehen.

    Daniel

  5. hm das alles ist nie leicht zu beantworten;)

    aber die fragen sind gut… ich finde den ansatz von daniel auch wichtig…aber auch wichtig finde ich den ansatz… wo bist du glücklich.

    meine erfahrungen:

    geld beruhigt!….macht aber nicht glücklich erfahrung in der wirtschaft! … find ich Super Wichtig! Visionen …. sind nicht zum träumen da;)

    was würde ich tuhen:

    ich würde an deiner stelle für ne grob abgesteckte zeit in die wirtschaft! nicht um karriere zu machen…sondern um erfahrungen zu sammeln. diese erfahrungen kannst du dann dein ganzes leben einsetzen. es sind erfahrungen für die du nachträglich dankbar sein wirst.

    Gefahr: wie du erkannt hast…der absprung…der rechtzeitige absprung.

    Gefahrbeschlichtung: leute die auf dich aufüpassen in zeiten wo du es nicht tuhst:)

    Dauerlösung: tuhe das was dich glücklich macht. ohne dabei deine verantwortung zu deiner zukünftigen familie und dem staat zu vergessen.

    der einklang wird die lösung bringen;)

    ciao mzam

  6. hm das alles ist nie leicht zu beantworten;)

    aber die fragen sind gut… ich finde den ansatz von daniel auch wichtig…aber auch wichtig finde ich den ansatz… wo bist du glücklich.

    meine erfahrungen:

    geld beruhigt!….macht aber nicht glücklich erfahrung in der wirtschaft! … find ich Super Wichtig! Visionen …. sind nicht zum träumen da;)

    was würde ich tuhen:

    ich würde an deiner stelle für ne grob abgesteckte zeit in die wirtschaft! nicht um karriere zu machen…sondern um erfahrungen zu sammeln. diese erfahrungen kannst du dann dein ganzes leben einsetzen. es sind erfahrungen für die du nachträglich dankbar sein wirst.

    Gefahr: wie du erkannt hast…der absprung…der rechtzeitige absprung.

    Gefahrbeschlichtung: leute die auf dich aufüpassen in zeiten wo du es nicht tuhst:)

    Dauerlösung: tuhe das was dich glücklich macht. ohne dabei deine verantwortung zu deiner zukünftigen familie und dem staat zu vergessen.

    der einklang wird die lösung bringen;)

    ciao mzam

  7. So, jetzt melde ich mich auch mal zu Wort 🙂

    Kurz bevor du aus Darmstadt weggegangen bist hast du nochmal erzählt, wie die letzten Jahre bei dir waren und was mich am meisten ermutigt hat, war dass du dir zwei Jahre im unklaren warst, was du überhaupt mit deinem Leben anstellen sollst. Du hast in der Zeit viele Dinge ausprobiert und Gott hat dich geführt. Das hat mir geholfen, weil ich nicht so gerne Entscheidungen treffe, u.a. weil ich bei so wichtigen Dingen oft nicht weiß, was der „richtige“ Weg ist. Aber gibt es wirklich falsche (irreversible) Entscheidungen? Leg es Gott hin, triff Entscheidungen und lass es zu, dass Gott Türen aufmacht oder schließt. Und ich glaube, selbst wenn wir „falsche“ Entscheidungen treffen, können wir Gutes daraus mitnehmen.

    Lieben Gruß und Frieden bei der Entscheidung!

    Ingrid

  8. So, jetzt melde ich mich auch mal zu Wort 🙂

    Kurz bevor du aus Darmstadt weggegangen bist hast du nochmal erzählt, wie die letzten Jahre bei dir waren und was mich am meisten ermutigt hat, war dass du dir zwei Jahre im unklaren warst, was du überhaupt mit deinem Leben anstellen sollst. Du hast in der Zeit viele Dinge ausprobiert und Gott hat dich geführt. Das hat mir geholfen, weil ich nicht so gerne Entscheidungen treffe, u.a. weil ich bei so wichtigen Dingen oft nicht weiß, was der „richtige“ Weg ist. Aber gibt es wirklich falsche (irreversible) Entscheidungen? Leg es Gott hin, triff Entscheidungen und lass es zu, dass Gott Türen aufmacht oder schließt. Und ich glaube, selbst wenn wir „falsche“ Entscheidungen treffen, können wir Gutes daraus mitnehmen.

    Lieben Gruß und Frieden bei der Entscheidung!

    Ingrid

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