Spenden oder Werbung

Derzeit ruft Wikipedia zum Spenden auf, um die Kosten für Server usw. bezahlen zu können. Mario geht das auf den Sack.

SIXTUS.NET | Mario Sixtus, freier Journalist

.. ich bin ja ein erklärter Fan der Wikipedia. Aber jetzt mal ernsthaft: Diese Datenhippie-Nummer mit der Spendenfinanzierung solltet ihr endlich mal knicken. Das wird auf Dauer eh nicht klappen. Klebt einfach ein paar Text-Ads auf die Seiten und gut ist. Mit euren Pageimpressions gehört ihr flugs zu den Großverdienern im Internet.

Was denkt ihr bzw. was nervt euch mehr, Spenden oder Werbung? Gibt es noch andere Geschäftsmodelle? Finde das generell eine interessante Frage.

Update: Mehr bei Blog Age und medienrauschen

Technorati Tags: , ,

Mehr zum Thema: , ,

Veröffentlicht von

Johannes Kleske

Co-Gründer von Third Wave, lebt in Berlin, denkt nach über die Zukunft von Arbeit, Stadt und Kommunikation, mag sowohl guten Kaffee als auch guten Tee. Newsletter, Twitter, LinkedIn, Xing

26 Gedanken zu „Spenden oder Werbung“

  1. nix werbung. Ich kann die ganzen Google Ads überall nicht mehr sehen. Dafür, dass man so etwas geniales wie die WP verwendet kann man ja auch einmal im Jahr mal spenden. Vergleichbare Enzyklopädien kosten locker ab 100€ aufwärts. Da kann man auch mal was springen lassen. Aber bloß keine Ads die das ganze verunstalten.

  2. nix werbung. Ich kann die ganzen Google Ads überall nicht mehr sehen. Dafür, dass man so etwas geniales wie die WP verwendet kann man ja auch einmal im Jahr mal spenden. Vergleichbare Enzyklopädien kosten locker ab 100€ aufwärts. Da kann man auch mal was springen lassen. Aber bloß keine Ads die das ganze verunstalten.

  3. Davon mal abgesehen daß die Werbung das ganze verunstaltet, finde ich, daß sie die Glaubwürdigkeit untergräbt. Wer glaubt denn einem Eintrag über Fastfood, wenn Werbung für McD daneben steht?

  4. Davon mal abgesehen daß die Werbung das ganze verunstaltet, finde ich, daß sie die Glaubwürdigkeit untergräbt. Wer glaubt denn einem Eintrag über Fastfood, wenn Werbung für McD daneben steht?

  5. Ach was! Wem sein Wikipedia-Eintrag nicht gefällt, der hat bereits jetzt die Möglichkeit der „Einflussnahme“: er editiert ihn einfach.

    Daran ändert sich auch nicht, wenn Google oder Yahoo oder wer auch immer, neben dem „Karibik“-Eintrag Karibik-Reiseveranstalter-Ads einblenden.

    Und zu dem Argument von Kapeka: Es wäre natürlich schön, wenn jeder 100 $ spenden würde. Das klappt allerdings nicht in der Praxis.

    Mir wäre jedenfalls eine zuverlässig funktionierende Wikipedia mit Anzeigen lieber, als eine, deren Server ständig abrauchen, weswegen dann wieder ein Hut rumgehen muss.

  6. Ach was! Wem sein Wikipedia-Eintrag nicht gefällt, der hat bereits jetzt die Möglichkeit der „Einflussnahme“: er editiert ihn einfach.

    Daran ändert sich auch nicht, wenn Google oder Yahoo oder wer auch immer, neben dem „Karibik“-Eintrag Karibik-Reiseveranstalter-Ads einblenden.

    Und zu dem Argument von Kapeka: Es wäre natürlich schön, wenn jeder 100 $ spenden würde. Das klappt allerdings nicht in der Praxis.

    Mir wäre jedenfalls eine zuverlässig funktionierende Wikipedia mit Anzeigen lieber, als eine, deren Server ständig abrauchen, weswegen dann wieder ein Hut rumgehen muss.

  7. Hab‘ kein Problem mit Werbung, beispielsweise koennten sie sagen:

    Werbeeinnahmen zum Kosten decken, den Rest spenden. Also Wikipedia an was auch immer. Damit koennten sie wiederum Werbung machen bzw. ihr Image aufbessern.

    Und letztlich waere das eine Sache, die die Werbebranche sinnvoll nutzt. Finde ich.

  8. Hab‘ kein Problem mit Werbung, beispielsweise koennten sie sagen:

    Werbeeinnahmen zum Kosten decken, den Rest spenden. Also Wikipedia an was auch immer. Damit koennten sie wiederum Werbung machen bzw. ihr Image aufbessern.

    Und letztlich waere das eine Sache, die die Werbebranche sinnvoll nutzt. Finde ich.

  9. „Daran ändert sich auch nicht, wenn Google oder Yahoo oder wer auch immer, neben dem “Karibik”-Eintrag Karibik-Reiseveranstalter-Ads einblenden“ –> Denke schon, daß das irgendwann auffällt.

    Der Punkt ist doch eigentlich, daß man selber ehrlich zu sich selbst sein sollte und anfangen, für gute Sachen zu spenden. (Anstatt sich darüber aufzuregen, daß der Server abraucht, z.B.)

    Ich möchte Sachen, die ich gut finde fördern – darum bezahle ich z.B. auch meine Radiogebühren, und es wäre ein leichtes, diese zu umgehen.

    Also: Nicht für die Akzeptanz der hässlichen Anzeigen kämpfen, sondern für das Bewußtsein der Be-Nutzer!

    PS: Gehe jetzt 5 Euro spenden. =)

  10. „Daran ändert sich auch nicht, wenn Google oder Yahoo oder wer auch immer, neben dem “Karibik”-Eintrag Karibik-Reiseveranstalter-Ads einblenden“ –> Denke schon, daß das irgendwann auffällt.

    Der Punkt ist doch eigentlich, daß man selber ehrlich zu sich selbst sein sollte und anfangen, für gute Sachen zu spenden. (Anstatt sich darüber aufzuregen, daß der Server abraucht, z.B.)

    Ich möchte Sachen, die ich gut finde fördern – darum bezahle ich z.B. auch meine Radiogebühren, und es wäre ein leichtes, diese zu umgehen.

    Also: Nicht für die Akzeptanz der hässlichen Anzeigen kämpfen, sondern für das Bewußtsein der Be-Nutzer!

    PS: Gehe jetzt 5 Euro spenden. =)

  11. Wollte doch eigentlich das zitieren:

    Ach was! Wem sein Wikipedia-Eintrag nicht gefällt, der hat bereits jetzt die Möglichkeit der “Einflussnahme”: er editiert ihn einfach.

    Kanst Du das ändern, Johannes?

  12. Wollte doch eigentlich das zitieren:

    Ach was! Wem sein Wikipedia-Eintrag nicht gefällt, der hat bereits jetzt die Möglichkeit der “Einflussnahme”: er editiert ihn einfach.

    Kanst Du das ändern, Johannes?

  13. Werbung hin oder her, der Mario will sich anscheinend nur bekannter machen, dadurch, daß er das Vorgehen eines gerade in seinem Hype befindlichen Mediums kritisiert.

    Und zu den spenden: Warum sollte man viel Geld (hier war die rede von 100 $ oder €) für ein offenes Lexikon spenden, an dem man selbst mitschreibt?

  14. Werbung hin oder her, der Mario will sich anscheinend nur bekannter machen, dadurch, daß er das Vorgehen eines gerade in seinem Hype befindlichen Mediums kritisiert.

    Und zu den spenden: Warum sollte man viel Geld (hier war die rede von 100 $ oder €) für ein offenes Lexikon spenden, an dem man selbst mitschreibt?

  15. Der gute Sixtus hat es nicht wirklich nötig, so etwas zu tun, um sich bekannter zu machen. Dazu ist er in den entsprechenden Kreisen bekannt und geschätzt.

    Jo, heißt das nun, du bist für Werbung?

  16. Der gute Sixtus hat es nicht wirklich nötig, so etwas zu tun, um sich bekannter zu machen. Dazu ist er in den entsprechenden Kreisen bekannt und geschätzt.

    Jo, heißt das nun, du bist für Werbung?

  17. Also ich sähe Werbung in der Wikipedia nicht gerne. Ob es andere Möglichkeiten gibt kann ich schwer abschätzen. Aber wollte nicht z.B. Google auch beim Hosting helfen? Ich wage zu behaupten, daß wie auch immer geartetet Partnerschaften mit Unternehmen, die dann vielleicht auf der Startseite oder im Fuß der Seite oder sonstwo erwähnt werden eventuell eine bessere Alternative wären, als einfach nur Werbung zu schalten. Ein weiteres ‚Stichwort, über das ich gerade gestolpert bin lautet Opt-In-Werbung. Das hört sich zwar nett an, aber für die Werbenden wäre das doch nicht attraktiv, denn diejenigen, die den Verweisen folgen würden, würden dies nicht wegen der Werbung tun, sondern um Wikipedia Werbeeinnahmen zu bescheren.

    Ich bin mal gespannt, was die Wikipedanten sich noch alles einfallen lassen …

  18. Also ich sähe Werbung in der Wikipedia nicht gerne. Ob es andere Möglichkeiten gibt kann ich schwer abschätzen. Aber wollte nicht z.B. Google auch beim Hosting helfen? Ich wage zu behaupten, daß wie auch immer geartetet Partnerschaften mit Unternehmen, die dann vielleicht auf der Startseite oder im Fuß der Seite oder sonstwo erwähnt werden eventuell eine bessere Alternative wären, als einfach nur Werbung zu schalten. Ein weiteres ‚Stichwort, über das ich gerade gestolpert bin lautet Opt-In-Werbung. Das hört sich zwar nett an, aber für die Werbenden wäre das doch nicht attraktiv, denn diejenigen, die den Verweisen folgen würden, würden dies nicht wegen der Werbung tun, sondern um Wikipedia Werbeeinnahmen zu bescheren.

    Ich bin mal gespannt, was die Wikipedanten sich noch alles einfallen lassen …

  19. Ganz ehrlich ich bin FÜR Werbung. Dadruch ist man einmal unabhängig von „Sponsoren“ wie Google, die sich damit nur indirekt einkaufen und zum anderen ein gut platziertes Werbebanner stört doch niemanden. Müssen ja nicht gleich die Google Adds auf jeder Seite sein, es reicht doch ein oder zwei auf der Startseite zu haben oder exklusiv Werbung in einem Kasten links zu haben… Spenden ok aber davon leben is scheiße und entspricht nicht einer unabhängigen Enzyklopädien.

  20. Ganz ehrlich ich bin FÜR Werbung. Dadruch ist man einmal unabhängig von „Sponsoren“ wie Google, die sich damit nur indirekt einkaufen und zum anderen ein gut platziertes Werbebanner stört doch niemanden. Müssen ja nicht gleich die Google Adds auf jeder Seite sein, es reicht doch ein oder zwei auf der Startseite zu haben oder exklusiv Werbung in einem Kasten links zu haben… Spenden ok aber davon leben is scheiße und entspricht nicht einer unabhängigen Enzyklopädien.

  21. @Müller: Damit man weiter daran schreiben kann. Und es geht auch nicht darum, gleich einen so dicken batzen zu spenden. Ein kleinerer Betrag von mehr Leuten geleistet bringts auch. Bei der Wikipedia gehts ja darum, dass ich einen Beitrag leiste, um anderen zu helfen. Es macht ja eh schon keinen Sinn, daran mitzuschreiben, wenn es nur für mich sein soll. Wenn ich zu etwas beitrage, dann weiß ich ja über das Thema schon bescheid. Wenn ich also mitschreibe, dann ist es automatisch für andere, nicht in erster Linie für mich. Und daher auch spenden, damit die anderen, denen ich helfe, auch davon profitieren können.

    Wenns gar nicht anders geht sollen die einen Mix aus Spenden und Werbung machen. Die Werbung so dezent wie möglich und was darüber nicht reingeht dann über Spenden einmal im Jahr.

  22. @Müller: Damit man weiter daran schreiben kann. Und es geht auch nicht darum, gleich einen so dicken batzen zu spenden. Ein kleinerer Betrag von mehr Leuten geleistet bringts auch. Bei der Wikipedia gehts ja darum, dass ich einen Beitrag leiste, um anderen zu helfen. Es macht ja eh schon keinen Sinn, daran mitzuschreiben, wenn es nur für mich sein soll. Wenn ich zu etwas beitrage, dann weiß ich ja über das Thema schon bescheid. Wenn ich also mitschreibe, dann ist es automatisch für andere, nicht in erster Linie für mich. Und daher auch spenden, damit die anderen, denen ich helfe, auch davon profitieren können.

    Wenns gar nicht anders geht sollen die einen Mix aus Spenden und Werbung machen. Die Werbung so dezent wie möglich und was darüber nicht reingeht dann über Spenden einmal im Jahr.

  23. Jupp: Da ich ihn nicht kenne, aber Wikipedia sehr wohl, und es noch mehr so Leute gibt wie mich, ist meine Annahme über ihn vielleicht doch nicht so abwegig. Aber ob es ihm hilft?

    Natürlich fände auch ich es besser ohne Werbung, aber realistisch ist das halt nicht. Werbung hätte gegeüber Spenden den Vorteil, daß man erstens auf Anhieb sehen würde, wer einen Nutzen davon hat, und somit eine möglich Färbung eines oder mehrerer Artikel zumindest deuten könnte. Bei unbekannten Spendern, die genauso einen Inhalt verzerren lassen könnten, wie jeder Werbepartner, würde man es zumindest nicht offensichtlich erkennen. Ein Werbepartner hätte auch allein von der geschalteten Werbung einen direkten Nutzen, im Gegensatz zum Spender von großen Summen, insofern wäre er nicht „genötigt“ einen anderen Nutzen wie z.B. durch geschönte Artikel zu erzielen.

    Ich bin nur gegen jede Werbung, die irgendwie zappelt und man das nicht abschalten kann. (Bei aktuellen Flash 7.0 Werbungen ist Unabschaltbarkeit sehr beliebt.) Dann sperre ich nämlich den diese Werbungen servenden Host riguros.

  24. Jupp: Da ich ihn nicht kenne, aber Wikipedia sehr wohl, und es noch mehr so Leute gibt wie mich, ist meine Annahme über ihn vielleicht doch nicht so abwegig. Aber ob es ihm hilft?

    Natürlich fände auch ich es besser ohne Werbung, aber realistisch ist das halt nicht. Werbung hätte gegeüber Spenden den Vorteil, daß man erstens auf Anhieb sehen würde, wer einen Nutzen davon hat, und somit eine möglich Färbung eines oder mehrerer Artikel zumindest deuten könnte. Bei unbekannten Spendern, die genauso einen Inhalt verzerren lassen könnten, wie jeder Werbepartner, würde man es zumindest nicht offensichtlich erkennen. Ein Werbepartner hätte auch allein von der geschalteten Werbung einen direkten Nutzen, im Gegensatz zum Spender von großen Summen, insofern wäre er nicht „genötigt“ einen anderen Nutzen wie z.B. durch geschönte Artikel zu erzielen.

    Ich bin nur gegen jede Werbung, die irgendwie zappelt und man das nicht abschalten kann. (Bei aktuellen Flash 7.0 Werbungen ist Unabschaltbarkeit sehr beliebt.) Dann sperre ich nämlich den diese Werbungen servenden Host riguros.

Kommentare sind geschlossen.