Mein Notebook-Dilemma

Erst wenn etwas nicht mehr da ist, merkt man, wie sehr man es (ge-)braucht. Seit dem mein iBook kaputt ist, merke ich erst, wie häufig ich es verwendet habe. Ich werd’ gerade ein bisschen wahnsinnig, weil ich es genau im Moment gar nicht gebrauchen kann, dass mein Leben komplizierter und umständlicher wird.

  1. Ich bin vor ein paar Wochen ins Zoon-Büro gezogen, um konzentriert an meiner Diplomarbeit arbeiten zu können. Dazu hilft es mir, wenn ich einen Ort habe, an dem ich arbeite und einen anderen Ort für Freizeit und Schlaf. Somit habe ich meinen Mac Mini zum Arbeiten ins Büro geschafft und wollte dann zu Hause DVDs schauen, Blogs lesen usw. Tja, nun schlafe ich einfach nur noch zu Hause und bin den Rest des Tages hier im Büro, weil der Mini mein einziger Rechner ist. Das war’s dann mit der Trennung von Arbeit und Freizeit. Mit dem besonderen Nachteil, dass hier abends niemand mehr ist und ich nichts von meinen lieben WG-Mitbewohnern habe.
  2. Ich pendle ständig zwischen Fraunhofer und Büro, weil ich im Fraunhofer zwar einen Platz im Computer-Labor habe, aber nicht alle meine Daten und Programme, die ich brauche. Klar, ich habe viel online. Aber es ist eine ganz andere Geschichte, wenn man einfach nur sein Notebook aufklappt und loslegen kann und nicht erst Daten synchronisieren und was weiß ich alles machen muss.
  3. Richtig doof ist das ganze bei den Betreuertreffen. Zum einen kann ich die Fahrten nach Darmstadt nicht effektiv nutzen und zum anderen muss ich alles mündlich oder auf Papier machen, weil ich kein Notebook habe, um Dinge zu zeigen. Das wird noch richtig lustig.
  4. Mit dem fest installierten Mini im Büro habe ich keine Möglichkeit, mich irgendwohin zurück zu ziehen, um z.B. die Texte für meine Diplomarbeit zu schreiben.

Soviel erstmal an persönlichem Gepiense. Es braucht eine Lösung. Ich brauche ein Notebook. Ich denke über verschiedene Möglichkeiten nach und dachte mir, warum erst die Lösung präsentieren? Ist doch mein Blog. Mit vielen Lesern und vielen Meinung. Intelligentes Kollektiv. Emergente Ideen. Ok, zurück zum Thema, ich hätte gerne ehrliche Meinungen und von mir aus auch Watschen ala “Hör auf zu heulen und besorg dir mal echte Probleme.”

  1. Ich kauf mir ein billiges PC-Notebook und hau Linux drauf. Hab eh vor, irgendwann mal mehr mit dem ganzen Open-Source-/freie Software-Ding zu machen. Allerdings halte ich es nicht gerade für vernünftig, mitten im Diplom das komplette System mit allem drum und dran zu wechseln.
  2. Ich verkaufe meine Mac Mini, lege noch ein bisschen Kohle drauf und kaufe mir ein neues iBook. Leider funktioniert das iBook aber nicht mit meinem Display, da es keinen digitalen Ausgang hat und auch von der Power her reicht das iBook nicht, da es meinen Mac Mini ersetzen muss.
  3. Die Lösung, am angenehmsten und langfristig am sinnvollsten wäre, wäre ein PowerBook. Das Problem ist, dass ich mit meinen derzeitigen Möglichkeiten das Geld für ein PowerBook nicht zusammen bekomme. Aber hey, wir wissen ja, dass Geld nicht das Problem ist. Deswegen überlege ich, ob ich eine Art Spenden-Marathon mache. Das Ziel ist 1000 €. Jeder der mich unterstützen mag, kann spenden. Und wir schauen einfach mal, wo wir landen. Den Rest über die 1000 € hinaus, den ein Powerbook kostet, kriege ich schon irgendwie durch den Verkauf meines Mac Minis usw. zusammen.

Also, was denkt ihr? Macht das Sinn oder bin ich einfach nur konsum-geil? Gibt’s ne Lösung, die ich übersehen habe? Würde jemand spenden?

Update: Ich hab einfach die krassesten Leser. Wie z.B. den Manuel (hast du eigentlich nen Blog, digger?). Der Manuel liest das hier und bietet mir prompt sein altes iBook G3 500 an, so lange ich es brauche. Hammer. So schnell lassen sich Probleme mit einem Blog lösen…

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View Comments

  1. Kann deine Frustration voll verstehen. Während der Diplomarbeit müssen die Werkzeuge, die man verwendet, einfach funktionieren. Alles andere lenkt bloß ab…

    Hier wild ein paar Gedanken:
    1. Lass’ das mit dem Billig-Notebook und Linux (im Moment). Das ist ein tolles Projekt, wenn man Zeit hat, aber während der Diplomarbeit ist das eine ganz schlechte Idee, da es ein Fass ohne Boden sein wird und ständig eine Ausrede liefert, nicht zu viel Zeit mit der DA zu verbringen. Und ich sage das als jemand, der Linux durchaus gerne für Server einsetzt.

    2. Kennst du irgendeine Agentur, die ein iBook/PowerBook hat und die dir das eine Weile leihen kann?

    3. Vielleicht kann dein Display ja doch analog, und du brauchst nur einen analog->DVI-Adapter? Im DVI-Stecker ist nämlich auch ein Analog-Signal drin.

    4. Wenn du Kohle gesammelt hast, dann schau Mittwochs im Apple-Store vorbei und bete um ein saubilliges refurbished-Modell :-) .

    5. 12″-PowerBook lohnt sich im Vergleich zum iBook m.E. kaum – dann lieber 15″.

    6. Vielleicht kannst du irgendein Spaß-Aktion machen, wo du was verkaufst, was für dich selbst wenig Aufwand ist? Z.B. irgendwelche nette Zeichnungen auf etwas dickerem A3-Papier oder so, und das dann an Freunde verticken. Dann haben die Freunde was davon, und du. Die Betonung liegt allerdings auf „wenig Aufwand“. Irgendetwas, das für dich ganz einfach ist, das anderen aber Freude macht. Oder vielleicht bist du ja der Pfannkuchen-Spezialist und machst mal eine Pfannkuchen-Party, oder…

  2. Zu
    1) Sehe das auch so, wie ich in dem Artikel schon angedeutet habe.
    2) Leider nein. Die Leute in meinem Umfeld haben alle noch weniger Geld als ich.
    3) Hm, das Problem ist auch, dass die iBook-Grafikkarte nicht für solche Dinge ausgelegt ist. Ihr fehlt da eindeutig die Power.
    4) Ok, werde ich mir merken.
    5) Sehe ich genauso.
    6) Haha, keine schlechte Idee. Mal sehen…

  3. Ich weiß ja nicht, wie groß deine Antipathie gegen Microsoft ist (die ich gut nachvollziehen könnte ;-) ), aber bei campusrabatt.de gibt es z.B. IBM Thinkpads für Studenten für über 1000€ billiger. Das TP für 1045€ kommt von der Leistung an ein Powerbook heran ist aber viel günstiger, etwa so teuer wie ein ibook.

  4. Siehe Linux-Maschinen

  5. Kann die FH Darmstadt Dir nicht ein Notebook leihen? Wenn Du den Betreuern die Situation nahelegst?

    Ansonsten bleibt die Möglichkeit, den Mini zu DIr nachhause zu holen, auf die Trennung zwischen Arbeitsplatz und Wohnraum zu verzichten.

  6. Hast du mal im Institut gefragt, ob die dir irgend ein Notebook leihen können?

    Und wie sieht es mit der Reperatur deines alten aus? Oder hast du den schon in Zahlung gegeben wegen dem KOstenvoranschlag?

  7. Ich wage mich jetzt auch mal was zu sagen,….
    Leider kann ich im Moment nicht spenden,… vielleicht in ein paar Wochen, hoffe jedoch, dass sich genügend Spender finden, denn gerade jetzt sollte es doch mit der Diplomarbeit und mit Deinem persönlichen Erholen einfach laufen wie am Schnürchen und Du solltest nicht rummurksen müssen.
    Geld leihen ist zwar immer so eine Sache, aber wenn alles andere nicht funktioniert vielleicht doch sinnvoll?
    Denn Du sollst JETZT gut ausgerüstet sein.
    Es gibt auch zinsgünstige Kredite für Studenten und Diplomanden,…
    http://www.bildungskredit.de
    Man kann auch nur eine einmalige Zahlung beantragen.
    Viel Erfolg!

  8. Also, von einem Billignotebook würde ich grundsätzlich abraten, egal mit welchem Betriebssystem.

    Den Mac mini verkaufen und mit dem Erlös und etwas drauflegen ein anständiges Powerbook kaufen ist meiner Ansicht nach wohl das sinnvollste, wobei natürlich besser wäre, den doch noch relativ neuen Mac mini nicht zu verkaufen … aber man kann eben nicht alles haben.
    Ich arbeite inzwischen fast zwei Jahre ausschließlich auf meinem Thinkpad und bin ganz zufrieden damit.

    Ich wage zu behaupten: Nur ein mobiler Rechner wäre bei Dir definitiv die bessere Wahl, als nur ein stationärer.

  9. Doro:
    Cool von dir zu lesen. Das mit dem Bildungskredit ist ne gute Ideen. Aber die hatte ich auch schon und somit bekomme ich seit August von denen Geld. Deswegen geht’s mir auch gerade Kohle-mäßig nicht schlecht. Es reicht nur leider nicht für ein Notebook.

    Götz:
    Digger, du durschaust mich. Genauso sehe ich das auch.

  10. Ich würde Papier und USB Stick vorschlagen.

    Bist du wirklich so abhängig von einem einzigen Gerät? Ich studiere Informatik und hänge auch sehr an meinem Powerbook, aber trotzdem würd ich wohl auch nur mit meinem alten Linux PC daheim auskommen.

    Wär doch mal ein guter Zeitpunkt ein paar flimmerfreie Hobbies zu finden. Ist schwer aber möglich ;)

  11. 1.also jojo hat nen christen kennengelernt, derfür appel arbeitet…
    vielleicht wäre der ja bereit was am rabatt zu machen oder so.
    2.mach doch ne versteigerung om cafe von deinen sachen oder dienstleistungen (fenster putzen oder kochen oder sowas) oder von beidem.
    sag bescheid, fajjs du das machst ich ersteigere mir auch was
    mesii

  12. beza1e1:
    Ich benutze tatsächlich viel Papier. Mein Moleskine enthält alle Ideen und Notizen von den Gesprächen. Ich habe mir neulich einen USB-Stick gekauft. Und die Zeit zuhause verbringe ich derzeit meist mit Büchern. Ich versuche, das beste aus der Situation heraus zu holen. Ich bin mit meinem ganzen Online-Zeug (Basecamp, del.icio.us, …) sogar relativ unabhängig von einem Gerät. Es ist aber wahnsinnig anstrengend, wenn man ständig das Gerät wechseln muss. Es kostet Zeit und es gibt Zeiten, wo kein Gerät verfügbar ist.

    mesii:
    Zu 1) Rabatt-mäßig geht da eh einiges, hab schon bei Mac@campus usw. nachgesehen.

    Zu 2) Dienstleistungen versteigern ist insofern schwierig, weil ich absolut keine Zeit habe, sie zu erfüllen. Hm, ich könnte das Einrichten eines Blogs und das Einführen ins Bloggen für 100 Euro verkaufen. Wird dann aber erst im Januar ausgeliefert. Ansonsten habe ich nicht viel zu versteigern. Bin ein Wegschmeißer.

    An dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an alle, die sich mit meinen Problemen beschäftigen und Vorschläge machen. Find das saukrass. Tut gut.

  13. Servus,

    dann mach ich Dir mal ein konkretes Angebot!

    Hab hier ein iBook G3 500 rumstehen das würde ich Dir zur verfügung stellen solange Du es brauchst!

    Bei Interesse meld Dich einfach mal!

    Gruß
    Manu

  14. ..außerdem wollte ich noch die Deutschlehrerin raushängen lassen:

    Es heißt Dilemma und nicht Dillema. Aber eigentlich ist das nicht so wichtig.

    In der Alltagssprache bezeichnet ein Dilemma (griech.: zweigliedrige Annahme) eine schwierige oder ausweglose Situation, in der man sich befindet. Es gibt zwei Wahlmöglichkeiten, von denen eine ergriffen werden muss, beide aber zu einem unerwünschten Resultat führen. Dilemmata werden daher oft als paradox empfunden. Beispiel sind das Gefangenendilemma, das Admetos-Dilemma und das Problem des Kriteriums.
    In der Logik ist ein Dilemma eine bestimmte Argumentationsform.

    Ein positives oder konstruktives Dilemma hat die Form: Wenn p, dann q; wenn r, dann q; entweder p oder r; daher q.

    Ein negatives oder destruktives D. hat die Form: Wenn p, dann q; wenn p, dann r; entweder nicht-q oder nicht-r; daher nicht-p.

    Bisweilen wird eine Dilemma auch syllogismus cornutus genannt.

    http://www.phillex.de/dilemma.htm

    ;)

  15. Doro:
    Danke für den Hinweis, hab’s direkt geändert.

    Manu:
    Auch wenn das nicht gerade die Burnermaschine ist, klingt es vor allem nach ner fixen Lösung. Lass uns das mal per Mail verfolgen.

  16. Dann frag leute aus der gemeinde ob sie sachen haben oder dienstleistungen die du haben darfst um sie für dich zu versteigern….
    schön kompliziert halt
    mesii

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