Mittwochabend saß ich bei Andy, um noch einen Film zu schauen. Auf dem Tisch lag die Losung. Da der Tag schon fast vorbei war, habe ich gleich die Losung für den nächsten Tag, gestern, gelesen.
Als einer im Elend reif, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.
Psalm 34,7
Und ich dachte noch “Mal sehen, was morgen ab geht…” Was abging konntet ihr gestern lesen. Aber wie schaut’s am Freitag morgen aus.
Aus einer unerwarteten (da nicht wirklich reichen Ecke) kam die Anfrage nach meiner Kontonummer.
Am Wochenende bekommen wir festes Internet in den Büroräumen.
Um 8h hat meine Sachbearbeiterin von der DAK angerufen und mit mitgeteilt, dass sich schon am Dienstag die Hochschule informiert hat, dass wieder alles in bester Ordnung sei und ich nicht exmatrikuliert werden muss.
So schnell kann’s gehen.
Der eine oder andere mag sich fragen, warum ich hier eigentlich so rumpiense. Sind doch alles nicht wirklich große Probleme. Andere haben da andere Dinger am Start. Das kann gut sein. Ich versuche bei alldem auch immer eine vernünftige Perspektive zu bewahren. Aber gestern habt ihr dann mal mitbekommen, dass das nicht immer klappt. Aber hey, bei so einem führsorglichen Gott wird’s auch mit mir irgendwann noch was. Spätenstens wenn ich mal groß bin…
Bei dem ganzen Zeug, was gerade hier nicht nur bei mir schief läuft, verhärtet sich im zoon-Büro die Jona-Theorie. Ist doch ganz klar, Gott will mich eigentlich in Hamburg. Ich bin nach Karlsruhe geflohen und nun herrscht hier der Sturm. Ich weiß halt ganz genau, dass wenn ich nach Hamburg gehe, um das Gericht zu verkünden, Gott Hamburg viel zu schön finden wird, um es zu zerstören. Und um dem vorzugreifen, hat Gott jetzt schon den Wurm geschickt, der halt nicht in der Staude sondern im Apfel drin ist.
Vielleicht sollte ich so spät abends nach einem frustrierenden Tag einfach nicht mehr posten dürfen…
Ich muss mich gerade mal auskotzen.
Ich habe heute mein iBook zur Reparatur gegeben. Allein der Kostenvoranschlag kostet schon über 100 Euro. Und wahrscheinlich wird die Reparatur so teuer, dass ich sie mir zum einen nicht leisten kann und zum anderen das iBook sie nicht mehr wert ist. Auf jeden Fall bin ich nun das ganze Wochenende, an dem ich mich unter anderem in Darmstadt mit meinen Betreuern treffe, ohne Notebook.
Am Montag bin ich mit meinem anderen Rechner ins zoon-Büro eingezogen. Das hilft mir richtig gut bei meiner Arbeit. Nur ist da seit Mittwoch das Internet ausgefallen, was es mir fast unmöglich macht, an meinem Diplom oder der Doxology-Website zu arbeiten.
Da eines meiner Konten kurzzeitig nicht komplett gedeckt war, hat die Bank meine Krankenversicherungszahlung für diesen Monat zurück gefordert. Die Versicherung wollte daraufhin gleich alle Beiträge für das aktuelle Semester. Das konnte ich inzwischen klären. Nun habe ich aber ein Schreiben von meiner Hochschule bekommen, dass ich bis nächsten Freitag beweisen muss, dass das geklärt ist, sonst werde ich exmatrikuliert.
Haja, wer von meinen Lesern glaubt, dass Gebet was bringt…
Ich habe doch genau gewusst, warum ich mir noch den Mac Mini gekauft habe. Heute hat mein iBook spontan den Geist aufgeben. Wer’s genau wissen will, kann’s hier nachlesen. Ich könnt echt kotzen. Wollte mich heute eigentlich mit viel Elan an die Doxology-Website machen. Jetzt muss ich erstmal sehen, wie’s weitergeht.
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Gestern war ich auf der Hochzeit von Marc und Nicole, zwei aus dem Kern von Kubik. Ich war echt gespannt, wie so eine Hochzeit im Herzen von Kubik abläuft. Fazit: Haja, Kubik halt.
- Gedimmtes Licht, Scheinwerfer
- Beamer
- Live DJ
- Derbe Symbolik
- Gute Texte
- Jeder ist involviert
Die beiden hatten sich Prediger 4,12 als Trauspruch ausgesucht:
Und wenn einer den einzelnen überwältigt, so werden (doch) die zwei ihm widerstehen; und eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerreissen.
Marc und Nicole begannen den Gottesdienst wie auch das richtige Leben, getrennt. In den Seitengängen der Kirche war jeweils eine Schnurr von hinten nach vorne gespannt. Zuerst kam Marc, ging nach links, harkte sich in die Schnur ein und ging nach vorne, wo am am Ende der Schnur sein Stuhl stand. Danach kam Nicole und tat das selbe, nur rechts. War schon komisch, weil man es ja normalerweise gewohnt ist, dass die Braut mit ihrem Vater kommt und alle aufstehen. Aber so saßen die beiden am Ende des “Einzugs” getrennt links und rechts vorne. Texte und ein Video stellten uns die beiden als individuelle Persönlichkeiten vor, die manchmal einsam sind.
Zwei weitere Schnüre gingen von den Schnüren außen zur Mitte. Dorthin wurden Marc und Nicole nun zusammen geschoben und so mit ihren Lebensfaden zusammen gebracht. Für die dreifache Schnur fehlte noch eine, Gottes. Die hing als rote Schnur von der Decke des Chorraums und wurde in die Schnüre der zwei eingewoben.
Danach kam das eher traditionelle und Kubik-unübliche Element, die Predigt.
Nach der “normalen” Trauung, die herzhaft und liebevoll von einem Pfarrer gehalten wurde, kamen die Hochzeitsgäste ins Spiel. Die dreifache Schnur führte vom Hochzeitspaar aus der Kirche ins Leben hinaus. Jeder Gast hatte beim setzen eine Tüte mit einem Zettel, einem Stift und einer goldenen Wäscheklammer vorgefunden. Auf diesen Zettel konnte nun jeder einen Segen (Segen = etwas gutes aussprechen) für das Hochzeitspaar aufschreiben und während für die beiden gebetet wurde, diesen Zettel an die dreifache Schnur hängen und den beiden somit viel Segen mit auf den Weg geben. Zum Auszug sind die beiden ihre neue dreifache Schnur gemeinsam entlang gegangen und haben die Segenswünsche eingesammelt.
Das ganze war schon deutlich anders, als die Hochzeiten, die ich bisher so miterlebet habe. Dieser Traugottesdienst war eher ruhig und sicher nicht so emotional. Dafür hatte er eine große Tiefe und eine überwältigende Symbolik. Hm, für meine Hochzeit würde ich dann einfach die Emotionen und die Symbolik zusammen bringen und die Traumhochzeit kreieren
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Lustig wars, die ‘Weblogs, Podcasting & Videojournalismus’-Tagung im ZKM. Zwischendurch hat sich das ganze wie die Blogosphäre in echt angefühlt. Einer provoziert, die anderen fühlen sich angepisst und kommentieren beleidigt zurück. Zwischendurch versuchen Wissenschaftler theoretisch über Themen zu philosophieren, von denen sie praktisch keine Ahnung haben. Kennt man alles. Ist aber saulustig, das mal in real-life zu haben.
Man hat jedem Redner angemerkt, ob er bloggt oder nicht. Die Praktiker haben kurz und prägnant ihre Themen und Thesen rüber gebracht, das Publikum eingebaut, ordentlich ausgeteilt und ohne Probleme eingesteckt. Die Wissenschaftler dagegen lasen meist mehr ab, langweilten ohne Ende (Don Alphonso: “Warum ist es so, dass Kommunikationswissenschaftler nicht ordentlich kommunizieren können?”) und hatten meist kaum Realitätsbezug. Das ganze konnte man auch daran sehen, dass den Praktikern zugetraut wurde, ihre Ding schneller auf den Punkt zu bringen als die Theoretiker, weswegen sie immer nur eine halbe Stunde Redezeit im Gegensatz zur drei-viertel Stunde der Profs bekamen.
Gefreut habe ich mich, Johnny von Spreeblick mitbekommen zu haben. Ein durch und durch sympathischer Mensch, der es schafft Dinge super pointiert und direkt auf den Punkt zu bringen, wofür er meinen ganzen Respekt hat. Wer schon mal präsentiert oder vorgetragen hat, weiß wie schwer das ist.
Inhaltlich war wirklich nichts neues dabei. Ist auch ein gutes Gefühl, zeigt es doch, dass man am Ball ist. Gelohnt hat sich der Tag vor allem, um aus RSS-Feeds echte Menschen zu machen. Hat mich wirklich gefreut, ein paar Leute in real-life kennen zu lernen. Gruß an Beate, Oliver und Moe.
War auch sehr cool, mit Martin da gewesen zu sein. Sonst hätte ich es wohl nicht so gut ausgehalten. Wenigstens einer, der aus Mitgefühl über meine schlechten Witze lacht
Wer noch mehr lesen und sehen will: ZKM bei technorati & flickr.
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Los geht’s
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zur Weblogs-Tagung im ZKM. Ich liebe es einfach Leute, die man bisher nur aus ihrem Blog kannte, im echten Leben zu treffen.
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tautoko Podcast #6
Neues von der Front in Karlsruhe für die Daheimgebliebenen
- WG
- Diplom
- Kubik
- Karlsruhe
Musik:
- it’s allright (broken helmets remix) von Saine
- the hunt von Comfort Fit
Beide Tracks gibt’s bei Tokyo Dawn Records.

Ich habe es geschafft. Neben der Diplomarbeit stehen nur noch zwei große Projekte auf meiner Liste. Die Website für Doxology ist Anfang Oktober auch abgeschlossen. Das andere Projekt ist Windschatten. Dazu demnächst mehr.
War echt nicht leicht soviel nein zu sagen, gerade bei Projekten, auf die man derbe viel Bock hat. Aber es tut auch echt gut, sich auf wenige Sachen konzentrieren zu können. Merke voll, wie ich dadurch im Kopf gut weiterkomme, was meine Diplomarbeit angeht.
Allerdings merke ich auch, dass es mir bei dieser Freischaufelaktion nicht nur um mehr Zeit für die Diplomarbeit geht. Ich möchte nicht jeden Abend bis in die Puppen arbeiten müssen, weil hier eine Gemeinschaft von Leuten ist, der ich meine Aufmerksamkeit und Beteiligung geben will. Ich habe in den letzten Wochen soviel tolle Menschen kennen gelernt.
Z.B. Martin (s.o.). Wir haben uns dadurch kennen gelernt, dass ich ihm mit seinem Blog und seinem Photoblog geholfen habe. Daraus ist schon nach kurzer Zeit eine Freundschaft gewachsen, die schon jetzt ein wahrer Segen für mich ist. Und deswegen gehe ich derzeit lieber mit Martin und seiner Verlobten Elena was essen, als an fancy Projekten zu arbeiten.
So eine Woche bei Kubik bietet eine Fülle von Möglichkeiten, Zeit miteinander zu verbringen. Ich habe Kubik immer als eine Gemeinde erklärt, die ihr Leben gemeinsam leben möchte. Ich erlebe gerade, wie das im Alltag aussehen kann und spüre, wie mich das verändert und ich dadurch wachse.
Aus dem Info-Flyer von MoccaSin, einem neuen Lieblingsplatz von mir in Karlsruhe:
Teile des Klerus bezeichneten Kaffee im 16. Jahrhundert als “Heidengetränk”, die Wirkung des Kaffees war der Obrigkeit suspekt. Einige römische Geistliche wollten das “schwarze Teufelsgetränk” verbannen. Kaffeetrinken galt als Sünde.
[…]
Papst Clemens VIII. (1592 - 1605) beendete die aufkommende Diskussion seiner Zeit, indem er kurzerhand den Kaffee taufte, damit es ein “gottgefälliges Christengetränk” werde. Er selber galt als einer der ersten bekannten Kaffee-Liebhaber.
Mehr zum Thema: papst, kaffee
Habe lange überlegt, ob ich was zur Wahl schreibe. Könnte mich über tausend Sachen aufregen (allerdings am wenigsten über das Wahlergebnis). Aber ich denke, ich schreibe nur eins: Wer immernoch hofft, dass es in Deutschland irgendwann irgendwie durch Politik besser werden wird, sollte endgültig durch die aktuellen Geschehnisse eines besseren belehrt worden sein. Im Endeffekt wird’s nur eine bleibende Veränderung geben, wenn ich hier in meinem kleinen Umfeld anfange, selber anders zu leben, zu helfen wo es geht, zu zuhören, wo ich kann, mein Geld in andere zu investieren und darauf zu achten, dass keiner hinten runter fällt. Den Rest muss die Emergenz machen…

Recherche
Originally uploaded by jonee.
Ist es zu cliché-mäßig, das Buch “Die neuen Meinungsmacher - Weblogs als Herausforderung für Kampagnen, Marketing, PR und Medien” im Kaffeehaus zu lesen und das auch noch zu mobloggen? Ich sag nur “Generation Latte Caramel”. Gibt’s hier eigentlich Galâo?
Tage bis zur Abgabe: 124
Was ist eigentlich los? Seit dem ich an meiner Diplomarbeit arbeite bzw. bei Kubik bin fliegen mir nur so die geilen Projekte zu. Wenn ich keine Diplomarbeit schreiben würde, könnte ich gut meinen ganzen Tag mit diesen Projekten füllen und würde wahrscheinlich sogar noch gut Geld damit verdienen. Mein Problem, das sind so coole Projekte, die genau in die Richtung gehen, was ich machen will. Sie passen voll in meine Vision usw.
Aber letzte Woche wurde es einfach zu viel und meine Diplomarbeit leidet ziemlich unter den ganzen anderen Aufgaben. Deswegen muss ich bis auf wenige Ausnahmen alles andere canceln oder von vorne herein nein sagen, auch wenn es mir das Herz bricht. Und wer mich kennt weiß, wie schwer mir nein-sagen fällt. Aber die Lektion ist wohl die nächsten Wochen dran.
Für alle, die sich manchmal fragen, bei was für einer Sekte ich da in Karlsruhe eigentlich gelandet bin, lest euch den Artikel ‘Was machen wir eigentlich???’ von Nadine durch. Derbes Zeug und ich fühle mich mal wieder bestätigt, warum ich hier dabei sein will.
13. September 2005
in Kubik.
Wie schon im Podcast erwähnt, habe ich lange nach einem Thema/Konzept für meinen Podcast gesucht. Montag viel es mir wie Schuppen aus den Haaren, mit was beschäftige ich mich derzeit am meisten? Genau, mein Diplom.
Hier kommt er, der tautoko DiplomPodcast.
Mehr zum Thema: podcast
Jason Fried, Gründer von 37signals hat auf der O’Reilly Emerging Technology Conference einiges über die Entwicklung von Basecamp und das ganze drum herum erzählt. Dabei geht’s nicht nur um Web-Appliaktions-Entwicklung, sondern auch viel um die Arbeit in einer kleinen Agentur. Sauinteressante Präsentation mit vielen kleinen Tipps für die Praxis. Jetzt bei IT Conversations zum Anhören.
Mehr zum Thema: agentur, projektmanagement, web 2.0
tautoko podcast #5
Wer hätte damit noch gerechnet. Es gibt mich mal wieder zu hören. Wie es dazu kommt und was sonst gerade noch so geht, hört ihr euch am besten einfach an.
Musik: Swabian Sound System von Comfort Fit, erschienen bei Tokyo Dawn Records
Bei der ursprünglichen PITC-Idee musste man noch eine Bibel am Start haben, um die Stelle, die auf den Aufklebern steht, nachzuschlagen. Hier kommt der nächste Schritt.
Semacode ist eine Möglichkeit, URLs in einer Grafik zu kodieren. Diese Grafik kann man irgendwohin kleben. Sieht jemand den Aufkleber, kann er mit seinem Kamerahandy den Aufkleber fotografieren. Eine Reader-Software liest das Foto aus, entschlüsselt die URL, öffnet den Browser und zeigt einem den entsprechenden Psalm-Vers z.B. auf biblegateway.com an.
Das krasse daran, es ist alles vorhanden, dass diese Idee sofort umgesetzt werden kann. Die Software läuft allerdings noch nicht auf allen Handys, die Online-Kosten auf dem Handy sind noch zu hoch und man muss die Aufkleber zu hause fertig machen. Trotzdem eine geniale Möglichkeit, Orte mit einer verschlüsselten Botschaft zu taggen, die noch Tonnen von weiteren möglichen Anwendungen bereit hält.
Mehr zum Thema: ubiquitous computing, semacode