September, 2005


30
Sep 05

Da geht einiges

Mittwochabend saß ich bei Andy, um noch einen Film zu schauen. Auf dem Tisch lag die Losung. Da der Tag schon fast vorbei war, habe ich gleich die Losung für den nächsten Tag, gestern, gelesen.

Als einer im Elend reif, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.

Psalm 34,7

Und ich dachte noch “Mal sehen, was morgen ab geht…” Was abging konntet ihr gestern lesen. Aber wie schaut’s am Freitag morgen aus.

Aus einer unerwarteten (da nicht wirklich reichen Ecke) kam die Anfrage nach meiner Kontonummer.

Am Wochenende bekommen wir festes Internet in den Büroräumen.

Um 8h hat meine Sachbearbeiterin von der DAK angerufen und mit mitgeteilt, dass sich schon am Dienstag die Hochschule informiert hat, dass wieder alles in bester Ordnung sei und ich nicht exmatrikuliert werden muss.

So schnell kann’s gehen.

Der eine oder andere mag sich fragen, warum ich hier eigentlich so rumpiense. Sind doch alles nicht wirklich große Probleme. Andere haben da andere Dinger am Start. Das kann gut sein. Ich versuche bei alldem auch immer eine vernünftige Perspektive zu bewahren. Aber gestern habt ihr dann mal mitbekommen, dass das nicht immer klappt. Aber hey, bei so einem führsorglichen Gott wird’s auch mit mir irgendwann noch was. Spätenstens wenn ich mal groß bin…


29
Sep 05

Nennt mich Jona

Bei dem ganzen Zeug, was gerade hier nicht nur bei mir schief läuft, verhärtet sich im zoon-Büro die Jona-Theorie. Ist doch ganz klar, Gott will mich eigentlich in Hamburg. Ich bin nach Karlsruhe geflohen und nun herrscht hier der Sturm. Ich weiß halt ganz genau, dass wenn ich nach Hamburg gehe, um das Gericht zu verkünden, Gott Hamburg viel zu schön finden wird, um es zu zerstören. Und um dem vorzugreifen, hat Gott jetzt schon den Wurm geschickt, der halt nicht in der Staude sondern im Apfel drin ist.

Vielleicht sollte ich so spät abends nach einem frustrierenden Tag einfach nicht mehr posten dürfen…


29
Sep 05

Was geht eigentlich?

Ich muss mich gerade mal auskotzen.

Ich habe heute mein iBook zur Reparatur gegeben. Allein der Kostenvoranschlag kostet schon über 100 Euro. Und wahrscheinlich wird die Reparatur so teuer, dass ich sie mir zum einen nicht leisten kann und zum anderen das iBook sie nicht mehr wert ist. Auf jeden Fall bin ich nun das ganze Wochenende, an dem ich mich unter anderem in Darmstadt mit meinen Betreuern treffe, ohne Notebook.

Am Montag bin ich mit meinem anderen Rechner ins zoon-Büro eingezogen. Das hilft mir richtig gut bei meiner Arbeit. Nur ist da seit Mittwoch das Internet ausgefallen, was es mir fast unmöglich macht, an meinem Diplom oder der Doxology-Website zu arbeiten.

Da eines meiner Konten kurzzeitig nicht komplett gedeckt war, hat die Bank meine Krankenversicherungszahlung für diesen Monat zurück gefordert. Die Versicherung wollte daraufhin gleich alle Beiträge für das aktuelle Semester. Das konnte ich inzwischen klären. Nun habe ich aber ein Schreiben von meiner Hochschule bekommen, dass ich bis nächsten Freitag beweisen muss, dass das geklärt ist, sonst werde ich exmatrikuliert.

Haja, wer von meinen Lesern glaubt, dass Gebet was bringt…


26
Sep 05

iBook im Arsch

Ich habe doch genau gewusst, warum ich mir noch den Mac Mini gekauft habe. Heute hat mein iBook spontan den Geist aufgeben. Wer’s genau wissen will, kann’s hier nachlesen. Ich könnt echt kotzen. Wollte mich heute eigentlich mit viel Elan an die Doxology-Website machen. Jetzt muss ich erstmal sehen, wie’s weitergeht. :-(

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25
Sep 05

Eine Kubik Hochzeit

Gestern war ich auf der Hochzeit von Marc und Nicole, zwei aus dem Kern von Kubik. Ich war echt gespannt, wie so eine Hochzeit im Herzen von Kubik abläuft. Fazit: Haja, Kubik halt.

  1. Gedimmtes Licht, Scheinwerfer
  2. Beamer
  3. Live DJ
  4. Derbe Symbolik
  5. Gute Texte
  6. Jeder ist involviert

Die beiden hatten sich Prediger 4,12 als Trauspruch ausgesucht:

Und wenn einer den einzelnen überwältigt, so werden (doch) die zwei ihm widerstehen; und eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerreissen.

Marc und Nicole begannen den Gottesdienst wie auch das richtige Leben, getrennt. In den Seitengängen der Kirche war jeweils eine Schnurr von hinten nach vorne gespannt. Zuerst kam Marc, ging nach links, harkte sich in die Schnur ein und ging nach vorne, wo am am Ende der Schnur sein Stuhl stand. Danach kam Nicole und tat das selbe, nur rechts. War schon komisch, weil man es ja normalerweise gewohnt ist, dass die Braut mit ihrem Vater kommt und alle aufstehen. Aber so saßen die beiden am Ende des “Einzugs” getrennt links und rechts vorne. Texte und ein Video stellten uns die beiden als individuelle Persönlichkeiten vor, die manchmal einsam sind.

Zwei weitere Schnüre gingen von den Schnüren außen zur Mitte. Dorthin wurden Marc und Nicole nun zusammen geschoben und so mit ihren Lebensfaden zusammen gebracht. Für die dreifache Schnur fehlte noch eine, Gottes. Die hing als rote Schnur von der Decke des Chorraums und wurde in die Schnüre der zwei eingewoben.

Danach kam das eher traditionelle und Kubik-unübliche Element, die Predigt.

Nach der “normalen” Trauung, die herzhaft und liebevoll von einem Pfarrer gehalten wurde, kamen die Hochzeitsgäste ins Spiel. Die dreifache Schnur führte vom Hochzeitspaar aus der Kirche ins Leben hinaus. Jeder Gast hatte beim setzen eine Tüte mit einem Zettel, einem Stift und einer goldenen Wäscheklammer vorgefunden. Auf diesen Zettel konnte nun jeder einen Segen (Segen = etwas gutes aussprechen) für das Hochzeitspaar aufschreiben und während für die beiden gebetet wurde, diesen Zettel an die dreifache Schnur hängen und den beiden somit viel Segen mit auf den Weg geben. Zum Auszug sind die beiden ihre neue dreifache Schnur gemeinsam entlang gegangen und haben die Segenswünsche eingesammelt.

Das ganze war schon deutlich anders, als die Hochzeiten, die ich bisher so miterlebet habe. Dieser Traugottesdienst war eher ruhig und sicher nicht so emotional. Dafür hatte er eine große Tiefe und eine überwältigende Symbolik. Hm, für meine Hochzeit würde ich dann einfach die Emotionen und die Symbolik zusammen bringen und die Traumhochzeit kreieren ;-)

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