last.fm war schon nicht schlecht von der Idee. Ich gebe Künstler und Alben an, die ich mag. Dann schaut last.fm, wer diese Tracks noch in seinem Profil hat und spielt mir wiederum Tracks aus diesen Profilen vor, die ich noch nicht in meinem habe. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sie mir auch gefallen könnten. Wenn es gut läuft und man sein Profil recht komplex anlegt, kann man einiges an neuer Musik entdecken, die einem gut gefällt.
Pandora hat das gleiche Ziel geht aber einen völlig anderen Weg. Eine Gruppe von Musikern und Geeks hat sich seit Januar 2000 zusammen gesetzt, um unter dem Namen The Music Genome Project eine superkomplexe Analyse von Musik zu machen. Dazu haben sie die Musik von über 10000 Musikern auseinander genommen und nach Kategorien wie Melodie, Harmonie, Instrumentation, Lyrics usw. eingeordnet. Dabei haben sie alte Kategorien wie Genre oder Subkultur völlig außen vor gelassen.
Das ganze haben sie nun zu einer Web-Applikation zusammen gepackt, die wie folgt funktioniert. Man gibt den Namen eines Künstlers ein, dessen Musik man z.B. gerade sehr mag. Ausgehend von der Analyse des Künstlers spielt Pandora einem nun Tracks von anderen Künstlern vor, die von der Analyse sehr ähnlich wie der Künstler sind. Man kann die vorgeschlagenen Tracks bewerten und weitere Künstler zu dem Profil hinzufügen. Die ersten zehn Stunden Pandora-Nutzung sind kostenlos. Dann kostet der Dienst 36$ im Jahr.
Aber richtig teuer wird’s für die Benutzer wohl erst dadurch, dass du die gespielten Tracks mit wenigen Klicks direkt im iTMS kaufen kannst.
Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Informationsarchitekt und Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 

Pandora ist richtig geil. Danke für den Tip!