August, 2005


31
Aug 05

Pandora wird mich arm machen

last.fm war schon nicht schlecht von der Idee. Ich gebe Künstler und Alben an, die ich mag. Dann schaut last.fm, wer diese Tracks noch in seinem Profil hat und spielt mir wiederum Tracks aus diesen Profilen vor, die ich noch nicht in meinem habe. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sie mir auch gefallen könnten. Wenn es gut läuft und man sein Profil recht komplex anlegt, kann man einiges an neuer Musik entdecken, die einem gut gefällt.

Pandora hat das gleiche Ziel geht aber einen völlig anderen Weg. Eine Gruppe von Musikern und Geeks hat sich seit Januar 2000 zusammen gesetzt, um unter dem Namen The Music Genome Project eine superkomplexe Analyse von Musik zu machen. Dazu haben sie die Musik von über 10000 Musikern auseinander genommen und nach Kategorien wie Melodie, Harmonie, Instrumentation, Lyrics usw. eingeordnet. Dabei haben sie alte Kategorien wie Genre oder Subkultur völlig außen vor gelassen.

Das ganze haben sie nun zu einer Web-Applikation zusammen gepackt, die wie folgt funktioniert. Man gibt den Namen eines Künstlers ein, dessen Musik man z.B. gerade sehr mag. Ausgehend von der Analyse des Künstlers spielt Pandora einem nun Tracks von anderen Künstlern vor, die von der Analyse sehr ähnlich wie der Künstler sind. Man kann die vorgeschlagenen Tracks bewerten und weitere Künstler zu dem Profil hinzufügen. Die ersten zehn Stunden Pandora-Nutzung sind kostenlos. Dann kostet der Dienst 36$ im Jahr.

Aber richtig teuer wird’s für die Benutzer wohl erst dadurch, dass du die gespielten Tracks mit wenigen Klicks direkt im iTMS kaufen kannst.


30
Aug 05

Little Jupp



Little Jupp

Originally uploaded by jonee.


Da es diese Woche noch mehr Peinlichkeiten von mir in diesem Blog geben wird, stimme ich euch schon mal mit diesem Bild aus einer (dünneren) Kindheit ein. Danke an Siegfried fürs Ausgaben.


29
Aug 05

Diplomstart

Tage bis zur Abgabe: 145

Heute ist der offizielle Start meiner Diplomarbeit und ich bin direkt mal krank. Habe vom Wochenende im Rhein-Main-Gebiet eine dicke Grippe mitgebracht. Also bleibe ich im Bett und nehme die ersten Bücher in Angriff.


24
Aug 05

Mein Zimmer in Karlsruhe

Um mal alle Gerüchte um mein Zimmer im Rotlichtviertel zu beseitigen sind hier zwei Bilder aus meinem Zimmer. Die andere Ecke gibt’s zu sehen, wenn sie aufgeräumt ist ;-)

Zimmerkarlsruhe01

Zimmerkarlsruhe3

Ich hab mich hier ganz gut eingelebt. Die Wohnung ist genial und im Vergleich zu der WG in Darmstadt purer Luxus. Ich freue mich über tolle Mitbewohner und Dinge wie einen Skatepark, Basketballplätze, immense Einkaufsmöglichkeiten usw. direkt in meiner Nähe. Ach ja, da ist auch noch ein Cafe, eine Agentur und überhaupt geniale Leute en masse…


24
Aug 05

Psalm in the city

Der Psalmgottesdienst am letzten Freitag bei Kubik war gleichzeitig mein erster Gottesdienst als Neu-Badener. Also war klar, dass ich auch was machen musste. Um mich ein bisschen vorzustellen, habe ich erzählt, wie ich das Thema Psalmen angehen würde.

Ich bin ein Stadtmensch. Ich liebe es, mich durch eine Stadt zu bewegen, Menschen zu begegnen und von einem Café aus zu beobachten, wie lebendig so eine Stadt ist. Deswegen würde ich Psalmen aus dem abstrakten, isolierten Betrachten in der “stillen Zeit” in die Stadt holen und mit ihr in Zusammenhang bringen. Dazu habe ich ein Symbol entworfen.

Pitc1

Zunächst zeichnet man das Symbol ohne die Zahlen auf klebendes Papier und schneidet es aus. Einen kleinen Vorrat schleppt man am besten in seiner Bibel mit.

Pitc3

Kommt man nun an eine Stelle in der Stadt, zu der ein bestimmter Vers aus den Psalmen zu passen scheint oder an dem man aus irgendeinem Grund gerne über einen bestimmten Vers meditiert, nimmt man sich einen Harfen-Sticker und trägt die Versangabe in den freien Innenraum ein.

Pitc2

Jeder der das Symbol kennt, hat nun die Möglichkeit, wenn er so einen Sticker entdeckt, seinen Alltag zu unterbrechen, die Bibel hervor zu holen und über den Vers nachzudenken. So ist man herausgefordert sich mitten im Alltag und mitten in der Stadt Zeit für Gott zu nehmen.

Pitc5

Eine weitere Idee für Psalm-Sticker ist z.B. sich einen Sticker mit einem bestimmten Vers so zu kleben, dass man ihn immer auf dem Heimweg von der Arbeit sieht. So schafft man sich eine Stelle, an der man bewusst den Stress des Arbeitstags hinter sich lassen und an Gott abgeben kann.

Ich bin aber nicht nur ein Stadtfreak, ich liebe auch praktische Web-Applikationen. Deswegen wäre der nächste Schritt eine Webanwendung, in der man die Stellen der geklebten Sticker z.B. mit der Hilfe von Googlemaps markieren kann. Ein Social-Software-Funktion würde es ermöglichen, dass man auf die Sticker-Locations von anderen Leuten zugreifen könnte.

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Über eine weitere Funktion ließen sich aus dieser Sammlung von PsalmPlazes Routen erstellen, die man gehen kann, wenn man ausführlicher Zeit mit Gott in der Stadt verbringen möchte. Da es aber eher nervig wäre, sich per Karte eine Route zu merken und an jeder Stelle die Bibel rauszuholen, könnte man das ganze mit Podcasts kombinieren. Dazu würde jemand eine Route abgehen und dabei Dinge wie Routenbeschreibungen, die Psalmen, Gedanken, Fragen und Meditationshilfen in ein Aufnahmegerät sprechen.

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Die Audiodateien kann man sich manuell oder per Podcast auf den eignen MP3-Player ziehen. Mit dem Kopfhörer in den Ohren geht’s dann auf Entdeckungs-/Gebets-Tour durch die City.

Soweit meine Ideen, wie man Psalmen in die Stadt bringen kann. An dieser Stelle geht mein Dank an Daniel, der sich als Modell zur Verfügung gestellt hat.

Achtung: Sollte jemand wirklich Psalm-Sticker kleben wollen, beachtet bitte Privateigentum und macht keinen Scheiß!

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