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Archive for Mai, 2005
Seit einigen Wochen beginne ich meine Woche mit einem Meeting nur mit mir selber im Cafe Salve in der Darmstädter Innenstadt. Dazu gönne ich mir dann was feines zum Trinken und plane die Woche und die laufenden Projekte durch.
Ist immer wieder beeindruckend, wie anders meine Wochen verlaufen, wenn ich diesen Planungsevent an den Anfang stelle. Das funktioniert für mich auch bei Tagen. Wenn ich morgen kurz den Tag schriftlich plane, bekomme ich den Tag über wesentlich mehr gebacken, als wenn ich ihn ins Blaue rein angehe.
Rückblickend hat es sich auf jeden Fall gelohnt, bei dieser Tagung dabei gewesen zu sein. Am Anfang hatte ich ja, wie viele andere auch, nicht wirklich verstanden, was die Organisation genau will. Aber inzwischen kann ich das besser nachvollziehen. Es geht darum einen Sammelbegriff für einen bunten Haufen von Begriffen und Tätigkeiten zu prägen und zu promoten. Wenn das funktioniert, könnte das auch mir nützlich sein, weil ich den Leuten einfacher erklären kann, was ich mache, wobei MSD schon über die Arbeit eines Informationsarchitekten hinaus geht, denke ich.
Man hat den Organisatoren angemerkt, dass sie so eine Tagung zum ersten Mal gemacht haben. Vieles war noch chaotisch und wurde schlecht kommuniziert. Aber das gehört dazu und wird keinen groß gestört haben.
Nach wie vor bin ich begeistert, dass das Ding für Studenten nur 15 € gekostet hat, was wirklich ungewöhnlich ist und mir so die Teilnahme ermöglicht hat.
Leider war mein Wochenende so voll, dass mir wenig Zeit blieb, die Konferenz zum Kontakte knüpfen zu nutzen. Da wäre sicherlich noch mehr gegangen.
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Nach dem CardSorting-Vortrag gab es gestern noch einen weiteren, weit interessanteren Vortrag von Sabine Stoessel, einer freien Informationsarchitektin. Sie zeigte uns, wie sie den Relaunch von prosieben.de geleitet hat. Dabei hat sie sowohl als Konzepterin wie auch als Projektmanagerin gearbeitet. Sehr interessant, weil sie im Prinzip ein typisches Szenario für die Arbeit eines MediaSystemDesigners zeigte.
Wir MediaSystemDesigner haben ein grundsätzliches Problem: Wie verkaufen wir uns? Das was wir machen, existiert in dieser Form in den Köpfen der Personalchefs von Agenturen oder bei den anderen Zuständigen noch nicht. Jeder Grafiker, Entwickler und Marketingexperte ist auf seinem Gebiet besser als wir.
Dieses Dilemma spiegelt sich in den Diskussionen dieser Tagung wider. Die Organisatoren wollen sich dem annehmen, in dem sie den Begriff Informationsarchitekt als Sammelbegriff in Deutschland einführen und promoten wollen.
Sabine Stoessel ging in ihrem Vortrag direkt auf die Frage nach der Selbstpromotion ein und erklärte, dass für sie Akquise komplett sinnlos sei, weil bei der Größe der Aufgabe, die ein Informationsarchitekt übernimmt, ein enormes Vertrauen nötig ist. Deswegen bekommt sie Aufträge ausschließlich über Empfehlungen und Netzwerke.
Jetzt geht es hier mit dem Vortrag weiter, der mich ursprünglich motiviert hat, diese Tagung zu besuchen: Informationsarchitektur und Social Software. Mein Steckenpferd =).
Birgit Nußbaum stellt Weblogs und Tagging als Tools für IAs vor.
Gerade hat sie meinen Blog erwähnt, weil sie heute morgen mal geschaut hat, was im Web zum Thema Informationsarchitektur zu finden ist. Und da stand mein Eintrag von gestern ganz vorne.
Ist allerdings aber auch zu sehen, wie wenig weit diese Techniken in Deutschland erst sind, weil sonst noch niemand zu dieser Tagung gebloggt hat.
So, der Vortrag ist rum. War jetzt nix neues für mich dabei. Ist aber immer gut zu checken, was in Deutschland so geht und wie der Wissensstand ist.
Was mir bei all den Vorträgen auffällt, ist der große Hang zu Bulletpoint-Powerpoint-Folien. Die meisten Vortragsfolien sind mit Text und Gliederungen vollgepackt. Bilder sind Mangelware. Das überrascht mich, denn eigentlich sollen Informationsarchitekten doch Informationen leichter zugänglich machen. Vielleicht bin ich selber aber auch einfach nur zu sehr Steve Jobs-mäßig geprägt. Ich unterstütze meine Vorträge vor allem mit Bildern und nur wenn es nicht anders geht, packe ich ein Wort oder maximal einen Satz dazu.
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moblogging magazin
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Ein Tutorial, das ich schon ewig gesucht habe
Ich sitze hier auf der Informationsarchitektur-Tagung 2005 und bin ganz überrascht, wie jung und frisch das ganze Thema in Deutschland scheinbar noch ist. Gerade wird in einem Diskussionspanel besprochen, wie man Informationsarchitektur in Deutschland definieren könnte.
Informationsarchitektur beschäftigt sich mit Dingen wie Usability, Strukturen, Navigation, User experience und allem sonstigen, was damit zu tun hat, wie man dem Benutzer Informationen zugänglich macht. Dadurch hat es sowohl mit Design, als auch mit Informatik und Zielgruppenforschung usw. zu tun, ist also interdisziplinär.
Der eine oder andere wird’s schon gemerkt haben. Ich kenne das alles sehr gut aus meinem Studium. All die Dinge, über die hier gesprochen wird, sind mein Studienalltag und ich kenne sie aus vielen Vorlesungen. Umso mehr verwundert es mich, wie jung das ganze in Deutschland noch zu sein scheint (und warum ich hier der einzige MSDler bin).
Tja, bin doch nicht der einzige MSDler. Da steht nämlich gerade meine Dekanin vorne, stellt die Ergebnisse ihrer Workshopgruppe vor und wiederholt im Prinzip genau das, was ich weiter oben geschrieben habe. Klar, denn von ihr habe ich die meisten dieser Dinge gelernt. Saulustig.
Inzwischen hat das ganze hier eine interessante Entwicklung genommen. So wie es meiner Dekanin und mir geht, scheint es nämlich auch fast dem ganzen Rest des Raumes zu gehen. Scheint nicht so ganz das zu sein, was sich die Organisatoren vorgestellt haben. Bisher ging es weniger um Inhalte, als um eine Begriffsdefinition. Und das ist nur für die Interessant, die diesen Begriff verwenden. Alle anderen hoffen auf die nun folgenden Methodiken-Vorträge. Wobei der nächste sich mit Card Sorting beschäftigt. Und das habe ich schon im 3. Semester gemacht.
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Gute Liste mit Tipps
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Lesenswertes PDF
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Gutes Infoportal über Urheberrecht in der digitalen Welt
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Photolog mit wunderschönen Bildern und praktischen Tipps zum Fotografieren
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fiktives Gespräch zwischen Alex Campbell und Brian McLaren mit verschiedenen Gastauftritten. Saulustig!
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The music industry is a bitch. Aber es geht auch anders.
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sample, mash & share music…legally
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Stuttgarter Agentur mit stylischer Website
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webdesign magazin
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design portal
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geile Shirts
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photo blog
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Design Magazin mit interessanter Navigation
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flickr Set, das sehr anschaulich eine Umsetzung von GTD zeigt
Manchmal macht man Dinge, weil man Bock drauf hat und es einem keiner verbieten kann. Aber das ist als Erklärung einfach viel zu langweilig. Ich arbeite noch an der Story von der verlorenen Wette. Aber in der Zwischenzeit rufe ich meine Leser dazu auf, die besten Erklärungen zu meiner fehlenden Haarpracht zu kommentieren. Was geht?
Hab diese Woche mit ein paar Freunden zusammen gesessen und war dabei der einzige, der sein Notebook nicht dabei hatte. Wie die Zeiten sich ändern. Notebooks sind so 2004. Saulustig!
Es gibt Entscheidungen, die ich mag. Z.B. habe ich derzeit zwei feine Rechner auf meinem Schreibtisch stehen. Der eine ist klein und mobil. Der andere ist doppelt so schnell und, hm, eigentlich noch kleiner, aber nicht so mobil (mit Monitor).
Die Frage, die sich mir nun stellt, wie ich die beiden nutze. Klar, die Hauptarbeit (Web & Grafik) mache ich auf dem Mini. Und unterwegs läuft alles auf dem iBook. Aber welche Dinge mache ich auch zu hause auf dem iBook, um sie auch unterwegs am Start zu haben? Und welche mache ich trotzdem lieber auf dem Mini?
Zuerst dachte ich an eine strickte Trennung von Kommunikation (Mail, Chat, usw) und Arbeit. Aber ich lese meine Mails lieber am großen Bildschirm.
Naja, nicht wirklich ein weltbewegendes Problem. Aber dafür hat man ja einen Blog, damit man auch die unwichtigen Dinge mit der Welt teilen kann und vielleicht ein paar Tipps bekommt…
- Stoffwechsel
brand eins Artikel über Hierachien vs. Netzwerke
(tags: artikel netzwerk)
Vorsicht! Das verlinkte Bilderset zeigt Praktiken eines Rituals einer weltumspannenden Sekte von Fanatikern. Längeres Betrachten der Bilder kommt einer Gehirnwäsche gleich, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.
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Feiner Artikel von Mario Sixtus
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Große Sammlung von verschiedensten Links zum Thema Typographie bei der PAGE
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Saulustiges flickr-Set über einen Besuch in DisneyWorld






Ich bin Johannes Kleske, 29, Dipl. Media System Designer (FH) und lebe zurzeit in Karlsruhe. Ich arbeite als Informationsarchitekt und Konzepter bei Neue Digitale in Frankfurt. Mein Spezialgebiet ist Social Media. 