Archive for April, 2005

GTD - Wer macht mit?


Wer sich regelmäßig das Browserfutter anschaut, wird schon häufiger auf das Kürzel GTD gestoßen sein. GTD steht für Getting Things Done und ist ein Produktivitäts-/Selbsthilfe-/Whatever-System, das besonders bei Geeks in den USA sehr beliebt ist.
Entwickelt wurde das System von David Allen. Im Netz gibt es eine Unmenge von Blogs, die sich mit GTD und der Umsetzung befassen.

GTD dreht sich um die Idee, dass Stress daher kommt, dass wir tausend Dinge in unserem Kopf haben, die verhindern, dass wir uns auf unsere tatsächliche Aufgabe konzentrieren können. GTD bietet Methoden, diese Dinge aus unserem Kopf zu bekommen und in ein verlässliches System einzuordnen.

Ich habe mir das ganze auch schon immer wieder angesehen und verschiedene kleine Aspekte ausprobiert und will das ganze nun richtig angehen. Aber wie ich immer mehr lerne, macht es wenig Sinn, soetwas völlig auf sich allein gestellt umzusetzen zu versuchen. Deswegen suche ich Leute, die ebenfalls Lust haben, ihre Arbeit effektiver und entspannter zu gestalten.

Browserfutter: 28. April 2005

Bling, bling: Meine Pimp Watch

Pimp-Watch01
Da ist das gute Stück. Mein Gewinn bei trnd. Also, das Ding ist erwartungsgemäß alles andere als der kleine, unauffällige und schnelle Zeitanzeiger. Das Teil ist superedel und nicht gerade was für schlanke Handgelenke.
Pimp-Watch02Um die Zeit abzulesen, muss man einen Knopf drücken. Dann läuft eine kurze Animation durch die LEDs (die verbauten blauen sind angeblich derbe teuer), bevor die LEDs weiter leuchten, die die Zeit anzeigen. Die erste Spalte zeigt die Stunden an, die anderen Spalten zeigen die Minuten an. Ist gar keine große Mathematik von nötig, wie ich zuerst dachte. Wenn man den Knopf noch mal drückt, wird das Datum angezeigt.
Ist schon ein feines Teil, nur sowas von nicht mein Ding. Deswegen wandert das Schmuckstück demnächst zu ebay. Es sei denn, jemand von euch hat Interesse…

Mehr zu der Uhr auf www.pimp-watches.com

Browserfutter: 27. April 2005

Browserfutter: 26. April 2005

Finger weg von Wattestäbchen




Q-Tip

Originally uploaded by jonee.

Josha ist jetzt der zweite von meinen Freunden, der sich mit einem Wattestäbchen derbe verletzt hat. Lasst die Finger davon und setzt diese lieber ein, um eure Ohren unter der Dusche zu säubern.

Wattstäbchen finden bei mir nur noch für alt.worship-Sessions Einsatz. Wie auf dem Bild hier vom Heidenspaß. Da konnte man auf den Zettel Dinge schreiben, die einen davon abhalten, Gottes Stimme zu hören und so sich symbolisch den Gehörgang freiräumen.

Browserfutter: 25. April 2005

Mikes harte Fragen an emerging churches

Mike beobachtet in seinem Blog massiven Gemeindewachstum in den amerikanischen Megachurches, wenig Leute in den englischen alt.worship-Events und vor allem frustrierte Gemeindeleute in den emerging churches. Das führt ihn zu ein paar harten Fragen, die er sich vor allem selber stellt:

  • Warum erreichen postmoderne Gemeinden in der Postmoderne scheinbar weniger postmoderne Menschen als modern geprägte Mega-churches?
  • Sind viele/einige EC’s vor allem für enttäuschte Christen ein Auffang-Becken (ähnlich wie viele Hauskirchen), haben aber kaum “missionarische Kraft”?
  • Ist Alt.Worship “nur” eine Ausdrucksform für christliche Künstler und Kreative, warum werden diese Anlässe nicht von “Cultural Creatives” überschwemmt, da diese Events doch deren Lebensgefühl perfekt kontexualisieren!
  • Ist nicht überall “Missional” drin, wo “Missional” draufsteht?
  • Gibt es gar keine eigentlichen “Bekehrungen” mehr, weil EC’s mehr den Prozesss betonen? Aber wo bleiben die Taufen?
  • Bis jetzt sehe ich kaum multiplikative organische EC’s, die zwar klein sind, sich dafür aber wie die Kaninchen vermehren…

Ich denke, die emerging church ist vor allem eins, immer noch am emergen. Ganz im Gegensatz zu den Megachurches wie Mars Hill, Saddleback und Hillsong. Die sind einfach derbe reif für die Ernte und sie erreichen ihre Zielgruppen perfekt (Saddleback ist einem Suburb von LA angesiedelt, wo du bis zum Horizont nur idyllische 1-Familien-Häuser siehst. Künststück, da mit dem richtigen Modell ne Megachurch zu bauen). Und früher oder später wird es wohl mit ICF auch hier so abgehen. Hey, und das ist cool, viele werden Jesus kennen lernen. Aber einige werden das Kotzen kriegen, wenn sie in so eine Gemeinde kommen. Einige werden sich in dem Event-orientierten, unpersönlichen Megachurches nie wohl fühlen, und wenn’s sonst keiner ist, dann zumindest ich. ;-)
Es geht halt nicht darum, Gemeindemodelle zu vergleichen und das perfekte One-size-fits-all zu finden. Es geht darum zu schauen, was mir und meinem Umfeld in der Beziehung zu Jesus hilft und das zu bauen. Wie lange wollen wir noch nach Amiland schauen, bevor wir feststellen, dass bei uns ein ganz anderer Film läuft? Und um auf Mike’s letzte Frage einzugehen, bisher sehe ich (fast) überhaupt keine ECs. Wie will ich da vergleichen?
Bei uns stecken emerging churches noch nicht mal in den Kinderschuhen. Wie sollen sie da große Kreise ziehen? Und eigentlich glaube ich auch, dass sie das nie tun werden. EC ist einfach kein Ding für die Masse. ECs erreichen bestimmte Typen und Leute, die sonst kaum jemand erreicht. Und das ist derbe! Aber damit ist es ein Gemeindemodel der Zukunft und nicht das.
Ich würde das ganze Moderne/Postmoderne-Ding gerne loswerden. Klar, es macht das erklären einfacher. Aber genau das ist die Gefahr. Wir denken so sehr in Modellen, dass wir unser Umfeld nur noch in Schubladen wahrnehmen. Ich finde Karen Ward’s Beschreibung des Viertels, in dem ihre Teachurch angesiedelt ist, aus Relevant Church ein gutes Beispiel dafür, wie es besser laufen kann. Sie geht dabei sehr genau auf die verschiedenen Typen und Leute ein, die dort leben. Und danach baut sie ihre Gemeinde. Das sind die Kategorien in denen ich denken will. Und nur auf dem Level lässt sich meiner Meinung nach Gemeinde in Nachbarschaften und Subkulturen bauen. User research, baby. Wer Methoden braucht, dem gebe ich gerne ein bisschen was aus meinem Studium weiter.
Ich denke, dass ECs dann ein Auffang-Becken für enttäuschte Christen werden, wenn sie sich nicht radikal genug von bisherigen Gemeindewurzeln los machen und komplett neue Wege gehen. Wenn wir nur ein bisschen an unseren Gottesdienstformen schrauben, die Musik lauter ist, in der Predigt auch Scheiße gesagt wird und nach dem Gottesdienst alle zum Rauchen raus gehen, dann wird das die Folge sein. Wenn wir aber unsere alten Vorstellungen von “so wird das gemacht” und unsere Angst vor Fehlern bekämpfen, so könnte dieser Kelch an uns vorüber gehen. Denn irgendwie hätte so ein Froki doch schon gerne ne Predigt… ;-)
Um zu meinem Eingangs-Statement zurück zu kommen, ich denke, dass wir noch weit weg davon sind, emergt zu sein. Und wenn wir irgendwann mal unsere Angst ablegen, manche Aspekte undiskutiert lassen und uns die Kinderschuhe anziehen, um unsere Umwelt experimentell und explorativ kennen zu lernen, dann ja dann…

trnd: Big Pimpin mit der PIMP Watch

PimpwatchTja, also für mich hat sich trnd schon voll gelohnt. Ich habe zwar nicht den anvisierten Hauptpreis (1 Woche New York mit 500€ Gutschein für den AppleStore) gewonnen. Dafür aber eine japanische PIMP Watch. Derbe! Nur leider so gar nicht das, was ich mir für eine Armbanduhr vorstelle. Aber das Ding ist ja 150€ wert. Mal sehen, wie ich sie loswerde.

Jetzt heißt es abwarten und schauen, was aus trnd wird. In der ersten Woche ist noch nicht wirklich viel passiert. Was ich aber ganz interessant finde ist, wie trnd auf bestimmte Dinge reagiert. Zu Beginn habe ich noch den Namen und die E-Mail von jedem, der sich über den Link in meinem Blog angemeldet hat, bekommen. Nachdem es deutliche Datenschutz-Bedenken deswegen gab, haben sie das ruckzuck geändert.
TrndgrundstzeIn der Blogosphäre sind ja auch viele kritische Stimmen laut geworden, so auch in meinem Blog, was den Zweck von trnd und die zu erwartende Werbeflut angeht. Auch darauf hat trnd umgehend reagiert.Für mich gibt es zwei Gründe, bei trnd vorerst mitzumachen. Erstmal bin ich einfach ein Early Adopter. Ich liebe neues Zeug. Und ich probiere gerne neues aus. Insofern falle ich wohl direkt in die Zielgruppe von trnd. Das andere ist die Form von Marketing, die mich interessiert. Ich hatte ja schon was zu meinem Jahresprojekt im Studium geschrieben, das sich mit Kunden-Evangelisten beschäftigt. trnd schlägt in die gleiche Kerbe und mich interessiert einfach, ob das tatsächlich funktioniert.

Wer mit trnd noch nichts anfangen kann, schaut in meinem früheren Beitrag nach.

Browserfutter: 21. April 2005

  • Einstieg in RSS - Teil 1
    Wer immernoch Bahnhof versteht, wenn es um RSS geht, sollte mal bei diesem Post vom RSS Blogger vorbei schauen.
    (tags: RSS)

Catholic Insider: grasroots media in perfection

Catholicinsider

Der ganze Pope-Hype geht ziemlich an mir vorbei, weil ich derzeit kaum “normale” Nachrichten konsumiere. Was für mich an der ganzen Geschichte aber sehr deutlich wird ist, wie geil diese ganze Graswurzel-Medien-Geschichte sein kann, von der ich öfter mal schreibe. Dabei geht es darum, dass es immer leichter wird, dass jeder seine eigenen Medien erstellen und publizieren kann. Und im Gegensatz zu den Massenmedien geht es dabei um einzelne Personen und subjektive Geschichten.

Wie das konkret aussehen kann, zeigt mir der Podcast Catholic Insider von Father Roderick, einem katholischen Priester. Von dem Podcast habe ich über Adam Currys Daily Source Code gehört, als dieser Father Rodericks SoundSeeingTour durch Radio Vatikan promotet hat (Wer bei Radio Vatikan an eine Nonne mit einem Mikrofon denkt, könnte überrascht sein…).

Als nun die Dinge um die Gesundheit des Papst immer schlechter standen, ist Father Roderick nach Rom geflogen und hat einige Livepodcasts vom Petersplatz aufgenommen. Dabei ging es weniger um Nachrichten als um die persönlichen Gefühle und Gedanken von Menschen auf dem Petersplatz und um seine eigenen Emotionen. Plötzlich wurden aus abstrakten Nachrichten persönliche Geschichten. Die anonyme Masse auf dem Petersplatz wurde zugänglich. Ist einfach ein Unterschied, ob dir eine Reporterin die Nachrichten überbringt und versucht, die Stimmung einzufangen oder wenn du Liveaufnahmen aus der Masse am Petersplatz hören kannst.

Father Roderick und sein Podcast sind ein krasses Beispiel, wie Christen sich authentisch präsentieren können, ohne peinlich zu wirken. Der Catholic Insider ist einer der beliebtesten Podcasts überhaupt (siehe PodcastAlley). Father Roderick redet über seinen Glauben genauso selbstverständlich wie über seine StarWars-Begeisterung. Wiedermal Zeit, von einem Katholiken zu lernen…

Browserfutter: 20. April 2005

Browserfutter: 19. April 2005

Browserfutter: 18. April 2005

Browserfutter: 17. April 2005

Browserfutter: 16. April 2005

Appleseed auf der Nippon Connection




PICT0035.JPG

Originally uploaded by jonee.

Ich glaube, ich habe einen Pink-Overkill (nein, nicht die Sängerin, die Farbe), auch wenn meine Schwester wohl bezweifeln würde, dass soetwas möglich ist. Pink ist die Schmuckfarbe von Nippon Connection, einem Japan-Festival in Frankfurt, das ich heute besucht habe.
Dort habe ich unter anderem den Nachfolger von Ghost in a shell mit dem Namen Appleseed gesehen. Die Story ist erwartungsgemäß nicht gerade der Hammer, eher schwächerer Japan-Mainstream. Aber die Visualisierung lässt alles bisher dagewesene im Bereich Animé alt aussehen. Hammer!

Browserfutter: 11. April 2005

Browserfutter: 10. April 2005

WG-Zuwachs




Bini

Originally uploaded by jonee.

Seit gestern ist unsere WG ein bisschen größer (und ordentlicher, sauberer, schöner, gepflegter und was Mädels sonst noch so machen, um sich wohlzufühlen). Bini ist eingezogen.
Bini bildet mit mir zusammen die erste Darmstädter Gruppe der Anonymen Kaffeehausabhängigen. Und ich befürchte, dass wir nun noch weniger der Versuchung stand halten werden.
Da Bini natürlich ein sehr braves christliches Mädchen ist, hat sie sich, um jeder Form von Getuschel über eine gemischte WG vorzubeugen, natürlich nur rein zweckorientiert, am Mittwoch noch schnell mit meinem Schwippschwager verlobt.

So besteht die WG nun aus Sam, Bini und mir. Die nächsten fünf Monate werden der Hammer…